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Case Management in der Sozialarbeit mit Suchtkranken. Die Methode der sozialen Netzwerkarbeit

Title: Case Management in der Sozialarbeit mit Suchtkranken. Die Methode der sozialen Netzwerkarbeit

Diploma Thesis , 2005 , 118 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Gerda Schulz (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Diplomarbeit thematisiert die Methode des Case Managements in der Arbeit mit Suchtkranken unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Netzwerkarbeit. Case Management als ein Konzept der Sozialen Arbeit, findet in vielen sozialpädagogischen Fachrichtungen Verwendung und wird auch in anderen Bereichen, wie beispielsweise im Gesundheitswesen eingesetzt. Ich stelle diese Methode in der Arbeit mit Suchtkranken vor, einem Klientel mit vielfältigen und komplexen Problemlagen.

Sucht, Verlust von Wohnung oder Arbeit, Verschuldung und Krankheit sind Auswirkungen eines nicht gelingenden Lebens. Die Problemlagen dieser Klientel wirken sich in alle Lebensbereiche aus und die Selbsthilfepotenziale sowie die Ressourcen, welche ein Netzwerk zur Verfügung stellt, können von den Betroffenen nicht verwirklicht und genutzt werden.

Das Ziel Sozialer Arbeit liegt in der selbstständigen Lebensführung der Betroffenen ohne institutionellen Einfluss, einem Selbstmanagement im Kontext des sozialen Netzwerkes. Case Management dient hier als Intervention, um in die Lebensphase eines Menschen einzugreifen, welcher nicht in der Lage ist, seine Alltagsbezüge zu bewältigen. Nach dem dem ökosozialen Ansatz von Wendt (1991, S. 29) werden Menschen nicht als isolierte Individuen betrachtet, sondern immer in ihrer Umgebung, dem jeweiligen sozialen Umfeld wahrgenommen. Die Wechselwirkungen zwischen Umwelt und Individuum beeinflussen die Lebenssituation eines Menschen. Soziale Probleme können dann entstehen, wenn die Bedürfnisse eines Menschen und seine soziale Umwelt schlecht aufeinander abgestimmt sind, wenn also die Bedürfnisse einer Person durch die Umwelt nicht erfüllt werden und die zur Verfügung stehenden individuellen Ressourcen nicht für die Schaffung von entsprechenden Umweltressourcen genutzt werden können (Klug 2003, S. 18/19).

Ziel ist es, die Person so zu stärken, dass sie selbstständig Ressourcen erschließen und eigenständig die Lebensführung übernehmen kann. Mit dem Konzept des Case Managements soll durch eine effektive Hilfeleistung, durch Koordination und unter Partizipation der Betroffenen auf diesen verzweigten Hilfebedarf suchtkranker Menschen eingegangen werden.

Im ökosozialen Ansatz wird ein Individuum immer in seinen sozialen Netzwerkbezügen wahrgenommen, seinen Beziehungen und Verbindungen in unterschiedliche Lebensbereiche. Dies war für mich ausschlaggebend, Case Management unter dem Aspekt der sozialen Netzwerkarbeit zu untersuchen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Grundaspekte von Sucht

1.1 Definition von Sucht

1.2 Entstehung von Sucht

1.3 Problemlagen suchtkranker Menschen

2. Das Konzept von Case Management

2.1 Definition von Case Management

2.2 Entwicklung von Case Management

2.3 Schwerpunkte von Case Management

2.3.1 Klientenorientierter und Einrichtungsorientierter Schwerpunkt

2.3.2 Ethische Probleme

2.4 Funktionen von Case Management

2.5 Verlaufsmodell von Case Management

2.6 Arbeitsschritte von Case Management

2.6.1 Assessment

2.6.2 Hilfeplanung

2.6.3 Intervention

2.6.4 Monitoring

2.6.5 Evaluation

3. Das Konzept der Sozialen Netzwerkarbeit

3.1 Definition eines sozialen Netzwerkes

3.2 Gesellschaftliche Modernisierung und soziale Netzwerke

3.3 Merkmale und Beschreibungsdimensionen sozialer Netzwerke in der Netzwerkanalyse

3.4 Das Konzept der Sozialen Unterstützung

3.4.1 Definition sozialer Unterstützung

3.4.2 Inhaltliche Typologie sozialer Unterstützung

3.5 Negative Aspekte sozialer Netzwerke und sozialer Unterstützung

3.5.1 Formen der belastenden Unterstützung

3.5.2 Belastende Aspekte in den Netzwerken von Drogenabhängigen

3.6 Soziale Netzwerkarbeit in der Praxis

3.6.1 Netzwerkinterventionen

3.6.2 Praktische Techniken in der Sozialen Netzwerkarbeit

3.7 Prinzipien der Sozialen Netzwerkarbeit

4. Netzwerkorientiertes Interview

4.1 Theoretische Vorüberlegungen

4.2 Durchführung des Interviews

4.3 Beschreibung des sozialen Netzwerkes von Martin

4.3.1 Struktur und Inhale im Netzwerk von Martin

4.3.2 Soziale Unterstützung im Netzwerk von Martin

4.3.3 Gewünschtes Netzwerk von Martin

4.4 Netzwerkorientierte Interventionsmöglichkeiten im Netzwerk von Martin

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Anwendung der Methode des Case Managements in der Arbeit mit suchtkranken Menschen, wobei ein besonderer Fokus auf der Integration der sozialen Netzwerkarbeit liegt. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Analyse und Einbeziehung des sozialen Umfelds die Effektivität des Case-Management-Prozesses gesteigert und die Selbstständigkeit der Betroffenen gefördert werden kann.

  • Grundlagen von Sucht und komplexe Problemlagen Drogenabhängiger
  • Das Konzept des Case Managements: Historie, Funktionen und Phasen
  • Soziale Netzwerkarbeit als theoretisches und praktisches Interventionsinstrument
  • Verbindung von Case Management und Netzwerkanalyse in der Praxis
  • Fallbeispiel eines netzwerkorientierten Interviews und daraus abgeleitete Interventionsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

0. Einleitung

Die vorliegende Diplomarbeit thematisiert die Methode des Case Managements in der Arbeit mit Suchtkranken unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Netzwerkarbeit. Case Management als ein Konzept der Sozialen Arbeit, findet in vielen sozialpädagogischen Fachrichtungen Verwendung und wird auch in anderen Bereichen, wie beispielsweise im Gesundheitswesen eingesetzt. Ich stelle diese Methode in der Arbeit mit Suchtkranken vor, einem Klientel mit vielfältigen und komplexen Problemlagen. Sucht, Verlust von Wohnung oder Arbeit, Verschuldung und Krankheit sind Auswirkungen eines nicht gelingenden Lebens. Die Problemlagen dieser Klientel wirken sich in alle Lebensbereiche aus und die Selbsthilfepotenziale sowie die Ressourcen, welche ein Netzwerk zur Verfügung stellt, können von den Betroffenen nicht verwirklicht und genutzt werden.

Das Ziel Sozialer Arbeit liegt in der selbstständigen Lebensführung der Betroffenen ohne institutionellen Einfluss, einem Selbstmanagement im Kontext des sozialen Netzwerkes. Case Management dient hier als Intervention, um in die Lebensphase eines Menschen einzugreifen, welcher nicht in der Lage ist, seine Alltagsbezüge zu bewältigen. Nach dem dem ökosozialen Ansatz von Wendt (1991, S. 29) werden Menschen nicht als isolierte Individuen betrachtet, sondern immer in ihrer Umgebung, dem jeweiligen sozialen Umfeld wahrgenommen. Die Wechselwirkungen zwischen Umwelt und Individuum beeinflussen die Lebenssituation eines Menschen.

Soziale Probleme können dann entstehen, wenn die Bedürfnisse eines Menschen und seine soziale Umwelt schlecht aufeinander abgestimmt sind, wenn also die Bedürfnisse einer Person durch die Umwelt nicht erfüllt werden und die zur Verfügung stehenden individuellen Ressourcen nicht für die Schaffung von entsprechenden Umweltressourcen genutzt werden können (Klug 2003, S. 18/19). Ziel ist es, die Person so zu stärken, dass sie selbstständig Ressourcen erschließen und eigenständig die Lebensführung übernehmen kann. Mit dem Konzept des Case Managements soll durch eine effektive Hilfeleistung, durch Koordination und unter Partizipation der Betroffenen auf diesen verzweigten Hilfebedarf suchtkranker Menschen eingegangen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themenstellung des Case Managements in der Arbeit mit Suchtkranken und die Bedeutung der sozialen Netzwerkarbeit ein.

1. Grundaspekte von Sucht: Das Kapitel definiert den Suchtbegriff, beleuchtet die Entstehung von Sucht anhand des Suchtdreiecks und beschreibt die komplexen physischen, psychischen und sozialen Problemlagen Suchtkranker.

2. Das Konzept von Case Management: Hier werden Definition, historische Entwicklung, Schwerpunkte, Funktionen sowie der idealtypische fünfstufige Prozess des Case Managements detailliert dargelegt.

3. Das Konzept der Sozialen Netzwerkarbeit: Dieses Kapitel erörtert die Definition und Bedeutung sozialer Netzwerke, die Auswirkungen der gesellschaftlichen Modernisierung sowie Methoden der Netzwerkanalyse und sozialen Unterstützung.

4. Netzwerkorientiertes Interview: Die Autorin verknüpft Theorie und Praxis, indem sie ein netzwerkorientiertes Interview mit einem suchtkranken Menschen führt, dessen Netzwerk analysiert und Interventionsmöglichkeiten für diesen konkreten Fall aufzeigt.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Verbindung von Case Management und Netzwerkarbeit sowie einer kritischen Würdigung der im Interview angewandten Methode der Netzwerkkarte.

Schlüsselwörter

Case Management, soziale Netzwerkarbeit, Suchthilfe, Drogenabhängigkeit, Soziale Unterstützung, Netzwerkanalyse, Ökosozialer Ansatz, Hilfeplanung, Empowerment, Selbstmanagement, Intervention, Ressourcen, Klientenorientierung, Netzwerkkonferenz, Fallführung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Case-Management-Konzepts im Bereich der Suchthilfe, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der sozialen Netzwerkarbeit liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Lebenssituation von Suchtkranken, der methodischen Durchführung von Case Management und der Bedeutung sowie Modifikation persönlicher Unterstützungsnetzwerke.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine Verbindung von Case Management und sozialer Netzwerkarbeit die Hilfeprozesse effektiver gestaltet und das Ziel einer selbstständigen Lebensführung der Klienten besser erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Neben einer umfassenden Literaturanalyse zur Theorie von Case Management und Netzwerkarbeit führt die Autorin ein netzwerkorientiertes Interview (Netzwerkkarte) mit einem suchtkranken Menschen durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung von Sucht, Case Management und Netzwerkarbeit sowie eine praktische Fallanwendung, in der das Netzwerk eines Klienten visualisiert und analysiert wird.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Zu den prägenden Begriffen gehören: Case Management, soziale Netzwerkarbeit, Drogenabhängigkeit, soziale Unterstützung, Netzwerkanalyse und Empowerment.

Welche Rolle spielt das Interview mit Martin in der Arbeit?

Das Interview dient dazu, die theoretischen Ansätze der Netzwerkanalyse an einem realen Beispiel zu erproben und die Möglichkeiten sowie Grenzen netzwerkorientierter Interventionen bei einem Klienten mit Suchtproblematik aufzuzeigen.

Wie bewertet die Autorin die Anwendung der Netzwerkkarte im Rahmen des Assessments?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Netzwerkkarte eine wertvolle Ergänzung ist, jedoch hohe Anforderungen an die Vertrauensbasis zwischen Klient und Fachkraft stellt, weshalb ihre Anwendung im Erstgespräch einfühlsam erfolgen muss.

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Details

Title
Case Management in der Sozialarbeit mit Suchtkranken. Die Methode der sozialen Netzwerkarbeit
College
Wiesbaden University of Applied Sciences
Grade
1,7
Author
Gerda Schulz (Author)
Publication Year
2005
Pages
118
Catalog Number
V50184
ISBN (eBook)
9783638464550
ISBN (Book)
9783638728508
Language
German
Tags
Case Management Sozialarbeit Suchtkranken Berücksichtigung Netzwerkarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gerda Schulz (Author), 2005, Case Management in der Sozialarbeit mit Suchtkranken. Die Methode der sozialen Netzwerkarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50184
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