In Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung steigt der Wettbewerbsdruck auf Anbieter. Neue Unternehmen und Produkte führen zu einer größeren Konkurrenz für etablierte Unternehmen. Dabei spielt vor allem die Entwicklung bestimmter Trends eine entscheidende Rolle. So kommt es immer wieder vor, dass etablierte Unternehmen gewisse Markttendenzen und die daraus resultierenden Chancen und Risiken falsch einschätzen.
Die Liste der lange Zeit erfolgreichen Unternehmen, welche durch das Verkennen oder Unterschätzen von Marktchancen hohe Verluste realisiert haben, ist lang. Die vorliegende Arbeit wird im Kern darüber Aufschluss geben, warum etablierte und
vermeintlich gut geführte Unternehmen in Zeiten eines sich verändernden Marktes scheitern.
Dazu werden im ersten Abschnitt die Problemstellung und deren Auswirkung unter anderem anhand von Beispielen näher erläutert. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die Gründe für ein solches Scheitern dargelegt.
Im Ergebnis erhält der Leser eine umfassende Betrachtung, aus welchen Gründen etablierte und meist langjährig erfolgreiche Unternehmen den Kampf um bahnbrechende Innovationen verlieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Begriffsdefinitionen
2.2. Allgemeine Herausforderungen bei Innovationen
3. Dilemma der Innovation für etablierte Unternehmen
3.1. Besondere Ausgangssituation
3.2. Spezifische Risiken für etablierte Unternehmen
3.3. Scheitern trotz richtigem Management
4. Lösungsansätze
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Ursachen, warum etablierte und langjährig erfolgreiche Unternehmen häufig daran scheitern, bahnbrechende disruptive Innovationen erfolgreich am Markt zu etablieren, und identifiziert Lösungsansätze für ein zukunftsfähiges Innovationsmanagement.
- Analyse des Innovationsbegriffs und dessen Treibern
- Differenzierung zwischen evolutionären und disruptiven Technologien
- Untersuchung der psychologischen und organisatorischen Barrieren in Unternehmen
- Betrachtung von Managemententscheidungen in Phasen der Marktstagnation
- Strategien zur Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für Innovationsprozesse
Auszug aus dem Buch
3.3. Scheitern trotz richtigem Management
Um diesem Dilemma zu entgehen, wäre eine geeignete Investitionspolitik der etablierten Unternehmen notwendig. Doch gerade hier liegt die Schwierigkeit für das Management. So sind disruptive Produkte zunächst in Märkten angesiedelt, in denen die Margen und Losgrößen geringer sind. So ist es naheliegend, in eben die Produkte zu investieren, welche in der Vergangenheit als bewährt und beständig galten bei zudem hohen Gewinnen.
Dies scheitert jedoch gerade mit der Größe des Unternehmens. Je größer ein Unternehmen ist, umso unbedeutender sind Nieschenmärkte für diese Unternehmen. So werden möglicherweise zur Erschließung dieser Nieschenmärkte Kapazitäten gebunden, die im Kernmarkt weit mehr erreichen können. Ein einfaches Zahlenbeispiel verdeutlicht diese Thematik.
Unternehmen A ist in einem Markt etabliert, in dem es 5 Mrd. EUR Umsatz erzielen kann. Für ein Umsatzwachstum von bspw. 10 % benötigt dieses Unternehmen einen Markt, der 500 Mio. EUR Umsatz ermöglicht. Verspricht der sich neu auftuende Nischenmarkt jedoch bspw. nur 25 Mio EUR Umsatz, so ist dies ein Grund, warum Unternehmen A den Markt aus heutiger Sicht möglicherweise vernachlässigen wird und lieber in Technologien investiert, die den Marktanteil im Kerngebiet sicherstellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Wettbewerbsdruck durch Globalisierung und Digitalisierung sowie das Problem etablierter Unternehmen, Markttendenzen falsch einzuschätzen.
2. Grundlagen: Es werden zentrale Begrifflichkeiten geklärt und die allgemeinen Herausforderungen definiert, die Unternehmen bei der Innovationsentwicklung begegnen.
3. Dilemma der Innovation für etablierte Unternehmen: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Risiken und das Scheitern trotz Managementbemühungen, wenn disruptive Innovationen gegenüber dem Kerngeschäft unterschätzt werden.
4. Lösungsansätze: Hier werden strategische Empfehlungen gegeben, wie Unternehmen durch neue Organisationsstrukturen und Ressourcenplanung den Herausforderungen disruptiver Innovationen begegnen können.
5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass neben der strategischen Ausrichtung vor allem die Intuition des Managements und die Bereitschaft zur Veränderung entscheidend für die Zukunftsfähigkeit sind.
Schlüsselwörter
Innovation, Disruptive Technologien, Etablierte Unternehmen, Innovationsmanagement, Wettbewerbsdruck, Marktanteile, Evolutionäre Technologien, Forschung und Entwicklung, Change Management, Unternehmensführung, Marktforschung, Investitionspolitik, Kundennutzen, Wachstumsphase, Innovationsperformance
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung etablierter Unternehmen, im Wettbewerb gegen disruptive Innovationen zu bestehen und ihre Marktposition trotz technologischer Umbrüche zu sichern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Innovationstypen, die organisatorischen Hürden in großen Unternehmen sowie die psychologischen und ökonomischen Aspekte von Managemententscheidungen bei neuen Technologien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Gründe für das Scheitern erfolgreicher Unternehmen bei bahnbrechenden Innovationen aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, um dieses „Innovators Dilemma“ zu überwinden.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Modelle zum Innovationsmanagement und zu Marktprozessen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Analyse der spezifischen Risiken für große Unternehmen sowie die Diskussion von Investitionsentscheidungen und organisatorischen Rahmenbedingungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe disruptive Innovation, Innovationsmanagement, Wettbewerbsfähigkeit und organisationaler Wandel geprägt.
Warum fällt es großen Unternehmen oft schwer, Nischenmärkte zu erschließen?
Aufgrund ihrer Größe sind kleine Nischenmärkte für große Unternehmen oft nicht attraktiv genug, da die potenziellen Erträge im Vergleich zum Kernmarkt vernachlässigbar erscheinen und Ressourcen somit eher in bestehende Geschäftsfelder fließen.
Welche Rolle spielt der Kunde in diesem Dilemma?
Der Kunde spielt eine zwiespältige Rolle, da er einerseits Stabilität und Qualität beim Bestehenden fordert, aber bei einem Wechsel zu neuen Technologien das Unternehmen unter Zugzwang setzt, was wiederum Kapazitäten bindet.
Wie kann eine Organisation ihre Innovationsperformance messbar machen?
Eine Möglichkeit ist die Messung des prozentualen Umsatzanteils, der durch neue Innovationen im Verhältnis zum Gesamtumsatz des Unternehmens erzielt wird.
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- Bachelor of Science Christian Blankenstein (Author), 2018, Dilemma der Innovation für etablierte Unternehmen. Risiken und Lösungsansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498303