Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Pedagogía - Psicología de la personalidad

Multitasking und Unterbrechungen am Arbeitsplatz

Título: Multitasking und Unterbrechungen am Arbeitsplatz

Trabajo Escrito , 2019 , 30 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Marc Schwinn (Autor)

Pedagogía - Psicología de la personalidad
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In der heutigen Arbeitswelt werden immer höhere Anforderungen an die Arbeitnehmer gestellt. Möglichst viele Aufgaben sollen mit minimalem Zeitaufwand, gleichzeitig jedoch mit exzellenter Qualität erledigt werden. Die Digitalisierung der Lebens- und somit auch der Arbeitswelt steuert mit Computer, Internet, Fax, E-Mails, Telefon eine unüberschaubare Fülle an Informationen dazu, die auf den Arbeitenden einwirken und ihn dazu zwingen, permanent erreichbar zu sein. So kommt es immer öfter vor, dass die Arbeit neben der Bitte eines Kollegen oder neuen Aufgabe des Chefs auch noch durch technische Neuerungen unterbrochen wird, was das Meistern der ohnehin anspruchsvollen Aufgaben noch zusätzlich erschwert.

So zeigte das Ergebnis einer Forsa-Umfrage der Techniker Krankenkasse von 2016 zur Ermittlung von Stressfaktoren von Berufstätigen, dass 64 Prozent der Befragten generell mit der Menge an Arbeit überfordert waren. Zusätzlich litten 52 Prozent unter Unterbrechungen und Störungen am Arbeitsplatz. Eine weitere Umfrage des SOEP ergab, dass etwa 30 Prozent der Befragten einer starken und circa 7 Prozent einer sehr starken Belastung durch Unterbrechungen und Störungen ausgesetzt seien. Die ständigen Unterbrechungen resultieren in der Notwendigkeit, regelmäßig zwischen zu bearbeitenden Aufgaben hin- und herwechseln zu müssen, bis hin zu dem Punkt an dem versucht wird, Aufgaben gleichzeitig erledigen zu wollen.

Doch wie wirken sich die wechselhafte, oder sogar gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Aufgaben
auf die Leistung aus, die den Arbeitenden ohnehin schon abverlangt wird? Ist Multitasking, eine Fähigkeit die Bewerber heutzutage oft vorweisen sollen, wirklich effizient? Ist es überhaupt möglich, Aufgaben gleichzeitig zu bearbeiten? Wie bereits genannte Statistiken zeigen, führen die Unterbrechungen und daraus resultierende Mehrfachaufgaben jedenfalls zu Belastung und Stress. Bei einer Statista-Umfrage vom Januar 2017 gaben 61 Prozent der Befragten an, einem hohen Burnout Risiko bezüglich ihrer Arbeit ausgesetzt zu sein. Was können Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Hinblick auf wissenschaftliche Erkenntnisse der Mehraufgabenperformanz unternehmen, um den negativen Auswirkungen entgegenzuwirken? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, werden in den ersten beiden Kapiteln die Themen Unterbrechungen und Multitasking behandelt. Dazu werden zuerst die theoretischen Grundlagen der jeweiligen Phänomene dargelegt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Unterbrechungen

2.1 Begriffserklärung

2.2 Handlungsregulationstheorie

2.3 Handlungsprozesse

2.4 Auswirkungen auf die Arbeitswelt und den Organismus

3 Multitasking

3.1 Begriffserklärung

3.2 Korrelate von Multitasking

3.2.1 Aufmerksamkeit

3.2.1.1 Begriffserklärung

3.2.1.2 Auslastungstheorie der Aufmerksamkeit

3.2.1.3 Automatische und kontrollierte Prozesse

3.2.2 Arbeitsgedächtnis

3.2.3 Fluide Intelligenz

3.4 Theorien der Mehrfachaufgabenperformanz

3.4.1 Theorien der zentralen Kapazität

3.4.2 Modulare Theorien

3.5 Determinanten der Mehrfachaufgabenperformanz

3.5.1 Aufgabenschwierigkeit

3.5.2 Aufgabenähnlichkeit

3.5.3 Übung

3.6 Chancen und Risiken von Multitasking

4 Multitasking und Unterbrechungen in der Arbeitswelt

4.1 Befunde der Stressforschung

4.2 Umgang mit Multitasking und Unterbrechungen im Arbeitsalltag

4.2.1 Mangelnde Aufklärung

4.2.2 Verhinderung von Unterbrechungen

4.2.3 Umgang mit Unterbrechungen und Mehrfachaufgaben

5 Diskussion

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Multitasking und Arbeitsunterbrechungen auf die Leistungsfähigkeit und Gesundheit von Arbeitnehmern in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt. Ziel ist es, auf Basis psychologischer Theorien ein tieferes Verständnis für diese Phänomene zu entwickeln und Handlungsstrategien für einen effizienteren und gesünderen Umgang im Arbeitsalltag abzuleiten.

  • Grundlagen der Handlungsregulation und deren Bedeutung für den Arbeitsprozess.
  • Kognitionspsychologische Mechanismen des Multitaskings und der Aufmerksamkeit.
  • Einfluss von Unterbrechungen als Regulationshindernis auf Stress und Leistung.
  • Erfolgskritische Determinanten der Mehrfachaufgabenperformanz.
  • Strategien zur Organisationsoptimierung und Stressprävention am Arbeitsplatz.

Auszug aus dem Buch

3.1 Begriffserklärung

Der Begriff „Multitasking“ entstammt ursprünglich der Informatik und beschreibt die Fähigkeit des Prozessors, mehrere Aufgaben („tasks“) bzw. Prozesse gleichzeitig ablaufen zu lassen.

Im alltäglichen Gebrauch versteht der Mensch unter Multitasking die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Aufgaben. Diese Erklärung ist jedoch sehr umstritten. Beispielsweise heißt es in der Definition von Law et al. (2004) S. 286:

„The term „multitasking“ can be used to apply to a situation where a person is engaged in multiple discrete tasks within a limited time frame (but must switch back and forth between them) rather than a situation where he or she is attemping multiple tasks simultaneously.“

Diese Definition unterstützt die kognitionspsychologische Ansicht, welche vermutet, dass der Mensch mehrere Aufgaben nur scheinbar simultan erledigt, tatsächlich aber mit seiner Aufmerksamkeit schnell zwischen den zu bearbeitenden Aufgaben hin und her wechselt. Mehrfachaufgabenperformanz bezeichnet die erbrachte Leistung bei Mehrfachaufgaben. Nähere Erläuterungen zu Ausnahmen dieser Annahme, welche sich auf die Automatisierung von Aufgaben beziehen folgen im Abschnitt 3.2.1.3.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden Anforderungen in der digitalisierten Arbeitswelt und die damit verbundene Problematik von Unterbrechungen und Multitasking, die häufig zu Stress und Burnout führen.

2 Unterbrechungen: Dieses Kapitel definiert Unterbrechungen als Ereignisse, die Arbeitsabläufe behindern, und bettet sie in die Handlungsregulationstheorie ein, um deren negative Auswirkungen auf den Organismus und die Leistung zu erklären.

3 Multitasking: Es wird der Begriff Multitasking kritisch beleuchtet und die psychologischen Korrelate wie Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis sowie verschiedene theoretische Modelle der Mehrfachaufgabenperformanz diskutiert.

4 Multitasking und Unterbrechungen in der Arbeitswelt: Hier werden arbeitspsychologische Erkenntnisse zur Stressforschung angewandt, um konkrete Strategien für Unternehmen und Mitarbeiter zur Bewältigung von Mehrfachbelastungen zu entwickeln.

5 Diskussion: Dieses Kapitel hinterfragt kritisch die Argumentationslinie der Arbeit und stellt fest, dass keine allgemeingültige Aussage über Chancen und Risiken möglich ist, da individuelle und berufsspezifische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Multitasking nur in speziellen Fällen effizient ist und Unternehmen die negativen Folgen durch bessere Organisation und Aufklärung abfedern sollten.

Schlüsselwörter

Multitasking, Arbeitsunterbrechungen, Handlungsregulation, kognitive Ressourcen, Arbeitsgedächtnis, Stressforschung, Mehrfachaufgabenperformanz, Aufmerksamkeit, Organisationspsychologie, psychische Beanspruchung, Burnout-Risiko, Regulationshindernisse, digitale Arbeitswelt, Leistungsfähigkeit, Arbeitsgestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die psychologischen Auswirkungen von Multitasking und ständigen Arbeitsunterbrechungen auf Arbeitnehmer und diskutiert deren Chancen und Risiken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind Handlungsregulation, Aufmerksamkeitssteuerung, die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses sowie Strategien zur Stressbewältigung in modernen, digital geprägten Arbeitsumgebungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu klären, unter welchen Bedingungen Multitasking effizient ist und wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer negativen Auswirkungen durch Unterbrechungen entgegenwirken können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender arbeitspsychologischer Theorien und empirischer Studien zur Stress- und Mehrfachaufgabenforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Unterbrechungen und Multitasking, gefolgt von der Analyse der Determinanten der Mehrfachaufgabenperformanz und abschließenden Praxisstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Multitasking, Arbeitsunterbrechungen, Handlungsregulation, Stress, Kognitive Ressourcen und Arbeitsorganisation.

Warum wird zwischen automatischen und kontrollierten Prozessen unterschieden?

Diese Unterscheidung ist essenziell, da nur automatisierte Aufgaben parallel bearbeitet werden können, ohne die knappen kognitiven Ressourcen zu überlasten, was bei komplexen, kontrollierten Aufgaben unmöglich ist.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur beim Thema Unterbrechungen?

Die Arbeit zeigt auf, dass mangelnde Aufklärung über Stressrisiken und eine fehlende Fehlerkultur in Unternehmen dazu führen, dass Mitarbeiter die negativen Folgen von Multitasking unterschätzen und ihre Gesundheit gefährden.

Ist Multitasking im Arbeitsalltag grundsätzlich zu vermeiden?

Nicht zwingend, sofern Aufgaben automatisiert sind oder unterschiedliche Sinnesmodalitäten beanspruchen; dennoch sollten Unterbrechungen bei komplexen Tätigkeiten minimiert werden, um Zeitverlust und Fehlerraten zu vermeiden.

Final del extracto de 30 páginas  - subir

Detalles

Título
Multitasking und Unterbrechungen am Arbeitsplatz
Universidad
SRH - Mobile University
Calificación
1,3
Autor
Marc Schwinn (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
30
No. de catálogo
V501203
ISBN (Ebook)
9783346035813
ISBN (Libro)
9783346035820
Idioma
Alemán
Etiqueta
multitasking unterbrechungen arbeitsplatz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marc Schwinn (Autor), 2019, Multitasking und Unterbrechungen am Arbeitsplatz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501203
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  30  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint