Wozu dienen Kreativitätstechniken? Unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen analytischen und assoziativen Kreativitätstechniken


Hausarbeit, 2019
13 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit

2. Grundlagen
2.1 Definition Kreativität
2.2 Rolle des Gehirns
2.3 Kreativer Prozess

3. Kreativitätstechniken
3.1 Heuristische Suchregeln
3.2 Analytische Methode
3.2.1 Beispiel Morphologischer Kasten
3.3 Assoziative Methode
3.3.1 Beispiel Brainstorming
3.4 Unterscheidung der Methoden

Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einführung in das Thema

Der Mensch definiert im Allgemeinen ein Problem mit einer Aufgabe oder einer Fragestellung, die er zuvor nicht lösen konnte. Für die meisten bedeutet dies, dass die Lösung dieser Aufgabe oder dieser Fragestellung mit Schwierigkeiten oder erheblichen Hindernissen verbunden ist. Der Mensch versucht instinktiv auf eine rationale und strukturierte Weise Probleme zu lösen und neue Ideen zu erarbeiten. Dadurch fällt es ihm schwer seine Ausgangssituation auf eine ungewohnte Art und Weise zu betrachten, um diese Hindernisse zu überwinden. Doch gerade in der heutigen Zeit gewinnt die kreative Problemlösung, ob im Privatleben oder im Beruf immer mehr an Bedeutung Vor allem im globalen Wettbewerb sind aus wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht kreative Problemlösungen und die daraus resultierende Ideenfindung eine unerlässliche Schlüsselkompetenz jedes einzelnen Unternehmens. Diese müssen sich durch neue Produkte und neue Dienstleistungen, kurz gesagt Innovationen, von den Mitbewerbern hervorheben, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Hierzu muss die Kreativität jedes einzelnen gefördert werden, dafür kommen Kreativitätstechniken zum Einsatz. Durch den Einsatz dieser bestimmten Arbeitstechniken ist der Mitarbeiter eines Unternehmens in der Lage aus der alten rationalen und strukturierten Denkweise auszubrechen und neue Lösungsansätze zu finden um so neue Ideen generieren zu können.

1.2 Ziel der Arbeit

Diese Hausarbeit gibt Aufschluss darüber, warum Kreativitätstechniken zum Einsatz kommen. Es wird aufgezeigt, in welchem Zusammenhang Kreativitätstechniken zu den Denkprozessen des menschlichen Gehirns stehen. Im Besonderen wird zwischen analytischen und assoziativen Kreativitätstechniken unterschieden und der jeweilige Einsatzbereich aufgezeigt.

1.3 Aufbau der Arbeit

Im ersten Abschnitt werden die für den Leser wichtigen Grundlagen erläutert. Es wird die Bedeutung der Rolle des menschlichen Gehirns zum kreativen Denken aufgezeigt und die einzelnen Phasen des kreativen Denkprozesses genauer beschrieben. Anschließend wird erklärt, wozu Kreativitätstechniken dienen und in welchem Unterschied analytische und assoziative Kreativitätstechniken zueinander stehen. Sowohl die analytische als auch die assoziative Methode werden zur Problemlösung vorgestellt und anhand einer ausgewählten Arbeitstechnik genauer aufgezeigt.

2. Grundlagen

2.1 Definition Kreativität

„Das Wort Kreativität stammt von dem lateinischen Wort „creatio“ ab und bedeutet übersetzt „Schöpfung.“1 Nach dem deutschen Kreativitätsforscher Helmut Schlicksupp ist Kreativität die Fähigkeit des Menschen durch schöpferisches Denken etwas noch nie Dagewesenes zu erschaffen. Er beschreibt Kreativität als das Zusammenspiel zwischen einer gestalterischen Denkweise und dem Verknüpfen bereits vorhandener Gedanken und neuen Erkenntnissen.2

2.2 Rolle des Gehirns

Die Kreativität entspringt dem menschlichen Gehirn.3 Daher muss anfangs das menschliche Gehirn, dessen Aufbau und die Arbeitsweise genauer betrachtet werden. Das Gehirn besteht aus zwei Gehirnhälften, auch Hemisphären genannt. Diese beiden Gehirnhälften sind mit einem Balken, dem so genannten Corpus Callosum verbunden. Die linke und rechte Gehirnhälfte erfüllt jeweils verschiedene Aufgaben. Die linke Hemisphäre steuert die rechte Körperhälfte und erledigt rationale Aufgaben.

Die linke Gehirnhälfte beinhaltet somit die linear logischen Fähigkeiten und arbeitet systematisch, organisiert und zielgerichtet. In ihr ist beispielsweise das Sprachvermögen angesiedelt. In der rechten Hemisphäre wird assoziativ, kreativ und simultan gearbeitet. Die rechte Gehirnhälfte steuert die linke Körperseite und ist der Entstehungsort für unsere Vorstellungskraft und die menschlichen Gefühle. Sie beeinflusst beispielsweise das Rhythmusgefühl und ist für unser räumliches Vorstellungsvermögen verantwortlich. Die eben genannten Arbeitsweisen beider Gehirnhälften sind sinnbildlich zu betrachten. Beide Gehirnhälften arbeiten unwillkürlich zusammen und sind durch den Nervenstrang miteinander verbunden. Nur so können die komplexen Funktionen und Anforderungen an das menschliche Gehirn bewältigt werden. Je nach Menschen, ist die linke Hemisphäre mit ihrer rational logischen Arbeitsweise oder die rechte Hemisphäre mit ihrem kreativen Denken unterschiedlich stark ausgeprägt.1

Abbildung in dieser Leseprobe nicht

Abbildung 1: Modell des menschlich

2.3 Kreativer Prozess

Um eine Problemstellung zu lösen, eine neue Idee zu kreieren oder um eine gewisse Fragestellung zu beantworten, begibt der Mensch sich bewusst oder auch unbewusst in den kreativen Prozess. Dieser Vorgang gehört mitunter zu den wichtigsten Erkenntnissen der Kreativitätsforschung.1 In der Regel besteht dieser Prozess aus unterschiedlich aufeinander aufgebauten Denkschritten. Die nachfolgende Beschreibung zeigt den kreativen Prozess nach Henri Poincares Vorschlag. Dieser ist in vier verschiedene Phasen unterteilt:

Phase 1: Vorbereitung

Die Phase der Vorbereitung beginnt mit der Entstehung des Problembewusstseins.2 In diesem Stadium wird überwiegend mit der logisch denkenden linksseitigen Gehirnhälfte gearbeitet, um sich dem Problem oder der Fragestellung bewusst zu werden. Es wird versucht zielgerichtet Zusammenhänge zu schaffen. Es wird vorhandenes problemrelevantes Wissen abgerufen und sofort lösungsorientiert eingesetzt.3

Phase 2: Inkubation

Die zweite Phase ist die der unterbewussten Problemverarbeitung.4 Die im Unterbewusstsein laufenden Gedankenprozesse bringen die gesamten Informationen zur Problemstellung und den bereits gemachten Erfahrungen zusammen. Die rechtsseitig denkende Gehirnhälfte versucht im Unterbewusstsein Informationen und Erfahrung zu verbinden, um einen geeigneten Lösungsansatz zu finden.5

Phase 3: Erleuchtung

Die Erleuchtung ist die dritte Phase. Sie ist das Ergebnis des unterbewussten Denkens. Das bewusst werden der Idee oder der Lösung.6

[...]


1 Noack (2013), S. 10

2 Vgl. Schlicksupp (2004), S.32

3 Vgl. Noack (2013), S. 10

1 Vgl. Backerra, Malorny, Schwarz (2007), S. 12 ff

1 Vgl. Schlicksupp (2004), S.33

2 Vgl. Schlicksupp (2004), S. 39

3 Vgl. Backerra, Malorny, Schwarz (2007), S. 28

4 Vgl. Schlicksupp (2004), S. 40

5 Vgl. Backerra, Malorny, Schwarz (2007), S. 28 ff

6 Vgl. Schlicksupp (2004), S. 40

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Wozu dienen Kreativitätstechniken? Unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen analytischen und assoziativen Kreativitätstechniken
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
13
Katalognummer
V489806
ISBN (eBook)
9783668971097
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kreativität, Kreativitätstechnik, systematisch, assoziativ, Berücksichtigung, analytisch
Arbeit zitieren
Dirk Falter (Autor), 2019, Wozu dienen Kreativitätstechniken? Unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen analytischen und assoziativen Kreativitätstechniken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489806

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