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Dispositive im Vergleich. Unterschiede und Parallelitäten der Unterwelt im Film "12 Monkeys" und Platons "Höhlengleichnis"

Title: Dispositive im Vergleich. Unterschiede und Parallelitäten der Unterwelt im Film "12 Monkeys" und Platons "Höhlengleichnis"

Term Paper , 2019 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Paul Hoheisel (Author)

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In der vorliegenden Arbeit sollen die Dispositive zweier fiktiven Geschichten, welche in ihrer Entstehung über 2000 Jahre auseinanderliegen, verglichen werden. Als Basis dieses Vergleichs, dient Gilliams Film "12 Monkeys" der mit Platons "Höhlengleichnis" verglichen wird.

Zuvörderst werden die beiden Geschichten kurz beschrieben, anschließend wird der Begriff des Dispositivs erläutert, die beiden Hauptprotagonisten in ebendieses eingeordnet und abschließend verglichen. Da der Begriff des Dispositivs vielschichtig ist und viel Spielraum lässt, wird er hier lediglich in der in Kapitel 4 definierten Form, als Grundlage für den vorliegenden Vergleich, behandelt. Platons Höhlengleichnis ist wohl eines der meistzitiertesten und berühmtesten philosophischen Werke der Menschheit und dadurch vielseitig auslegbar. Die Einordnung des Dispositivs und der damit verbundene Ansatz wird hier in der Arbeit definiert.

Sowohl Gilliam als auch Platon sind in ihren Bereichen Koryphäen, inwieweit sich Parallelitäten und Unterschiede eines modernen Films und eines Antiken Gleichnisses aufzeigen, wird folgend gezeigt. Eine zusammenfassende Stellungnahme zu Begrifflichkeiten und Medien schließen die Arbeit ab.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Gilliams „12 Monkeys”

3. Platons „Höhlengleichnis”

4. Das Dispositiv

4.1 Einordnung des Hauptprotagonisten James Cole in das Dispositiv

4.2 Einordnung des Hauptprotagonisten „der Erleuchtete” in das Dispositiv

5. Vergleich der Dispositive des James Cole und „des Erleuchteten”

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Dispositive zweier zeitlich weit auseinanderliegender Erzählungen – Gilliams Film 12 Monkeys und Platons Höhlengleichnis – um Parallelitäten und Unterschiede in der Darstellung von Macht, Wissen und der Suche nach Wahrheit zu analysieren.

  • Analyse des Dispositivbegriffs nach Michel Foucault
  • Untersuchung der Hauptprotagonisten James Cole und „der Erleuchtete”
  • Vergleich von Gefangenschaft und Wissensbegrenzung in verschiedenen Realitäten
  • Herausarbeitung der motivischen Ähnlichkeiten beim Scheitern der Wissenssuche

Auszug aus dem Buch

4. Das Dispositiv

Zuvörderst sei der Terminus des Dispositivs zu klären; der Wortstamm wurzelt im französischen: dispositif = Vorkehrung, Einrichtung, Anordnung. Der Begriff des Dispositivs wurde vom französischen Philosophen, Psychologen und Soziologen Michel Foucault eingeführt und als Netz zwischen heterogenen Elementen, welches geknüpft werden kann beschrieben. Der Begriff wird von Foucault vielschichtig gebraucht, er soll „[...] die Natur der Verbindungen deutlich machen und eine Art von Formation sein, deren Hauptfunktion zu einem gegeben historischen Zeitpunkt darin besteht, auf einen Notstand zu Antworten.”

Foucault erwähnt bezüglich des Dispositivs, dass es „[...] immer in ein Spiel der Macht eingeschrieben, immer aber auch an eine Begrenzung (des Wissens) [...]” gebunden ist. Um den Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht zu sprengen, wird der Begriff hier, als Basis für einen Vergleich der Unterwelt von 2035 in Gilliams 12 Monkeys und der Höhle in Platons Höhlengleichnis, etwas reduziert betrachtet. Demzufolge soll das Dispositiv in dieser Arbeit unter besonderer Berücksichtigung der Anordnungen der jeweiligen Hauptprotagonisten zu ihrer Lokalisation, deren Verbindungen, Suche nach Antwort und Stellung innerhalb eines Machtverhältnisses untersucht und verstanden werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in den Vergleich zwischen Gilliams Science-Fiction-Film und Platons philosophischem Gleichnis ein, definiert das methodische Vorgehen und den Dispositivbegriff.

2. Gilliams „12 Monkeys”: Dieses Kapitel bietet eine inhaltliche Zusammenfassung des Films 12 Monkeys, inklusive der apokalyptischen Ausgangssituation von 2035 und der Zeitreisen des Protagonisten James Cole.

3. Platons „Höhlengleichnis”: Hier wird das Höhlengleichnis erläutert und die philosophische Zweiweltenlehre zwischen der sichtbaren Realität und der Ideenwelt dargestellt.

4. Das Dispositiv: Das Kapitel definiert den theoretischen Rahmen nach Foucault und ordnet James Cole sowie den Erleuchteten in ihre jeweiligen Dispositive ein.

5. Vergleich der Dispositive des James Cole und „des Erleuchteten”: Eine direkte Gegenüberstellung der beiden Protagonisten, die aufzeigt, wie beide als Gefangene in einer Unterwelt ähnliche Schicksale und Wissensbegrenzungen teilen.

6. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass trotz unterschiedlicher Epochen und Medien das verbindende Motiv des suchenden Protagonisten, der am Ende an der Erkenntnis scheitert, in beiden Werken zentral ist.

Schlüsselwörter

Dispositiv, Michel Foucault, 12 Monkeys, Terry Gilliam, Platons Höhlengleichnis, James Cole, Machtverhältnisse, Wissensbegrenzung, Wahrheit, Unterwelt, Zeitreise, Erkenntnistheorie, Zweiweltenlehre, Philosophie, Filmwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit vergleicht die Machtstrukturen und Erkenntnisbedingungen in Gilliams Film 12 Monkeys mit Platons klassischem Höhlengleichnis.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Analyse konzentriert sich auf die Begriffe Macht, Wissen, Realität und das philosophische Konstrukt des Dispositivs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, trotz der großen zeitlichen Distanz zwischen den Werken, strukturelle Parallelitäten in der Darstellung von gefangenen Protagonisten aufzudecken.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt den Dispositivbegriff nach Michel Foucault als theoretische Basis, um die Charaktere in ihren jeweiligen narrativen Umgebungen zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Nach der Einführung in die zwei Werke und das theoretische Konzept werden die Protagonisten James Cole und der Erleuchtete aus Platons Gleichnis detailliert in ihre Dispositive eingeordnet und verglichen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Dispositiv, Erkenntnistheorie, Machtverhältnisse und die Analyse von Film und Philosophie beschreiben.

Welche Rolle spielt der Tod für die Protagonisten in den behandelten Werken?

Sowohl bei Platon als auch bei Gilliam stellt der Tod den Endpunkt der Suche nach Wahrheit dar und fungiert als Antwort auf das System der Gefangenschaft.

Inwiefern beeinflussen die Flashbacks das Verständnis von James Cole?

Die Flashbacks dienen als einzige Verbindung von Cole zur Außenwelt und sind essenziell für die zeitschleifenartige Struktur seines Schicksals.

Wie unterscheidet sich die Außenwelt bei Cole von der Platons?

Während der Erleuchtete nur eine einzige Außenwelt ergründet, ist die "Außenwelt" für Cole durch verschiedene Zeitebenen und eine post-apokalyptische Realität wesentlich komplexer fragmentiert.

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Details

Title
Dispositive im Vergleich. Unterschiede und Parallelitäten der Unterwelt im Film "12 Monkeys" und Platons "Höhlengleichnis"
College
http://www.uni-jena.de/  (Philosophische Fakultät)
Grade
1,7
Author
Paul Hoheisel (Author)
Publication Year
2019
Pages
15
Catalog Number
V497317
ISBN (eBook)
9783346010513
ISBN (Book)
9783346010520
Language
German
Tags
Dispositive im Vergleich: Unterschiede und Parallelitäten der Dispositive der Unterwelt in Gilliams 12 Monkeys und Platons Höhle im Höhlengleichnis.
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paul Hoheisel (Author), 2019, Dispositive im Vergleich. Unterschiede und Parallelitäten der Unterwelt im Film "12 Monkeys" und Platons "Höhlengleichnis", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497317
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