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Heitere Ideologie? Unterhaltungsfilme im Nationalsozialismus am Beispiel von "Die Feuerzangenbowle"

Titre: Heitere Ideologie? Unterhaltungsfilme im Nationalsozialismus am Beispiel von "Die Feuerzangenbowle"

Dossier / Travail de Séminaire , 2019 , 30 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Médias / Communication - Histoire des médias
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Es ist zur Tradition geworden: Tausende Studenten versammeln sich in der Adventszeit in den Hörsälen, um gemeinsam Die Feuerzangenbowle und das gleichnamige Getränk zu genießen. Dabei wird vor allem eines: herzlich gelacht. Von Hamburg bis München, von Köln bis Berlin: In studentischen Kreisen wird die Komödie mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle als Pfeiffer mit drei F geradezu verehrt. Die Feuerzangenbowle ist ein Klassiker und gehört auch noch heute zu den beliebtesten deutschen Filmen aller Zeiten.

Wer den deutschen Kultfilm von Regisseur Helmut Weiss aus dem Jahr 1944 kritisieren will, scheint zunächst eine Spaßbremse zu sein. Die Entstehungszeit der Feuerzangenbowle gibt allerdings jeglichen Anlass zu einer kritischen Betrachtungsweise.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. BEGRIFFSKLÄRUNG PROPAGANDA

III. KINOFILME IM DRITTEN REICH

3.1 NATIONALSOZIALISTISCHE FILMPOLITIK

3.2 KINO UND UNTERHALTUNGSFILME

IV. DIE FEUERZANGENBOWLE

4.1.1 INHALT

4.1.2 ENTSTEHUNGSGESCHICHTE IM GESELLSCHAFTLICH-HISTORISCHEN KONTEXT

4.1.3 VERSTECKTE PROPAGANDA

V. DER STARKULT IM DRITTEN REICH AM BEISPIEL VON HEINZ RÜHMANN

VI. FAZIT

VII. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS

7.1 LITERATUR

7.2 INTERNETQUELLEN

7.3 FILME

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Unterhaltungsfilme im Nationalsozialismus als Instrumente zur ideologischen Beeinflussung dienten und ob dabei von einer bewusst „unpolitischen“ Unterhaltung gesprochen werden kann. Anhand des Filmklassikers „Die Feuerzangenbowle“ und der Person Heinz Rühmann wird analysiert, wie unterschwellige Propaganda und Starkult dazu genutzt wurden, das Volk mental zu steuern und vom Kriegsalltag abzulenken.

  • Filmpolitik und Lenkung der Filmwirtschaft im Nationalsozialismus
  • Die Rolle des Kinos als „Propagandainstrument“ und Mittel zur Eskapismus-Förderung
  • Analyse von versteckter Propaganda in der Komödie „Die Feuerzangenbowle“
  • Der Starkult um Heinz Rühmann als Marketinginstrument des NS-Regimes
  • Die Wechselwirkung zwischen Unterhaltung, Ideologie und dem NS-Alltag

Auszug aus dem Buch

4.1.3 VERSTECKTE PROPAGANDA

Dass während der Dreharbeiten und Uraufführung der Feuerzangenbowle der Zweite Weltkrieg herrschte, ist in der Komödie absolut nicht zu spüren. Der Film zeigt eine heile Welt, ohne Bomben, Asche und Rauch. Kinder und Jugendliche gehen in die Schule, anstatt an der Front zu kämpfen. Zweifellos scheint Die Feuerzangenbowle auf den ersten Blick ein harmloser Unterhaltungsfilm zu sein. Ein bewusst kritischer Umgang mit dessen Inhalten beweist jedoch das Gegenteil. Werden die Filminhalte reflektiert, analysiert und in ihrem Entstehungs- und Verwendungszusammenhang begriffen, wird das versteckte manipulative Potenzial durch die unterschwellige Vermittlung von NS-Ideologie sichtbar. Ohmann weist darauf hin, dass das Drehbuch zwar keinem durchkomponierten Plan der Nazi-Propaganda folgte, Die Feuerzangenbowle aber dennoch „zur Stabilisierung der nationalsozialistischen Diktatur“ beitrug. Die Propaganda im Film wirkt, indem Sehnsucht bei den Zuschauern hervorgerufen wird. „Jede Vergangenheit scheint glücklicher als die Gegenwart“, damit trifft es Witte auf den Punkt. Zu der Zeit, als im Kino über Schülerstreiche gelacht wurde, fand kein geregelter Unterricht mehr statt. Die jüngeren Schüler waren längst aus den Städten geschafft und die älteren starben an der Front. Die Gegenwart hieß Krieg. Im Kino wurde die Realität jedoch völlig ausgeblendet. Das Publikum erlebte eine Reise in die Vergangenheit.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der nationalsozialistischen Filmpolitik und Darlegung der zentralen Forschungsfrage zur politischen Belastung heiterer Unterhaltungsfilme.

II. BEGRIFFSKLÄRUNG PROPAGANDA: Herleitung des Begriffs Propaganda von seinen historischen Ursprüngen bis hin zur spezifischen Definition im Kontext des nationalsozialistischen Mediensystems.

III. KINOFILME IM DRITTEN REICH: Detaillierte Analyse der staatlichen Kontrolle über das Filmwesen, der Bedeutung des Kinos als Massenmedium und der strategischen Nutzung von Unterhaltung zur ideologischen Mobilmachung.

IV. DIE FEUERZANGENBOWLE: Exemplarische Untersuchung des Films „Die Feuerzangenbowle“ hinsichtlich seiner Entstehungsgeschichte, inhaltlichen Details und der im Werk versteckten NS-Propaganda.

V. DER STARKULT IM DRITTEN REICH AM BEISPIEL VON HEINZ RÜHMANN: Analyse der Star-Funktion im Nationalsozialismus und der gezielten Vermarktung von Heinz Rühmann als unpolitischem Identifikationssymbol.

VI. FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage unter Einbeziehung der Erkenntnisse über die subtile ideologische Wirkung von Unterhaltungsfilmen während der NS-Zeit.

VII. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur, Internetquellen sowie der für die Untersuchung relevanten Filme.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Propaganda, Unterhaltungsfilm, Die Feuerzangenbowle, Heinz Rühmann, Filmgeschichte, Starkult, NS-Ideologie, Mediensteuerung, Filmpolitik, Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Eskapismus, Drittes Reich, Filmzensur, Ideologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des deutschen Unterhaltungsfilms während der Zeit des Nationalsozialismus und hinterfragt, ob diese Filme tatsächlich politisch unbelastet waren oder als subtiles Propagandawerkzeug dienten.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Studie ab?

Zu den Schwerpunkten zählen die staatliche Lenkung der Filmindustrie (Gleichschaltung), die Funktion des Kinos zur Ablenkung der Bevölkerung vom Kriegsalltag sowie die Untersuchung von Starkult und Ideologievermittlung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es aufzudecken, wie der Film „Die Feuerzangenbowle“ trotz seiner scheinbar unpolitischen Handlung zur Stabilisierung des NS-Regimes beitrug und welche Rolle der Hauptdarsteller Heinz Rühmann dabei einnahm.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit nutzt eine literatur- und medienwissenschaftliche Analyse, bei der historische Hintergründe, die zeitgenössische Filmpolitik und der aktuelle Forschungsstand kritisch miteinander verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Rahmung des Kinos, eine detaillierte Inhalts- und Kontextanalyse von „Die Feuerzangenbowle“ sowie eine Untersuchung des Starkults um Heinz Rühmann.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Propaganda, NS-Ideologie, Unterhaltungsfilm, Starkult und die mediale Beeinflussung der Bevölkerung durch eskapistische Erzählungen.

Warum galt „Die Feuerzangenbowle“ nach Auffassung der Nationalsozialisten als problematisch?

Das NS-Regime fürchtete zunächst eine Schwächung der Autorität von Schule und Lehrerschaft, da der Film Lehrer als teilweise humorvoll-schwächelnde Figuren darstellte, was in der damaligen Zeit als kontraproduktiv für die Disziplinierung der Jugend empfunden wurde.

Wie wurde Heinz Rühmanns Rolle im Nationalsozialismus bewertet?

Rühmann galt in der Öffentlichkeit als unpolitischer Star, wurde jedoch vom NS-Regime aktiv als Werbeträger genutzt. Sein Status war historisch belastet, da er im Dritten Reich eine prominente Rolle im Kulturbetrieb einnahm und Kontakte zur politischen Führung pflegte.

Was versteht die Autorin/der Autor unter der „subtilen Propaganda“ in „Die Feuerzangenbowle“?

Damit ist die Vermittlung von Werten wie Sehnsucht nach einer „heilen Welt“ und die Abwesenheit der kriegerischen Realität gemeint, die dazu führten, dass das Publikum durch Entpolitisierung empfänglicher für die Ideologie des Regimes wurde.

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Résumé des informations

Titre
Heitere Ideologie? Unterhaltungsfilme im Nationalsozialismus am Beispiel von "Die Feuerzangenbowle"
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
30
N° de catalogue
V489844
ISBN (ebook)
9783668958463
ISBN (Livre)
9783668958470
Langue
allemand
mots-clé
Nationalsozialismus Die Feuerzangenbowle Drittes Reich Starkult Heinz Rühmann Nationalsozialistische Filmpolitik Goebbels Hitler Propaganda Ideologie Unterhaltungsfilme Propagandafilme Kinofilme Zweiter Weltkrieg
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2019, Heitere Ideologie? Unterhaltungsfilme im Nationalsozialismus am Beispiel von "Die Feuerzangenbowle", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489844
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Extrait de  30  pages
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