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Das Surreale und Unwirkliche in Francis Bacons Werken. Vergleich zu Werken des Surrealismus

Title: Das Surreale und Unwirkliche in Francis Bacons Werken. Vergleich zu Werken des Surrealismus

Term Paper (Advanced seminar) , 2018 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: K. Vell (Author)

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Francis Bacon bewarb sich 1936 für die internationale Surrealistenausstellung in London und wurde mit der Begründung "not being sufficiently surreal" abgelehnt. Diese Bewerbung verdeutlicht Bacons Interesse am Surrealismus und stellt eine Verbindung zwischen ihm und der surrealistischen Bewegung her. Eine Beziehung, die offenbar von Bacon selbst gewollt war, aber abgelehnt wurde, was ihr Verhältnis zueinander interessant macht. Zusätzlich liefern Interviews Hinweise über Bacons Einstellung zum Surrealismus. Beispielsweise distanzierte er sich einerseits von der surrealistischen Idee, indem er sich methodisch in Opposition sieht. Die Surrealisten würden bereits vorhandene Elemente kombinieren, wohingegen er die Dinge erst erschaffen müsse. Andererseits bestätigt er eine Parallele zum Surrealismus im Gespräch mit David Sylvester, welche in der Verrückung von bekannten Gegenständen in einen neuen Zusammenhang bestünde. Es geht bei der Untersuchung des Verhältnisses demnach nicht um die Charakterisierung Bacons als surrealistischen Maler, sondern vielmehr um die Frage, inwieweit sich surrealistische Ideen in seinen Werken wiederfinden lassen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Francis Bacon als Surrealist?

2. Werkanalysen

2.1. Francis Bacons „Painting“ und Rene Magrittes „La durée poignée“

2.1.1. Verrückung/ Surrealies im Vergleich

2.2. Francis Bacons „Study of a human body“ und Hans Bellmers „La Poupée“

2.2.1. Körperdarstellung im Vergleich

2.3. Francis Bacons „Portrait of Isabell Rawsthorne“ und Man Rays „Marquise Casati“

2.3.1. Bewegung und Motive des Kopfes im Vergleich

2.4. Francis Bacons „Two Figures“ und Hans Bellmers „La Poupée“

2.4.1. Motiv der Begierde im Vergleich

3. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen dem künstlerischen Werk von Francis Bacon und den Strömungen des Surrealismus. Dabei wird analysiert, inwieweit Bacons spezifische Herangehensweise an die Darstellung von Körpern, Begierde und Bewegung Ähnlichkeiten oder methodische Divergenzen zu surrealistischen Positionen aufweist.

  • Vergleich von Bacons malerischem Ansatz mit surrealistischen Bildstrategien
  • Analyse der Darstellung des menschlichen Körpers und seiner Deformation
  • Untersuchung von Motiven wie Begierde, Gewalt und dem menschlichen Auge
  • Gegenüberstellung von Werken Bacons mit Arbeiten von Künstlern wie Rene Magritte und Hans Bellmer

Auszug aus dem Buch

2.1. Francis Bacons „Painting“ und Rene Magrittes „La durée poignée“

Francis Bacon malte das Painting 1946 mit Öl und Tempera auf einer 198 x 132 cm großen Leinwand (Abb. 1); es befindet sich im Besitz des Museum of Modern Art in New York. Den Bildaufbau dominieren diagonale Fluchtlinien, die von den Bildecken auf das Zentrum mittig verweisen. Leicht nach rechts aus der Bildmitte verrückt ist ein menschlicher Oberkörper abgebildet. Die breite Schulterpartie und das schwarze Hemd (mit einem gelben Farbtupfer, vielleicht eine Brosche) deuten auf einen Mann hin, dessen Kopf nur bis zum aufgerissenen Mund sichtbar ist. Darüber befinden sich rot gestrichelte Linien, die wie eine Wunde aussieht. Der obere Kopfteil ist durch den schwarzen Schatten nicht erkennbar, den der aufgespannter Regenschirm über den Mann wirft. Es lässt sich kein klarer Unterkörper ausmachen, da die Linien keinen Umriss bilden. Durch einen angedeuteten Fuß entsteht der Eindruck des Sitzen. Dies wird durch ein rund angelegtes, durch weiße Linien gemaltes Gestell vor der Person aufgenommen, auf dessen oberer Linie zwei Fleischbrocken angebracht sind, die wie Armlehnen diagonal von der Person weg in die unteren Bildecken ragen. Um zur Bildmitte zurückzukehren, wird durch die Verrückung der Blick frei auf den zentral aufgehängten Tierkadaver hinter der Person, dessen Gliedmaße wie bei einer Kreuzigung abstehen und auf einem Holzbalken befestigt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Francis Bacon als Surrealist?: Dieses Kapitel beleuchtet das ambivalente Verhältnis Bacons zum Surrealismus und die Forschungsfrage, ob sein Werk methodisch als surrealistisch einzuordnen ist.

2. Werkanalysen: Hier findet die praktische Gegenüberstellung von Bacons Werken mit surrealistischen Arbeiten statt, um die künstlerischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen.

2.1. Francis Bacons „Painting“ und Rene Magrittes „La durée poignée“: Analyse der Bildkomposition und der Verwendung von Elementen wie Regenschirmen und Tierkadavern im direkten Vergleich.

2.1.1. Verrückung/ Surrealies im Vergleich: Untersuchung der Frage, wie sich Bacons Malerei in Bezug auf die surrealistische Technik der Kombination disparater Elemente positioniert.

2.2. Francis Bacons „Study of a human body“ und Hans Bellmers „La Poupée“: Vergleich der Darstellung weiblicher Torsi und deren Deformation in der Malerei bzw. plastischen Kunst.

2.2.1. Körperdarstellung im Vergleich: Diskussion über die unterschiedliche Behandlung der Anatomie und die Entfremdung des Körpers bei Bacon und Bellmer.

2.3. Francis Bacons „Portrait of Isabell Rawsthorne“ und Man Rays „Marquise Casati“: Analyse der Porträtierung, insbesondere der Augen- und Kopfbewegungen, im Kontext surrealistischer Fotografie.

2.3.1. Bewegung und Motive des Kopfes im Vergleich: Auseinandersetzung mit der Darstellung von Bewegung und der Subjektivität des Betrachters bei der Interpretation von Gesichtern.

2.4. Francis Bacons „Two Figures“ und Hans Bellmers „La Poupée“: Betrachtung von menschlicher Interaktion und Gewalt in den gewählten Werken.

2.4.1. Motiv der Begierde im Vergleich: Untersuchung der Darstellung von Begierde, Gewalt und Sexualität als zentrale Themenfelder in den vergleichenden Werken.

3. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass Bacons Werk zwar surrealistische Züge aufweist, er jedoch primär eine eigene Methode der subjektiven Realitätswahrnehmung verfolgt.

Schlüsselwörter

Francis Bacon, Surrealismus, Werkanalyse, Körperdarstellung, Deformation, Bildkomposition, Rene Magritte, Hans Bellmer, Man Ray, Begierde, Malerei, Fotografie, Tierkadaver, Subjektivität, Anatomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen dem malerischen Werk von Francis Bacon und den Ideen des Surrealismus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Darstellung des menschlichen Körpers, Deformation, Begierde, Gewalt sowie die Frage nach dem Einfluss surrealistischer Methoden auf Bacons Arbeitsweise.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist herauszufinden, ob Bacon als Surrealist bezeichnet werden kann oder ob er eine grundlegend andere künstlerische Intention verfolgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Werkanalyse angewandt, bei der Bacons Bilder direkt mit ausgewählten Arbeiten bekannter Surrealisten (z.B. Magritte, Bellmer) gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier große Vergleiche, die sich mit Themen wie Körperdarstellung, dem Motiv der Begierde, der Bildkomposition und der Porträtierung befassen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Francis Bacon, Surrealismus, Deformation, Körperdarstellung, Begierde und Bildkomposition.

Wie geht die Arbeit mit dem Begriff der Deformation um?

Deformation wird bei Bacon als Methode begriffen, den Menschen unabhängig von seiner äußeren Form zu erfassen und die Subjektivität seiner Wahrnehmung auszudrücken.

Welche Rolle spielt die Fotografie in Bacons Werk laut dieser Arbeit?

Fotografien dienen Bacon oft als Ausgangspunkt oder Erinnerungsstütze, um eine neue Realität im Bild zu schaffen, anstatt die Realität rein abzubilden.

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Details

Title
Das Surreale und Unwirkliche in Francis Bacons Werken. Vergleich zu Werken des Surrealismus
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Course
Francis Bacon
Grade
1,7
Author
K. Vell (Author)
Publication Year
2018
Pages
23
Catalog Number
V493906
ISBN (eBook)
9783668997134
ISBN (Book)
9783668997141
Language
German
Tags
Malerei Francis Bacon Bacon Surrealismus Surreal Maler des 20. Jahrunderts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
K. Vell (Author), 2018, Das Surreale und Unwirkliche in Francis Bacons Werken. Vergleich zu Werken des Surrealismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493906
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