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Chinas politökonomische Beziehungen zu Sub-Sahara Afrika. Wirtschaftliche Zusammenarbeit und politische Strategie

Title: Chinas politökonomische Beziehungen zu Sub-Sahara Afrika. Wirtschaftliche Zusammenarbeit und politische Strategie

Diploma Thesis , 2007 , 82 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christin Wesser (Author)

Orientalism / Sinology - Chinese / China
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit hat es sich zum Ziel gesetzt einen ganzheitliche Überblick über die gesamte Problematik der chinesischen Beziehungen zu Sub-Sahara Afrika zu geben. Dabei soll auf grundlegende politische Strategien ebenso wie wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Verknüpfung zwischen Wirtschaft und Politik eingegangen werden.

Die chinesische Volkswirtschaft hat in den vergangenen 25 Jahren einen einzigartigen Wachstums- und Entwicklungsprozess durchlaufen. Wachstumsraten um die 10% waren keine Seltenheit. Seit etwa 10 Jahren hat sich China größtenteils unbemerkt neben den USA und den ehemaligen Kolonialmächten Großbritannien und Frankreich auch in Sub- Sahara Afrika als einflussreicher Akteur etabliert. Die Folgen und Tragweite sind erst in Ansätzen zu erkennen, doch stellt die Rückkehr Chinas auf den Kontinent eine zentrale Entwicklung dar, die sowohl innen- als auch außenpolitische Verhältnisse der afrikanischen Staaten beeinflussen könnte.

Die Arbeit gliedert sich deshalb folgendermaßen. Im einführenden Teil über die chinesische Afrikapolitik wird zunächst ein kurzer Abriss über die Geschichte Chinas seit Gründung der Volksrepublik und Sub-Sahara Afrika seit Ende des Zweiten Weltkrieges gegeben. Danach wird die Entwicklung der sino-afrikanischen Beziehungen und die Gründung des Forum on China - Africa Cooperation näher erläutert. Abschließend wird auf grundlegende politische Vorgehensweisen Chinas in Afrika eingegangen. Der zweite Teil befasst sich mit der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Dabei werden erst einmal die aktuellen Positionen Chinas und Sub-Sahara Afrikas im Welthandel beschrieben, anschließend die Möglichkeiten für afrikanische Produkte ebenso wie drohende Konkurrenz durch chinesische Erzeugnisse aufgezeigt. Weiterhin sollen die gegenseitigen Direktinvestitionen dargelegt werden. Im vierten Kapitel wird schließlich der Zusammenhang zwischen Politik und Wirtschaft näher untersucht. Dabei wir zunächst auf die allgemeine Politökonomie Chinas eingegangen. Daraufhin werden drei Vorgehensweisen Chinas aufgezeigt. Diese sollen an den Beispielen Sudan und Simbabwe ebenso wie der Taiwanfrage noch einmal veranschaulicht werden. Abschließend wird kurz auf die möglichen politischen Folgen für Sub-Sahara Afrika eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Chinesische Afrikapolitik

2.1 Die Volksrepublik China seit 1949

2.2 Sub-Sahara Afrika seit 1945

2.3 Entwicklung der China - Sub-Sahara Afrika Beziehungen

2.4 Forum on China-Africa Cooperation

2.5 Chinas Außenpolitik

2.6 Gipfeldiplomatie

2.7 Nichteinmischung und Sino-Afrikanische Diplomatie

3. Wirtschaftliche Zusammenarbeit

3.1 China in der Weltwirtschaft

3.2 Sub-Sahara-Afrika in der Weltwirtschaft

3.3 Chinas Handel mit Sub-Sahara Afrika

3.4 China als Markt für afrikanische Exporte

3.5 Konkurrenz Chinas auf Drittmärkten

3.6 Konkurrenz durch chinesische Importe

3.7 Dienstleistungshandel

3.8 Foreign Direct Investment zwischen China und Sub-Sahara Afrika

4. Politökonomische Verbindungen

4.1 Politökonomie Chinas

4.2 Entwicklungshilfe

4.3 Waffenlieferungen

4.4 Gegenseitige Unterstützung in internationalen Foren

4.5 Sudan

4.6 Simbabwe

4.7 Taiwan

4.8 Folgen für Sub-Sahara Afrika

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, einen ganzheitlichen Überblick über die politökonomischen Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und den Staaten südlich der Sahara (Sub-Sahara Afrika) zu geben, wobei sowohl die politischen Strategien Chinas als auch die ökonomischen Wechselwirkungen und die damit verbundenen Folgen für den afrikanischen Kontinent analysiert werden.

  • Historische Entwicklung der sino-afrikanischen Beziehungen seit 1949.
  • Analyse der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, insbesondere im Bereich Rohstoffhandel und Direktinvestitionen.
  • Die Rolle politischer Instrumente wie Entwicklungshilfe und Waffenlieferungen.
  • Chinas Nichteinmischungsprinzip und die Auswirkungen auf Demokratisierungsprozesse in Afrika.
  • Fallstudien zu politischen Schwerpunkten wie Sudan, Simbabwe und der Taiwanfrage.

Auszug aus dem Buch

2.3 Entwicklung der China - Sub-Sahara Afrika Beziehungen

Bereits seit dem 15. Jahrhundert nach den Entdeckungsreisen des Admiral Zheng He treibt China regen Handel mit Ostafrika. Doch mit der Ankunft der Europäer wurde die Verbindung für fast 400 Jahre abgebrochen.

In den letzten 50 Jahren haben sich die Beziehungen zwischen China und Sub-Sahara Afrika merklich entwickelt. Dabei lässt sich dieser Zeitrahmen in 3 Perioden unterteilen. Die erste bildet die Zeit der afrikanischen Unabhängigkeiten, ab 1971 folgt die Zeit, in der China der ständige Sitz im UN Sicherheitsrat zuerkannt wurde, danach kommt die post-maoistische Periode.

Vor den 50er Jahren spielte Afrika in Chinas Außenpolitik nur eine geringe Rolle. Doch bald suchte China neue Verbündete und Partner im Kampf um die internationale Anerkennung und unterstützte aktiv den Dekolonisationsprozess in Afrika. Die Konferenz von Bandung in Indonesien 1955 bot eine Chance die Beziehungen zu Afrika wiederzubeleben. Sie wurde als ein Treffen von 29 asiatischen und afrikanischen Ländern, die alle eine ähnliche koloniale Vorgeschichte hatten, abgehalten. Während der Konferenz wurden die, von China bereits zu einem früheren Zeitpunkt formulierten 5 Prinzipen der friedlichen Koexistenz (gegenseitiger Respekt der Souveränität und der territorialen Integrität, gegenseitiger Nichtangriff, gegenseitige Nichteinmischung in innere Angelegenheiten, Gleichberechtigung und gegenseitiger Nutzen, freundschaftliche Beziehungen mit allen Ländern aufzunehmen bzw. zu entwickeln) auch von den afrikanischen Teilnehmerstaaten anerkannt. Premierminister Zhou Enlai würdigte die Verdienste von Tunesien, Marokko und Algerien im Unabhängigkeitskampf und verurteilte die Diskriminierung in Südafrika. Im Zuge dieser Entwicklung nahm Zhou Enlai kurz darauf die ersten offiziellen bilateralen Beziehungen zu einem afrikanischen Staat namentlich Ägypten auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung Chinas als einflussreicher politischer und wirtschaftlicher Akteur in Sub-Sahara Afrika ein und umreißt die Struktur sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Chinesische Afrikapolitik: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung der diplomatischen Beziehungen, die Gründung des FOCAC und die außenpolitische Strategie Chinas in Afrika, einschließlich des Prinzips der Nichteinmischung.

3. Wirtschaftliche Zusammenarbeit: Hier werden die wirtschaftlichen Positionen beider Seiten im Welthandel, der Rohstoffhandel, der Wettbewerb auf Märkten sowie das Ausmaß der ausländischen Direktinvestitionen (FDI) analysiert.

4. Politökonomische Verbindungen: Dieses Hauptkapitel untersucht die Verzahnung von politischem Einfluss und wirtschaftlichem Nutzen durch Entwicklungshilfe, Waffenlieferungen und Fallbeispiele wie den Sudan oder Simbabwe.

5. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die asymmetrische Natur der Wirtschaftsbeziehungen sowie die Herausforderungen für eine künftige, konfliktfreie Entwicklung.

Schlüsselwörter

China, Sub-Sahara Afrika, Politökonomie, Außenpolitik, Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Rohstoffhandel, Entwicklungshilfe, Waffenlieferungen, Nichteinmischung, FOCAC, Direktinvestitionen, Geopolitik, Süd-Süd-Kooperation, Sudan, Simbabwe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die vielschichtigen politökonomischen Beziehungen zwischen China und den Staaten südlich der Sahara mit Fokus auf der historischen Entwicklung, den wirtschaftlichen Verflechtungen und dem politischen Einfluss Chinas.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die chinesische Afrikapolitik, der wachsende Handelsaustausch von Rohstoffen, Direktinvestitionen, die Rolle der Entwicklungshilfe sowie die sicherheitspolitische Komponente durch Waffenlieferungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, einen ganzheitlichen Überblick über die Problematik der sino-afrikanischen Beziehungen zu geben und die Wechselwirkung von politischen Strategien und wirtschaftlichem Handeln zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Methode, die auf der Auswertung bestehender Literatur, Statistiken und Berichte basiert, um die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen seit 1949 darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Strategie Chinas in Afrika, eine detaillierte Analyse der wirtschaftlichen Zusammenarbeit (Handel, Investitionen) sowie die Untersuchung der politischen Verbindungen durch Hilfe und diplomatische Unterstützung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie China, Sub-Sahara Afrika, Politökonomie, Rohstoffhandel, Nichteinmischung, FOCAC und diplomatische Einflussnahme charakterisiert.

Welche Rolle spielt das Prinzip der Nichteinmischung für Chinas Afrikapolitik?

Es dient als strategisches Grundprinzip, das China ermöglicht, diplomatische Beziehungen unabhängig von westlichen Bedingungen wie Good Governance oder Menschenrechten zu führen und sich gleichzeitig als Alternative zu Institutionen wie IWF und Weltbank zu positionieren.

Wie beeinflusst die chinesische Rohstoffnachfrage die Entwicklung in Sub-Sahara Afrika?

Die steigende Nachfrage führt zu einem Wirtschaftsaufschwung und höheren Preisen für Rohstoffe, birgt jedoch das Risiko einer einseitigen Spezialisierung und fördert in manchen Fällen eine asymmetrische Abhängigkeit, bei der nur kleine Eliten profitieren.

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Details

Title
Chinas politökonomische Beziehungen zu Sub-Sahara Afrika. Wirtschaftliche Zusammenarbeit und politische Strategie
College
University of Applied Sciences Zwickau
Grade
2,0
Author
Christin Wesser (Author)
Publication Year
2007
Pages
82
Catalog Number
V503587
ISBN (eBook)
9783346054371
ISBN (Book)
9783346054388
Language
German
Tags
China Afrika Sub-Sahara Wirtschaft Ökonomie Export Import
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christin Wesser (Author), 2007, Chinas politökonomische Beziehungen zu Sub-Sahara Afrika. Wirtschaftliche Zusammenarbeit und politische Strategie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503587
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