Diese Studienarbeit beschäftigt sich mit einem historischen Aufriss der Entstehung und Entwicklung des interdisziplinären Forschungsbereichs der Computergestützten Gruppenarbeit (CSCW). Nach einer kurzen Einleitung sollen zunächst einige zentrale Definitionen von CSCW vorgestellt und diskutiert werden. Weiterhin soll die Entstehungsgeschichte des Forschungsgebiets historisch aufgerissen und einige zentrale Konzepte vorgestellt werden. In einem abschließenden Fazit sollen die Erkenntnisse dieser Ausarbeitung zusammengetragen und kritisch diskutiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionsversuch
3. Historischer Aufriss des Forschungsgebiets
4. Diskussion relevanter Modelle.
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Überblick über das interdisziplinäre Forschungsfeld der Computergestützten Gruppenarbeit (CSCW) zu geben. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich das Feld historisch entwickelt hat, welche begrifflichen Herausforderungen bei der Definition bestehen und welche theoretischen Modelle zur Analyse und Konzeption von Groupware-Systemen existieren.
- Historische Entstehung und Entwicklung von CSCW
- Diskurs um Definitionen und Begrifflichkeiten
- Integration soziologischer und organisationswissenschaftlicher Konzepte
- Klassifikationsmodelle für kollaborative Systeme (z.B. 3-K-Modell, Raum-Zeit-Taxonomie)
- Rolle von Groupware und Arbeitsartefakten in der computergestützten Zusammenarbeit
Auszug aus dem Buch
4. Diskussion relevanter Modelle
Eine Möglichkeit die verschiedenen Forschungsbereiche innerhalb der CSCW zu unterscheiden bietet das „3-K-Modell“, welches in Kommunikation, Kooperation und Koordination unterteilt ist (Teufel et al. 1995). Dieses Modell begünstigt eine vereinfachte Form um Interaktion zu beschreiben. Kommunikation meint das gegenseitige Verstehen von Personen, die Informationen austauschen. Koordination meint die Planung von aufgabenorientierten Tätigkeiten und die Zuweisung von Aufgaben und Ressourcen. Kooperation meint das gemeinsame Arbeiten an Artefakten. Um den einzelnen Ausprägungen jeweils Gewicht zuzuteilen, muss man Groupware in dieses Modell einbringen. Der Begriff der Groupware bezeichnet die Software, Hardware und Services, die im Rahmen der kooperativen Zusammenarbeit genutzt werden (Borghoff & Schlichter 1995). Erstmals benutzt wurde der Begriff 1982 von Johnson-Lenz (Johnson-Lenz P. & Johnson-Lenz T. 1982, S.47). Groupware unterstützt und verdeutsch gleichermaßen den Aspekt der Gruppenarbeit und fördert die Bildung und Ausprägung eines kollektiven Bewusstseins der Nutzenden, durch einen gegenseitigen und interaktiven Informationsaustausch. Je näher sich also ein System in der Nähe eines der drei Ausprägungen befindet, desto mehr wird dieser Beriech durch das System unterstützt. Dennoch sind diese drei Aspekte nicht isoliert voneinander zu betrachten. Systeme können Aspekte aus allen drei Bereichen enthalten, jedoch ist die Ausprägung immer unterschiedlich. Dieses Modell ist auch für die wissenschaftliche Praxis geeignet, da es sich zum einen zur Analyse anbietet und gleichermaßen auch für die Konzeption von Systemen. Letztlich dient das Modell zur Klassifikation von Groupware.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung moderner Informationstechnologien für die vernetzte Zusammenarbeit ein und umreißt das Ziel der Arbeit, einen Überblick über den Forschungsbereich CSCW zu geben.
2. Definitionsversuch: Hier wird verdeutlicht, dass es keine einheitliche Definition für CSCW gibt, und verschiedene wissenschaftliche Annäherungsversuche werden vergleichend diskutiert.
3. Historischer Aufriss des Forschungsgebiets: Dieser Abschnitt beleuchtet die Entstehungsgeschichte von CSCW ab den 1980er Jahren und zeigt die interdisziplinäre Verwurzelung in Bereichen wie Soziologie und Informatik auf.
4. Diskussion relevanter Modelle.: Das Kapitel stellt zentrale Klassifikationsmodelle vor, darunter das 3-K-Modell, die Raum-Zeit-Taxonomie und das Personen-Artefakt-Rahmenwerk, um Groupware-Systeme analysierbar zu machen.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Dynamik des Feldes und die Notwendigkeit, bestehende Modelle an moderne Anforderungen anzupassen.
Schlüsselwörter
CSCW, Computergestützte Gruppenarbeit, Groupware, Kooperation, Kommunikation, Koordination, Raum-Zeit-Taxonomie, 3-K-Modell, Arbeitsartefakte, Soziologie, Informationstechnologie, Forschung, Modellbildung, Wissensarbeit, Kollaboration
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen historischen und theoretischen Überblick über den interdisziplinären Forschungsbereich der Computergestützten Gruppenarbeit (CSCW).
Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?
Zu den zentralen Themen gehören die Begriffsdefinition von CSCW, die historische Entwicklung seit den 1980er Jahren sowie die theoretische Modellierung von Zusammenarbeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Forschungsstand zu CSCW aufzuarbeiten, Definitionsansätze zu diskutieren und bestehende Modelle zur Klassifikation von Groupware vorzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und eine historische Aufarbeitung relevanter wissenschaftlicher Publikationen und Modelle.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Auseinandersetzung mit Definitionsversuchen, einen historischen Aufriss und eine detaillierte Diskussion der CSCW-Klassifikationsmodelle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind CSCW, Groupware, Kooperation, Kommunikation, Koordination sowie die soziologische Fundierung des Forschungsfeldes.
Warum gibt es keine einheitliche Definition für CSCW?
Wie im Kapitel „Definitionsversuch“ dargelegt, existiert keine Einigkeit, da verschiedene Autoren unterschiedliche fachliche Schwerpunkte setzen und CSCW in sehr verschiedenen Kontexten betrachten.
Was beschreibt die „Raum-Zeit-Taxonomie“?
Dieses Modell kategorisiert Kooperation nach dem Orts- und Zeitbezug, wobei vier Quadranten entstehen, die durch räumliche Trennung/Gemeinsamkeit und zeitliche Gleichzeitigkeit/Versetztheit definiert sind.
Welche Funktion hat das Personen-Artefakt-Rahmenwerk?
Es dient dazu, Informationsflüsse wie direkte Kommunikation oder Steuerung zwischen Personen und dem Groupware-System („Artefakt“) innerhalb einer Arbeitsgruppe zu modellieren.
- Arbeit zitieren
- Milan Viktorias (Autor:in), 2018, Computergestützte Gruppenarbeit (CSCW). Geschichte, Entwicklung und relevante Modelle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490174