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Ärztemangel? Die hausärztliche Versorgung in ländlichen Regionen Bayerns

Titel: Ärztemangel? Die hausärztliche Versorgung in ländlichen Regionen Bayerns

Bachelorarbeit , 2019 , 83 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Antonia Walter (Autor:in)

Soziologie - Medizin und Gesundheit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht die hausärztliche Versorgung in ländlichen Regionen in Bayern, die Auswirkungen des Hausärztemangels und mögliche Gegenmaßnahmen.

Zunächst wird das System der kassenärztlichen Gesundheitsversorgung in Deutschland dargestellt. Hierbei wird auf die Kassenärztliche Bundesvereinigung sowie die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns eingegangen und deren Aufbau und Aufgaben erklärt. Im Anschluss wird der Ist-Zustand der hausärztlichen Versorgung in Bayern thematisiert. Hierzu wird auf die genauen Zahlen in Bayern eingegangen, Gründe für die jetzige Situation herausgearbeitet, Konsequenzen für Bürger und Ärzte dargestellt und abschließend die Region Unterfranken als Beispiel einer ländlichen Region noch einmal speziell vorgestellt. Es folgt ein Überblick über bisherige Maßnahmen gegen einen möglichen Hausärztemangel. Zudem wird der Zusammenhang zwischen dem Thema und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung analysiert.

Das Thema der hausärztlichen Versorgung, vor allem auf dem Land, wird in den Medien immer wieder thematisiert. Schlagzeilen wie "Hausärztemangel in Deutschland: Die große Landflucht", "Sterben unsere Ärzte aus?" oder "Hausarzt-Mangel: In Bayern stehen 600 Praxen leer" beherrschen die Nachrichten. Die Bemühungen der Politik und des Gesundheitswesens gegenzusteuern scheinen bisher allerdings nicht zu fruchten. Überfüllte Wartezimmer, lange Wartezeiten auf einen Termin und Aufnahmestopps bei Hausärzten sind die Probleme, die es zu lösen gilt. In ländlichen Gemeinden kommen teilweise nur 22 Ärzte auf fast 45.000 Einwohner und der nächste Hausarzt ist häufig ausschließlich mit dem Auto und einer 25-minütigen Fahrt zu erreichen. Besonders für die ältere Generation oder körperlich eingeschränkte Personen stellt dies ein kaum überwindbares Hindernis dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodik

3. Das kassenärztliche System in Deutschland

3.1 Der Hausarzt im System der kassenärztlichen Versorgung

3.2 Die Kassenärztlichen Vereinigungen

3.2.1 Allgemein

3.2.2 Aufbau der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

3.2.3 Aufgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

3.2.4 Gesamtverträge

3.3 Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns

4. Stand der hausärztlichen Versorgung in Bayern und speziell am Beispiel Unterfranken

4.1 Zahlen in Bayern und Interpretation

4.1.1 Allgemein

4.1.2 Versorgungsgrad

4.1.3 Ländlicher Raum

4.1.4 Altersverteilung, Ärztestruktur und Hausärztemangel

4.2 Gründe für die jetzige Situation

4.2.1 Allgemein

4.2.2 Bedarfsplanung

4.2.3 Stadt-Land-Flucht

4.2.4 Fehlender Nachwuchs

4.2.5 Generation Y

4.2.6 Abwanderung von Ärzten

4.2.7 Demografischer Wandel in der Bevölkerung

4.3 Konsequenzen

4.3.1 Konsequenzen für die Bevölkerung

4.3.2 Konsequenzen für die Ärzte

4.4 Unterfranken als Beispiel einer ländlichen Region

4.4.1 Auswahl der Region Unterfranken

4.4.2 Zahlen und Fakten dieser Region

5. Maßnahmen gegen den Hausärztemangel in Bayern und speziell in Unterfranken

5.1 Maßnahmen in Bayern

5.1.1 Allgemein

5.1.2 Ausländische Ärzte

5.1.3 Digitalisierung

5.1.4 Finanzielle Unterstützung

5.1.5 Rechtliche Veränderungen

5.1.6 „Hausarzt light“

5.1.7 Hausarztzentrierte Versorgung

5.1.8 Kommunalbüro für ärztliche Versorgung

5.1.9 Masterplan Medizinstudium 2020

5.1.10 Verschiedenes

5.2 Maßnahmen in Unterfranken

6. Hausärztemangel und die Gesetzliche Unfallversicherung am Beispiel der VBG in Bayern

6.1 Das System der ärztlichen Versorgung in der Gesetzlichen Unfallversicherung

6.2 Folgen eines möglichen Hausärztemangels für die Gesetzliche Unfallversicherung anhand einer Umfrage

6.2.1 Gestaltung und Durchführung der Umfrage

6.2.2 Ergebnisse der Umfrage

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht den aktuellen Stand der hausärztlichen Versorgung in den ländlichen Regionen Bayerns, beleuchtet potenzielle Ursachen für einen drohenden Hausärztemangel und analysiert wirksame Gegenmaßnahmen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Auswirkungen dieses Mangels auf die Prozesse der Gesetzlichen Unfallversicherung (VBG).

  • Systematik der kassenärztlichen Versorgung und Bedarfsplanung in Deutschland
  • Analyse des Ist-Zustands der ärztlichen Versorgung in Bayern mit Fokus auf Unterfranken
  • Identifikation der Treiber hinter der ärztlichen Unterversorgung auf dem Land
  • Bewertung politischer und struktureller Lösungsansätze gegen den Ärztemangel
  • Einflussanalyse des Hausärztemangels auf die Rehabilitationsabteilungen der VBG

Auszug aus dem Buch

4.1.4 Altersverteilung, Ärztestruktur und Hausärztemangel

Das Durchschnittsalter der Ärzte in Bayern betrug bei der Erhebung 2018 55,3 Jahre und 35,2 % der Ärzte waren über 60 Jahre alt. Dabei waren 42 % weiblich und 58 % männlich.32

Im ersten Moment mögen all diese Zahlen eine gute und ausreichende hausärztliche Versorgung in Bayern verheißen, doch wie oben bereits angedeutet, sind größtenteils die Durchschnittszahlen im grünen Bereich. Auch der hohe Altersdurchschnitt lässt nichts Gutes verhoffen. Ärzte können nicht ewig arbeiten und somit liegt die Vermutung nahe, dass viele der bereits über 60-Jährigen immer noch praktizierender Ärzte bald in den Ruhestand gehen. Sollte dies geschehen, können die jüngeren Ärzte diesen Wegfall keinesfalls ausgleichen, da sie zahlenmäßig bei Weitem unterlegen sind.

Es ist also festzustellen, dass es nach den bestehenden Definitionen keinen Hausärztemangel zu geben scheint (bis auf wenige Regionen). Jedoch steht eine Verschlechterung der gegenwärtigen Situation unmittelbar bevor. Ein Großteil der Hausärzte befindet sich bereits in einem Alter über 60 Jahren und steht kurz davor in den Ruhestand zu gehen. Bis 2008 galt noch eine verpflichtende Altersgrenze von 68 Jahren. Mittlerweile ist es den Ärzten gestattet worden so lange zu praktizieren, wie sie möchten, um einem drohenden Hausärztemangel so lange wie möglich zu umgehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert das öffentliche und politische Interesse am Hausärztemangel und definiert die Forschungsfragen sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.

2. Methodik: Beschreibt das gewählte Vorgehen, welches auf einer Literaturrecherche sowie Experteninterviews mit Sachbearbeitern der VBG in Bayern basiert.

3. Das kassenärztliche System in Deutschland: Dient als theoretische Grundlage und erklärt die Aufgaben der Kassenärztlichen Vereinigungen sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Bedarfsplanung.

4. Stand der hausärztlichen Versorgung in Bayern und speziell am Beispiel Unterfranken: Analysiert den Versorgungsgrad, die demografischen Entwicklungen und die spezifische Situation in Unterfranken anhand statistischer Daten.

5. Maßnahmen gegen den Hausärztemangel in Bayern und speziell in Unterfranken: Stellt verschiedene Strategien und Projekte vor, von der Digitalisierung über finanzielle Anreize bis hin zu neuen Ausbildungskonzepten für Medizinstudenten.

6. Hausärztemangel und die Gesetzliche Unfallversicherung am Beispiel der VBG in Bayern: Untersucht anhand einer durchgeführten Umfrage, ob der Mangel an Hausärzten negative Auswirkungen auf die Reha-Prozesse der gesetzlichen Unfallversicherung hat.

7. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Wirksamkeit der untersuchten Maßnahmen sowie die künftigen Herausforderungen für die gesundheitliche Versorgung.

Schlüsselwörter

Hausärztemangel, Bedarfsplanung, Kassenärztliche Vereinigung, Bayern, Unterfranken, Demografischer Wandel, Landarztquote, Medizinstudium, Telemedizin, Gesetzliche Unfallversicherung, Versorgungsgrad, Nachwuchsförderung, ambulante Versorgung, Praxisverkauf, Gesundheitsregion Plus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aktuelle hausärztliche Versorgungssituation in Bayern mit einem Fokus auf ländliche Gebiete, untersucht die Ursachen für den Ärztemangel und evaluiert politische Lösungsstrategien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die kassenärztliche Bedarfsplanung, der demografische Wandel der Ärzteschaft, politische Förderprogramme und die spezifische Situation der Region Unterfranken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein realistisches Bild der hausärztlichen Versorgung zu zeichnen, zu prüfen, ob von einem Hausärztemangel gesprochen werden kann, und die Auswirkungen auf die Gesetzliche Unfallversicherung zu beurteilen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche und qualitativen Experteninterviews mit Sachbearbeitern der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) in Bayern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des kassenärztlichen Systems, eine detaillierte Analyse der Ist-Situation, die Vorstellung zahlreicher Gegenmaßnahmen sowie eine Untersuchung der Auswirkungen auf die Unfallversicherung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Hausärztemangel, Bedarfsplanung, Versorgungsgrad, Landarztquote, Digitalisierung und Gesetzliche Unfallversicherung.

Welche Auswirkungen hat der Hausärztemangel laut der VBG-Umfrage?

Die Mehrheit der befragten Sachbearbeiter sieht keinen großen Einfluss auf die Reha-Sachbearbeitung, da Unfallpatienten primär durch spezialisierte D-Ärzte und nicht zwingend durch Hausärzte betreut werden.

Warum spielt die Region Unterfranken eine besondere Rolle?

Unterfranken wurde als Beispiel gewählt, um die Diskrepanz zwischen städtischen Ballungsräumen und ländlichen, teilweise unterversorgten Gebieten sowie die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die lokale Praxislandschaft detailliert aufzuzeigen.

Welche Bedeutung hat der „Masterplan Medizinstudium 2020“?

Dieser Plan gilt als die derzeit bedeutendste Maßnahme, um durch eine Reform der Studienstrukturen, neue Auswahlkriterien und die Einführung der Landarztquote dem drohenden Ärztemangel langfristig entgegenzuwirken.

Inwieweit beeinflusst der demografische Wandel die Versorgung?

Sowohl die Überalterung der Ärzteschaft, die kurz vor dem Ruhestand steht, als auch die alternde Bevölkerung mit zunehmendem Bedarf an chronischer Betreuung führen zu einer hohen Belastung, die das bestehende System unter Druck setzt.

Ende der Leseprobe aus 83 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ärztemangel? Die hausärztliche Versorgung in ländlichen Regionen Bayerns
Hochschule
Hochschule der gesetzlichen Unfallversicherungen
Note
1,3
Autor
Antonia Walter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
83
Katalognummer
V503388
ISBN (eBook)
9783346046543
ISBN (Buch)
9783346046550
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ärztemangel Landarzt Hausärztemangel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Antonia Walter (Autor:in), 2019, Ärztemangel? Die hausärztliche Versorgung in ländlichen Regionen Bayerns, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503388
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Leseprobe aus  83  Seiten
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