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Schulische Inklusion. Ein Vergleich der Schulsysteme von Deutschland und Schweden

Title: Schulische Inklusion. Ein Vergleich der Schulsysteme von Deutschland und Schweden

Bachelor Thesis , 2019 , 47 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Isabella Schmid (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Die Bachelorarbeit mit dem Titel „Schulische Inklusion – ein Vergleich der Schulsysteme von Deutschland und Schweden“ wurde am Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Organisationspädagogik erstellt. Die folgende Arbeit behandelt das Thema der schulischen Inklusion im Allgemeinen. Dabei sollen im Speziellen die Schulsysteme von Deutschland und Schweden in Bezug auf Inklusion analysiert, beschrieben und verglichen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Bildung

2. Inklusion

2.1 Menschen mit Behinderung

2.2 UN-Behindertenrechtskonvention

2.3 Schulische Inklusion

3. Das deutsche Schulsystem

3.1 Allgemeiner Aufbau des deutschen Schulsystems

3.2 Inklusion im deutschen Schulsystem

4. Das schwedische Schulsystem

4.1 Allgemeiner Aufbau des schwedischen Schulsystems

4.2 Inklusion im schwedischen Schulsystem

5. Vergleich der Schulsysteme von Deutschland und Schweden

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, das Konzept der schulischen Inklusion theoretisch zu fundieren und einen vergleichenden Blick auf die unterschiedlichen schulischen Ansätze und Rahmenbedingungen in Deutschland und Schweden zu werfen, um zu erörtern, in welchem Land Kinder mit Behinderungen bessere Chancen auf eine inklusive Teilhabe vorfinden.

  • Theoretische Grundlagen des Bildungsbegriffs
  • Konzeptualisierung von Inklusion und Behinderung
  • Strukturelle Analyse des deutschen und schwedischen Schulsystems
  • Rechtliche Grundlagen und Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
  • Vergleichende Analyse der Inklusionschancen und Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

2. Inklusion

Eine Definition von Inklusion, die widerspruchsfrei und trennscharf wäre, existiert bislang noch nicht. Viele Menschen haben eine Vorstellung von Inklusion, aber niemand scheint den Begriff präzise definieren zu können. In zahlreichen Büchern findet man pragmatische und praktische Zugänge zu Inklusion, ohne dass der Begriff dabei definiert wird (Vgl. Kuhl, Stanat, Lütje-Klose, Gresch, Pant, Prenzel, 2015, S.20).

„So denken einige Autoren bei Inklusion insbesondere an Einstellungen und Haltungen, die gegenüber Unterschiedlichkeit und Andersartigkeit von Menschen gegeben sein müssen. Anderen ist es wichtig, rechtliche Ansprüche einzuklagen. Einige Autoren stellen erforderliche Veränderungen in den Schulen in den Vordergrund, wenn sie an Inklusion denken. Andere möchten diese in einen größeren Zusammenhang eingebettet sehen und heben gesamtgesellschaftliche Veränderungserfordernisse hervor. Sie betonen die Vision einer inklusiven Gesellschaft, sehen diese jedoch durch soziale Ungleichheiten gefährdet.“ (ebd. S.20).

Andreas Hinz (in Antor, Bleidick, 2006, S.98) formuliert einige Eckpfeiler des Verständnisses von Inklusion und definiert den Ansatz der Inklusion als „...allgemeinpädagogische[n] Ansatz, der auf der Basis von Bürgerrechten argumentiert, sich gegen jede gesellschaftliche Marginalisierung wendet und somit allen Menschen das gleiche volle Recht auf individuelle Entwicklung und soziale Teilhabe ungeachtet ihrer persönlichen Unterstützungsbedürfnisse zugesichert sehen will. Für den Bildungsbereich bedeutet dies einen uneingeschränkten Zugang und die unbedingte Zugehörigkeit zu allgemeinen Kindergärten und Schulen des sozialen Umfeldes, die vor der Aufgabe stehen, den individuellen Bedürfnissen aller zu entsprechen - und damit wird dem Verständnis der Inklusion entsprechend jeder Mensch als selbstverständliches Mitglied der Gemeinschaft anerkannt.“

Der inklusive Ansatz setzt demnach voraus, dass sich alle Menschen in ihren jeweiligen Stärken und Schwächen voneinander unterscheiden. Inklusion soll die Zugehörigkeit und Teilhabe von Menschen mit Behinderung stärken, ihre individuellen Entfaltungsmöglichkeiten sollen sich verbessern und die persönlichen Lebensperspektiven erweitern. Menschen mit Behinderung sollen einen uneingeschränkten Zugang zu allgemeinen Bildungsinstitutionen erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bildung: Dieses Kapitel expliziert das theoretische Bildungsverständnis, basierend auf den Konzepten von Humboldt und Klafki, und begründet die Bedeutung von Bildung als individuelles Lebenschance-Gut.

2. Inklusion: Das Kapitel definiert den Begriff Inklusion, beleuchtet die UN-Behindertenrechtskonvention und differenziert zwischen den historischen Phasen der Exklusion, Segregation und Integration.

3. Das deutsche Schulsystem: Hier werden die historische Genese sowie die aktuelle, stark differenzierte Struktur des deutschen Schulwesens und dessen spezifische Herausforderungen bei der Umsetzung inklusiver Bildung analysiert.

4. Das schwedische Schulsystem: Dieser Abschnitt beschreibt die schwedische Tradition der gemeinsamen "Schule für alle" und die daraus resultierende Struktur, die weitgehend ohne die im deutschen System üblichen Selektionsmechanismen auskommt.

5. Vergleich der Schulsysteme von Deutschland und Schweden: Der Vergleich führt statistische Daten und bildungspolitische Prinzipien zusammen, um die unterschiedlichen Umsetzungsstrategien und Gelingensbedingungen für Inklusion in beiden Ländern gegenüberzustellen.

Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Schweden in der Umsetzung der UN-BRK-Prinzipien und der Etablierung eines inklusiven Schulsystems weiter fortgeschritten ist, während Deutschland trotz Reformbemühungen durch eine stärkere Leistungsselektion geprägt bleibt.

Schlüsselwörter

Schulische Inklusion, Bildungssysteme, Deutschland, Schweden, UN-Behindertenrechtskonvention, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Segregation, Integration, Chancengleichheit, Schulpflicht, Individuelle Förderung, Schulstruktur, Bildungssoziologie, Teilhabe, Heilpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept der schulischen Inklusion und vergleicht, wie die Schulsysteme in Deutschland und Schweden mit dieser Herausforderung umgehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Bestimmung von Bildung und Inklusion, die Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen durch die UN-BRK sowie der Vergleich der organisatorischen Strukturen des deutschen und schwedischen Schulwesens.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, herauszuarbeiten, in welchem der beiden Länder Kinder und Jugendliche mit Behinderung bessere Chancen auf eine inklusive Schullaufbahn haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und einem vergleichenden Ansatz (Komparatistik), der sich auf aktuelle Bildungsberichte, insbesondere Daten der European Agency, stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen Entwicklungen, der Aufbau der jeweiligen Bildungssysteme sowie die spezifische Inklusionspraxis in Deutschland und Schweden detailliert beschrieben und einander gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Inklusion, Bildungsgerechtigkeit, Segregation, UN-Behindertenrechtskonvention, Schulentwicklung und systemischer Vergleich geprägt.

Warum spielt die UN-BRK eine so entscheidende Rolle in der Arbeit?

Die UN-Behindertenrechtskonvention dient als normativer internationaler Referenzpunkt, zu deren Umsetzung sich beide Länder verpflichtet haben, was den Vergleich erst vergleichbar macht.

Wie unterscheidet sich der schwedische Ansatz der Inklusion vom deutschen?

Während Deutschland ein stark differenziertes Sonderschulwesen aufweist, verfolgt Schweden das Leitbild einer gemeinsamen "Schule für alle", die eine Klassifizierung der Schüler weitgehend ablehnt.

Welche Rolle spielt die statistische Erfassung von Förderbedarf?

Die Statistik zeigt deutliche Unterschiede in der Inklusionsquote, wobei jedoch kritisch angemerkt wird, dass Schweden aufgrund der Ablehnung von Stigmatisierung weniger Kinder offiziell als sonderpädagogisch förderbedürftig erfasst als Deutschland.

Was sind die Haupterkenntnisse des Fazits?

Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass Schweden den in der UN-BRK verankerten Prinzipien näherkommt, während in Deutschland die leistungsorientierte Selektion und das Sonderschulsystem die Inklusion weiterhin erschweren.

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Details

Title
Schulische Inklusion. Ein Vergleich der Schulsysteme von Deutschland und Schweden
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Pädagogik)
Grade
2,3
Author
Isabella Schmid (Author)
Publication Year
2019
Pages
47
Catalog Number
V489591
ISBN (eBook)
9783668964853
ISBN (Book)
9783668964860
Language
German
Tags
Pädagogik Bachelorarbeit Inklusion Schulische Inklusion Schweden Deutschland Schulsystem Schulsystem Deutschland Schulsystem Schweden ICF SGB IX SPF Sonderpädagogischer Förderbedarf WHO UN-BRK UN-Behindertenrechtskonvention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabella Schmid (Author), 2019, Schulische Inklusion. Ein Vergleich der Schulsysteme von Deutschland und Schweden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489591
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