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Der historische Hintergrund des Lebensborn e.V. im Hinblick auch auf den ideologischen Bezug zur Sozialen Arbeit.

Title: Der historische Hintergrund des Lebensborn e.V. im Hinblick auch auf den ideologischen Bezug zur Sozialen Arbeit.

Seminar Paper , 2002 , 50 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Christian Karisch (Author), Christoph Schemiczek (Author), Björn Handryschick (Author)

Social Work
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Mythen und geheimnisvolle Geschichten umranken ihn, entstanden in der Zeit des Nationalsozialismus.
Geschichten, kreiert aus Halbwissen und dem Wunsch etwas aussergewöhliches mitzuteilen und zu hören, lassen historische Blüten um ihn herum treiben. Es gibt einige wenige TV-Dokumentationen über ihn, hin und wieder taucht sein Name in anderen Zusammenhängen auf, doch haben wir den Eindruck, dass immer nur die Oberfläche angekratzt wird, „Sensationsmache“ im Vordergrund steht und uns wichtige Informationen vorenthalten werden. Was war er denn nun, der Lebensborn e.V.? Was genau war seine Aufgabe im 3.Reich? Was war der ideologische Nährboden, auf dem der Verein gründete? Wer steckte dahinter? Wer waren die Betroffenen? Wie funktionierte er? Das alles sind unter anderem Fragen, die uns als Autoren dieser Arbeit Antrieb und Motivation sind, den Lebensborn e.V. näher zu untersuchen und wir werden auf den folgenden Seiten versuchen, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vom Zeitpunkt der Machtübernahme der National-Sozialisten, bis zur Gründung des Lebensborn e.V.

3. Über die Ideologie zu den sozialen Aufgaben des Lebensborn e.V.

3.1. Die radikale nationalsozialistische Geburtenpolitik

3.1.1. Gebote zur ausserehelichen Zeugung

3.1.2. Sterilitätsbehandlung, künstliche Befruchtung, gelenkte Fortpflanzung

3.2. Der Lebensborn e.V. als Zuchtanstalt?

4. Der Lebensborn e.V. von der Gründung bis Kriegsende

4.1. Die Arbeit des Lebensborn im Deutschen Reich

5. Kurze Schilderung des Kriegsbeginns-/Verlaufs, bis Zur Besetzung Ost- und Westeuropas

5.1. Aktivitäten des Lebensborn e.V. im Norden und Westen des besetzten Europas

5.1.1. Die Niederlande

5.1.2. Dänemark

5.1.3. Belgien

5.1.4. Norwegen

5.1.5. Frankreich

5.2. Aktivitäten des Lebensborn e.V. im Osten des besetzten Europas

5.2.1 Der Osten

6. Das Ende des Lebensborn e.V.

6.1. Schicksale

7. Ansichten und Bewertungen der Autoren

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den historischen Hintergrund sowie die ideologischen Grundlagen des Lebensborn e.V. im Nationalsozialismus, um dessen Rolle innerhalb der Bevölkerungspolitik kritisch zu beleuchten und den Mythos von einer reinen „Zuchtanstalt“ zu hinterfragen.

  • Historische Einordnung der nationalsozialistischen Geburtenpolitik
  • Die ideologische Verknüpfung von Rassismus und sozialer Fürsorge
  • Strukturen und Arbeitsweisen des Lebensborn e.V. im Deutschen Reich und den besetzten Gebieten
  • Analyse der Eindeutschungspraktiken und deren Auswirkungen auf betroffene Kinder

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Gebote zur außerehelichen Zeugung

Durch den Ausbruch des Krieges im September 1939 drohten die Anstrengungen zur Geburtensteigerung ins Leere zu laufen.

Himmler warnte davor, dass ohne gezielte Gegenmaßnahmen ein Stillstand der Geburtenentwicklung auftreten kann.(z.B. bedingt durch die Verluste im Krieg) Er sprach davon, dass sonst in 20 oder 30 Jahren Deutschland die großen künftigen Aufgaben nicht mehr erfüllen kann, da es dann „vor allen im Blut nicht die Oberschicht hat in der Qualität und Quantität, die es braucht.“ (Bradley, Smith, Peterson 1974, S.118.)

Er verbreitete unter anderem das Motto „Jeder Sieg mit den Waffen war umsonst, wenn nicht der Sieg des Kindes folgt“(Lilienthal 1993, S.132).

Himmler glaubte das Geburtendefizit dadurch ausgleichen zu können, dass er an seine SS-Männer appellierte mehr Kinder zu zeugen. Jedoch erkennt man heute diese simple und eingleisige Denkweise, die nicht die Komplexität zwischenmenschlicher Lebensweise bedachte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autoren motivieren ihre Untersuchung des Lebensborn e.V. durch das Bedürfnis, über Mythen hinauszugehen und eine objektive historische Aufarbeitung zu leisten.

2. Vom Zeitpunkt der Machtübernahme der National-Sozialisten, bis zur Gründung des Lebensborn e.V.: Dieses Kapitel beschreibt die bevölkerungspolitische Intensivierung der NS-Zeit sowie die rassistischen Motive, die zur Gründung des Vereins führten.

3. Über die Ideologie zu den sozialen Aufgaben des Lebensborn e.V.: Hier werden die radikale Geburtenpolitik, das Zeugungsgebot und die Frage diskutiert, inwieweit der Lebensborn als „Zuchtanstalt“ fungierte.

4. Der Lebensborn e.V. von der Gründung bis Kriegsende: Der Abschnitt beleuchtet die organisatorische Struktur des Vereins und die Bedingungen in den Heimen im Deutschen Reich.

5. Kurze Schilderung des Kriegsbeginns-/Verlaufs, bis Zur Besetzung Ost- und Westeuropas: Ein Abriss der militärischen Expansion dient als Kontext für die nachfolgende Analyse der Lebensborn-Aktivitäten in den besetzten Gebieten Europas.

6. Das Ende des Lebensborn e.V.: Dieses Kapitel beschreibt den Zusammenbruch der Heime gegen Kriegsende sowie die schwierigen Nachkriegsschicksale der betroffenen Kinder.

7. Ansichten und Bewertungen der Autoren: Die Autoren reflektieren die Schwierigkeiten der Quellenlage sowie die erschütternden Erkenntnisse über den Verein und dessen menschenverachtende Ideologie.

Schlüsselwörter

Lebensborn e.V., Nationalsozialismus, Rassenpolitik, Geburtenpolitik, SS, Heinrich Himmler, Eindeutschung, Besatzungspolitik, Ideologie, Kriegskinder, Bevölkerungspolitik, Selektion, Zweiter Weltkrieg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Lebensborn e.V. als Teil der nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik, seine ideologischen Wurzeln und seine tatsächliche Rolle zwischen Fürsorgeeinrichtung und rassistischem Instrument.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die rassistisch motivierte Geburtenförderung, die Etablierung des Vereins im In- und Ausland sowie die Folgen für die betroffenen Frauen und Kinder.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Licht in die oft mit Mythen behaftete Geschichte des Lebensborn e.V. zu bringen und den ideologischen Nährboden sowie die praktische Umsetzung der Ziele zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Quellen und Internetrecherche, wobei Georg Lilienthal als wesentliche historische Referenz herangezogen wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ideologischen Grundlagen, die Entwicklung des Vereins im Reich, seine Aktivitäten in den besetzten Gebieten Europas sowie das Schicksal der Kinder nach 1945.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Lebensborn, Rassenpolitik, SS, Geburtensteigerung, Eindeutschung, Besatzung, Ideologie und Bevölkerungspolitik.

Welche Bedeutung hatte der Lebensborn in den besetzten Gebieten?

Die Aktivitäten unterschieden sich stark: Während der Verein in Norwegen idealtypisch agieren konnte, stieß er in den Niederlanden auf Konkurrenz und im Osten fungierte er primär bei der "Eindeutschung" geraubter Kinder.

Wie bewerten die Autoren die Rolle von Heinrich Himmler?

Die Autoren betrachten Himmler als treibende Kraft hinter einer abstrakten, perversen Weltanschauung, der Menschenzucht mit Tierzucht gleichsetzte und damit unsägliches Leid verursachte.

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Details

Title
Der historische Hintergrund des Lebensborn e.V. im Hinblick auch auf den ideologischen Bezug zur Sozialen Arbeit.
College
Catholic University for Applied Sciences Berlin
Grade
sehr gut
Authors
Christian Karisch (Author), Christoph Schemiczek (Author), Björn Handryschick (Author)
Publication Year
2002
Pages
50
Catalog Number
V49363
ISBN (eBook)
9783638458368
Language
German
Tags
Hintergrund Lebensborn Hinblick Bezug Sozialen Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Karisch (Author), Christoph Schemiczek (Author), Björn Handryschick (Author), 2002, Der historische Hintergrund des Lebensborn e.V. im Hinblick auch auf den ideologischen Bezug zur Sozialen Arbeit., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49363
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