Seit es Organisationen gibt, stellt sich die Frage nach der richtigen Führung. Sehr lange wurde der Ansatz verfolgt, dass nur Hierarchien kurze Entscheidungswege und klare Strukturen ermöglichen. Doch gerade in interdisziplinären Teams gibt es heutzutage oft einen Verantwortlichen, der keine Vorgesetztenfunktion innehat. Angesichts der zunehmenden Vernetzung sowie Komplexität der Aufgaben werden Hierarchien immer flacher.
Stattdessen gewinnen neue Führungsansätze wie die laterale Führung an Bedeutung. Wie setzen Unternehmen diesen Ansatz erfolgreich um? Welche Erfolgsfaktoren gibt es? Maximilian Schmidt stellt in seiner Publikation die laterale Führung vor und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für Organisationen.
Dazu schafft er zunächst theoretische Grundlagen, indem er den Begriff der lateralen Führung von anderen Konzepten abgrenzt. Typische laterale Führungsrollen sind zum Beispiel der Projektleiter oder die Teamkoordinatorin. Welchen Herausforderungen müssen diese sich stellen? Schmidt erklärt die Erfolgsfaktoren lateraler Führung sowie notwendige Rahmenbedingungen.
Aus dem Inhalt:
- Führungstheorie;
- Systemansatz;
- situationsorientierter Ansatz;
- Eigenschaftsansatz;
- Koordination
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Hierarchische Führung
2.1 Definition
2.2 Klassische Führungstheorien
2.3 Kritische Betrachtung
3 Laterale Führung
3.1 Definition
3.2 Abgrenzung zur hierarchischen Führung
3.3 Laterale Führungsrollen
3.4 Herausforderungen
4 Wesentliche Erfolgsfaktoren lateraler Führung
4.1 Persönlichkeit und Kompetenzen
4.2 Rahmenbedingungen
4.3 Mitarbeiter und Teams
4.4 Kommunikation
4.5 Motivation
4.6 Macht
5 Fazit
5.1 Macht
5.2 Verständigung
5.3 Vertrauen
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Bachelor-Thesis befasst sich mit der Identifikation und Analyse wesentlicher Erfolgsfaktoren lateraler Führung in Organisationen, um praxisnahe Handlungsempfehlungen für Führungskräfte ohne disziplinarische Weisungsbefugnis zu entwickeln.
- Theoretische Fundierung hierarchischer versus lateraler Führungskonzepte.
- Charakterisierung typischer lateraler Führungsrollen wie Projektleiter und Teamkoordinator.
- Identifikation zentraler Herausforderungen in der Führung ohne Weisungsbefugnis.
- Analyse der Erfolgsfaktoren Persönlichkeit, Kommunikation, Motivation und Macht.
- Untersuchung der Bedeutung von Vertrauen und Verständigung im Führungsprozess.
Auszug aus dem Buch
4.1.3 Konfliktfähigkeit
Wie in Kapitel 3.4 bereits erwähnt, stellen Konflikte ein intensives Spannungsfeld für eine nichtdisziplinarische Führungskraft dar. Sie sind steter Bestandteil der alltäglichen Interaktion in Organisationen. Umso erfolgsförderlicher ist es, sich einer guten Konfliktfähigkeit rühmen zu können. Basis hierfür ist ein frühzeitiges Erkennen und offenes Ansprechen von Konflikten. Auch sollte die laterale Führungskraft den Prozess der Lösung geduldig begleiten und nicht überhastet intervenieren. Eine Klärung im Sinne der gemeinsamen Ziele gelingt vorrangig mit Hilfe von Kompromissen, Vermittlung zwischen den Streitparteien, Beseitigung von etwaigen Missverständnissen untereinander, oder der Herstellung von Konsens über relevante Konfliktthemen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das schwindende Vertrauen in klassische Hierarchien und die steigende Bedeutung lateraler Führung in komplexen Projektstrukturen.
2 Hierarchische Führung: Dieses Kapitel definiert klassische Führung und erläutert relevante Führungstheorien wie den Eigenschafts-, System- und situationsorientierten Ansatz zur Vorbereitung auf den lateralen Vergleich.
3 Laterale Führung: Es wird die Definition von Führung ohne Weisungsbefugnis erarbeitet, von hierarchischen Modellen abgegrenzt sowie die Rollen von Projektleitern und Teamkoordinatoren beleuchtet.
4 Wesentliche Erfolgsfaktoren lateraler Führung: Das Hauptkapitel charakterisiert detailliert Faktoren wie Persönlichkeit, Kommunikation, Motivation und Macht als zentrale Säulen für den Erfolg in lateralen Führungspositionen.
5 Fazit: Das Fazit resümiert die Erkenntnisse und fasst die wesentlichen Erfolgsfaktoren in den drei Säulen Macht, Verständigung und Vertrauen zusammen.
Schlüsselwörter
Laterale Führung, Führung ohne Weisungsbefugnis, Projektleitung, Teamkoordination, Erfolgsfaktoren, Konfliktfähigkeit, Kommunikation, Motivation, Macht, Vertrauen, Persönlichkeitskompetenz, Rahmenbedingungen, Führungstheorien, Partizipation, Unternehmenskultur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Erfolgsfaktoren lateraler Führung, also der Führung ohne direkte disziplinarische Weisungsbefugnisse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Abgrenzung von lateraler zu hierarchischer Führung, die Spezifizierung typischer Rollen sowie die Analyse von Einflussfaktoren wie Kommunikation, Motivation und informeller Macht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Führungskräfte ohne disziplinarische Macht erfolgreich agieren können, um die Zielerreichung in Teams sicherzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand zu lateralen Führungskonzepten darzulegen und in den Kontext der Erfolgsfaktoren zu setzen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben den spezifischen lateralen Führungsrollen die Erfolgsfaktoren Persönlichkeit, Rahmenbedingungen, Mitarbeiterführung, Kommunikation, Motivation und Macht detailliert charakterisiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Laterale Führung, Führung ohne Weisungsbefugnis, Erfolgsfaktoren, Konfliktfähigkeit, Kommunikation und Vertrauen beschreiben.
Warum ist laterale Führung heute so relevant?
Aufgrund zunehmender Komplexität und fachbereichsübergreifender Projektarbeit gewinnen partizipative Führungsmodelle gegenüber starren Hierarchien an Bedeutung.
Welche Rolle spielt informelle Macht?
Da laterale Führungskräfte kaum formelle Sanktionen nutzen können, ist die Kenntnis und bewusste Anwendung von Macht durch Wissen, Identifikation oder Belohnung ein entscheidender Erfolgshebel.
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- Maximilian Schmidt (Autor), 2019, Erfolgsfaktoren lateraler Führung. Theoretische Grundlagen, typische Führungsrollen und Handlungsempfehlungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/500098