„Ansätze der Personalpolitik geraten zunehmend in die Zwickmühle. Einerseits werden gezielte Strategien zur Unternehmensentwicklung rapide dringlicher, weil Veränderungen auf den Märkten immer schneller ablaufen und dramatische Anpassungszwänge resultieren. Andererseits verunklaren sich die Horizonte angesichts unbeherrschbarer Konsequenzen und unüberschaubarer Perspektiven.“ (Faulstich, 1998, S. 15). Faulstich skizziert hier ziemlich eindringlich, in welcher Situation sich viele Unternehmen heutzutage befinden. Die Globalisierung schreitet kontinuierlich voran und birgt kaum übersehbare Konsequenzen für Unternehmen auch in Deutschland. Es gibt neue Märkte mit neuen Kunden, um die sich alle Unternehmen verstärkt bemühen müssen. Gleichzeit strömen immer mehr Konkurrenten aus diesen Gebieten auch auf die Heimatmärkte der deutschen Unternehmen. Steigender Wettbewerbsdruck verlangt nach immer anderen und vor allem immer besseren Lösungen in allen möglichen betrieblichen Bereichen. Für die Umsetzung innovativer Wettbewerbsstrategien bedarf es nicht zuletzt qualifizierten Personals, wobei die Ansprüche an eben diese Qualifikationen ständig steigen. Betrachtet man nun die Reaktionen der Unternehmen bei steigenden Qualifikationsanforderungen liegt die betriebliche Weiterbildung deutlich an der Spitze der ergriffenen Maßnahmen.
Inhaltsverzeichnis
1 Betriebliche Weiterbildung unter dem Zeichen des Wettbewerbsdrucks
2 Begriffsabgrenzungen
3 Weiterbildungsstatistik
4 Das Konzept des lebenslangen Lernens in seiner Bedeutung für die Weiterbildung
5 Gesetzliche und rechtliche Grundlagen
6 Funktionen und Ziele der betrieblichen Weiterbildung
7 Bereiche der betrieblichen Weiterbildung
8 Weiterbildungsformen in der Weiterbildungsstatistik
9 Interne und externe Weiterbildung
10 Organisation von Weiterbildung in Betrieben
10.1 Denzentralisierungsansätze
10.2 Outsourcing
11 Teilnehmerzahlen und Kosten betrieblicher Weiterbildung
11.1 Teilnahmestunden an Lehrveranstaltungen
11.2 Kosten für interne und externe Lehrveranstaltungen
12 Trends in der betrieblichen Weiterbildung
12.1 Zukünftige Weiterbildungsthemen
12.2 Systematische Verknüpfung der Personalentwicklung mit der Unternehmensstratgie
12.3 Blended Learning
13 Fazit – Das lernende Unternehmen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Ausgestaltung der betrieblichen Weiterbildung unter dem wachsenden globalen Wettbewerbsdruck und stützt sich dabei auf Daten aktueller Weiterbildungsberichte. Ziel ist es, den Nutzen und die notwendige strategische Integration von Weiterbildungsmaßnahmen aufzuzeigen, um Unternehmen zukunftsfähig und lernfähig zu halten.
- Bedeutung des lebenslangen Lernens für betriebliche Qualifizierungsprozesse
- Analyse gesetzlicher Rahmenbedingungen und Finanzierungsstrukturen
- Funktionen und Ziele der Weiterbildung im Unternehmen
- Unterscheidung zwischen internen und externen sowie klassischen und modernen Weiterbildungsformen
- Strategische Verknüpfung von Personalentwicklung und Unternehmenszielen
Auszug aus dem Buch
1 Betriebliche Weiterbildung unter dem Zeichen des Wettbewerbsdrucks
„Ansätze der Personalpolitik geraten zunehmend in die Zwickmühle. Einerseits werden gezielte Strategien zur Unternehmensentwicklung rapide dringlicher, weil Veränderungen auf den Märkten immer schneller ablaufen und dramatische Anpassungszwänge resultieren. Andererseits verunklaren sich die Horizonte angesichts unbeherrschbarer Konsequenzen und unüberschaubarer Perspektiven.“ (Faulstich, 1998, S. 15)
Faulstich skizziert hier ziemlich eindringlich, in welcher Situation sich viele Unternehmen heutzutage befinden. Die Globalisierung schreitet kontinuierlich voran und birgt kaum übersehbare Konsequenzen für Unternehmen auch in Deutschland.
Es gibt neue Märkte mit neuen Kunden, um die sich alle Unternehmen verstärkt bemühen müssen. Gleichzeit strömen immer mehr Konkurrenten aus diesen Gebieten auch auf die Heimatmärkte der deutschen Unternehmen. Steigender Wettbewerbsdruck verlangt nach immer anderen und vor allem immer besseren Lösungen in allen möglichen betrieblichen Bereichen. Für die Umsetzung innovativer Wettbewerbsstrategien bedarf es nicht zuletzt qualifizierten Personals, wobei die Ansprüche an eben diese Qualifikationen ständig steigen.
Betrachtet man nun die Reaktionen der Unternehmen bei steigenden Qualifikationsanforderungen liegt die betriebliche Weiterbildung deutlich an der Spitze der ergriffenen Maßnahmen. (siehe Abbildung 1)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Betriebliche Weiterbildung unter dem Zeichen des Wettbewerbsdrucks: Beschreibt den durch Globalisierung und Wettbewerb induzierten steigenden Qualifizierungsbedarf in Unternehmen.
2 Begriffsabgrenzungen: Differenziert zwischen allgemeiner und beruflicher Weiterbildung und erläutert verschiedene Ausprägungsformen.
3 Weiterbildungsstatistik: Stellt die für die Arbeit genutzten Datengrundlagen, insbesondere CVTS II und das Berichtssystem Weiterbildung VIII, vor.
4 Das Konzept des lebenslangen Lernens in seiner Bedeutung für die Weiterbildung: Erörtert die Notwendigkeit kontinuierlicher Lernprozesse als Antwort auf die Wissensgesellschaft.
5 Gesetzliche und rechtliche Grundlagen: Beleuchtet den staatlichen Einfluss durch Bildungsurlaubsgesetze sowie weitere rechtliche Regelungsebenen.
6 Funktionen und Ziele der betrieblichen Weiterbildung: Analysiert die strategischen Aufgaben der Weiterbildung als Investition für das Unternehmen und dessen Mitarbeiter.
7 Bereiche der betrieblichen Weiterbildung: Unterscheidet Maßnahmen nach Zielen und Dauer, konkret: Weiterqualifikation, Weiterentwicklung und Training-on-the-Job.
8 Weiterbildungsformen in der Weiterbildungsstatistik: Trennt zwischen üblichen Lehrveranstaltungen (Kursen/Seminaren) und „anderen“ Lernformen wie Job-Rotation.
9 Interne und externe Weiterbildung: Vergleicht die Verantwortung für Planung und Durchführung sowie die Rentabilität beider Ansätze.
10 Organisation von Weiterbildung in Betrieben: Diskutiert dezentrale Organisationsansätze und das Konzept des Outsourcings für Weiterbildungsabteilungen.
11 Teilnehmerzahlen und Kosten betrieblicher Weiterbildung: Analysiert Kursstunden, geschlechtsspezifische Unterschiede und finanzielle Aspekte der Weiterbildung.
12 Trends in der betrieblichen Weiterbildung: Bietet einen Ausblick auf künftige Themen, die strategische Kopplung zur Personalentwicklung und innovative Lernformen wie Blended Learning.
13 Fazit – Das lernende Unternehmen: Zusammenfassung der strategischen Bedeutung der organisationalen Lernfähigkeit für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.
Schlüsselwörter
Betriebliche Weiterbildung, Lebenslanges Lernen, Globalisierung, Wettbewerbsdruck, Personalentwicklung, Qualifikationsanpassung, Bildungsurlaub, Skills Management, Outsourcing, Blended Learning, Lernendes Unternehmen, Weiterbildungsstatistik, Lehrveranstaltungen, Fachkompetenz, Personalpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die betriebliche Weiterbildung als strategisches Instrument von Unternehmen, um den Herausforderungen von Globalisierung und steigendem Wettbewerbsdruck zu begegnen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens, gesetzliche Grundlagen, die Organisation von Weiterbildung, Kostenstrukturen sowie zukünftige Trends in Lernmethoden und Inhalten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Stellenwert betrieblicher Weiterbildung anhand aktueller Statistiken zu beschreiben und aufzuzeigen, wie sie zur strategischen Lernfähigkeit des Unternehmens beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Literaturrecherche sowie die Auswertung empirischer Daten aus aktuellen nationalen und europäischen Weiterbildungsberichten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, eine Analyse der rechtlichen und funktionalen Rahmenbedingungen, eine statistische Auswertung zu Formen, Kosten und Teilnehmern sowie einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind betriebliche Weiterbildung, lebenslanges Lernen, Personalentwicklung, Kompetenzerweiterung, Skills Management und Blended Learning.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei der Weiterbildung?
Mitarbeiter sind sowohl Zielgruppe als auch aktive Akteure, die durch Qualifizierung ihre Identifikation mit dem Unternehmen stärken und zu dessen Innovationsfähigkeit beitragen.
Warum wird das Konzept des Blended Learning als Trend angesehen?
Es verbindet die Flexibilität digitaler Lernformen (eLearning) mit der sozialen Komponente und der Effektivität von Präsenzveranstaltungen und kompensiert so die Nachteile beider Ansätze.
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- Andrea Töllich (Author), 2004, Die betriebliche Weiterbildung im Hinblick auf Ergebnisse aktueller Weiterbildungsberichte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50129