Die Leistungsverbesserung der Schüler und die bessere Kontrolle und Übersicht über den Lernprozess sind wichtige Gründe um Selbstreguliertes Lernen mehr im Unterrichtsgeschehen zu thematisieren. Ebenfalls hat der Einfluss auf die Wahrnehmung der eigenen Leistung des Schülers einen hohen Stellenwert.
Das vorliegende Trainingsprogramm des Selbstregulierten Lernens richtet sich an eine Hauptschulstufe einer Lernhilfeschule. Das letzte Halbjahr der Hauptstufe erweist sich als besonders ereignisreich. Die Abschlussprüfungen stehen bald an, gleichzeitig muss der Zukunftsweg gelegt und die Frage, was nach der Schule passiert, geklärt werden. Die Themen Bewerbungen schreiben und Bewerbungsgespräch sollen hierbei fokussiert werden.
Diese Themen werden im Unterrichtsfach Arbeitslehre behandelt. Das Unterrichtsfach Arbeitslehre kennzeichnet sich weitestgehend dadurch, dass es lebenspraktische Inhalte, unterschiedliche Methoden und projektorientierten Unterricht vermittelt, die einen erfolgreichen Übergang ermöglichen. Dabei ist eine Zusammenarbeit mit mehreren Instanzen, wie beispielsweise Betrieben, Beratungsstellen, aber auch den Eltern notwendig.
Inhaltsverzeichnis
2. Einleitung
3. Trainingsprogramm
4. Motivation:
5. Durchhalten
6. Umgang mit Fehlern
7. Individuelle Bezugsnorm und Reflexion
8. Abschluss
9. Reflexion:
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit hat zum Ziel, ein strukturiertes Trainingsprogramm zum selbstregulierten Lernen zu entwickeln und dieses spezifisch für den Unterricht im Fach Arbeitslehre an einer Lernhilfeschule anzuwenden, um die Schüler optimal auf den Übergang in das Berufsleben vorzubereiten.
- Förderung der Selbstregulationskompetenz bei Hauptstufenschülern
- Systematische Verknüpfung von Lernstrategien mit dem Thema Bewerbung
- Anpassung an heterogene Lernvoraussetzungen und Konzentrationsspannen
- Einsatz von Konzentrations- und Bewegungsübungen zur Lernunterstützung
- Stärkung der Selbstreflexion und individuellen Leistungsbeurteilung
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
„Das Selbstreguliertes Lernen beschreibt die systematische Herangehensweise an eine Lernhandlung.“ Die Leistungsverbesserung der Schüler aber auch die bessere Kontrolle und Übersicht über den Lernprozess, sind nur einige von vielen Merkmalen, die dafür sprechen, Selbstreguliertes Lernen mehr im Unterrichtsgeschehen zu thematisieren. Ebenfalls hat der Einfluss auf die Wahrnehmung der eigenen Leistung des Schülers einen hohen Stellenwert.
Das vorliegende Trainingsprogramm des Selbstregulierten Lernens richtet sich an eine Hauptschulstufe einer Lernhilfeschule. Hierbei soll systematisch Gebrauch, bezogen auf das Thema „Bewerbungen“ gemacht werden.
Das letzte Halbjahr der Hauptstufe erweist sich als besonders ereignisreich. Die Abschlussprüfungen stehen bald an, gleichzeitig muss der Zukunftsweg gelegt und die Frage, was nach der Schule passiert, geklärt werden. Die Themen „Bewerbungssuche auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz“, „Bewerbungen schreiben“ und „Bewerbungsgespräch“ sollen hierbei fokussiert werden. Diese Themen werden im Unterrichtsfach Arbeitslehre behandelt. Das Unterrichtsfach Arbeitslehre kennzeichnet sich weitestgehend dadurch, „[…] indem es lebenspraktische Inhalte, unterschiedliche Methoden und projektorientierten Unterricht vermittelt, die einen erfolgreichen Übergang ermöglichen.“ Dabei ist eine Zusammenarbeit mit mehreren Instanzen, wie beispielsweise Betrieben, Beratungsstellen, aber auch den Eltern notwendig.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Es wird die Relevanz des selbstregulierten Lernens dargelegt und das Trainingsprogramm für eine Hauptschulstufe an einer Lernhilfeschule im Fach Arbeitslehre verortet.
Trainingsprogramm: Dieser Abschnitt erläutert die verschiedenen Module des Trainings, angefangen bei Zielsetzung und Planung.
Motivation: Hier werden Strategien vorgestellt, um Lernhürden zu überwinden und Schüler zur eigenständigen Arbeit zu motivieren.
Durchhalten: Das Kapitel befasst sich mit der Aufrechterhaltung der Konzentration und dem Umgang mit Störfaktoren während der Lernphase.
Umgang mit Fehlern: Es wird vermittelt, wie Fehler als Lernchancen begriffen und durch Checklisten korrigiert werden können.
Individuelle Bezugsnorm und Reflexion: Der Fokus liegt auf dem Vergleich der eigenen Fortschritte statt auf einem zwischenschülerlichen Wettbewerb sowie der Bedeutung der Reflexion.
Abschluss: Eine Zusammenfassung des Programms und der langfristigen Implementierungsmöglichkeiten wie der Einsatz von Lerntagebüchern.
Reflexion: Eine abschließende Betrachtung des gesamten Konzepts und der Rolle der Lehrkraft als Vorbild.
Schlüsselwörter
Selbstreguliertes Lernen, Arbeitslehre, Lernhilfeschule, Bewerbungstraining, Hauptstufe, Lernstrategien, Zielsetzung, Planung, Motivation, Durchhalten, Fehlerkultur, Individuelle Bezugsnorm, Selbstreflexion, Konzentrationsübungen, Berufsorientierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt ein konkretes Trainingsprogramm für Schüler einer Lernhilfeschule vor, um durch selbstreguliertes Lernen eine bessere Vorbereitung auf das Berufsleben und den Bewerbungsprozess zu ermöglichen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen Zielsetzung, Planung, Motivationssteigerung, Durchhaltevermögen, den konstruktiven Umgang mit Fehlern sowie die Reflexion der eigenen individuellen Leistung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung von Lernstrategien, die den Schülern helfen, ihr eigenes Lernverhalten besser zu verstehen und selbstständig zu steuern, um den Übergang von der Schule in den Beruf erfolgreich zu gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um ein praxisorientiertes Trainingskonzept, das auf strukturierten Sequenzplänen basiert und wissenschaftliche Ansätze des selbstregulierten Lernens auf die Lebenswelt von Hauptschülern überträgt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Unterrichtseinheiten, die jeweils theoretische Impulse, praktische Übungen und anschließende Zusammenfassungen enthalten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Selbstregulation, Arbeitslehre, individuelle Bezugsnorm, Lernhilfeschule und Bewerbungskompetenz.
Warum ist das Thema "Bewerbung" als Anker gewählt worden?
Das Thema Bewerbung ist für Schüler am Ende der Hauptstufe hochrelevant und praxisnah, was die abstrakte Anwendung von Lernstrategien erleichtert und direkt auf aktuelle Lebensaufgaben überträgt.
Welche Rolle spielen Lerntagebücher?
Lerntagebücher dienen dazu, das Lernverhalten der Schüler langfristig zu reflektieren und die Entwicklung der eigenen Fortschritte intensiv zu dokumentieren.
Wie geht die Arbeit mit der Heterogenität der Schülerschaft um?
Durch klare Strukturen, wiederkehrende Abläufe, Konzentrationsübungen und differenzierte Aufgabenstellungen wird versucht, den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen gerecht zu werden.
Wie soll das Gelernte langfristig verankert werden?
Das Programm setzt auf die regelmäßige Nutzung von Modellen, das kontinuierliche Überarbeiten von Zielen und die Vorbildfunktion der Lehrkraft.
- Citation du texte
- cyn Wen (Auteur), 2017, Selbstreguliertes Lernen im Unterricht fördern. Anwendung im Unterrichtsfach Arbeitslehre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496655