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Image als Standortfaktor - Chancen und Probleme von Stadtimagekampagnen für Kommunen

Titel: Image als Standortfaktor - Chancen und Probleme von Stadtimagekampagnen für Kommunen

Seminararbeit , 2003 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Timo Rahmann (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Situation der Städte und Gemeinden in Deutschland ist in den letzten Monaten vorwiegend im Zusammenhang mit der leidenschaftlich geführten Debatte um die Gemeindefinanzreform in den Blickpunkt von Öffentlichkeit und Wissenschaft gelangt. Auch in den Diskussionen um die Reformvorhaben der Regierung, beispielsweise hinsichtlich des Vorziehens der Steuerreform, wurden häufig auch die Auswirkungen die Kommunen thematisiert. Die derzeitige Lage der kommunalen Gebietskörperschaften ist - und dies ist keine neue Erkenntnis - besonders in finanzieller Hinsicht schon seit längerem besorgniserregend. Die verzweifelten Appelle der Vertreter von Städten und Gemeinden an die Bundesregierung mit einer tiefgreifenden Reform die finanzielle Situation der Kommunen zu verbessern gingen quer durch alle Parteien und die gesellschaftlich-politischen Interessenverbände. Doch das Ergebnis ist aus Sicht der Gemeinden recht mager ausgefallen. Viele Kommunen haben begonnen neue Wege zu bestreiten, um aus eigener Kraft ihre Handlungsfähigkeit in Teilen wieder herzustellen. Hierzu gehört der gesamte Komplex des umstrittenen Cross-Border-Leasing, aber natürlich auch das altbekannte outsourcing und der Bereich der Public-Private-Partnerships. Hier liegen Chancen, aber auch Risiken.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich vor allem mit den sogenannten weichen Standortfaktoren und als einen Teil dessen mit den bestehenden Bildern und Images von Städten und den Möglichkeiten, diese zu beeinflussen. In einem ersten Schritt soll der stattfindende Wettstreit der Städte betrachtet werden, um daraufhin die Relevanz von weichen Standortfaktoren und Images in diesem Zusammenhang näher zu beleuchten. Die besondere Bedeutung von Städteranking soll nur kurz in einem Exkurs Erwähnung finden, um den anschließend zu diskutierenden Themen der Stadtimagekampagnen und der Erläuterung des Fallbeispiels mehr Raum zu geben. Da der Themenkomplex der Standortfaktoren inhaltlich eng mit der Regionalen Wirtschaftsförderung verzahnt ist, werden diese beiden Aspekte immer wieder gemeinsam aufgegriffen. Eine eigene Analyse der wirtschaftlichen Lage der Kommunen insgesamt soll an dieser Stelle nicht stattfinden, vielmehr geht es darum, den Versuch zu unternehmen die unbewusst immer wieder ins Spiel gebrachten Aspekte des Stadtimage zu erläutern, zu differenzieren und auf ihre Praktikabilität zu überprüfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I.) Einleitung

II.) Ein Wettstreit der Städte?

III.) Die Relevanz der weichen Standortfaktoren

IV.) Die Rolle von Bildern und Images

V.) Exkurs: Städterankings

VI.) Stadtimagekampagnen und die Beeinflussung von Bildern

VII.) Fallbeispiel: Kassel

VIII.) Schlussbetrachtung

IX.) Verwendete Literatur

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von weichen Standortfaktoren sowie den Einfluss von Stadtimagekampagnen auf die kommunale Entwicklung vor dem Hintergrund verschärfter interkommunaler Konkurrenz. Dabei wird analysiert, inwieweit Imagebildung als Instrument der kommunalen Wirtschaftspolitik dienen kann und welche Chancen und Risiken mit derartigen Strategien verbunden sind.

  • Wettbewerb zwischen Städten in Zeiten knapper kommunaler Ressourcen
  • Bedeutung weicher Standortfaktoren für die Standortwahl
  • Funktionsweise und Wirksamkeit von Stadtimagekampagnen
  • Analyse von Großprojekten und kulturellen Events zur Imagebildung
  • Fallstudie zur Stadt Kassel und ihre Bemühungen zur Profilschärfung

Auszug aus dem Buch

IV.) Die Rolle von Bildern und Images

Bilder und Images bündeln Informationen, machen sie schnell verstehbar, identifizierbar und erfüllen hierdurch in der Regional- und Stadtentwicklung eine wichtige Funktion. Sie eröffnen die Möglichkeit, sich mit einem bewerteten Entwicklungsmodell, dass auf einen Raum projiziert wird, einem Raum zugeschrieben wird, zu identifizieren und symbolisch an ihm zu partizipieren. Dies ist nicht nur bezüglich der wirtschaftlichen Aspekte der Kommunalplanung von erheblicher Relevanz, sondern kann bis zu selektiven Zuwanderungen in bestimmte Städte führen, wie man am Beispiel von München heute immer noch erkennen kann. Selbstverständlich kann sich dieser Effekt auch ins Negative umkehren und somit für Regionen Sinnbild der Krise und des ökonomischen Niedergangs sein. Raumentwicklung und Raumbild gehen also eine nur schwer zu lösende Symbiose ein, die sich je nach Situation als hilfreich oder hemmend erweisen kann.

Die unterschiedlichen Facetten der bestehenden Bilder von Stadt- und Regionalräumen lassen sich zum Zwecke einer Typologie in vier Bildtypen ausdifferenzieren. Im Einzelnen sind dies: Wirtschaftliche, kulturelle, historische und räumliche Bilder. Die wirtschaftlichen Bilder sind geprägt von den die Ökonomie betreffenden Funktionen der Stadt als Messe-, Banken- oder Handelsstadt, durch dominierende Betriebe oder imagebildende Produkte. Kulturelle Bilder beziehen sich in der Regel auf berühmte Bauwerke und Personen, wichtige Kulturbereiche, aber auch auf die Mentalität der Bevölkerung. Historische Ereignisse formen eben solche Bilder, es handelt sich um vergangene Funktionen oder bedeutende Persönlichkeiten aus dem Ort. Schließlich orientieren sich die räumlichen Bilder an der landschaftlichen Umgebung, dem Stadtbild sowie der groß- und kleinräumigen Lage in der sich die Stadt befindet. Es ist deutlich erkennbar, dass zwischen den diversen Bildtypen Verknüpfungen und Überlappungen festzustellen sind. Außerdem beeinflussen sich die einzelnen Bildbestandteile wechselseitig und färben aufeinander ab, beispielsweise kann das kulturelle Bild dem wirtschaftlichen widersprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

I.) Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Finanzmisere der Kommunen und die wachsende Bedeutung weicher Standortfaktoren sowie Stadtimages als Handlungsfeld der Wirtschaftsförderung.

II.) Ein Wettstreit der Städte?: Das Kapitel beschreibt den Wandel der Stadtentwicklung hin zu einer intensiven Standortkonkurrenz, getrieben durch Globalisierung und den Druck zur Profilierung.

III.) Die Relevanz der weichen Standortfaktoren: Es wird die Unterscheidung zwischen harten und weichen Standortfaktoren erläutert und die zunehmende Bedeutung letzterer für die Standortentscheidungen von Unternehmen und Beschäftigten diskutiert.

IV.) Die Rolle von Bildern und Images: Hier wird die Funktion von Stadtbildern als Informationsbündelung sowie deren Typologisierung und die komplexe Wechselwirkung zwischen Innen- und Außenwahrnehmung analysiert.

V.) Exkurs: Städterankings: Das Kapitel kritisiert die Aussagekraft und die methodischen Probleme von Städtetests, die als Instrumente zur Leistungsmessung in der Öffentlichkeit zunehmend an Bedeutung gewonnen haben.

VI.) Stadtimagekampagnen und die Beeinflussung von Bildern: Es werden Methoden zur aktiven Imagelenkung untersucht, wobei die Schwierigkeit betont wird, bestehende Bilder nachhaltig zu beeinflussen.

VII.) Fallbeispiel: Kassel: Die Stadt Kassel dient als Beispiel für eine Kommune, die mit Strukturwandel und Identitätssuche kämpft und versucht, durch kulturelle Großereignisse wie die documenta ihr Image zu profilieren.

VIII.) Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert, dass Imagekampagnen keine Wunderwaffen sind, sondern nur als ergänzendes Instrument in ein ganzheitliches kommunalwirtschaftliches Konzept eingebettet werden sollten.

Schlüsselwörter

Stadtentwicklung, Standortfaktoren, Imagekampagne, Stadtmarketing, Kommunalpolitik, Wirtschaftsförderung, Standortkonkurrenz, weiche Standortfaktoren, Regionalisierung, Globalisierung, Kassel, documenta, Strukturwandel, Standortwahl, Identitätsbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Seminararbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von weichen Standortfaktoren und Stadtimagekampagnen als Instrumente für Kommunen, um sich in einem verschärften interkommunalen Wettbewerb zu positionieren und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen den strukturellen Wandel der Städte, die Bedeutung weicher Standortfaktoren wie Kultur und Stadtbild, die Rolle von Städterankings sowie die Möglichkeiten und Grenzen aktiver Stadtimage-Politik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Versuch der Kommunen zu analysieren, durch die bewusste Gestaltung ihres Images den ökonomischen Herausforderungen und der finanziellen Misere zu begegnen, und die Praktikabilität dieses Ansatzes zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Grundlagen der Standorttheorie mit einer Fallstudie der Stadt Kassel verbindet, um die Wirksamkeit von Imagekampagnen zu prüfen.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Konzepte von Standortfaktoren und Bildtypen, reflektiert die Problematik von Städterankings und untersucht kritisch die Methoden sowie die tatsächlichen Auswirkungen von Stadtimagekampagnen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Begriffe sind Standortkonkurrenz, weiche Standortfaktoren, Stadtimage, kommunale Wirtschaftsförderung und Identitätsstiftung.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von kulturellen Großereignissen wie der documenta?

Die Autorin sieht in kulturellen Großereignissen ein wichtiges Instrument zur Imagebildung und Identitätsstiftung, warnt jedoch davor, dass diese allein keine direkten, messbaren Standortvorteile garantieren, sondern in ein strategisches Gesamtkonzept eingebettet sein müssen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit für deutsche Kommunen?

Die Arbeit schlussfolgert, dass Stadtimagekampagnen eher einen ergänzenden Charakter zu traditionellen Instrumenten der Wirtschaftspolitik haben und nicht als Ersatz für eine notwendige, grundlegende Produktentwicklung der Kommune dienen dürfen.

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Details

Titel
Image als Standortfaktor - Chancen und Probleme von Stadtimagekampagnen für Kommunen
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Veranstaltung
Stadtentwicklung - bei leeren Kassen?
Note
1,0
Autor
Timo Rahmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
25
Katalognummer
V49087
ISBN (eBook)
9783638456203
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Image Standortfaktor Chancen Probleme Stadtimagekampagnen Kommunen Stadtentwicklung Kassen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Timo Rahmann (Autor:in), 2003, Image als Standortfaktor - Chancen und Probleme von Stadtimagekampagnen für Kommunen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49087
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Leseprobe aus  25  Seiten
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