Das Ziel dieser Bachelorarbeit besteht darin, über einen Zeitraum von sechs Wochen hinweg prospektiv die Auswirkung des Gewichtsreduktionsprogrammes "Shred&Gain Challenge" auf die anthropometrischen Daten Körpergewicht-, Fettanteil und trockene Muskelmasse von 20 Teilnehmern zu untersuchen. Dabei sollen Probanden rekrutiert werden, die ihr bisheriges Sportprogramm weiterhin durchführen.
In Deutschland gibt es immer mehr Menschen mit Übergewicht, wodurch Probleme in verschiedenen Bereichen entstehen. Insgesamt ist die Anzahl an fettleibigen Erwachsenen seit dem Jahr 2000 von 12% bis zum Jahr 2015 auf 23,6% gestiegen und hat sich damit nahezu verdoppelt. Besitzt eine Person starkes Übergewicht und weist gleichzeitig einen hohen Körperfettanteil auf, können chronische Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigt werden. Durch die Versorgung von kranken übergewichtigen Menschen entstehen gleichzeitig für das Gesundheitssystem zusätzliche Kosten.
Die direkten Kosten für die Behandlung von übergewichtigen Personen wie z.B. Krankengeld, Pflege- und Unfallkosten sind vom Jahr 2002 zum Jahr 2015 von 2,82 Milliarden Euro auf 23,29 Milliarden gestiegen. Während auf der einen Seite die Zahlen an übergewichtigen Menschen und die damit verursachten Kosten zunehmend steigen, entwickelt sich auf der anderen Seite ein stärkeres Bewusstsein für Gesundheit.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Definition von Übergewicht und Adipositas
3.2 Prävalenz von Übergewicht und Adipositas in der deutschen Bevölkerung
3.3 Einflussfaktoren/ Ursachen und Risikofaktoren für Übergewicht und Adipositas
3.4 Folgeerkrankungen von Übergewicht und Adipositas
3.5 Wissenschaftliche Datenlage zu proteinbetonten, kohlenhydratmoderaten und fettmodifizierten Ernährungsformen
3.6 Überblick zu anderen kommerziellen Gewichtsreduktionsprogrammen und die Auswirkungen auf den Gewichtsverlust
3.7 Darstellung der Inhalte des Ernährungskonzeptes „Shred&Gain Challenge“
3.8 Definition der Drop-Out-Quote
4 METHODIK
4.1 Untersuchungsobjekte
4.1.1 Rekrutierung der Probanden
4.1.2 Zusammensetzung der Stichprobe
4.1.3 Ein & Ausschlusskriterien der Probanden
4.2 Untersuchungsdurchführung
4.2.1 Prospektive Erhebung der anthropometrischen Daten: Körpergroße, Korpergewicht, Körperfettanteil und trockene Muskelmasse
4.2.2 Zeitliche und raumliche Bedingungen der Datenerhebung
4.3 STATISTISCHE DATENAUSWERTUNG
4.3.1 Datenauswertung der anthropometrischen Daten
4.3.2 Ermittlung der Drop-Out-Quote
5 ERGEBNISSE
5.1 Darstellung der Veränderungen der anthropometrischen Daten
5.2 Grafische Darstellung der Ergebnisse und der statistischen Auswertung
5.3 Darstellung der Ergebnisse der Drop-Out-Quote
6 DISKUSSION
6.1 Kritische Darstellung der Erhebungsmethoden
6.2 Interpretation der Veränderungen der anthropometrischen Daten bei den Teilnehmern/innen im Vergleich zu Daten aus Evaluationen von anderen kommerziellen Gewichtsreduktionsprogrammen
7 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht über einen Zeitraum von sechs Wochen prospektiv die Auswirkungen des Gewichtsreduktionsprogramms „Shred&Gain Challenge“ auf anthropometrische Daten wie Körpergewicht, Körperfettanteil und trockene Muskelmasse bei Teilnehmern des Betriebs EVOPE GmbH, um deren Effektivität sowie die Eignung des Programms zur Erhaltung der Muskelmasse bei gleichzeitiger Fettreduktion zu evaluieren.
- Wissenschaftliche Analyse der Auswirkungen von Ernährungskonzepten auf Körperzusammensetzung.
- Evaluation eines strukturierten, verhaltensbasierten Gewichtsreduktionsprogramms.
- Untersuchung der Veränderung von Körperfettanteil und trockener Muskelmasse mittels Ultraschall.
- Analyse von Drop-Out-Raten und Umsetzbarkeit in der Praxis.
- Vergleich der Ergebnisse mit gängigen wissenschaftlichen Empfehlungen und anderen Programmen.
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition von Übergewicht und Adipositas
Die Begriffe Übergewicht und Adipositas werden häufig synonym verwendet, wodurch sie miteinander verwechselt werden, obwohl sie sich in ihrer Bedeutung unterscheiden. Es erscheint dementsprechend sinnvoll, diese Worte auf ihren Ursprung zu untersuchen. Das Wort Adipositas stammt von dem lateinischen Wort „adeps“ ab und bedeutet übersetzt ins Deutsche „Fett“ (Haun, 2012, S. 259). Beide Begriffe gehören voneinander getrennt und werden wie folgt definiert: „Man spricht von Übergewicht, wenn im Vergleich zur Körpergröße ein zu hohes Körpergewicht vorliegt. Eine Adipositas liegt vor, wenn der Körperfettanteil gemessen an der Gesamtkörpermasse zu hoch ist“ (Wirth, 2008; zitiert nach, Lehrke & Laessle, 2009, S. 3). Befindet sich ein erhöhter Anteil des Fettes am Bauch, wird dieses auch als abdominales- bzw. viszerales-Fett bezeichnet.
Abdominales- oder viszerales-Fett wird mit gesundheitlichen Risiken und einer erhöhten Sterblichkeit assoziiert (World Health Organization [WHO], 2008, S. 1). Fett stellt eine Sonderform des Bindegewebes dar und befindet sich an verschiedenen Stellen, verteilt über den gesamten Körper. Dabei übernimmt das Fett die Funktionen als mechanisches Baufett und als metabolisches Speicherfett. Als Baufett befindet es sich z.B. als Lückenfüller in und um die Organe verteilt, in Augenhöhlen, Gelenkkapseln und als Druckpolster an Hand- und Fußsohlen. Das Speicherfett befindet sich z.B. im Unterhautbindegewebe, in dem es primär als Schutz vor Kälte agiert. Dieses Fett kann schneller mobilisiert werden, da es vermehrt Mitochondrien enthält, wodurch es für die Energiebereitstellung und Wärmeproduktion genutzt werden kann (Rauen & Rauen-Buchka, 1975, S. 223-224).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Es wird die zunehmende Verbreitung von Übergewicht und Adipositas in Deutschland sowie die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken und sozioökonomischen Kosten thematisiert.
2 ZIELSETZUNG: Das Kapitel definiert das Ziel der Arbeit, die Wirkung der „Shred&Gain Challenge“ auf anthropometrische Daten prospektiv über sechs Wochen zu untersuchen und Hypothesen zur Körperfett- und Muskelmassenveränderung zu prüfen.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Es erfolgt eine theoretische Einordnung von Übergewicht und Adipositas, ihrer Prävalenz, Ursachen, Folgeerkrankungen sowie ein Überblick über verschiedene Ernährungsstrategien und Methoden zur Körperfettmessung.
4 METHODIK: Das Kapitel beschreibt das Studiendesign, die Rekrutierung und Zusammensetzung der Stichprobe, die Durchführung der Messungen mittels Ultraschall sowie die statistischen Auswertungsverfahren.
5 ERGEBNISSE: Hier werden die empirischen Daten der Ein- und Abschlussmessung deskriptiv und statistisch ausgewertet, inklusive der Veränderungen von Gewicht, Körperfettanteil, Muskelmasse sowie der Drop-Out-Quote.
6 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden interpretiert, kritisch hinsichtlich der Methodik reflektiert, mit existierender Literatur verglichen und Limitationen sowie zukünftige Forschungsansätze aufgezeigt.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Eine abschließende Zusammenführung der Erkenntnisse aus der Untersuchung sowie ein Fazit zur Wirksamkeit des entwickelten Programms werden gegeben.
Schlüsselwörter
Gewichtsreduktion, Adipositas, Übergewicht, Körperfettanteil, Körperzusammensetzung, Shred&Gain Challenge, Proteinbedarf, Muskelmasse, Ultraschallanalyse, Kaloriendefizit, Ernährungskonzept, Fitnessökonomie, Stoffwechsel, Körperkomposition, Interventionsstudie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Evaluation des Gewichtsreduktionsprogramms „Shred&Gain Challenge“ und dessen Einfluss auf die Körperzusammensetzung von Teilnehmern innerhalb von sechs Wochen.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf den physiologischen Grundlagen von Übergewicht, verschiedenen Ernährungsstrategien, Methoden zur Messung der Körperzusammensetzung sowie der praktischen Anwendung eines Ernährungsprogramms.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist zu untersuchen, ob die „Shred&Gain Challenge“ eine signifikante Reduktion von Körperfett bei gleichzeitigem Erhalt der trockenen Muskelmasse über einen Zeitraum von sechs Wochen bewirkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Datenerhebung verwendet?
Es wird eine prospektive Längsschnittuntersuchung durchgeführt, bei der die Körperzusammensetzung vor Beginn und nach sechs Wochen mittels Ultraschallanalyse (BodyMetrix) erfasst wurde.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturrecherche zum Kenntnisstand, die detaillierte Beschreibung der methodischen Durchführung, die statistische Ergebnisauswertung sowie eine kritische Diskussion der Resultate.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Körperfettanteil, trockene Muskelmasse, Kaloriendefizit, Makronährstoffverteilung, Ultraschallanalyse und das „Diet-Break“-Prinzip.
Warum wurde die Ultraschallmethode anderen Verfahren vorgezogen?
Die Ultraschallmethode wurde aufgrund der guten Balance zwischen Kosten, Messgenauigkeit und der apparativen Verfügbarkeit vor Ort in der Praxis des Fitnessbetriebs gewählt.
Was hat es mit dem „Diet-Break“ auf sich?
Das „Diet-Break“ erlaubt den Teilnehmern alle 10 Tage eine bewusste Unterbrechung der Energierestriktion durch eine kontrollierte Kalorienzufuhr, um metabolische Anpassungen zu reduzieren und die psychologische Durchhaltefähigkeit zu stärken.
- Citation du texte
- Jason Nurse (Auteur), 2018, "Shred&Gain Challenge". Veränderungen anthropometrischer Daten bei Teilnehmern/innen des Gewichtsreduktionsprogramms, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499173