Im Rahmen unterschiedlichster Methoden zur Kompetenzmessung stellt die "JOB-Aktiv-Mappe" ein Beispiel dar, welches von der Bundesagentur für Arbeit in der Praxis der Arbeitsvermittlung angewendet und in der vorliegenden Arbeit erläutert wird. Im ersten Teil der Arbeit erfolgt eine theoretische Einführung in die Verfahren der Kompetenzmessung. Im Anschluss wird die "Job-Profi-Mappe" als Instrument präsentiert und kritisch bewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung
2.1 Der Kompetenzbegriff in der beruflichen Bildung
2.2 Bedeutung und Ziele von Kompetenzentwicklung
3. Die Job Profi Mappe
3.1 Grundlagen und Aufbau
3.2 Die Erhebung informell erworbener Kompetenzen im Rahmen der JOBPROFI Mappe
3.3 Bewertung und Probleme in der Praxis
4. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die „JOBPROFI – Mappe“ der Bundesagentur für Arbeit als Instrument zur Kompetenzmessung bei Arbeitssuchenden. Ziel ist es, die theoretischen Hintergründe des Kompetenzbegriffs zu beleuchten sowie die Eignung und praktische Anwendung dieses spezifischen Instruments in der Arbeitsvermittlung kritisch zu bewerten.
- Grundlagen der Kompetenzentwicklung und -messung
- Struktur und methodischer Aufbau der „JOBPROFI – Mappe“
- Prozess der Erhebung informell erworbener Kompetenzen
- Kritische Analyse der Umsetzung in der behördlichen Praxis
- Bedeutung der individuellen Profilbildung für die Arbeitsvermittlung
Auszug aus dem Buch
3.2 Die Erhebung informell erworbener Kompetenzen im Rahmen der JOBPROFI – Mappe
Nach Gillen sollten Kompetenzerhebungsverfahren die in Lebens- und Arbeitswelt erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse eines Individuums realistisch und allgemeinverständlich beschreiben, dem Subjektbezug genügen, sowie die Kompetenzentwicklung als Lebensbegleitenden Prozess unterstützen (vgl. Gillen 2003, S. 5). Basierend auf diesen Forderungen soll die JOBPROFI – Mappe nun partiell analysiert werden, damit die Erhebungsmethodik dann bewertet werden kann. Der wesentliche Teil bezüglich der Kompetenzerhebung ist der bereits erwähnte Fragebogenbasierte Persönlichkeitscheck im Rahmen der Standortbestimmung.
Zunächst wird der Anwender aufgefordert, mit Hilfe einer Sieben-Punkte-Likertskala dreißig Persönlichkeitsmerkmale in ihrer Ausprägung zu bewerten. Jedes Persönlichkeitsmerkmal ist durch eine „typische Aussage“ ergänzt, um die Selbsteinschätzung zu vereinfachen. Zu dem Merkmal „Aufgeschlossenheit“ findet sich beispielsweise die Ergänzung: „Ich höre gern Menschen zu, die eine ganz andere Auffassung haben als ich“. Die individuelle Ausprägung kann nun durch ein Kreuz gekennzeichnet werden.
Das Spektrum der Merkmale ist äußerst breit gefächert und deckt somit einen großen Teil der berufsbezogenen Eigenschaften ab. Ergänzt wird die Checkliste durch freie Antwortmöglichkeiten für nicht genannte Persönlichkeitsmerkmale. Es folgt dann eine Auflistung der schulischen und beruflichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen mit detaillierten Angaben zu Schwerpunkten, Besonderheiten, Abschlüssen und Tätigkeiten. Die berufliche Fachkompetenz wird im Rahmen besonderer beruflicher Tätigkeiten, Fachkenntnissen, Spezialkenntnissen, Weiterbildungskursen, Führungs-verantwortung und Projektarbeit erfasst.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die historische Arbeitslosigkeit in Deutschland im Jahr 2005 und führt das Konzept des „Profilings“ als präventive Maßnahme zur effizienteren Arbeitsvermittlung ein.
2. Begriffsbestimmung: Es erfolgt eine theoretische Abgrenzung des Kompetenzbegriffs sowie eine Erläuterung der Bedeutung und Ziele der Kompetenzentwicklung im Kontext der betrieblichen Bildung.
3. Die Job Profi Mappe: Der Abschnitt erläutert Aufbau, Funktion und die methodische Vorgehensweise zur Erhebung informeller Kompetenzen sowie die resultierenden Herausforderungen bei der praktischen Anwendung.
4. Schlussbemerkung: Die Arbeit resümiert, dass das theoretische Konzept zwar sinnvoll ist, die Umsetzung in der Praxis jedoch aufgrund struktureller Probleme und mangelnder Betreuungskapazitäten hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Schlüsselwörter
JOBPROFI – Mappe, Kompetenzmessung, Arbeitsvermittlung, Kompetenzentwicklung, Profiling, informell erworbene Kompetenzen, Bundesagentur für Arbeit, Arbeitslosigkeit, berufliche Handlungsfähigkeit, Persönlichkeitscheck, Standortbestimmung, Vermittlungsstrategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der „JOBPROFI – Mappe“ als einem Instrument der Bundesagentur für Arbeit, das dazu dient, die Kompetenzen von Arbeitssuchenden zu erfassen und zu bewerten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Kompetenz und Kompetenzentwicklung, die praktische Struktur der JOBPROFI – Mappe und eine kritische Auseinandersetzung mit ihrer Anwendbarkeit in der Arbeitsvermittlung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist die Analyse und Bewertung, inwieweit die JOBPROFI – Mappe als entwicklungsorientiertes Instrument zur individuellen Berufsplanung und Vermittlungsunterstützung tatsächlich geeignet ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine theoretische Analyse auf Basis von Fachliteratur aus der Berufs- und Betriebspädagogik durchgeführt, ergänzt durch eine kritische Betrachtung der Anwendungspraxis.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition von Kompetenz, die detaillierte Vorstellung der vier Teile der Mappe (Standortbestimmung, Wegweiser, Bewerbungstrainer, Planer) sowie eine Evaluierung der Praxisprobleme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Kompetenzmessung, Arbeitsvermittlung, JOBPROFI – Mappe, Profiling und Kompetenzentwicklung.
Warum ist die „JOBPROFI – Mappe“ laut Autor kein ausschließliches Vermittlungsinstrument?
Sie wird eher als Begleitung zum virtuellen Stellenmarkt betrachtet und dient primär der Erarbeitung einer individuellen Bewerbungs- und Berufsplanungsstrategie des Arbeitssuchenden.
Welche Hauptprobleme sieht der Autor bei der praktischen Anwendung?
Zu den Problemen zählen insbesondere der enorme Betreuungsschlüssel bei der Bundesagentur, mangelnde Kenntnisse des Instruments bei den Vermittlern sowie die divergierende Motivationslage der Arbeitssuchenden.
- Citation du texte
- Christian Dube (Auteur), 2004, Die 'JOB-PROFI-MAPPE' als Instrument der Kompetenzmessung bei Arbeitssuchenden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49311