Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Accounting and Taxes

Empirischer Vergleich von Kapitalkostenmodellen zur Schätzung von Unternehmenswerten

Title: Empirischer Vergleich von Kapitalkostenmodellen zur Schätzung von Unternehmenswerten

Bachelor Thesis , 2018 , 104 Pages

Autor:in: Maximilian Wark (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit behandelt den Vergleich der Kapitalkostenmodelle des Capital Asset Pricing Modell und des Fama-French-Dreifaktoren-Modells und ihren Einfluss auf die Bewertung von Unternehmen. Betrachtet wurden dreißig deutsche Unternehmen, die an einer deutschen Börse gelistet sind. Es wurde gezeigt, dass zur Schätzung des Unternehmenswertes eine Vielzahl von Faktoren einen Einfluss haben können und dass die verwendeten Ansätze eine positive Tendenz zur Schätzung erkennen lassen. Der Ansatz, die Schätzung der Kapitalkosten über ein Regressionsmodell darzustellen, führte aufgrund fehlender Signifikanz der Beobachtungen sowie einer zu geringen Datenbasis in Bezug auf die Fama-French-Faktoren nicht zu einem eindeutigen Ergebnis. Die deskriptive Analyse lässt jedoch vermuten, dass eine Schätzung mit den FF3FM bei Verwendung von Faktoren, die den deutschen Markt abbilden, präziser wäre als die des CAPM.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund zu Kapitalkostenmodellen

2.1 Capital Asset Pricing Model (CAPM)

2.2 Fama-French-Dreifaktorenmodell (FF3FM)

3 Bestimmung des Unternehmenswertes in der Praxis

3.1 Discounted Cashflow-Verfahren (DCF)

3.2 Weighted Average Cost of Capital (WACC)

4 Empirischer Vergleich von Theorie und Praxis

4.1 Beschreibung der Datenbasis

4.2 Berechnung des Unternehmenswertes nach CAPM

4.3 Berechnung des Unternehmenswertes nach FF3FM

5 Auswertung und Diskussion der Ergebnisse

6 Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist der empirische Vergleich der Eignung des Capital Asset Pricing Models (CAPM) und des Fama-French-Dreifaktorenmodells (FF3FM) für die Bewertung von an deutschen Börsen gelisteten Unternehmen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob das komplexere Fama-French-Modell gegenüber dem etablierten Standardinstrument CAPM eine präzisere Schätzung von Unternehmenswerten ermöglicht oder ob die Vereinfachungen des CAPM in der Praxis ausreichen.

  • Vergleichende Analyse von CAPM und FF3FM zur Schätzung von Eigenkapitalkosten.
  • Methodische Anwendung der Orakel-Methode zur Evaluierung der Prognosegüte.
  • Untersuchung von 30 deutschen Unternehmen unterteilt in Marktsegment-Cluster (small, mid, big).
  • Kritische Reflexion der Datenbasis und Bilanzierungseffekte auf die Modellgenauigkeit.

Auszug aus dem Buch

2.1 Capital Asset Pricing Model (CAPM)

Das CAPM entsteht in seinen Grundzügen aus den Überlegungen von Morkowitz. [24] Dieser deckte auf, dass neben dem potentiellen finanziellen Ergebnis einer Anlage auch das Risiko einer Investition in einer Investitionsentscheidung zu berücksichtigen ist. Der Ansatz von Morkowitz war es das Risiko eines Gesamtportfolios durch Diversifikation zu verringern. Er zeigte, dass die Varianz eines Portfolios geringer ist als die Summe der gewichteten einzelnen Varianzen der im Portfolio enthaltenen Investments. Aus dieser Beobachtung heraus entwickeln Sharpe, Lintner und Mossin in den 1960er Jahren das CAPM. [28], [20], [25] Es führt die Investitionsentscheidung und die Diversifikation eines Portfolios auf den Erwartungswert und die Varianz der Rendite zurück. [24] Historisch gesehen ist das CAPM in die Strömung der Neoklassik einzuordnen. Diese Einordnung ist essentiell, um ein Verständnis für die Grundidee und die Grenzen des Modells zu erlangen. Die Neoklassik beschreibt alle Akteure, einschließlich dem Investor, als „homo oeconomicus“, einem streng rational gesteuerten Individuum, das nicht durch psychologische Faktoren beeinflussbar ist und daher alle seine Entscheidungen im rationalen Vergleich zu den anderen Marktteilnehmern trifft. Gleichzeitig geht man neben dem „homo oeconomicus“ von effizienten Märkten aus. Diese werden von Fama 1970 mit der Prämisse beschrieben, dass Preise in einem Markt, die alle Informationen widerspiegeln, als effizient zu bezeichnen sind. [09] Folglich stellt Bräutigam vier Bedingungen auf, die erfüllt sein müssen, damit ein effizienter Markt existieren kann: Es gibt keine Informationsasymmetrien zwischen den Marktteilnehmern und alle Informationen sind verfügbar, es herrscht vollkommene Konkurrenz zwischen den Marktteilnehmern, es gibt keine Transaktionskosten oder Kosten für die Beschaffung von Informationen und alle Teilnehmer handeln nach den Charakteristiken des „homo oeconomicus“ - also nach den Grundzügen eines streng rationalen und homogenen Entscheiders, der bei jeder Entscheidungsfrage eine Maximierung seines Nutzens anstrebt und Risikoavers ist. [07], [08]

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Unternehmensbewertung ein und stellt die beiden zu vergleichenden Modelle sowie die methodische Herangehensweise vor.

2 Theoretischer Hintergrund zu Kapitalkostenmodellen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Fundamente des CAPM und des Fama-French-Dreifaktorenmodells unter Berücksichtigung ihrer neoklassischen Annahmen.

3 Bestimmung des Unternehmenswertes in der Praxis: Hier werden das DCF-Verfahren sowie die Berechnung des gewichteten Kapitalkostensatzes (WACC) als Basis für die praktische Bewertung dargestellt.

4 Empirischer Vergleich von Theorie und Praxis: In diesem Teil wird die empirische Untersuchung vorbereitet, inklusive der Datenselektion und der konkreten Durchführung der Modellberechnungen für die gewählten Unternehmen.

5 Auswertung und Diskussion der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven Analysen der Betafaktoren sowie die Ergebnisse der Unternehmenswertermittlung und diskutiert die Abweichungen der Modelle.

6 Schluss: Der Schluss fasst die Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Einschränkungen der Untersuchung und gibt einen Ausblick auf den möglichen Stellenwert der Modelle in der Praxis.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, CAPM, Fama-French-Modell, Kapitalkosten, DCF-Verfahren, WACC, Betafaktor, Markteffizienz, Unternehmenswert, Investitionsentscheidung, Finanzwirtschaft, Aktienrendite, Marktsegmentierung, Regressionsanalyse, Prognosegüte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Eignung des klassischen CAPM mit dem Fama-French-Dreifaktorenmodell bei der Bewertung deutscher Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Kapitalkostenmodelle, der praktischen Unternehmensbewertung mittels Discounted Cashflow-Verfahren und dem empirischen Vergleich der Prognosegenauigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage prüft, ob das Fama-French-Modell trotz höherer Komplexität eine genauere Unternehmensbewertung als das Standardmodell CAPM am deutschen Markt liefert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden Regressionsanalysen zur Bestimmung von Risikofaktoren durchgeführt und die „Orakel-Methode“ zur wertmäßigen Evaluierung der Prognosemodelle angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Modelle, die detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise bei der Datengewinnung und schließlich die konkrete Berechnung für 30 Unternehmen, unterteilt in Cluster.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Unternehmensbewertung, CAPM, Fama-French-Modell, Kapitalkosten, WACC und Markteffizienz.

Warum schneidet das Fama-French-Modell in der Analyse teils ungenau ab?

Die Arbeit stellt fest, dass die Datenbasis für den europäischen Markt begrenzt ist und die Faktoren des Modells, die ursprünglich für den US-Markt entwickelt wurden, auf dem deutschen Markt teilweise mangelnde Signifikanz aufweisen.

Welche Bedeutung haben die „bilanziellen Spielräume“ für die Ergebnisse?

Die Arbeit betont, dass bilanzpolitische Maßnahmen der Unternehmen die Datenqualität beeinflussen und somit die Aussagekraft der verwendeten Schätzmodelle einschränken können.

Excerpt out of 104 pages  - scroll top

Details

Title
Empirischer Vergleich von Kapitalkostenmodellen zur Schätzung von Unternehmenswerten
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Author
Maximilian Wark (Author)
Publication Year
2018
Pages
104
Catalog Number
V491301
ISBN (eBook)
9783668980495
ISBN (Book)
9783668980501
Language
German
Tags
empirischer vergleich kapitalkostenmodellen schätzung unternehmenswerten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Wark (Author), 2018, Empirischer Vergleich von Kapitalkostenmodellen zur Schätzung von Unternehmenswerten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491301
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  104  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint