Ziel dieser Arbeit ist eine Bewertung der aktuellen sowie zukünftigen Situation der Virtualität im Arbeitsleben und deren Einfluss auf Auslandsentsendungen. Des Weiteren soll ein Ausblick in die zukünftigen Entwicklungen in diesem Bereich ermöglicht werden, der die Formulierung von Trends erlaubt. Um dies zu bewerkstelligen, wird neben einer theoretischen Beleuchtung des Themas auch die Meinung von Experten aus verschiedenen Fachgebieten herangezogen.
Auslandsentsendungen stellen ein wichtiges Konzept dar, um ausländische Niederlassungen zu gründen, zu kontrollieren und weiterzuentwickeln. Für verschieden lange Zeiträume werden Mitarbeiter aus unterschiedlichen Gründen weltweit entsandt und agieren im Gastland in unterschiedlichen Verhaltensmustern. Die technischen Entwicklungen innerhalb der letzten Jahre sind in jeder Branche und auch im Privaten deutlich sichtbar – künstliche Intelligenz, Robotik und Automatisierung von Prozessen sind längst in den Alltag integriert. Auch bei der Kommunikation zeichnet sich ein deutlicher Wandel ab, was bereits zu tiefgreifenden Veränderungen in vielen Bereichen fuhrt und weiterhin führen wird. In dieser Arbeit werden Auswirkungen dieses Wandels auf das Konzept der Auslandsentsendung erörtert und diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 Relevanz des Themas und Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. HERMENEUTISCHER BEZUGSRAHMEN
2.1 Begriffsbestimmung Digitalisierung
2.2 Begriffsbestimmung virtuelle Kommunikation
2.3 Begriffsbestimmung Auslandsentsendung
2.3.1 Arten der Auslandsentsendung
2.3.1.1 LTA
2.3.1.2 STA
2.3.1.3 Pendlerlösung/Rotierende Assignments
2.3.1.4 Frequent Flyers
2.3.2 Gründe der Auslandsentsendung nach Edström und Galbraith
2.3.2.1 Position Filling
2.3.2.2 Management Development
2.3.2.3 Organisational Development
2.3.3 Rollen der Expatriates nach Harzing
2.3.3.1 Bears
2.3.3.2 Bumble-Bees
2.3.3.3 Spiders
2.4 Begriffsbestimmung Kulturdimensionen
3. ALLGEMEINE TRENDS IN DER BISHERIGEN FORSCHUNG
3.1 Interkulturelle Seminare zur Vorbereitung
3.2 Virtuelle Teams
3.3 Trends Auslandsentsendungen
4. ZWISCHENFAZIT
5. METHODISCHES VORGEHEN
5.1 Konzept des induktiven Verfahrens
5.2 Leitfadengestütztes Experteninterview
5.3 Sample und Befragung
5.4 Datenaufbereitung
6. ERGEBNISSE
6.1 Deskriptive Ergebnisse
6.1.1 Informationen zur Entsendung
6.1.2 Kommunikation
6.1.3 Entwicklungen und Trends
6.2 Interpretation der Ergebnisse
6.2.1 Ablösung von Entsendungen durch virtuelle Kommunikation
6.2.2 Betroffene Expatriate-Typen
6.3 Implikationen und Limitationen
7. SCHLUSSBETRACHTUNG
7.1 Fazit
7.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit bewertet die aktuelle und zukünftige Situation virtueller Kommunikation im Arbeitsleben und deren Einfluss auf Auslandsentsendungen. Dabei wird erforscht, inwieweit virtuelle Kommunikation das Konzept der physischen Entsendung ablösen kann, welche Expatriate-Typen hiervon besonders betroffen sind und welche Trends sich für die internationale Arbeitswelt ableiten lassen.
- Einfluss der Digitalisierung und virtueller Kommunikation auf das Konzept der Auslandsentsendung.
- Analyse der verschiedenen Expatriate-Typen und deren Rollen im Kontext von Kontrolle und Wissensmanagement.
- Untersuchung der Bedeutung persönlicher Präsenz versus virtueller Kollaboration (z.B. virtuelle Teams).
- Evaluation zukünftiger Entwicklungen, wie der Einsatz von Virtual und Augmented Reality.
- Berücksichtigung von Einflussfaktoren wie Kulturdimensionen und Nachhaltigkeitsaspekten.
Auszug aus dem Buch
1.1 Relevanz des Themas und Problemstellung
Es stellt sich daher die Frage, wie die Prognose von steigenden Entsendungszahlen in Bezug auf die eben genannten aktuellen Entwicklungen interpretiert werden kann. Vor allem junge Mitarbeiter zieht es immer häufiger ins Ausland, sei es, um neue Erfahrungen zu sammeln oder ihre Karriere voranzutreiben. Auch die Wettbewerbsfähigkeit verlangt von Unternehmen mit den Trends zu gehen (vgl. Finaccord 2018, Muhr et al. 2018). Interessant ist demnach, wie sich die im vorigen Abschnitt diskutierten Ziele der Arbeitgeber, die Wünsche der zukünftigen Arbeitnehmer sowie die Entwicklungen in der virtuellen Kommunikation und Entsendung in Zukunft in Relation zueinander setzen lassen. Wichtig ist die ganzheitliche Betrachtung der verschiedenen Faktoren, um ein Abbild der aktuellen Lage zu erhalten und um Vorhersagen der weiteren Entwicklung treffen zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Auslandsentsendungen, Definition der Problemstellung und Erläuterung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit.
2. HERMENEUTISCHER BEZUGSRAHMEN: Theoretische Fundierung durch Begriffsbestimmungen zu Digitalisierung, virtueller Kommunikation, Auslandsentsendungen und Kulturdimensionen.
3. ALLGEMEINE TRENDS IN DER BISHERIGEN FORSCHUNG: Zusammenfassung aktueller Literatur zu interkulturellen Seminaren, virtuellen Teams und allgemeinen Entwicklungen in der Entsendungspraxis.
4. ZWISCHENFAZIT: Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse als Grundlage für den empirischen Forschungsteil.
5. METHODISCHES VORGEHEN: Beschreibung des induktiven Forschungsansatzes und des leitfadengestützten Experteninterviews als empirische Basis.
6. ERGEBNISSE: Deskriptive Auswertung der Experteninterviews sowie Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich der Forschungsfragen.
7. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassendes Fazit der Arbeit und Ausblick auf zukünftige Relevanz des Themas.
Schlüsselwörter
Auslandsentsendung, Virtuelle Kommunikation, Digitalisierung, Expatriates, Interkulturelles Management, Virtuelle Teams, Wissensmanagement, Standortneugründung, Personalentwicklung, Industrie 4.0, Globalisierung, Kulturdimensionen, Change Management, Arbeitnehmerentsendung, Qualifizierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einfluss der zunehmenden Digitalisierung und virtuellen Kommunikation auf das klassische Konzept der physischen Auslandsentsendung von Mitarbeitern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Feldern zählen die Auswirkungen technischer Neuerungen, die Veränderung der Entsendungspraxis, die Rolle von Unternehmenskultur sowie die Bedeutung des Wissenstransfers.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es zu bewerten, inwieweit virtuelle Kommunikation die Notwendigkeit von Auslandsentsendungen reduziert oder deren Art verändert und Trends für die Zukunft aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde ein induktives Verfahren in Form von qualitativen, leitfadengestützten Experteninterviews gewählt, die nach Mayring strukturiert ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bezugsrahmen, eine Trendanalyse der Forschung, eine detaillierte methodische Vorgehensweise und die Auswertung sowie Interpretation empirischer Daten aus Experteninterviews.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Auslandsentsendung, Virtuelle Kommunikation, Expatriates, Wissenstransfer und Interkulturelles Management.
Inwiefern beeinflusst der Faktor "Nachhaltigkeit" die Ergebnisse?
Nachhaltigkeit wird von den Experten als zunehmend wichtiger Einflussfaktor genannt, der zur Reduzierung von Dienstreisen anregen könnte, wobei wirtschaftliche Interessen momentan noch dominieren.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei Entsendungen?
Sie gilt als essenziell, da sie nicht nur den Wissenstransfer steuert, sondern auch sicherstellt, dass Qualitätsstandards (z.B. Premium-Anspruch) an ausländischen Standorten konsistent umgesetzt werden.
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- Ariana Reinecke (Author), 2019, Die Auswirkungen virtueller Kommunikation auf Auslandsentsendungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497975