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Das Konzept der "World Polity". Eine einführende Darstellung

Titre: Das Konzept der "World Polity". Eine einführende Darstellung

Dossier / Travail , 2017 , 13 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Tim Lerner (Auteur)

Politique - Généralités sur la politique internationale
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Ziel dieser Arbeit ist es, das Konzept der World Polity im Sinne einer Einführung übersichtlich darzustellen.

Die intensive Vernetzung der Staaten auf internationaler Ebene trat in den vergangen Jahren zunehmend in den Blick von Kultur, Politik sowie Wissenschaft. Das Stichwort der Weltgesellschaft ist fast schon zu einem geflügelten Wort geworden. Unter dem Schlagwort der World Polity, im deutschsprachigen Raum häufig als Weltkultur übersetzt, haben Meyer et. al. seit den 1970er Jahren ein einflussreiches Konzept vorgelegt, dass in der Folge von einer Vielzahl Forschern ausdifferenziert und empirisch untermauert wurde. Fokuspunkt der Arbeiten ist dabei eine simple Beobachtung: Die Strukturen von Staaten (und Organisationen) ähneln sich formal in vielen Punkten. Besonders seit 1945 gleichen sie sich zunehmend an und richten sich in einem Rationalisierungsprozess an westlichen Prinzipien, etwa wie Rechtsstaatlichkeit, aus.

Illustrieren kann man dies, Meyer folgend, anhand des Beispiels einer fiktiven neu entdeckten Inselgesellschaft. Würde eine solche Gesellschaft in Kontakt mit den anderen Staaten kommen, so würde sie, so die Prognose, schnell bekannte Strukturen von Staatlichkeit entwickeln, es würden Ministerien gegründet, staatsbürgerliche Rechte verliehen und standardisiert. Niemand kann sich auf ein Inseldasein zurückziehen. Das Modell der World Polity sucht zu erklären, warum dies so ist und zu prognostizieren, unter welchen Voraussetzungen es voraussichtlich zu Anpassungsprozessen kommen wird. Hierzu entwickeln die Autoren eine neofunktionalistische theoretische Ausrichtung, welche bei der Wechselwirkung von Akteuren einerseits und Strukturen andererseits ansetzt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept der „World Polity“

2.1 Zentrale Begriffe

2.2 Modell und Mechanismen: Mythen, Isomorphie, Entkopplung

2.3 Kritische Würdigung der Theorie

2.4 Die Rolle des Staates

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das neofunktionalistische Konzept der World Polity in einer übersichtlichen, einführenden Darstellung zu erläutern und dabei die zentralen theoretischen Mechanismen sowie die Rolle des Nationalstaats innerhalb dieses Modells kritisch zu beleuchten.

  • Grundlagen des World Polity-Konzepts
  • Zentrale Begriffsdefinitionen (Kultur und Institutionen)
  • Mechanismen der Strukturbildung (Mythen, Isomorphie, Entkopplung)
  • Kritische Reflexion des neofunktionalistischen Ansatzes
  • Transformation der Rolle des Nationalstaats im globalen System

Auszug aus dem Buch

2.2 Modell und Mechanismen: Mythen, Isomorphie, Entkopplung

Ausgangspunkt des theoretischen Modells Meyers ist die Beobachtung von strukturellen Ähnlichkeiten, auch Isomorphien genannt, auf weltgesellschaftlicher Ebene, welche sich vorrangig an westlichen Prinzipien orientieren. Zu bemerken sind sind diese in verschiedensten Bereichen. Im Staatsaufbau, im Bildungssystem oder bei staatsbürgerlichen Rechten. Hierbei ist zu beachten, dass diese Ähnlichkeiten nicht als Entwicklung zur Gleichheit mißverstanden werden sollten. So stellt Wobbe mit Blick auf die zu klärende Fragestellung fest: „Die Fragestellung lautet […], wie das Phänomen der kulturellen und institutionellen Isomorphie, also eine Strukturähnlichkeit in unterschiedlichen Lokalitäten, trotz der sozialen, ökonomischen und politischen Heterogenität dieser Länder zu erklären ist: Warum sind staatliche Organisationsformen der Verwaltung oder Komponenten des politischen und Militärsystems in industriell hoch und niedrig entwickelten Ländern ähnlich?“.

Um diese Frage beantworten zu können, haben Meyer und seine Forschungsgruppe zahlreiche empirische Studien durchgeführt, welche vor allem quantitativ ausgerichtet waren und Daten auf einer hoch aggregierten Ebene über lange Zeiträume analysiert haben. Bevor hierauf jedoch genauer eingegangen wird, sind noch einige wichtige Elemente des Konzepts der World Polity zu klären. Eine Schlüsselfunktion kommt den Begriffen Mythen, Isomorphie und Entkopplung zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zunehmende internationale Vernetzung ein und stellt das World Polity-Konzept als Erklärungsrahmen für die formale Ähnlichkeit von Staaten weltweit vor.

2. Das Konzept der „World Polity“: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Fundamente, inklusive der Begriffsbestimmungen, der Mechanismen Mythen, Isomorphie und Entkopplung sowie der spezifischen Rolle des Staates.

3. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont das Potenzial des Konzepts zur Erklärung isomorpher Strukturen trotz bestehender Kritikpunkte.

Schlüsselwörter

World Polity, Weltkultur, Neo-Institutionalismus, Isomorphie, Mythen, Entkopplung, Nationalstaat, Weltgesellschaft, Legitimität, Rationalisierung, soziale Strukturen, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine einführende Übersicht zum soziologischen Konzept der World Polity, welches erklärt, warum sich staatliche Strukturen weltweit zunehmend angleichen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Annahmen Meyers, die Bedeutung von Kultur und Institutionen sowie die Mechanismen, durch die Staaten formale Ähnlichkeiten entwickeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine verständliche Aufarbeitung des World Polity-Modells sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Rolle des Nationalstaats innerhalb dieses theoretischen Rahmens.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende Forschungsergebnisse und Konzepte des Neo-Institutionalismus systematisch zusammenführt und diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Darstellung der zentralen Mechanismen (Mythen, Isomorphie, Entkopplung), eine kritische Würdigung der Theorie und die Analyse der Rolle des Staates.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie World Polity, Isomorphie, Entkopplung und den neofunktionalistischen Ansatz des Neo-Institutionalismus geprägt.

Was genau bedeutet der Begriff „Entkopplung“ im Kontext dieser Theorie?

Entkopplung beschreibt die Strategie von Organisationen, formale Vorgaben lediglich symbolisch zu übernehmen, ohne dass diese die tatsächlichen Kernaktivitäten der Organisation grundlegend verändern.

Wie unterscheidet sich das Staatsverständnis von der klassischen Staatenlehre?

Während die klassische Lehre Staaten als autonome Einheiten (Volk, Territorium, Gewalt) definiert, betrachtet das World Polity-Modell den Staat eher als Adressat globaler Normen und strukturierendes Subsystem.

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Résumé des informations

Titre
Das Konzept der "World Polity". Eine einführende Darstellung
Université
University of Duisburg-Essen
Note
1,7
Auteur
Tim Lerner (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
13
N° de catalogue
V497992
ISBN (ebook)
9783346022738
ISBN (Livre)
9783346022745
Langue
allemand
mots-clé
Weltkultur World Politiy Staatsaufgaben Meyer Mythen Isomorphie Entkopplung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tim Lerner (Auteur), 2017, Das Konzept der "World Polity". Eine einführende Darstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497992
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Extrait de  13  pages
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