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Über die Zulässigkeit des Ausschlusses von Negativzinsen im Verbraucherkreditvertrag

Título: Über die Zulässigkeit des Ausschlusses von Negativzinsen im Verbraucherkreditvertrag

Texto Academico , 2018 , 23 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Markus Preslmayr (Autor)

Derecho - Derecho Civil - mercantil, de sociedades, comercial, de la competencia y económico
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Die Arbeit untersucht rechtliche Probleme von Zinsgleitklauseln in Verbraucherkreditverträgen, die entstehen, wenn der Referenzzinssatz und möglicherweise auch daraus abgeleitete Sollzinssätze negativ werden. Nach einer kurzen Darstellung der finanzpolitischen Hintergründe soll ein Überblick über die Lösungsansätze und deren Diskurs im Schrifttum gegeben werden. Eine überblicksartige Beleuchtung der im Entstehungszeitpunkt dieser Arbeit bereits vorliegenden höchstgerichtlichen Rechtsprechung aus Österreich (OGH) darf in diesem Zusammenhang nicht fehlen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Wirtschaftliche Hintergründe des niedrigen Zinsniveaus

1.1.1 Die Finanzkrise 2007 und ihre Auswirkungen auf die Kreditwirtschaft

1.1.2 Anstieg der Zinsen auf ein übliches Niveau in absehbarer Zeit?

1.2 Die Zinsgleitklausel im Verbraucherkreditvertrag

1.2.1 Der Referenzwert als Abbildung der Marktverhältnisse?

1.3 Rechtsfragen

2 Negativzinsen beim Verbraucherkreditvertrag – ein Ding der juristischen (Un-)Möglichkeit?

2.1 Über die Natur des Kreditvertrags – Der Kreditvertrag als entgeltlicher Darlehensvertrag

2.1.1 Zinsen als zwingende Form des Entgelts?

2.2 Exkurs: Das „Spareinlagenjudikat“ – Eine Richtungsweisung für die Bewertung beim Kreditvertrag?

2.3 Vertragsauslegung als Mittel zur Rechtsfindung

2.3.1 Grundsätze der Vertragsauslegung - einfache und ergänzende Interpretation

2.3.2 Überblick über Auslegungsvarianten und Kernargumente

2.3.3 Analogie durch § 1 Abs 1a 1. Euro-JuBeG – eine Wertungsentscheidung des Gesetzgebers?

2.4 Das Symmetriegebot des § 6 Abs 1 Zi 5 KSchG und dessen Folgen für die Setzung einer Zinsuntergrenze

2.5 Die Rechtsansicht des OGH – ein diplomatischer Kompromiss?

3 Conclusio und eigene Meinung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die rechtliche Zulässigkeit von Negativzinsen bei Verbraucherkreditverträgen, insbesondere im Kontext von Zinsgleitklauseln und der aktuellen Niedrigzinsphase auf dem Kapitalmarkt. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob Banken bei einem negativen Referenzzinssatz zur Zinszahlung verpflichtet sind oder ob eine Zinsuntergrenze (z. B. bei null Prozent) rechtlich zulässig ist.

  • Wirtschaftliche Hintergründe der Negativzinsentwicklung
  • Rechtliche Natur des Kreditvertrags als entgeltlicher Darlehensvertrag
  • Analyse von Vertragsauslegungsmethoden in der Praxis
  • Prüfung der Zulässigkeit von Mindestzinsklauseln anhand des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG)
  • Vergleich der Rechtsprechung zum Kreditgeschäft mit dem „Spareinlagenjudikat“

Auszug aus dem Buch

2.3.2.1 Negativzinsen als Ergebnis der (einfachen) Wortinterpretation?

Das von Verbraucherschützern befürwortete wortwörtliche Auslegungsergebnis lässt den Aufschlag von einem negativen Referenzwert bis in den Minusbereich „aufzehren“, sodass im aus heutiger Sicht jedoch nicht sehr wahrscheinlichen Fall eines höheren Negativwerts im Vergleich zum Aufschlag sogar eine Zinszahlungspflicht der Bank bestünde. Grundlage für diese Rechtsansicht ist die Zinsgleitklausel selbst, die als solche aufgrund der wortklaren Umschreibung der Zinsberechnung eine unbegrenzte Zinsänderungspflicht begründet und insbesondere im Hinblick auf die bereits erwähnten Kriterien des § 6 Abs 1 Zi 5 KSchG rechtskonform vereinbart wurde. Ein Abweichen vom Wortlaut der Zinsvereinbarung sei ein dem allgemeinen Grundsatz der Vertragstreue verstoßendes Verhalten und somit rechtswidrig.

Befürworter der Negativzinsen sehen die Referenzwerte, wie etwa EURIBOR oder LIBOR, als bewusst gewählt - man habe sich eben für ein aleatorisches Element entschieden. Die für die Bank in ihrer Stellung als Kreditgeberin ungünstige wirtschaftliche Entwicklung solle nicht auf den Verbraucher übergewälzt werden. Eine vom Wortlaut des Vertrages abweichende Lösung, etwa aufgrund ergänzender Vertragsauslegung wird mangels Vorliegen einer auszulegenden Vertragslücke als nicht geboten gesehen. Begründet wird dies mit der Verwirklichung einer für derartige Preisgleitklauseln typischen Risikosituation, deren Unvorhersehbarkeit – insbesondere aufgrund des spekulativen Vertragscharakters beim Fremdwährungskredit – angezweifelt wird.

Aufgrund der Tatsache, dass den Klauseln keine Begrenzung nach oben zu entnehmen ist, dürfe aus Verbrauchersicht eine ebenso nach unten unbegrenzte, gleiche Chancenverteilung angenommen werden. Konkret wird dahingehend argumentiert, dass der Kreditnehmer im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses durchaus mit der negativen Zinsentwicklung rechnen durfte. Dem Argument der fehlenden Entgeltlichkeit im Falle einer zumindest periodenweise vorhandenen Zahlungspflicht des Kreditgebers wird die vergleichsweise flexible Entgeltgestaltung des Kreditrechts entgegengehalten. Demnach müsse die Entgeltlichkeit auch bejaht werden, wenn im Rahmen einer Gesamtbetrachtung eine über die Rückgabe der Darlehensvaluta hinausgehende Gegenleistung, wie etwa positive Zinsen aus anderen Perioden oder Gebühren, des Kreditnehmers erbracht wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die rechtlichen Herausforderungen bei negativen Referenzzinssätzen in Verbraucherkreditverträgen und erläutert die ökonomischen Rahmenbedingungen der Niedrigzinspolitik.

2 Negativzinsen beim Verbraucherkreditvertrag – ein Ding der juristischen (Un-)Möglichkeit?: Das Kernkapitel analysiert die Rechtsnatur des Kreditvertrags, diskutiert Auslegungsmethoden und prüft die Zulässigkeit von Negativzinsen oder Zinsuntergrenzen anhand bestehender Gesetze und OGH-Rechtsprechung.

3 Conclusio und eigene Meinung: Das Kapitel fasst die juristische Position des OGH als diplomatischer Kompromiss zusammen und bewertet die verschiedenen Lösungsansätze aus der Sicht des Verfassers.

Schlüsselwörter

Negativzinsen, Verbraucherkreditvertrag, Zinsgleitklausel, Referenzzinssatz, EURIBOR, LIBOR, KSchG, Vertragsauslegung, Entgeltlichkeit, OGH, Spareinlagenjudikat, Nullverzinsung, Banken, Zinsanpassung, Kapitalmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die juristischen Probleme, die entstehen, wenn Referenzzinssätze in Verbraucherkreditverträgen negativ werden und die vertraglichen Regelungen dazu keine eindeutigen Antworten liefern.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit fokussiert auf die Rechtsnatur des Kreditvertrags, die Vertragsauslegung im Rahmen von AGB, das Konsumentenschutzgesetz und die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs (OGH) zu dieser Thematik.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob Banken verpflichtet sind, bei einem negativen Referenzwert Zinsen an den Kreditnehmer zu zahlen, oder ob vertragliche Untergrenzen bei null Prozent rechtlich zulässig sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die klassische juristische Dogmatik, insbesondere die Methoden der Vertragsauslegung sowie die Analyse einschlägiger Literatur und der aktuellen höchstgerichtlichen Judikatur.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Natur des entgeltlichen Darlehens, vergleicht das Kreditgeschäft mit dem Spar- und Einlagengeschäft und erörtert verschiedene Argumentationslinien zur Zulässigkeit von Zinsuntergrenzen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Negativzinsen, Zinsgleitklauseln, Referenzzinssätze wie EURIBOR/LIBOR, das Symmetriegebot des KSchG und die Vertragsauslegung contra proferentem.

Warum spielt das „Spareinlagenjudikat“ eine Rolle?

Das Spareinlagenjudikat des OGH dient als Vergleichsfall, um die Interessenabwägung zwischen Banken und Verbrauchern bei Null- oder Negativverzinsung im Kreditgeschäft besser einzuordnen.

Was ist das Ergebnis bezüglich der Zinsuntergrenze?

Der OGH sowie Teile der Literatur neigen dazu, dass eine Nullverzinsung (Einfrieren bei null) als Untergrenze vertretbar ist, während eine explizite Zahlungspflicht der Banken verneint wird.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Über die Zulässigkeit des Ausschlusses von Negativzinsen im Verbraucherkreditvertrag
Universidad
University of Vienna  (Institut für Zivilrecht)
Calificación
1,0
Autor
Markus Preslmayr (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
23
No. de catálogo
V494409
ISBN (Ebook)
9783668998919
ISBN (Libro)
9783668998926
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kreditvertrag Negativzinsen Verbraucherrecht Österreich Konsumentenschutz Bankenrecht OGH Zinsgleitklauseln
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Markus Preslmayr (Autor), 2018, Über die Zulässigkeit des Ausschlusses von Negativzinsen im Verbraucherkreditvertrag, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/494409
Leer eBook
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