Liliana und Rainer Winkelmann analysieren 1998 in ihrer Studie "Why are the Unemployed so Unhappy? Evidence from Panel Data" die Wichtigkeit der nichtpekuniären Kosten der Arbeitslosigkeit auf die Lebenszufriedenheit. Anhand eines Paneldatensatzes zeigen sie, welche Folgen Arbeitslosigkeit für Männer im berufsfähigen Alter (20-64 Jahre) in Westdeutschland hat. Sie zeigen, dass Arbeitslosigkeit auch nach Kontrolle auf Drittvariablen einen signifikant negativen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit der Individuen hat und, dass dieser Einfluss wesentlich größer ist, als der, der durch das (aufgrund der Arbeitslosigkeit) geringere Einkommen verursacht wird.
Die Replikation dieser Studie sowie deren Erweiterung sind das Thema dieser Arbeit. Dafür wird im Folgenden zuerst die Studie von Winkelmann und Winkelmann zusammengefasst dargestellt und ihr Vorgehen zur Variablenaufbereitung und Datenanalyse beschrieben.
Inhalt
1 Einleitung
2 “Why are the Unemployed so Unhappy? Evidence from Panel Data” (Winkelmann & Winkelmann, 1998)
3 Theoretischer Hintergrund
3.1 Begriffsdefinition „Lebenszufriedenheit“
3.2 Begriffsdefinition „Arbeitslosigkeit“
3.3 Phasenmodelle
3.4 Die Theorie der „psychischen Deprivation“
3.5 Die Handlungsrestriktionstheorie
3.6 Soziale Stigmatisierungskonzepte
3.7 Identitätstheorien
4 Ableitung der Forschungshypothese
5 Aufarbeitung des bisherigen Forschungsstandes
6 Methodisches Vorgehen
6.1 Variablen
6.2 Deskription
6.3. Modelldiagnose und Schätzverfahren
7 Ergebnisse
7.1 Modell 1 (Fixed-Effects Logit, siehe Anhang, Abschnitt 11.2)
7.2 Modelle 2 und 3 (lineare Fixed-Effects Modelle ohne Interaktioseffekte, siehe Anhang, Abschnitt 11.2)
7.3 Modelle 4 und 5 (lineare Fixed-Effects Modelle mit Interaktioseffekten, siehe Anhang, Abschnitt 11.2)
8 Vergleich: Ergebnisse der Originalstudie vs. Replikation
9 Diskussion und Fazit
10 Literatur- und Quellenverzeichnis
11 Anhang
11.1 Hausman-T ests
11.1.1 Für die Modelle der Welle 1984-2014:
11.1.2 Für die Modelle der Welle 1984-1989:
11.2 Regressionsmodelle
Häufig gestellte Fragen
Macht Arbeitslosigkeit unglücklicher als ein geringes Einkommen?
Ja, die Studie von Winkelmann & Winkelmann zeigt, dass der negative Einfluss der Arbeitslosigkeit auf die Lebenszufriedenheit weit über den reinen Einkommensverlust hinausgeht.
Was sind „nichtpekuniäre Kosten“ der Arbeitslosigkeit?
Dies sind psychische und soziale Folgen wie Statusverlust, soziale Stigmatisierung und der Verlust einer geregelten Tagesstruktur.
Welche Rolle spielen Identitätstheorien in diesem Kontext?
Arbeit stiftet Identität; ihr Verlust führt oft zu einer psychischen Deprivation, da ein wesentlicher Teil der Selbstdefinition wegbricht.
Was war das Ziel der Replikationsstudie?
Die Arbeit überprüft die Ergebnisse der Originalstudie von 1998 mit aktuelleren Paneldaten, um die Robustheit der damaligen Thesen zu bestätigen.
Welche Datenbasis wurde für die Analyse genutzt?
Die Untersuchung basiert auf einem Paneldatensatz für Männer im berufsfähigen Alter (20-64 Jahre) in Westdeutschland.
- Citation du texte
- Julia Zuber (Auteur), 2017, Arbeitslosigkeit und Lebenszufriedenheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496617