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Integration von SuS mit körperlichen Behinderungen in den Sportunterricht

Die pädagogische Perspektive und das TREE-Modell

Title: Integration von SuS mit körperlichen Behinderungen in den Sportunterricht

Term Paper , 2019 , 35 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Marc Dyck (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Dem Sport kommt eine entscheidende Rolle für die Inklusion von Menschen mit Behinderung zu, da er zum einen die Grundlage für eine gesunde Entwicklung bildet und zum anderen den Körper als Mittel für das gesellschaftliche Leben ausbildet und fördert. Entwicklung steht somit immer in Verbindung mit Bewegung, was den Sport dazu prädestiniert eine erfolgreiche Inklusion in Schule und Gesellschaft zu schaffen. Neben der fördernden Funktion von Sport und Sportunterricht, in Bezug auf die Inklusion, kann Sportunterricht auch exkludierend auf Menschen mit Behinderung wirken: „Für viele Menschen ist der Sport durch Wettkampf und Vergleich geprägt, durch ein „Schneller, Höher, Weiter“, die wie andere Vergleichskriterien auch als objektive Maßstäbe (…) im Rangvergleich aller gegen alle gelten.“ (Reich 2014, S.14). Besonders deutlich scheinen diese objektiv, vergleichenden Maßstäbe im Bewegungsfeld „Laufen, Springen, Werfen-Leichtathletik“ zu sein. Für Menschen mit körperlichen Behinderungen sind diese festgelegten Maßstäbe meist nicht zu erreichen, was zur Teilnahmslosigkeit im und somit zur Exklusion aus dem Sportunterricht führen kann. Für den Sportunterricht in inklusiven Klassen müssen demnach andere Kriterien gefunden werden, um Leistungen von Schülerinnen und Schülern zu bewerten und generell die Teilhabe am Sportunterricht im Bereich Leichtathletik zu ermöglichen. Eine Achtung der individuellen Unterschiede ist für die Befähigung aller am Sportunterricht, daher unabdingbar. Eine differenzierende Haltung gegenüber den individuellen Fähigkeiten der SuS ist darüber hinaus Grundlage und selbstverständlich für einen erfolgreichen Unterricht an Förderschulen.

Inwiefern eine solche Differenzierung im Sportunterricht und genauer im Bewegungsfeld „Laufen, Springen, Werfen- Leichtathletik umgesetzt werden kann, soll im Verlauf des Projekts herausgestellt werden. Unter Berücksichtigung des TREE-Models soll ermittelt werden, welche Formen der Differenzierung bereits im Leichtathletikunterricht vorgenommen werden und welche Möglichkeiten bestehen, die SuS mit körperlichen Behinderungen besser in dieses Bewegungsfeld zu integrieren. Diese Möglichkeiten der Differenzierung werden anschließend in eigenen Unterrichtseinheiten getestet und auf ihre inkludierende Wirkung geprüft. Zudem wird überprüft, inwiefern die pädagogischen Perspektiven im Leichtathletikunterricht die Inklusion von SuS mit einer körperlichen Beeinträchtigung fördern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inklusiver Sportunterricht an deutschen Schulen

2.1 Bewegungsfeld: Laufen, Springen, Werfen – Leichtathletik

3. Differenzierungsmöglichkeiten für den inklusiven Leichtathletikunterricht

3.1 Konsequenzen für die Praxis - Das Tree-Modell

3.1.1 Teaching Style

3.1.2 Rules

3.1.3 Environment

3.1.4 Equipment

4. Forschungsmethode

4.1 Wahl der Forschungsmethode

4.2 Zeitlicher Rahmen der Untersuchung

4.3 Auswertung der Ergebnisse

5. Ergebnisdarstellung

5.1 Einschränkende Faktoren

5.1.1 Eingeschränkte Partizipation durch SuS

5.1.2 Eingeschränkte Partizipation durch die Unterrichtsplanung der Lehrkraft

5.2 Integrierende Faktoren

5.2.1 Wahl der pädagogischen Perspektive

5.2.2 Teaching Style

5.2.3 Rules

5.2.4 Environment

5.2.5 Equipment

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, wie Schülerinnen und Schüler (SuS) mit körperlicher Behinderung im Bereich Leichtathletik durch die Anwendung spezifischer pädagogischer Perspektiven und des TREE-Modells erfolgreich in den Sportunterricht integriert werden können. Dabei steht die Frage im Zentrum, welche Barrieren die Partizipation einschränken und welche didaktischen Anpassungen förderlich für eine inklusive Teilhabe sind.

  • Integration von Menschen mit körperlicher Behinderung im Sportunterricht
  • Anwendung des TREE-Modells zur Differenzierung
  • Qualitative Beobachtung von Inklusionsprozessen
  • Anpassung von pädagogischen Perspektiven im Sport
  • Überwindung von exkludierenden Faktoren in der Leichtathletik

Auszug aus dem Buch

3.1 Konsequenzen für die Praxis - Das Tree-Modell

Das TREE-Modell zielt auf einen Nachteilsausgleich in heterogenen Gruppen durch die Modifikation von Aktivitäten ab und lässt sich in vier Ebenen einteilen (vgl. Giese, Weigelt 2015, S. 59).

3.1.1 Teaching Style

Unter diese Ebene lassen sich „Unterrichtsformen und -verfahren, methodische Maßnahmen und Sozialformen subsumieren“ (ebd.). Abhängig von den Förderschwerpunkten der SuS müssen die zuvor genannten Faktoren des Unterrichtsstils modifiziert werden, sodass eine Teilnahme am Sportunterricht ermöglicht wird. Für einen inklusiven Sportunterricht im Bereich der Leichtathletik bietet es sich an, kooperative Lern- und Sozialform zu wählen, in denen es nicht primär um das Leisten geht.

3.1.2 Rules

Durch die Veränderung von Regeln, wie z.B. in Bezug auf das Vergeben von Spezialaufgaben kann die Inklusion von SuS mit einer körperlichen Behinderung in das Bewegungsfeld „Laufen, Springen, Werfen – Leichtathletik“ und allgemeiner in den Sportunterricht gelingen (vgl. ebd., S.60). Die Wahl der Spezialaufgabe dabei an die Kompetenzen der jeweiligen SuS anzupassen und muss eine Relevanz für das Spiel darstellen. Auch die Zusammensetzung der Mannschaften kann einen Faktor für die Inklusion von SuS mit einer körperlichen Behinderung darstellen und sollte bei der Planung Berücksichtigung finden. In einer heterogenen Klasse, homogene Lerngruppen zu bilden, kann das Lernklima und die Inklusion positiv beeinflussen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Inklusion im Sportunterricht und definiert die Problemstellung der Integration von Menschen mit körperlicher Behinderung im Bewegungsfeld Leichtathletik.

2. Inklusiver Sportunterricht an deutschen Schulen: Dieses Kapitel erläutert den bildungspolitischen Auftrag und die historische Entwicklung des inklusiven Sportunterrichts sowie die spezifischen Herausforderungen im Bewegungsfeld Leichtathletik.

2.1 Bewegungsfeld: Laufen, Springen, Werfen – Leichtathletik: Hier wird die didaktische Relevanz der Leichtathletik im Schulsport erörtert und die Spannung zwischen Leistungsgedanken und Inklusionsanspruch analysiert.

3. Differenzierungsmöglichkeiten für den inklusiven Leichtathletikunterricht: Der theoretische Rahmen wird um das TREE-Modell als Werkzeug zur Differenzierung in heterogenen Lerngruppen erweitert.

3.1 Konsequenzen für die Praxis - Das Tree-Modell: Dieses Kapitel spezifiziert die vier Ebenen des TREE-Modells (Teaching Style, Rules, Environment, Equipment) für die praktische Anwendung.

4. Forschungsmethode: Die Arbeit nutzt die wissenschaftliche Beobachtung als qualitative Methode, um Inklusionsprozesse im Sportunterricht systematisch zu erfassen und zu analysieren.

5. Ergebnisdarstellung: Die Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse werden in einschränkende und integrierende Faktoren unterteilt und anhand der Beobachtungsdaten detailliert dargelegt.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur Wirksamkeit verschiedener pädagogischer Anpassungen zusammen und reflektiert den eigenen Forschungsprozess sowie die Professionalisierung.

Schlüsselwörter

Inklusion, Sportunterricht, Leichtathletik, Körperbehinderung, TREE-Modell, Differenzierung, Qualitative Inhaltsanalyse, Partizipation, Pädagogische Perspektiven, Kooperatives Lernen, Schulsport, Inklusiver Unterricht, Integration, Leistungsbewertung, Bewegungsfeld.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, Schülerinnen und Schüler mit körperlicher Behinderung erfolgreich in den Leichtathletikunterricht an Schulen zu integrieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Inklusionspädagogik, das TREE-Modell zur Unterrichtsanpassung, die qualitative Beobachtung von Lernprozessen und die didaktische Gestaltung von Sportunterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ermitteln, wie SuS mit körperlicher Behinderung durch den Einsatz spezifischer pädagogischer Perspektiven und des TREE-Modells aktiv am Bewegungsfeld Leichtathletik teilhaben können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Forschungsarbeit auf Basis wissenschaftlicher Beobachtungen durchgeführt, deren Daten mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert einschränkende sowie integrierende Faktoren für die Partizipation und untersucht die Auswirkungen von Anpassungen an Unterrichtsstil, Regeln, Umgebung und Material.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Inklusion, Leichtathletik, TREE-Modell, Partizipation und Differenzierung sind die prägenden Begriffe.

Wie beeinflusst das TREE-Modell die Praxis?

Es dient als strukturierte Grundlage für den Nachteilsausgleich, indem es Anpassungen auf den Ebenen Teaching Style, Rules, Environment und Equipment ermöglicht.

Welche Rolle spielt die „pädagogische Perspektive“ bei der Integration?

Die Wahl der Perspektive (z.B. „Miteinander“ oder „Gesundheit“) hilft, den Fokus weg vom reinen Leistungsvergleich hin zu individuellen Erfahrungen und sozialer Teilhabe zu verschieben.

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Details

Title
Integration von SuS mit körperlichen Behinderungen in den Sportunterricht
Subtitle
Die pädagogische Perspektive und das TREE-Modell
College
Bielefeld University
Grade
2,3
Author
Marc Dyck (Author)
Publication Year
2019
Pages
35
Catalog Number
V495644
ISBN (eBook)
9783668989030
ISBN (Book)
9783668989047
Language
German
Tags
inwiefern leichtathletik werfen springen laufen bewegungsfeld tree-modell perspektive wahl behinderung sportunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Dyck (Author), 2019, Integration von SuS mit körperlichen Behinderungen in den Sportunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/495644
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