Kommunikationsmangel in Kliniken. Der Personalmangel und dessen Folgen


Hausarbeit, 2019

17 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Ihaltsverzeichis

1. Abkürzungsverzeichnis/Fachwörter

2. Einführung

3. Kommunikationsmodelle

4. Voraussetzung für eine gute Kommunikation

5. Onlineumfrage
5.1. Beschreibung der Umfrage
5.2. Ergebnisse der Umfrage
5.3. Auswertung der Umfrage

6. Kommunikationsprobleme in Bezug auf die Kommunikationsmodelle

7. Diskussion

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis

1. Abkürzungsverzeichnis/Fachwörter

Nexus und Orbis:

Sind zwei Systeme die für Kliniken entwickelt wurden, um die Dokumentation zu digitalisieren.

(Quelle: https://global.agfahealthcare.com/dach/krankenhaus-informationssystem/https://de-de.nexus-ag.de/krankenhaus )

Axiom:

Synonym: Grundsatz, Lehrsatz, Leitsatz

(Quelle: Duden)

2. Einführung

Zurzeit herrscht ein großer Personalmangel in Kliniken, laut der Gewerkschaft Verdi fehlten im Jahr 2018 rund 80.000 Pflegekräfte in den Kliniken (Quelle: www.aerzteblatt.de). Die Mitarbeiter sind überlastet und/oder fühlen sich nicht richtig wertgeschätzt, was zu großen Auseinandersetzungen auf Station führen kann (Quelle: www.aerzteblatt.de). In dieser Arbeit wird das Thema „Kommunikationsprobleme in Kliniken durch Personalmangel und deren Folgen“ bearbeitet. Das Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, warum die Kommunikation so schlecht ist und welche Lösungen es für Kommunikationsprobleme und vor allem für deren Folgen geben kann. Zunächst werden die einzelnen Kommunikationsmodelle vorgestellt. Dazu gehört das Kommunikationsmodelle des Psychotherapeuten Paul Watzlawick, für den die Mimik, die Gestik und die Beziehung zwischen zwei Menschen im Vordergrund steht. Weiterhin geht es bei dem Kommunikationsmodell des Psychologen Friedemann Schulz von Thun um das Quadrat der Nachricht und dass es mindestens einen Sender und einen Empfänger in der Kommunikation geben muss. Für den Psychiater Eric Berne gibt es während einer Kommunikation 3 verschiedene Ich-Zustände. Das Erwachsenen-Ich, das Kind-Ich und das Eltern- Ich. Für diese Arbeit wurde zusätzlich eine Onlineumfrage angelegt und über die Sozialen Medien durchgeführt. Es wurden Fragen rund um die Kommunikation auf Station zwischen Arzt und Pflegekraft gestellt. Die Befragten waren ausschließlich Ärzte und Pflegekräfte. Nachdem die Onlineumfrage abgeschlossen war, wurden die Daten zunächst gesammelt und zum Teil sortiert. Danach wurden Diagramme erstellt und die Onlineumfrage wurde ausgewertet. Im Anschluss zur Auswertung wurden die Ergebnisse der Onlineumfrage bewertet. Die Störfaktoren, also die Ergebnisse der Onlineumfrage, wurden nun mit den Kommunikationsmodellen begutachtet. Im abschließenden Fazit wurden die gesammelten Ergebnisse zusammengefasst.

3. Kommunikationsmodelle

3.1 Kommunikationsmodell nach Watzlawick

Das Kommunikationsmodell nach dem Psychotherapeuten Paul Watzlawick beruht auf fünf Axiomen.

1. Man kann nicht nicht kommunizieren

Jedes Verhalten des Menschen hat Mitteilungscharakter, laut Watzlawick kann man Kommunikation nur theoretisch trennen und nicht praktisch.

2. Jede Kommunikation enthält einen Beziehungs- und Inhaltsaspekt

Kommunikation erhält eine Beziehung aufrecht oder schafft Beziehungen. Nach Watzlawick gibt es einen Inhaltsaspekt „Was wird gesagt“ und einen Beziehungsaspekt „Wie wird es gesagt“. Der Inhaltsaspekt vermittelt die Daten eines Gespräches und der Beziehungsaspekt weist an, wie die Daten erfasst werden sollen.

3. Zwischenmenschliche Beziehungen sind durch die Interpunktion von Kommunikationsabläufen geprägt

Geben Kommunikationsteilnehmer den prinzipiellen unendlichen Kommunikationsabläufen eine entsprechende Struktur, z.B. nach Ursache und Wirkung, spricht man von Interpunktion. Der Begriff steht für einen subjektiv empfundenen Ausgangspunkt in einem permanenten Prozess.

4. Kommunikation zwischen Menschen bedient sich digitaler und analoger Modalitäten

Das gesprochene Wort steht für die digitale Art einer Darstellung (digitale Modalität), Mimik und Gestik für die analoge Darstellung (analoge Modalität). Den Zusammenhang beider Kommunikationsformen gibt es nur beim Menschen.

5. Kommunikation kann auf symmetrischen und komplementären Beziehungen beruhen

Symmetrische Beziehungen zeichnen sich durch Streben nach Gleichheit und Verminderung von Unterschieden zwischen den Partnern aus, während komplementäre Interaktionen auf sich gegenseitig ergänzenden Unterschieden basieren.

(Quelle: Pflegeheute)

3.2 Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun

Der Psychologe Friedmann Schulz von Thun bezeichnet vier Ebenen der Kommunikation als das Quadrat der Nachricht. Die Kommunikation setzt mindestens zwei Partner voraus, einen Sender und einen Empfänger. Die Nachricht, die in einem Gespräch weitervermittelt werden soll, ist für beide Partner aus vier Botschaften zusammengesetzt:

- Die eigentliche Sache
- Das Befinden des Sprechers
- Die Beziehung der Partner
- Der Zweck, den der Sender erreichen möchte

Der Empfänger hat laut Schulz von Thun bildlich gesprochen vier Ohren:

- Sachohr: Wie ist der Sachverhalt zu verstehen? Um was genau geht es?
- Selbstoffenbarungsohr: Wer ist der Sender? Was erfahre ich über den Sender?
- Beziehungsohr: Wie redet der Sender mit mir? In welcher Beziehung steht der Sender zu mir?
- Appellohr: Was soll ich mit seiner Mitteilung denken oder fühlen? Wozu möchte mich der Sender veranlassen?

(Quelle: Pflegeheute)

3.3 Kommunikationsmodell der Transaktionsanalyse

Die Transaktionsanalyse ist das Kommunikationsmodell des Psychiaters Eric Berne, demnach haben die Kommunikationspartner drei Ich-Zustände:

- Eltern-Ich: Das Eltern-Ich kann stützend aber auch kritisch sein
- Erwachsenen-Ich: Das Erwachsenen-Ich wirkt nüchtern, neutral, vernunftbetont und sachlich
- Kind-Ich: Ist kindlich, spontan kann aber auch angepasst sein

Laut diesem Kommunikationsmodell stehen sich während eines Gespräches von zwei Personen jeweils drei Ich- Zustände gegenüber. Demnach lassen sich unterschiedliche Reiz-Antwort Kombinationen denken:

- Parallel-Transaktionen (Komplementär- Transaktionen): Bei diesen Transaktionen treffen zwei passende Ich-Zustände aufeinander, zwei Erwachsenen-Ich Zustände oder Kind-Ich Zustand und Eltern-Ich Zustand.
- Kreuz-Transaktionen: Bei diesen Transaktionen kommt es meist zum Konflikt, da ein falscher Ich-Zustand reagiert, ein Erwachsenen-Ich und ein Eltern-Ich
- Verdeckte Transaktionen: Wenn die Nachricht falsch wahrgenommen wird, kann es zu großen Unstimmigkeiten führen, da ein Ich-Zustand reagiert jedoch ein anderer Ich-Zustand verdeckt auch reagiert.

Mit diesem Modell kann man die eigene Kommunikation reflektieren und Gespräche analysieren.

(Quelle: Pflegeheute)

4. Voraussetzung für eine gute Kommunikation

Die Voraussetzung für eine gute Kommunikation ist das aktive Zuhören des Gegenübers. Der Empfänger sollte sich auf den Sender der Nachricht konzentrieren und ihm dies mit Blickkontakt signalisieren, auch gezielte Fragen zeigen dem Sender, dass der Empfänger sich für ihn und die Nachricht interessiert. Jedoch bedeutet das aktive Zuhören nicht, dass man dem Sender zustimmt, die Bereitschaft, den Standpunkt des Senders zu verstehen, ist nicht gleichzusetzen damit, den Standpunkt zu teilen. „Vertreten Sie sich selbst in Ihren Aussagen; sprechen Sie per „ich“ – und nicht per „wir“ oder „man“.“, diese Regel formulierte Ruth Cohn in der Themenzentrierten Interaktion.

5. Onlineumfrage

Viele Klinken möchten trotz dem erheblichen Personalmangel nicht, dass ihre Klink schlechte Schlagzeilen macht oder ihre Mitarbeiter schlechte Situationen oder Zustände nach außen tragen. Deswegen wurde eine Onlineumfrage erstellt, in die Ärzte und Pflegekräfte anonym online Fragen zum Thema Kommunikationsprobleme durch Personalmangel und die Folgen beantworten konnten.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Kommunikationsmangel in Kliniken. Der Personalmangel und dessen Folgen
Hochschule
Hochschule Fresenius Frankfurt
Note
2,7
Autor
Jahr
2019
Seiten
17
Katalognummer
V503499
ISBN (eBook)
9783346045904
ISBN (Buch)
9783346045911
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunikation, Kommunikationsprobleme, Personalmangel, Pflege, Krankenhaus, Kliniken
Arbeit zitieren
Nathalie Müller (Autor:in), 2019, Kommunikationsmangel in Kliniken. Der Personalmangel und dessen Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503499

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