Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Broadcast and entertainment

Stationen des Deutschen Hörspiels - Ein Einblick in die Geschichte des Hörspiels in Deutschland anhand ausgewählter Beispiele

Title: Stationen des Deutschen Hörspiels - Ein Einblick in die Geschichte des Hörspiels in Deutschland anhand ausgewählter Beispiele

Seminar Paper , 2005 , 55 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Christian Laukat (Author)

Communications - Broadcast and entertainment
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„Hörfunk und Fernsehen leisten aufgrund ihrer alltäglichen Präsenz, ihrer hohen Reichweiten und Nutzungsquoten und ihrer außerordentlichen Informationskapazität einen wesentlichen Beitrag zur inhaltlichen Bestimmung der Ziel- und Wertvorstellungen einer Gesellschaft.“ (KELLER 1992: 7, zit. nach TEICHERT 1981: 396) Die Betrachtung eines Mediums, das in der Lage ist Einfluss auf die gesamte Gesellschaft zu üben, birgt einen ganz besonderen Reiz. Daher ist auch die Untersuchung der Gattung Hörspiel, die neben dem Feature die einzige arteigene Kunstform des Hörfunks ist und die Besonderheit aufweist an ein technisches Medium gebunden zu sein, besonders anregend. Die Arbeit gibt mit Hilfe von einigen ausgewählten Werken einen chronologischen Überblick über die Stationen des deutschen Hörspiels. Abschluss bildet eine kleinere Analyse des gegenwärtigen Hörspielprogramms, um zu verdeutlichen, dass trotz zahlreicher neuer Tendenzen auch alle Formen, die sich zuvor entwickelten, weiter existieren. Veränderungen der Medienlandschaft in Deutschland sowie neue Nutzungs- und Rezeptionsverhalten haben natürlich großen Einfluss auf die derzeitige Situation, führten aber nicht zum Aussterben des Hörspiels, dessen Grundlage am 29.Oktober 1923 geschaffen wurde und dessen Geschichte fast genau ein Jahr später am 24.Oktober 1924 mit dem ersten deutschen Hörspiel „Zauberei auf dem Sender“ von Hans Flesch beginnt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Eine neue Ära beginnt

2. Das Hörspiel als originäre Kunstform

2.1 Herausbildung des Begriffes

2.2 Ausdrucksmittel des Hörspiels

2.2.1 Sprache

2.2.2 Musik und Geräusch

3. Von der Bühne in den Äther: 1923-1933

3.1 „Zauberei auf dem Sender“ – der Beginn

3.2 „Der Narr mit der Hacke“

4. Ideologie und Agitation: 1933-1945

5. Blütezeit des Hörspiels nach 1945

5.1 „Draußen vor der Tür“ – die Initialzündung

5.2 „Träume“

6. Neues Medium, neue Wege nach 1960

6.1 Das Neue Hörspiel

6.2 „Fünf Mann Menschen“

6.3 Das O-Ton Hörspiel

7. Endstation Gegenwart

Programmanalyse

Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die historische Entwicklung des deutschen Hörspiels von seinen Anfängen in der Weimarer Republik bis in die Gegenwart chronologisch nachzuzeichnen und anhand prägender Beispiele die Wandlungen dieser Kunstform sowie ihre spezifischen Ausdrucksmittel zu untersuchen.

  • Historische Phasen des deutschen Hörspiels (Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Nachkriegszeit, Neues Hörspiel)
  • Analyse der spezifischen Ausdrucksmittel: Sprache, Musik und Geräusch
  • Untersuchung technischer Innovationen wie der Stereophonie und des tragbaren Tonbandgeräts
  • Wandel des Produktionsprozesses vom literarischen Skript hin zum Originalton-Hörspiel
  • Aktuelle Situation des Hörspiels im Kontext der modernen Medienlandschaft und des Internets

Auszug aus dem Buch

3.1 „Zauberei auf dem Sender“ – der Beginn

Das Stück, von Hans Flesch geschrieben, wird am 24. Oktober 1924 auf Welle 467 des Frankfurter Senders urgesendet und ist das erste deutsche Hörspiel, welches auch als solches bezeichnet wird. Flesch ist zu dieser Zeit Intendant des Senders und will mit seinem Werk einen Beitrag leisten zu der, noch experimentellen, Auseinandersetzung mit den künstlerischen Möglichkeiten des Radios. Der Autor versetzt die Handlung seines Spiels ganz gezielt in das Umfeld des Hörfunks, um es so leichter an die eigenen Gesetzmäßigkeiten des Rundfunks anzupassen.

Die Handlung des Hörspiels lässt sich schnell zusammenfassen: Der Frankfurter Sender scheint wie gewohnt sein Abendprogramm zu senden, bis das Programm durch die Märchentante unterbrochen wird, die am Abend noch ein Märchen für die Kinder erzählen möchte. Von diesem Moment an versinkt der Sender im Chaos und die Zuschauer können an ihren Geräten alles genau verfolgen, da sich der Sender scheinbar nicht abstellen lässt. Zum Ende des Hörspiels lässt sich jedoch die Ordnung wiederherstellen und das Programm kann wie geplant fortgesetzt werden.

Fleschs Beitrag zur Hörspielgeschichte wird von damaligen Kritikern als auch von späteren Wissenschaftlern eher als Spielerei oder Spaß betrachtet. Man sieht in ihm „nur eine formal belanglose Verulkung der damals noch fremdartigen Möglichkeiten des Mikrophons“ (SCHWITZKE 1963: 37) Jedoch sollte man den Verdienst des Autors nicht allzu sehr herabwürdigen, da sein Versuch eine erste Erprobung der Möglichkeiten ist und dieses Austesten auch auf spielerischem Wege legitim scheint.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Eine neue Ära beginnt: Einführung in die Geschichte des Rundfunks ab 1923 und Skizzierung des zeitlichen Rahmens sowie der methodischen Herangehensweise der Arbeit.

2. Das Hörspiel als originäre Kunstform: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff des Hörspiels und Analyse der zentralen Ausdrucksmittel Sprache, Musik und Geräusch.

3. Von der Bühne in den Äther: 1923-1933: Betrachtung der frühen Hörspielversuche in der Weimarer Republik, insbesondere der Werke von Hans Flesch und Eduard Reinacher.

4. Ideologie und Agitation: 1933-1945: Darstellung der Instrumentalisierung des Rundfunks durch die Nationalsozialisten und der damit einhergehenden Einschränkung experimenteller Hörspielformen.

5. Blütezeit des Hörspiels nach 1945: Analyse der Wiederentdeckung des Hörspiels als bedeutendes Medium der Nachkriegszeit anhand der Werke von Wolfgang Borchert und Günter Eich.

6. Neues Medium, neue Wege nach 1960: Beschreibung der Entwicklung des "Neuen Hörspiels" und technischer Neuerungen wie Stereophonie und O-Ton-Verfahren.

7. Endstation Gegenwart: Untersuchung der Stellung des Hörspiels im dualen Rundfunksystem sowie Ausblick auf die Möglichkeiten durch digitale Technik und Internet-Streaming.

Schlüsselwörter

Deutsches Hörspiel, Rundfunkgeschichte, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Nachkriegszeit, Neues Hörspiel, O-Ton Hörspiel, Ausdrucksmittel, Sprache, Musik, Geräusch, Hörspieldramaturgie, Medienlandschaft, Digitalisierung, Internet-Streaming.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen chronologischen Überblick über die Geschichte und Entwicklung des deutschen Hörspiels, von den ersten Anfängen 1923 bis zur Situation im Jahr 2005.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung verschiedener Epochen, die Analyse der gestalterischen Ausdrucksmittel sowie der Wandel der Produktions- und Rezeptionsbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Hörspielkunst an ausgewählten, bedeutenden Beispielen nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie das Medium auf gesellschaftliche und technische Veränderungen reagiert hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine chronologische Literaturanalyse sowie eine beispielhafte Programmanalyse basierend auf Daten der Hörspieldatenbank "Hördat" vom August 2005.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Phasen des Hörfunks, angefangen bei den ersten Experimenten über die ideologische Gleichschaltung bis hin zur Blütezeit nach dem Krieg und der Ära des "Neuen Hörspiels".

Welche Schlüsselbegriffe definieren den Kern der Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind das "arteigene Spiel des Hörfunks", die Abgrenzung von "Sendespielen", das "Neue Hörspiel" und das "O-Ton Hörspiel" als neuartige Produktionsweisen.

Wie unterscheidet sich das O-Ton Hörspiel vom traditionellen Hörspiel?

Das O-Ton Hörspiel nutzt aufgenommenes Originaltonmaterial als Basis des Schaffensprozesses, anstatt sich primär auf ein schriftliches Manuskript oder eine literarische Vorlage zu stützen.

Welche Bedeutung kommt der "Zauberei auf dem Sender" von Hans Flesch zu?

Das 1924 gesendete Stück gilt als das erste deutsche Hörspiel überhaupt, das die Möglichkeiten und Gesetzmäßigkeiten des Rundfunks gezielt reflektiert und in die Handlung einbezogen hat.

Wie beeinflusste das Fernsehen das Hörspiel ab den 1960er Jahren?

Das aufkommende Fernsehen entzog dem Hörfunk Publikum, was einen Strukturwandel und den Zwang zur experimentellen Erneuerung auslöste, aus dem unter anderem das "Neue Hörspiel" hervorging.

Excerpt out of 55 pages  - scroll top

Details

Title
Stationen des Deutschen Hörspiels - Ein Einblick in die Geschichte des Hörspiels in Deutschland anhand ausgewählter Beispiele
College
University of Leipzig  (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Course
Einführung in die Medienwissenschaft
Grade
2,3
Author
Christian Laukat (Author)
Publication Year
2005
Pages
55
Catalog Number
V49925
ISBN (eBook)
9783638462570
ISBN (Book)
9783638719735
Language
German
Tags
Stationen Deutschen Hörspiels Einblick Geschichte Hörspiels Deutschland Beispiele Einführung Medienwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Laukat (Author), 2005, Stationen des Deutschen Hörspiels - Ein Einblick in die Geschichte des Hörspiels in Deutschland anhand ausgewählter Beispiele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49925
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  55  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint