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Attributionsmuster und ihre Konsequenzen im Leistungskontext

Eine Anwendung der Attributionstheorie nach Weiner im außerschulischen Lernort "Tüftler-Camp"

Title: Attributionsmuster und ihre Konsequenzen im Leistungskontext

Term Paper , 2018 , 23 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Philipp Bickar (Author)

Psychology - Social Psychology
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In dieser Hausarbeit soll mit Hilfe seines attributionstheoretischen Ansatzes und anhand eines eigens kreierten Selbsteinschätzungsfragebogens, welcher den Teilnehmern des außerschulischen Lernortes "Tüftler-Camp" der Universität Koblenz vorgelegt worden ist, die Frage beantwortet werden, wie man Attributionsmuster in Leistungssituationen erkennen kann und welche Konsequenzen diese für die Personen haben können.

Dazu werden zunächst grundlegende Begriffe erläutert, die für das Verständnis der Attribu-tionstheorie notwendig sind, und im Anschluss daran auf außerschulische Lernorte generell und den ausgewählten Lernort "Tüftler-Camp" einzugehen. Danach sollen die Ergebnisse des Selbsteinschätzungsfragebogens dargestellt und interpretiert werden, um letztendlich die eingangs genannte Forschungsfrage beantworten zu können.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegende Begriffe der Attributionstheorie und außerschulische Lernorte

2.1. Motivation

2.2. Attribution

2.3. Die Attributionstheorie nach Weiner

2.4. Was sind „außerschulische Lernorte“?

2.5. Die „Technik-Camps“ als außerschulischer Lernort

3. Selbsteinschätzungsfragebogen - Beschreibung und Ziele

4. Ergebnisse des Selbsteinschätzungsfragebogens

4.1. Auswertung: Aussagen zur Gruppe

4.2. Auswertung: Aussagen zu einzelnen Personen

5. Exemplarische Auswertung der Selbsteinschätzung auf die Attributionsmuster und ihre möglichen Konsequenzen und die Leistungsfähigkeit des Selbsteinschätzungsfragebogens

5.1. Was kann der Selbsteinschätzungsfragebogen leisten?

5.2. Was kann der Selbsteinschätzungsfragebogen nicht leisten?

5.3. Interpretation: Aussagen zur Gruppe

5.4. Interpretation: Aussagen zu einzelnen Teilnehmern

6. Fazit

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Anwendung der Attributionstheorie nach Weiner im Kontext eines außerschulischen Lernortes zu untersuchen, um zu erfassen, wie Attributionsmuster in Leistungssituationen erkannt werden können und welche emotionalen sowie verhaltensbezogenen Konsequenzen diese für die beteiligten Personen haben.

  • Grundlagen der Motivationspsychologie und Attributionstheorie
  • Bedeutung und Rolle außerschulischer Lernorte
  • Empirische Untersuchung mittels Selbsteinschätzungsfragebogen
  • Analyse von Attributionsmustern bei Erfolg und Misserfolg
  • Ableitung von Konsequenzen für Selbstwert und zukünftige Leistungsbereitschaft

Auszug aus dem Buch

2.3. Die Attributionstheorie nach Weiner

Attributionstheorien befassen sich mit den alltäglichen Analysen (Rudolph, 2003) und dem Zustandekommen von Attributionen (Wirtz, 2013). Außerdem werden sie zur Erklärung von Motivation und Lernverhalten verwendet (Wirtz, 2013). Bernard Weiner erkannte die Bedeutung von Ursachenzuschreibungen für Erfolg bzw. Misserfolg und verfasste eine attributionstheoretische Fassung der Leistungsmotivation (1974, zitiert nach Schneider, 2000, S. 284). Er erstellte ein Klassifikationssystem für verschiedene Ursachen und deren Konsequenzen für das Erleben und Verhalten (Rudolph, 2003). Aus den gemeinsamen Merkmalen dieser Ursachen leitet er insgesamt drei Kausaldimensionen ab (Rudolph, 2003), welche im Folgenden erläutert und anhand von Beispielen verdeutlicht werden.

Die Dimension der Lokation beschreibt, dass es im Alltag des Menschen Ursachen gibt, die entweder nur in der Person oder nur in der Situation lokalisiert sind. Gibt sich eine Person für ein Ereignis selbst die Verantwortung, attribuiert diese Person „internal“. Denkt die Person, dass die äußeren Umstände für dieses Ereignis verantwortlich sind, so attribuiert sie „external“ (Weiner, 1988). So würde eine Schülerin internal attribuieren, wenn sie beispielsweise ihre schlechte Zeugnisnote auf ihre mangelnden Fähigkeiten zurückführen würde und external, wenn sie allein das zu hohe Anspruchsniveau für ihren Misserfolg verantwortlich machen würde.

Da allerdings die beiden Ursachen Fähigkeit und Anstrengung internal sind, sich allerdings dennoch deutlich unterscheiden, gibt es eine weitere Klassifikation, nämlich die Dimension der Stabilität. Hierbei werden Ursachen als „stabil“ oder „variabel“ eingeordnet. So ist die Fähigkeit als Ursache zeitlich relativ stabil, wenn man beispielsweise ein guter Sportler ist. Anstrengung ist dahingegen zeitlich variabel, da der Mensch zumeist selbst bestimmt, ob und wann er sich anstrengt. Auch die Aufgabenschwierigkeit ist external relativ stabil, da sie sich zeitlich nicht groß verändert, wohingegen der Zufall, also Glück oder Pech, meist unvorhersehbar und somit zeitlich variabel ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Ursachenzuschreibung bei Erfolg und Misserfolg sowie Definition der Forschungsfrage.

2. Grundlegende Begriffe der Attributionstheorie und außerschulische Lernorte: Theoretische Fundierung der Motivationspsychologie, der Attributionstheorie nach Weiner sowie eine Einordnung außerschulischer Lernorte.

3. Selbsteinschätzungsfragebogen - Beschreibung und Ziele: Vorstellung der methodischen Vorgehensweise zur Erfassung von Attributionsmustern bei den Teilnehmern des "Tüftler-Camps".

4. Ergebnisse des Selbsteinschätzungsfragebogens: Darstellung der erhobenen Daten, unterteilt in gruppenspezifische Mittelwerte und individuelle Ausprägungen.

5. Exemplarische Auswertung der Selbsteinschätzung auf die Attributionsmuster und ihre möglichen Konsequenzen und die Leistungsfähigkeit des Selbsteinschätzungsfragebogens: Detaillierte Analyse der Ergebnisse im Hinblick auf Dimensionen und eine kritische Reflexion der gewählten Methode.

6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf die Bedeutung für die Lehrpraxis.

7. Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Motivationspsychologie, Attributionstheorie, Bernard Weiner, außerschulische Lernorte, Technik-Camp, Leistungskontext, Attributionsmuster, Ursachenzuschreibung, Selbstwert, Erfolgserwartung, Kontrollierbarkeit, Lokation, Stabilität, Selbsteinschätzung, Leistungsmotivation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie junge Menschen ihre Erfolge und Misserfolge in Leistungssituationen begründen (Attribution) und welche Auswirkungen diese subjektiven Ursachenzuschreibungen auf ihr Verhalten und ihren Selbstwert haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Attributionstheorie nach Bernard Weiner, der Rolle von außerschulischen Lernorten wie dem „Tüftler-Camp“ und der Analyse von Motivationsprozessen bei Kindern und Jugendlichen.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Die Arbeit zielt darauf ab, Methoden zur Identifizierung von Attributionsmustern in Leistungssituationen zu erproben und die daraus resultierenden psychologischen Konsequenzen für die Lernenden aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Der Autor nutzt eine empirische Methode, indem er einen eigens für das Projekt „Tüftler-Camp“ entwickelten Selbsteinschätzungsfragebogen einsetzt, um die Ursachenzuschreibungen der Teilnehmer systematisch zu erheben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Einleitung, die Beschreibung und Durchführung der empirischen Erhebung sowie die detaillierte Auswertung und Interpretation der Daten auf Gruppen- und Einzelebene.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Attributionsmuster, Dimensionen (Lokation, Stabilität, Kontrollierbarkeit), Lernmotivation, Erfolgserwartung und außerschulische Bildung.

Wie gehen die Teilnehmer des „Tüftler-Camps“ mit Erfolg im Vergleich zu Misserfolg um?

Die Untersuchung zeigt, dass bei Erfolg verstärkt kontrollierbare Ursachen wie Anstrengung oder Hilfestellungen angeführt werden, während bei Misserfolg oft externalisierte Gründe oder eine geringere Selbstwertdienlichkeit zu beobachten sind.

Welche Limitationen weist die gewählte Methode auf?

Der Autor weist darauf hin, dass die geringe Teilnehmerzahl eine Verallgemeinerung der Ergebnisse erschwert und dass die Ernsthaftigkeit der Selbstauskünfte bei Kindern in einem Ferienkurs methodischen Schwankungen unterliegen kann.

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Details

Title
Attributionsmuster und ihre Konsequenzen im Leistungskontext
Subtitle
Eine Anwendung der Attributionstheorie nach Weiner im außerschulischen Lernort "Tüftler-Camp"
College
University of Koblenz-Landau  (Psychologie)
Course
Bildungswissenschaften
Grade
1.0
Author
Philipp Bickar (Author)
Publication Year
2018
Pages
23
Catalog Number
V490477
ISBN (eBook)
9783668976603
ISBN (Book)
9783668976610
Language
German
Tags
Bernhard Weiner Weiner Attributionstheorie Leistungskontext Attribution
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Bickar (Author), 2018, Attributionsmuster und ihre Konsequenzen im Leistungskontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490477
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