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Die Humankapitaltheorie. Herausforderungen in der Ausbildung zum Spitzensportler

Titel: Die Humankapitaltheorie. Herausforderungen in der Ausbildung zum Spitzensportler

Bachelorarbeit , 2018 , 63 Seiten , Note: 5,25

Autor:in: Saana Laaksonlaita (Autor:in)

Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit zielt darauf ab, die Humankapitaltheorie in die Leichtathletik zu übertragen und so strategische Herausforderungen in der Ausbildung zum Spitzensportler in mehreren Disziplinen zu erklären. Die Theorie wird ins Verhältnis zu technischen Veränderungen und zum Marktumfeld gesetzt. Anhand einer empirisch und explorativ ausgelegten Studie wird untersucht, ob und wie häufig die Ausübung einer Disziplin aufgrund von Regel- und Materialänderungen für einen Athleten ineffizient, das heißt die sportliche Leistung sinken wird. Daraus lässt sich erklären, inwiefern der Athlet in spezifisches oder allgemeines Humankapital investieren sollte, um die Ausbildung zum Spitzensportler zu optimieren.

Die Hypothese, dass mit steigender Anzahl an signifikanten Regeländerungen auch mehr in allgemeines Humankapital investiert werden sollte, kann bestätigt werden. Unsichere Märkte führen dazu, dass die Disziplin immer wieder ineffizient für den Athleten wird und spezifisches Humankapital verloren geht. Auch die Menge an spezifischem und allgemeinem Humankapital, die eine Disziplin fordert, und die daraus entstehende Möglichkeit zur Substitution ist ein wichtiges Kriterium der Investitionsentscheidung in Humankapital. In den meisten Disziplinen wurden keine signifikanten Ineffizienzen gefunden, die auf die Regeländerungen in den letzten Jahrzehnten zurückzuführen sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Leichtathletik aus einem ökonomischen Hintergrund

2.1 Die Humankapitaltheorie

2.1.1 Das Grundkonzept der Humankapitaltheorie

2.1.2 Spezifisches vs. allgemeines Humankapital

2.1.3 Quasirente

2.2 Humankapital und Veränderungen

2.3 Aktuelle Entwicklungen zum Humankapital

2.4 Die Ausbildung in der Leichtathletik

3 Beschreibung und Hypothesen zu den Disziplinen

3.1 Speerwurf

3.2 Hammerwurf

3.3 Kugelstoss

3.4 Stabhochsprung

3.5 Hochsprung

3.6 Weitsprung

3.7 Hürdenlauf

3.8 100m-Sprint

4 Empirische Datengrundlage

4.1 Die Grundidee einer empirischen Forschung

4.2 Vorgehen

4.3 Internationale Wettkampfregeln

4.4 Körpermasse

4.5 Störvariablen

5 Ergebnisse

5.1 Speerwurf

5.2 Hammerwurf

5.3 Kugelstoss

5.4 Stabhochsprung

5.5 Hochsprung

5.6 Weitsprung

5.7 Hürdenlauf

5.8 100m-Sprint

6 Datenauswertung

6.1 Ineffizienzen und Implikationen zur Ausbildung nach Disziplinen

6.1.1 Speerwurf

6.1.2 Hammerwurf

6.1.3 Kugelstoss

6.1.4 Stabhochsprung

6.1.5 Hochsprung

6.1.6 Weitsprung

6.1.7 Hürdenlauf

6.1.8 100m-Sprint

6.2 Kritische Reflexion der Auswertung

7 Schlussfolgerungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht strategische Herausforderungen in der Ausbildung zum Spitzensportler in der Leichtathletik unter Anwendung der Humankapitaltheorie, um zu klären, ob Athleten bei sich verändernden Marktbedingungen (Regel- und Materialänderungen) verstärkt in spezifisches oder allgemeines Humankapital investieren sollten.

  • Übertragung der Humankapitaltheorie auf den Spitzensport
  • Explorative Analyse von Körpermaßen und Regeländerungen seit 1920
  • Differenzierung zwischen spezifischem und allgemeinem Humankapital in verschiedenen Disziplinen
  • Untersuchung von Ineffizienzen durch technische und regelbedingte Marktveränderungen
  • Optimierung der Ausbildungsstrategie für Spitzensportler

Auszug aus dem Buch

3.1 Speerwurf

Die Ausbildung im Speerwerfen verläuft im Normalfall über den Ballweitwurf, mit dem schon früh begonnen werden kann. Der Ballweitwurf ist, wie der Speerwurf ein gradliniger Wurf (Swiss Athletics, o.J., vgl. Abbildung). Es wird mit einem 200g schweren Ball geworfen und es können und sollen einige Schritte Anlauf genommen werden (UBS Kids Cup, o.J.). Somit kann schon früh disziplinorientiert trainiert werden.

Ab 16-jährig wird bei den Männern zuerst mit dem 700g-Speer angefangen bis dann ab 18 Jahren mit dem 800g schweren Speer geworfen wird. Ab 14-jährig kann in Ausnahmefällen schon mit einem 600g Speer angefangen werden, was jedoch krafttechnisch in der Pubertät noch keinen Sinn macht. Bei den Frauen wird mit dem 500g schweren Speer begonnen und ab 18-jährig wird auf den 600g-Speer gewechselt (Internationale Wettkampfregeln [IWR], 2016, Regel 193.8).

Die Ausbildung verläuft über mehrere Jahre hinweg, was beim Speerwerfen auch notwendig ist, da viele technische Fertigkeiten gefordert sind und spezifisch investiert werden muss. Daraus wird klar, dass bei Ineffizienzen mehr spezifisches Humankapital verloren geht, als in anderen Disziplinen. Damit kann vorausgesagt werden, dass es für den Athleten strategisch nicht sinnvoll ist, in einem Markt mit vielen signifikanten Veränderungen ausschliesslich in das Speerwerfen zu investieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Regeländerungen in der Leichtathletik ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der optimalen Humankapitalinvestition für Athleten.

2 Leichtathletik aus einem ökonomischen Hintergrund: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis durch die Humankapitaltheorie von Becker und erklärt Begriffe wie spezifisches vs. allgemeines Humankapital, Quasirente und das Hold-up-Problem im Kontext des Spitzensports.

3 Beschreibung und Hypothesen zu den Disziplinen: Hier werden ausgewählte technische Leichtathletik-Disziplinen detailliert beschrieben und Hypothesen abgeleitet, wie Regeländerungen in der jeweiligen Disziplin den Investitionsbedarf in Humankapital beeinflussen.

4 Empirische Datengrundlage: Das Kapitel erläutert das explorative Forschungsdesign, die Vorgehensweise bei der Datenerhebung von Körpermaßen internationaler Athleten sowie die methodische Aufbereitung und statistische Analyse.

5 Ergebnisse: Die Resultate der empirischen Untersuchung werden für jede Disziplin anhand von Graphen dargestellt und sachlich beschrieben, wobei der Fokus auf Trends der Körpermaße in Relation zu Regeländerungen liegt.

6 Datenauswertung: Die erhobenen Daten werden kritisch analysiert, um Ineffizienzen zu identifizieren und Konsequenzen für die Ausbildung zum Spitzensportler abzuleiten, gefolgt von einer Reflexion des Vorgehens.

7 Schlussfolgerungen und Ausblick: Das Fazit bestätigt die Hypothese, dass bei signifikanten Regeländerungen verstärkt in allgemeines Humankapital investiert werden sollte, und gibt Anregungen für zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Humankapital, Humankapitaltheorie, Spitzensport, Leichtathletik, Regeländerungen, Spezifisches Humankapital, Allgemeines Humankapital, Quasirente, Ineffizienz, Empirische Analyse, Ausbildungsstrategie, Körpermaße, Marktsicherheit, Hold-up-Problem, Sportökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit betrachtet den Athleten als Ressource von Humankapital und untersucht strategische Ausbildungswege für Spitzensportler unter dem Einfluss ständiger Regel- und Materialänderungen in der Leichtathletik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Anwendung der Humankapitaltheorie nach Gary S. Becker auf den Leistungssport, die Analyse der Auswirkungen von Regeländerungen auf die Körpermaße von Athleten sowie der daraus resultierende Investitionsbedarf in spezifisches versus allgemeines Humankapital.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, ob es für Athleten strategisch sinnvoller ist, in spezifisches Humankapital (Fokus auf eine Disziplin) oder in allgemeines Humankapital (Fokus auf mehrere Disziplinen) zu investieren, wenn das Marktumfeld durch häufige Regeländerungen unsicher ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine empirische, stark explorativ ausgelegte Analyse. Dabei werden durchschnittliche Körpergrößen und -gewichte von Athleten (Teilnehmer von Welt- und Europameisterschaften sowie Olympischen Spielen seit 1920) in den Kontext von internationalen Wettkampfregeln gesetzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Fundierung die verschiedenen Leichtathletik-Disziplinen einzeln beschrieben. Anschließend erfolgt die empirische Auswertung der Daten sowie die Diskussion der Ineffizienzen und deren Implikationen für die Ausbildung der Athleten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Humankapital, Spitzensport, Leichtathletik, Regeländerungen, Quasirente und die Unterscheidung zwischen spezifischem und allgemeinem Humankapital.

Warum spielt die Körpergröße bei der Analyse eine wichtige Rolle?

Die Körpergröße und das Körpergewicht dienen als Indikatoren dafür, ob eine Disziplin für einen Athleten aufgrund von Regeländerungen "ineffizient" wird. Signifikante Abweichungen der Durchschnittswerte deuten darauf hin, dass bestimmte Athletentypen durch Regulierungen benachteiligt werden könnten.

Wie lautet die zentrale Schlussfolgerung für die Athleten?

Die Hypothese kann bestätigt werden: Je mehr Regeländerungen einen signifikanten Einfluss auf den Athletenkörper haben, desto sinnvoller ist es, in allgemeines Humankapital zu investieren, um das Risiko eines Wissensverlusts bei Marktveränderungen zu minimieren.

Ende der Leseprobe aus 63 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Humankapitaltheorie. Herausforderungen in der Ausbildung zum Spitzensportler
Hochschule
Universität Zürich
Note
5,25
Autor
Saana Laaksonlaita (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
63
Katalognummer
V498964
ISBN (eBook)
9783346032409
ISBN (Buch)
9783346032416
Sprache
Deutsch
Schlagworte
humankapitaltheorie herausforderungen ausbildung spitzensportler Leichtathletik Sportökonomie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Saana Laaksonlaita (Autor:in), 2018, Die Humankapitaltheorie. Herausforderungen in der Ausbildung zum Spitzensportler, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498964
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Leseprobe aus  63  Seiten
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