Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf das wirtschaftliche Handeln, die bestehenden Geschäftsmodelle sowie die Marktpositionierungen. Am fiktiven Beispiel eines Unternehmens aus der Verlagsbranche erläutert sie, wie der Begriff des Geschäftsmodells in Form des sogenannten "Business Model Canvas" für diese Organisation angewandt werden kann. Darauf aufbauend werden Hypothesen zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf das bestehende Geschäftsmodell des Unternehmens entwickelt, wobei diejenigen im Vordergrund stehen sollen, die die vermeintlich größten Veränderungen hervorrufen könnten. Abschließend wird auf der Basis einer Theorie zur Entstehung von Wettbewerbsvorteilen untersucht, ob von einer essentiellen Bedrohung des Geschäftsmodells des Unternehmens durch die Digitalisierung auszugehen ist.
Die Digitalisierung gehört, neben Themen wie der Globalisierung, dem Demographischen Wandel oder der Urbanisierung, zu den prägenden Megatrends unseres Zeitalters. Betrachtet man allein die Entwicklung der weltweiten Internetnutzer zwischen 2016 und 2021, so wird deutlich, welches Tempo der Megatrend Digitalisierung in diesem Bereich innehat. Waren laut eMarketer (2017) im Jahre 2016 erst etwa 44,6 % (ca. 3,26 Mrd. Menschen) der Weltbevölkerung online, so werden es im Jahr 2021 bereits 53,7 % (ca. 4,14 Mrd. Menschen) sein (Prognose) - mehr als die Hälfte der weltweiten Population.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau und Gliederung der Arbeit
2 Wichtige Begriffe, Modelle und Theorien in der digitalen Ökonomie
2.1 Der Begriff Geschäftsmodell
2.2 Das Geschäftsmodell im Business Model Canvas
2.3 Der Begriff Digitalisierung
2.4 Grundsätzlich mögliche Auswirkungen der Digitalisierung auf bestehende Geschäftsmodelle
2.5 Der Begriff Wettbewerbsvorteil
2.6 Drei Theorien zur Entstehung von Wettbewerbsvorteilen
2.6.1 Die Positionierungsschule
2.6.2 Die Ressourcen-, Fähigkeiten- und Wissenorientierung
2.6.3 Die Transaktionskostentheorie
3 Die Freizeit Verlag GmbH unter dem Einfluss der Digitalisierung
3.1 Das bisherige Geschäftsmodell der FVG im BMC
3.2 Fünf Hypothesen zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf das Geschäftsmodell der FVG
3.3 Ist das Geschäftsmodell der FVG essentiell bedroht?
4 Kritische Diskussion
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Auswirkungen der Digitalisierung auf das Geschäftsmodell traditioneller Unternehmen am Beispiel der fiktiven Freizeit Verlag GmbH. Ziel ist es, unter Anwendung des „Business Model Canvas“ und theoretischer Ansätze zur Wettbewerbsvorteil-Generierung aufzuzeigen, wie digitale Disruptionen etablierte Geschäftsmodelle bedrohen und welche notwendigen strategischen Anpassungen sich daraus ergeben.
- Grundlagen des „Business Model Canvas“ in der digitalen Ökonomie.
- Systematische Analyse von Digitalisierungseffekten auf Geschäftsmodellelemente.
- Theoretische Fundierung von Wettbewerbsvorteilen in Zeiten des digitalen Wandels.
- Entwicklung von Hypothesen zur Transformation der Freizeit Verlag GmbH.
- Bewertung der existenziellen Bedrohung durch digitale Wettbewerber.
Auszug aus dem Buch
Mögliche Auswirkungen auf das Werteversprechen (WV)
Die fortschreitende Digitalisierung kann laut Mettig (2017) zur Folge haben, dass ehemals analoge Produkte oder Dienstleistungen durch digitale Angebote ersetzt werden oder dass einzelne Stufen der Wertschöpfung für ein Produkt oder eine Dienstleistung entfallen (Kapitel 4.1.2, Absatz 1). Dies kann dazu führen, dass Unternehmen ihr bisheriges Werteversprechen und damit ihre Geschäftsgrundlage verlieren. Allerdings kann die Entwicklung, Nutzung und geschickte Kombination neuer digitaler Technologien auch dazu führen, dass Unternehmen für sich völlig neue oder zusätzliche Werteversprechen entwickeln, die ihre Geschäftsgrundlage erneuern oder verbreitern.
Mettig (2017) führt weiter aus, dass die Digitalisierung auch die Vergleichbarkeit von Werteversprechen verschiedener Anbieter, also die Markttransparenz für die Kunden, erhöht und digitalisierte, effizienter gestaltete Prozesse die Markteintrittsbarrieren für neue Anbieter deutlich senken (Kapitel 4.1.2, Absatz 2-3). Diese Aspekte beeinflussen stark das Werteversprechen bestehender Geschäftsmodelle und zwingen Unternehmen, dieses zu überarbeiten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung verortet die Digitalisierung als entscheidenden Megatrend unserer Zeit und definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit, die Auswirkungen auf Geschäftsmodelle am Beispiel eines fiktiven Verlags zu untersuchen.
2 Wichtige Begriffe, Modelle und Theorien in der digitalen Ökonomie: Dieses Kapitel stellt theoretische Grundlagen wie den Business Model Canvas sowie verschiedene Theorien zur Entstehung von Wettbewerbsvorteilen vor, um einen Rahmen für die anschließende Fallstudie zu schaffen.
3 Die Freizeit Verlag GmbH unter dem Einfluss der Digitalisierung: Hier wird das theoretische Wissen auf die Freizeit Verlag GmbH angewandt, indem das Geschäftsmodell analysiert, Hypothesen zur digitalen Transformation entwickelt und die existenzielle Bedrohung durch Wettbewerber diskutiert werden.
4 Kritische Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit, sich systematisch und frühzeitig mit den vielfältigen Auswirkungen der Digitalisierung auf das Geschäftsmodell auseinanderzusetzen.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass die Digitalisierung eine existenzbedrohende Tragweite hat und dass Unternehmen ihre Geschäftsmodelle aktiv und strategisch transformieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Geschäftsmodell, Business Model Canvas, Megatrend, Wettbewerbsvorteil, Freizeit Verlag GmbH, digitale Transformation, Werteversprechen, Aktivitätssystem, Disruption, Printmedien, Strategieentwicklung, Internetökonomie, Innovationsmanagement, Wettbewerberanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den tiefgreifenden Veränderungen durch die Digitalisierung und untersucht deren Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle von Unternehmen, illustriert durch ein Fallbeispiel aus der Verlagsbranche.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Management von Geschäftsmodellen im digitalen Wandel, die Analyse von Wettbewerbsvorteilen und die Bewertung strategischer Handlungsoptionen für traditionelle Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie der Business Model Canvas genutzt werden kann, um die Auswirkungen der Digitalisierung systematisch zu erfassen und die existenzielle Bedrohung für ein Unternehmen zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und wendet diese Erkenntnisse auf ein fiktives Fallbeispiel an, wobei Hypothesen zur strategischen Entwicklung abgeleitet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Digitalisierungsbegriffe und Wettbewerbstheorien sowie eine praktische Analyse der Freizeit Verlag GmbH unter Anwendung des Business Model Canvas.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Digitalisierung, Geschäftsmodell, Business Model Canvas, Wettbewerbsvorteil und digitale Transformation.
Wie unterscheidet sich die Situation der Freizeit Verlag GmbH von digitalen Wettbewerbern?
Digitale Wettbewerber nutzen Social-Media-Mechanismen und Community-Ansätze für nutzergenerierte Inhalte, während die Freizeit Verlag GmbH bisher primär auf ein klassisches, printbasiertes Expertenwissen setzt.
Warum ist das Geschäftsmodell der Freizeit Verlag GmbH laut der Arbeit essentiell bedroht?
Durch neue, technologisch affine Wettbewerber, die Inhalte dezentral und kostengünstig erzeugen, droht das bisherige Geschäftsmodell der FVG obsolet zu werden, sofern keine Weiterentwicklung in Richtung digitaler Angebote erfolgt.
- Arbeit zitieren
- Alexander Lange (Autor:in), 2019, Auswirkung der Digitalisierung auf Geschäftsmodelle. Das Beispiel der fiktiven Freizeit Verlag GmbH, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498088