In diesem Unterrichtsportfolio wird exemplarisch für angehende Verwaltungsbeamte aufgezeigt, wie zivilrechtlicher Unterricht (namentlich: die schuldrechtlichen Vertragsarten) geplant und durchgeführt werden kann. Das Portfolio umfasst hierbei: Sachanalyse, Bedingungsanalyse, Didaktische Analyse, Kompetenzen und Lernziele, Didaktische Reduktion, Methodische Analyse, Unterrichtssequenz, Unterrichtsverlaufsplan, Anlagen zum Unterrichtsverlaufsplan und Kompetenzorientierte Leistungsnachweise.
Inhalt
Sachanlayse
Bedingungsanalyse
Didaktische Analyse
Kompetenzen und Lernziele
Didaktische Reduktion
Methodische Analyse
Unterrichtssequenz
Unterrichtsverlaufsplan
Anlagen zum Unterrichtsverlaufsplan
Kompetenzorientierter Leistungsnachweis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient der Vorbereitung und Dokumentation einer 45-minütigen Unterrichtsstunde zum Thema "Sonstige Verpflichtungsgeschäfte" für Beamtenanwärter der zweiten Qualifikationsebene. Ziel ist es, den Teilnehmenden eine strukturierte Übersicht über die wichtigsten schuldrechtlichen Vertragsarten zu geben und sie zur selbstständigen Anwendung des Bürgerlichen Gesetzbuches zu befähigen.
- Vermittlung eines grundlegenden Verständnisses für verschiedene schuldrechtliche Vertragsarten.
- Erarbeitung von Abgrenzungskriterien zwischen Vertragstypen anhand des BGB.
- Förderung der Methodenkompetenz durch Arbeit am Gesetz und Partner-/Gruppenarbeit.
- Stärkung der Sozialkompetenz durch Präsentationen und den Austausch untereinander.
- Übertragung der theoretischen Inhalte auf praxisnahe Fallbeispiele zur Sicherung des Lernerfolgs.
Auszug aus dem Buch
Sachanalyse
In der Unterrichtsstunde zu den schuldrechtlichen Vertragsarten werden die so genannten Verpflichtungsgeschäfte behandelt. Diese bilden die Anspruchsgrundlagen für die dingliche Rechtsänderung im Rahmen von Verfügungsgeschäften. Neben den Verpflichtungsgeschäften aus dem Schuldrecht (2. Buch BGB) gibt es auch noch weitere gesetzlich nicht geregelte oder außerhalb des BGB geregelte Verträge. Da auch für letztere – sofern nicht spezialgesetzlich anderes festgehalten wurde – die Regelungen des 1. Buchs BGB sowie des allgemeinen Teils des Schuldrechts gelten, ist es nicht nötig, zur Erarbeitung der Inhalte das Schuldrecht zu verlassen. Vielmehr lernen die Beamtenanwärter hier die zentralen Vertragsarten und deren Abwicklung in der Praxis kennen. Sollten sie später mit besonderen Verträgen zu tun haben, werden sie durch die Kenntnis der grundlegenden Regelungen des BGB, welche insbesondere durch die große Schuldrechtsreform in den 2000ern durchgeführt wurden, mit diesen umzugehen wissen.
Zusammenfassung der Kapitel
Sachanlayse: Erläutert die theoretische Einordnung von Verpflichtungsgeschäften in das System des BGB und deren Bedeutung für die berufliche Praxis der Beamtenanwärter.
Bedingungsanalyse: Beschreibt die heterogene Klassenzusammensetzung sowie die Lernvoraussetzungen und methodischen Rahmenbedingungen der Ausbildungsgruppe.
Didaktische Analyse: Analysiert die Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung der Lerninhalte sowie die didaktische Strukturierung der Unterrichtseinheit.
Kompetenzen und Lernziele: Definiert die angestrebten Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen, die durch die Unterrichtssequenz erreicht werden sollen.
Didaktische Reduktion: Begründet die Auswahl der behandelten Vertragsarten und erläutert die Beschränkung der Tiefe der Darstellung auf das für die Praxis Wesentliche.
Methodische Analyse: Begründet den Einsatz von Brainstorming, Partner- und Gruppenarbeit sowie Einzelarbeit zur Sicherung des Lernerfolgs.
Unterrichtssequenz: Bietet einen tabellarischen Überblick über den zeitlichen Ablauf und die inhaltlichen Phasen der Unterrichtseinheit.
Unterrichtsverlaufsplan: Detailliert die einzelnen Unterrichtsschritte inklusive Zeitplanung, Methoden, Materialeinsatz und den jeweils zu fördernden Kompetenzen.
Anlagen zum Unterrichtsverlaufsplan: Enthält das Handout, das Tafelbild sowie die für die Festigung genutzten Fallbeispiele mit entsprechenden Lösungen.
Kompetenzorientierter Leistungsnachweis: Präsentiert die Aufgaben für die Lernkontrolle sowie den dazugehörigen Erwartungshorizont zur Bewertung der Schülerleistungen.
Schlüsselwörter
Verpflichtungsgeschäfte, BGB, Kaufvertrag, Dienstvertrag, Werkvertrag, Schuldrecht, Beamtenanwärter, Rechtsgeschäfte, Vertragstypen, Methodenkompetenz, Rechtssystematik, Vertragsabschluss, Gesetz, Unterrichtsportfolio, Privatrecht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst ein Unterrichtsportfolio zur Vorbereitung einer 45-minütigen Unterrichtsstunde über schuldrechtliche Verpflichtungsgeschäfte im Fach "Grundzüge des Privatrechts" für Beamtenanwärter.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Abgrenzung verschiedener schuldrechtlicher Verträge wie Kauf-, Miet-, Dienst- und Werkverträge sowie die Erarbeitung deren wesentlicher Merkmale und Pflichten direkt am Gesetzestext.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Die Anwärter sollen befähigt werden, die wichtigsten schuldrechtlichen Vertragsarten zu identifizieren, voneinander abzugrenzen und die entsprechenden rechtlichen Regelungen im BGB selbstständig auf Sachverhalte anzuwenden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein lernerzentrierter Ansatz gewählt, der durch einleitendes Brainstorming, kooperative Partner- und Gruppenarbeitsphasen und abschließende Einzelarbeit zur Ergebnissicherung geprägt ist.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sach- und Bedingungsanalyse, eine didaktische Reduktion der Inhalte sowie eine detaillierte methodische Planung der Unterrichtssequenz inklusive Verlaufsplan und Materialanlagen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Verpflichtungsgeschäfte, Schuldrecht, Vertragstypen, BGB-Anwendung und Methodenkompetenz geprägt.
Warum ist die Arbeit gerade für Beamtenanwärter relevant?
Die Anwärter arbeiten später in juristischen Kontexten, in denen sie regelmäßig mit Vertragsabschlüssen und der Verfolgung von Gewährleistungsrechten im Namen von Behörden befasst sein werden.
Wie wird sichergestellt, dass die Teilnehmer die Inhalte in der Praxis anwenden können?
Durch die Arbeit mit echten Fällen und das gezielte Training der Suche im BGB lernen die Teilnehmenden eine Methodik, die sie auch auf unbekannte oder komplexere Vertragstypen übertragen können.
- Arbeit zitieren
- Markus Ort (Autor:in), 2019, Die schuldrechtlichen Verpflichtungsgeschäfte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/494323