In dieser schriftlichen Ausarbeitung wird das Thema „Inwiefern können sich Qualitätsberichte auch als Marketinginstrument für die Bundesverwaltung eignen? Zielsetzung und Inhalte sowie Chancen und Risiken unter Berücksichtigung zentraler Vorgaben für Qualitätsberichte nach dem SGB V (§§ 135ff.)“ untersucht. Wie bereits die oben genannte Fragestellung suggeriert, soll untersucht werden, inwieweit die Bundesverwaltung bei ihren Marketingaktivitäten auf die durch das Sozialgesetzbuch V gesetzlich vorgegebenen Qualitätsberichte als Marketinginstrument zurückgreifen könnte.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Der Marketingbegriff
2.1.1 Besonderheiten von Marketing in der öffentlichen Verwaltung
2.2 Qualitätsberichte als Marketinginstrument
3 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Qualitätsberichte, wie sie für Krankenhäuser durch das Sozialgesetzbuch V (SGB V) gesetzlich vorgeschrieben sind, als effektives Marketinginstrument innerhalb der Bundesverwaltung eingesetzt werden können. Dabei wird analysiert, ob die Ziele und Konzepte der Berichterstattung auf behördliche Strukturen übertragbar sind.
- Grundlagen des Marketings und der Marketinginstrumente
- Besonderheiten des Dienstleistungs- und Public Marketings in der Verwaltung
- Gesetzliche Vorgaben und Ausgestaltung von Qualitätsberichten
- Chancen und Potenziale von Qualitätsberichten als Marketinginstrument
- Abgrenzung und Herausforderungen bei der Umsetzung in der Bundesverwaltung
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Besonderheiten von Marketing in der öffentlichen Verwaltung
Für die öffentliche Verwaltung gelten im Bereich des Marketings einige Besonderheiten. Aufgrund der Tatsache, dass die öffentliche Verwaltung Dienstleistungen anbietet und sich diese am Mehrwert für den Bürger (Kunden) orientieren, handelt es sich um Dienstleistungsmarketing. Die Ausrichtung der angebotenen Dienstleistungen erfolgt dabei entlang der gegenwärtigen und denkbaren zukünftigen Bedürfnisse der Bürger. Dennoch stellt die Kundenzufriedenheit nur einen Teilbereich des strategischen Marketinghandelns der Verwaltung dar und muss sich unterordnen. In der Rangfolge rangiert daher der Gemeinwohlgedanke über dem Aspekt der Kundenzufriedenheit. Weiterhin fließen in die Marketingstrategie der öffentlichen Verwaltung politische Entscheidungen mit ein und führen dazu, dass Verwaltungen diese beachten müssen. Dies führt zu einer weiteren Besonderheit hinsichtlich der von Verwaltungen durchgeführten Marketingaktivitäten. Trotz der o.g. Rahmenbedingungen bemüht sich die Bundesverwaltung, nicht zuletzt durch die Verwaltungsreform, um die Implementierung eines geeigneten Marketingkonzeptes. Dies verwundert auf den ersten Blick, zumal der Gewinnorientierung eine geringere Bedeutung zukommt als es bei Profit-Organisationen (Unternehmen mit Gewinnabsicht) der Fall ist. Daraus lässt sich aber bei genauerer Sichtweise der mögliche Grund herauslesen. Gerade aufgrund der geringeren Bedeutung einer Gewinnorientierungsabsicht tritt der Kostenmanagement- und Effektivitätsgedanke hinter die Marketingkonzeption zurück. Die Verwaltung als Non-Profit-Organisation handelt demnach vorrangig im Bereich des Public Marketing und versucht dadurch eine Verbesserung des bestehenden Austauschverhältnisses mit der Öffentlichkeit, d.h. die Interaktion mit dem Bürger, sicherzustellen. Zu den Hauptzielen des Public Marketing gehören demzufolge die Imagesteigerung und die Steigerung der Akzeptanz des eigenen Verwaltungshandelns.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein und erläutert das Ziel der Untersuchung, das Potenzial von Qualitätsberichten als Marketinginstrument für die Bundesverwaltung zu bewerten.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Marketingbegriff, erläutert die Besonderheiten des Public Marketings im öffentlichen Sektor und analysiert die gesetzliche Verankerung sowie die Funktion von Qualitätsberichten.
2.1 Der Marketingbegriff: Hier werden die Grundlagen des Marketings, der Marketing-Mix sowie die AIDA-Formel vorgestellt, um ein Verständnis für Marketing als strategische unternehmerische Denkhaltung zu schaffen.
2.1.1 Besonderheiten von Marketing in der öffentlichen Verwaltung: Dieser Abschnitt beleuchtet die Herausforderungen des Dienstleistungsmarketings in Behörden, bei denen der Gemeinwohlgedanke Vorrang vor der Gewinnorientierung hat.
2.2 Qualitätsberichte als Marketinginstrument: Dieses Kapitel untersucht die gesetzliche Einführung von Qualitätsberichten im Krankenhaussektor und diskutiert deren Eignung als Instrument zur Steigerung von Transparenz und Wettbewerbsfähigkeit.
3 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Qualitätsberichte auch für die Bundesverwaltung ein geeignetes Instrument zur Imagesteigerung und Adressatenansprache darstellen könnten.
Schlüsselwörter
Marketing, Bundesverwaltung, Qualitätsberichte, Public Marketing, Dienstleistungsmarketing, Verwaltungsreform, Transparenz, Kundenzufriedenheit, Marketinginstrument, Marketing-Mix, Öffentlichkeitsarbeit, Gemeinwohl, Wettbewerb, AIDA-Formel, Nicht-Profit-Organisation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit von Qualitätsberichterstattung aus dem Gesundheitssektor auf die Prozesse und Marketingaktivitäten der Bundesverwaltung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind das Marketing-Management, die Besonderheiten der öffentlichen Verwaltung als Dienstleister und die strukturelle Nutzung von Berichterstattung zur Imagepflege.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern können sich Qualitätsberichte auch als Marketinginstrument für die Bundesverwaltung eignen?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturrecherche, ergänzt durch die Analyse von Fachzeitschriften und Internetquellen zum Thema Marketing in der öffentlichen Verwaltung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Marketings und eine inhaltliche Untersuchung, wie Qualitätsberichte für Transparenz und Vertrauensbildung genutzt werden können.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Marketing-Mix, Public Marketing, Qualitätsberichte, Transparenz und Verwaltungshandeln.
Warum wird der Gesundheitssektor als Vergleich herangezogen?
Der Gesundheitssektor dient als Beispiel, da dort durch das SGB V bereits verpflichtende Qualitätsberichte existieren, die als Vorbild für eine strukturierte Informationsdarlegung dienen können.
Welches Fazit zieht der Autor hinsichtlich der Eignung?
Der Autor kommt zu der Tendenz, dass Qualitätsberichte auch in der Bundesverwaltung ein nützliches Instrument zur Ansprache von Zielgruppen, wie etwa neuen Fachkräften, sein können.
- Citation du texte
- Alexander Wehner (Auteur), 2019, Inwiefern können sich Qualitätsberichte auch als Marketinginstrument für die Bundesverwaltung eignen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490349