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Der Einfluss von Immersionskonzepten auf den Wortschatzerwerb in der Sekundarstufe I

Title: Der Einfluss von Immersionskonzepten auf den Wortschatzerwerb in der Sekundarstufe I

Examination Thesis , 2004 , 95 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Kathrin Bessel (Author)

Didactics for the subject English - Pedagogy, Literature Studies
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Summary Excerpt Details

Mit der im Mai 2004 erfolgten EU-Erweiterung um 12 weitere Staaten ist auch die Sprachenvielfalt der Europäischen Union bereichert worden. In den nun 25 Mitgliedsstaaten wird in insgesamt 20 Amtssprachen und über 60 so genannten Regional- oder Minderheitensprachen kommuniziert. Eine dieser Sprachen zur alleinigen Amtssprache zu erklären ist weder vorgesehen noch würde es dem Subsidiaritätsprinzip der EU gerecht werden, denn die Bewahrung der Sprachenvielfalt in der Europäischen Union ist ebenso wichtig wie Erhalt und Förderung der kulturellen Vielfalt und mit Artikel 22 der „Charter of Fundamental Rights of the European Union“ sogar gesetzlich festgelegt: „The Union shall respect cultural, religious and linguistic diversity“.
Neben ihrem Erhalt ist auch die Förderung der Mehrsprachigkeit als „wesentliches Element [...] der europäischen Identität“ erklärtes Ziel der Europäischen Union. So wird im Weißbuch von 1995 formuliert, dass die Bürger Europas drei Gemeinschaftssprachen beherrschen sollten, zwei weitere also neben ihrer Muttersprache. Dies soll neben einer Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls zur EU gewährleisten, dass die Unionsbürger die Chancen der EU nutzen und sich frei im europäischen Binnenmarkt bewegen können.
Diese Ziele werden von einer Mehrheit der Europäer befürwortet. 72% der Befragten erklärten, dass sie Kenntnisse in Fremdsprachen für nützlich halten und 53% geben an, neben ihrer Muttersprache mindestens eine weitere Sprache zu sprechen. Jedoch lediglich 26% besitzen Kenntnisse in insgesamt drei Sprachen.
Auch wenn dieses Ergebnis nicht entmutigen muss, so bleibt es vom Ziel des Weißbuchs zunächst weit entfernt.
Entsprechend trifft man auch in Deutschland auf die Forderung nach einer Erweiterung des derzeitigen Spektrums der in den Schulen angebotenen Sprachen. Schüler sollen nach Möglichkeit mehr als eine Fremdsprache erlernen und dabei ein hohes sprachliches Niveau erreichen können.
Gemäß den Zielen der EU soll Mehrsprachigkeit dabei kein Privileg der Elite darstellen und innerhalb der Schulzeit zu erreichen sein, ohne dass der Stundenanteil des Fremdsprachenunterrichts (FU) auf Kosten anderer Fächer erhöht wird und langfristig zusätzlicher Zeitaufwand für Schüler und Lehrer entsteht. Diesem Wunsch kommen Immersion (IM) und bilingualer Unterricht (BIU) entgegen, da hier anstelle, bzw. über den FU hinaus, in Sachfächern, wie z. B. Geographie oder Mathematik, die Fremdsprache als Unterrichtssprache eingesetzt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 IMMERSION

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Konzeptionen

2.2.1 Beginn und Intensität von IM

2.2.1.1 Early Immersion

2.2.1.2 Delayed Immersion

2.2.1.3 Late Immersion

2.2.2 Additive Immersion

2.2.2.1 Reziproke Immersion (Two-way immersion)

2.2.2.2 Doppelte Immersion (Double Immersion)

2.2.2.3 Intensive English

2.2.2.4 Immersion in Modulen

2.2.3 Subtraktive Immersion

2.3 Vorbehalte gegenüber Immersion und Mehrsprachigkeit

2.4 Leistungsfähigkeit von Immersion

2.4.1 Resultate für die L1

2.4.1.1 Kommunikative Kompetenzen

2.4.1.2 Rezeptive und produktive Kompetenzen

2.4.1.3 Fachwissen

2.4.2 Resultate für die L2

2.4.2.1 Rezeptive Kompetenzen

2.4.2.2 Produktive Kompetenzen

2.4.2.3 Kommunikative Kompetenzen

2.4.3 Weitere Ergebnisse

2.5 Zusammenfassung

3 WORTSCHATZ: ORGANISATION UND ERWERB

3.1 Das mentale Lexikon

3.1.1 Leistung des mentalen Lexikons

3.1.2 Zur Organisation des mentalen Lexikons

3.1.3 Zugriff auf Lexikoneinträge

3.1.3.1 Wortproduktion

3.1.3.2 Worterkennung

3.1.3.3 Back-up store und lexical tool-kit

3.2 Wortschatzerwerb

3.2.1 L1-Wortschatzerwerb

3.2.1.1 Labelling

3.2.1.2 Packaging

3.2.1.3 Network-building

3.2.2 Wortbedeutung

3.2.2.1 Fixed vs. fuzzy meaning

3.2.3 Besonderheiten des L2-Wortschatzerwerbs

3.2.3.1 Lexikalische Kompetenz

3.2.3.2 Deklaratives und prozedurales Wissen

3.2.3.3 Die Hürde der Idiomatik

3.3 Das mehrsprachige mentale Lexikon

3.3.1 Zwei Lexika – zwei Funktionsweisen?

3.3.2 Zwei Lexika – integriert oder separat?

3.4 Zusammenfassung

4 WORTSCHATZERWERB IM BIU

4.1 Einbettung des Kapitels in den Kontext der Arbeit

4.2 Mündlicher Wortschatz bilingual und konventionell unterrichteter Schüler im Vergleich

4.2.1 Methodisches Vorgehen

4.2.1.1 Vergleichsgruppen

4.2.1.2 Produktionstest ADD

4.2.1.3 Raster zur Wortschatzanalyse

4.2.2 Ergebnisse des ADD-Tests

4.2.2.1 Umfang des Wortschatzes

4.2.2.2 Lexikalische Fehler

4.2.2.3 Inputressourcen

4.2.2.4 Kontextuelle Äquivalente

4.2.2.5 Zusammenfassung der Ergebnisse

4.3 Bedeutung von BIU für den Wortschatzerwerb

4.3.1 Ein Plus an spracherwerbsrelevanten Aspekten

4.3.1.1 Input und Output

4.3.1.2 Verknüpfungen im mentalen Lexikon

4.3.1.3 Authentizität und Kontextualisierung

4.4 Zusammenfassung

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Immersionskonzepten, insbesondere des bilingualen Unterrichts (BIU), auf den Wortschatzerwerb von Schülern in der Sekundarstufe I. Basierend auf psycholinguistischen Grundlagen zum mentalen Lexikon und Erkenntnissen aus kanadischen sowie schleswig-holsteinischen Modellprojekten wird analysiert, inwiefern der fremdsprachliche Sachfachunterricht den Wortschatzaufbau in der Fremdsprache Englisch begünstigt.

  • Methoden und Konzeptionen der Immersion (z.B. early/late, total/partial)
  • Struktur und Organisation des mentalen Lexikons
  • Prozesse des Wortschatzerwerbs in der Erst- und Zweitsprache
  • Empirische Untersuchung des Wortschatzes in bilingualen vs. konventionellen Klassen
  • Rolle von Sprachinput, Output und Kontextualisierung für den Lernerfolg

Auszug aus dem Buch

3.1 Das mentale Lexikon

Das mentale Lexikon wird als derjenige Teil des Langzeitgedächtnisses definiert, „in dem die Wörter einer Sprache mental repräsentiert sind.“ Nach kognitiv linguistischer Auffassung ist es zugleich „Schnittstelle sprachlicher und kognitiver Strukturen.“ Im Folgenden soll dargestellt werden, wie im mentalen Lexikon Informationen verarbeitet, abgespeichert und wieder aufgerufen werden, kurz: wie sich die Organisation von Wörtern gestaltet.

Dabei ist das mentale Lexikon als rein theoretisches Konstrukt zu betrachten, denn trotz einer Vielzahl von Forschungsergebnissen, die bezüglich seiner Organisation sehr aufschlussreiche Anhaltspunkte liefern können, ist die Funktion des mentalen Lexikons noch immer nicht gänzlich geklärt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Mehrsprachigkeit in der EU und führt das Konzept der Immersion (IM) als effiziente Methode zur Förderung von Fremdsprachenkompetenz im Fachunterricht ein.

2 IMMERSION: Dieses Kapitel definiert Immersion und grenzt verschiedene Konzeptionen wie early/late oder additiv/subtraktiv voneinander ab, wobei die kanadischen Forschungsergebnisse als Referenz für die Leistungsfähigkeit dienen.

3 WORTSCHATZ: ORGANISATION UND ERWERB: Es werden die theoretischen Grundlagen des mentalen Lexikons, dessen Organisation und die Prozesse des Wortschatzerwerbs in der Erst- und Zweitsprache detailliert erörtert.

4 WORTSCHATZERWERB IM BIU: Dieses Kapitel verknüpft Theorie und Praxis, indem Ergebnisse eines schleswig-holsteinischen Projekts analysiert werden, um die Auswirkungen von bilingualem Unterricht auf den Wortschatzerwerb zu belegen.

5 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Immersion einen positiven Beitrag zur Entwicklung eines differenzierten Wortschatzes leistet und die sprachliche Kompetenz nachhaltig fördert.

Schlüsselwörter

Immersion, Bilingualer Unterricht, Wortschatzerwerb, Mentales Lexikon, Sprachkompetenz, Fremdsprachenerwerb, Input, Output, Sprachkontakt, Psycholinguistik, Lernersprache, Mehrsprachigkeit, Sekundarstufe I, Wortproduktion, Worterkennung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss von Immersion bzw. bilingualem Fachunterricht auf den Wortschatzerwerb von Schülern, insbesondere im Hinblick auf Englisch als Fremdsprache in deutschen Schulen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den verschiedenen Immersionsmodellen, der Organisation des mentalen Lexikons und der empirischen Evaluation der Wortschatzleistung in bilingualen Unterrichtskontexten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, inwieweit der fremdsprachliche Sachfachunterricht den Wortschatzaufbau begünstigt und welche Rolle dabei die Intensität und Art des Sprachkontakts spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden wissenschaftliche Evaluationsergebnisse aus langjährigen kanadischen Studien sowie spezifische Daten aus einem schleswig-holsteinischen BIU-Projekt (u.a. der ADD-Test) zur Analyse herangezogen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung des mentalen Lexikons und eine praktische Untersuchung des schleswig-holsteinischen Modellprojekts, in dem die lexikalische Performanz bilingualer Schüler mit konventionell unterrichteten Gruppen verglichen wird.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Immersion, mentales Lexikon, bilingualer Unterricht (BIU), Sprachinput, lexikalische Kompetenz und Mehrsprachigkeit.

Warum spielt das "mentale Lexikon" eine so wichtige Rolle für das Verständnis von Immersion?

Das mentale Lexikon bildet den theoretischen Rahmen, um zu erklären, wie Wörter gespeichert und verarbeitet werden. Die Arbeit zeigt, dass intensiver Input durch Immersion zu einer besseren Vernetzung innerhalb dieses Lexikons führt.

Was zeigt der Vergleich zwischen "tokens" und "types" in den Ergebnissen?

Diese Kennzahlen verdeutlichen sowohl die Redebereitschaft (tokens) als auch die Qualität und Differenzierung (types) des Wortschatzes der Schüler im bilingualen Unterricht.

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Details

Title
Der Einfluss von Immersionskonzepten auf den Wortschatzerwerb in der Sekundarstufe I
College
University of Lüneburg  (Englische Sprache und ihre Didaktik)
Grade
1.0
Author
Kathrin Bessel (Author)
Publication Year
2004
Pages
95
Catalog Number
V49984
ISBN (eBook)
9783638463058
Language
German
Tags
Einfluss Immersionskonzepten Wortschatzerwerb Sekundarstufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Bessel (Author), 2004, Der Einfluss von Immersionskonzepten auf den Wortschatzerwerb in der Sekundarstufe I, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49984
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