Diese Arbeit thematisiert, inwieweit die Medien unser Gesundheitsverhalten beeinflussen. Grundlage hierfür bildet die Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur Erfassung der Einschätzung von sechzehn bis fünfundzwanzig-jährigen Probanden. Bestimmen die Medien schon längst unseren Alltag? Haben sie wirklich einen so großen Einfluss auf uns? Wenn ja, welchen? Bestimmen wir selbst wie groß dieser Einfluss ist? Vermitteln sie aufgrund der Sensationslust ein falsches Realitätsbild? Müssen wir den Umgang mit Medien vielleicht sogar erst neu erlernen? Welche positiven - und welche Risikofaktoren bringt die veränderte Mediennutzung mit sich? All das sind Fragen mit der sich die moderne Gesellschaft immer wieder bewusst und unbewusst auseinandersetzt und die belegen, dass Diskussionen um und über die Medien nie an Aktualität verlieren.
Auf der Basis der Studienergebnisse werden Präventions-, Interventions-, Beratungs- und Schulungs-Tools in Bezug auf den Umgang mit Medien entwickelt und ein Verständnis für eine nachhaltige und angemessene Mediennutzung geschaffen werden. Einsatzgebiete sind demnach die Gesundheits- und Sozialpsychologie. Die Relevanz des Testverfahrens besteht darin, dass die Medien einen immer größeren Stellenwert in unserem Alltag einnehmen und neben den positiven Faktoren auch einige Risikofaktoren mit sich bringen. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene nehmen den Einfluss der Medien oft nur unbewusst wahr und unterschätzen deren Auswirkungen auf Körper und Psyche. Es ist wichtig, diese darüber aufzuklären, sodass eine bewusste, verantwortungsvolle und vielleicht auch kritische Auseinandersetzung erfolgt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theorie
2.1 Überblick zur Entwicklung der Mediennutzung
3 Fragebogen
4 Erhebungsmethode
5 Deskriptive Beschreibung des Datensatzes
6 Itemanalyse
7 Reliabilitäts-und Validitätsanalyse
8 Diskussion
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das primäre Ziel dieser Studienarbeit ist die Entwicklung und Validierung eines Fragebogens, der die subjektive Einschätzung junger Erwachsener im Alter von 16 bis 25 Jahren hinsichtlich der Beeinflussung ihres Gesundheitsverhaltens durch Medien systematisch erfasst.
- Einfluss moderner Medien auf das individuelle Gesundheitsverhalten
- Analyse der Mediennutzung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
- Methodische Konstruktion und Evaluation eines Fragebogens
- Statistische Prüfung von Item-Qualität, Reliabilität und Validität
- Diskussion von Präventions- und Interventionsmöglichkeiten in der Gesundheitspsychologie
Auszug aus dem Buch
3 Fragebogen
Im Folgenden werde ich eine kurze Beschreibung des mit unserem Fragebogen zu erfassenden Merkmals geben. Der Fragebogen soll per Selbstbericht Aufschluss über die subjektive Einschätzung junger Erwachsener bezüglich ihrer Mediennutzung geben und Klarheit darüber bringen wie die Bevölkerung den Einfluss der Medien beurteilt. Der Fokus liegt hierbei auf den sechzehn- bis fünfundzwanzigjährigen jungen Erwachsenen, da diese laut mehrerer Studien aus dem Jahre 2014 die Hauptnutzer sind. Entsprechend wurden Instruktion und Items des Fragebogens an diese Alters- und Bildungsgruppe angepasst. Dabei haben wir besonders auf die interne Konsistenz der Fragen geachtet und versucht Störfaktoren wie die Tendenz zur sozialen Erwünschtheit durch eine sorgfältige Formulierung auszuschließen.
Um den Einfluss der Medien auf das menschliche Gesundheitsverhalten möglichst weitreichend erfassen zu können wurden zunächst fünf Unterkategorien mit jeweils 6 Items festgelegt. Der erstellte Fragebogen enthält somit 30 Beurteilungsaufgaben aus den Bereichen: Ernährung und Sport, Soziale Einflüsse, Drogen, Stress und Verhaltensstörungen in Bezug auf den medialen Einfluss. Die Antwortmöglichkeiten sind hierbei gut voneinander abgrenzbar und decken möglichst alle Bereiche der Kategorie ab. Er wurde intuitiv konstruiert, da es zum interessierenden Merkmal kaum theoretische Konstrukte gibt, weswegen es schwer gefallen ist die Operationalisierungen theoretisch einzubetten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Entwicklung eines Fragebogens zur Untersuchung des Medieneinflusses auf das Gesundheitsverhalten bei jungen Erwachsenen.
2 Theorie: Dieses Kapitel gibt eine Einführung in das Thema Mediatisierung und beleuchtet die steigende Relevanz und Wirkung von Medien im Alltag.
2.1 Überblick zur Entwicklung der Mediennutzung: Hier werden statistische Daten zur Mediennutzung von Jugendlichen dargestellt und die gesundheitlichen Auswirkungen eines exzessiven Medienkonsums diskutiert.
3 Fragebogen: Es wird die Konzeption und methodische Gestaltung des entwickelten Fragebogens erläutert, der 30 Items in fünf Kategorien umfasst.
4 Erhebungsmethode: Dieser Abschnitt beschreibt die Durchführung der Online-Befragung sowie die Stichprobenbeschreibung der 141 verwertbaren Datensätze.
5 Deskriptive Beschreibung des Datensatzes: Es erfolgt eine statistische Auswertung der Items der Kategorie "Stress" mittels Mittelwerten, Häufigkeiten und Verteilungsgrafiken.
6 Itemanalyse: Hier werden zentrale Gütekriterien wie Schwierigkeit, Varianz und Trennschärfe analysiert, um die Qualität der einzelnen Fragen zu beurteilen.
7 Reliabilitäts-und Validitätsanalyse: Dieser Teil untersucht die innere Konsistenz des Fragebogens durch Cronbachs Alpha und reflektiert die Validität des Messinstruments.
8 Diskussion: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse, der methodischen Mängel und Empfehlungen für eine zukünftige Überarbeitung des Instruments.
Schlüsselwörter
Mediennutzung, Gesundheitsverhalten, Fragebogenkonstruktion, Mediatisierung, Itemanalyse, Reliabilität, Validität, junge Erwachsene, Stress, Sozialpsychologie, Medienkompetenz, Fragebogen-Evaluation, psychologische Diagnostik, interne Konsistenz, empirische Forschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung, inwieweit Medien das menschliche Gesundheitsverhalten beeinflussen, basierend auf der Entwicklung eines eigenen Fragebogens.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf Ernährung, Sport, sozialen Einflüssen, Drogenkonsum, Stress durch mediale Erreichbarkeit und allgemeinen Verhaltensstörungen in Bezug auf Medien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist die Entwicklung und Validierung eines diagnostischen Instruments, um subjektive Einschätzungen junger Erwachsener bezüglich ihrer Mediennutzung zu erfassen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine quantitative Befragung mittels eines selbst konstruierten Online-Fragebogens, gefolgt von einer statistischen Datenanalyse mit SPSS.
Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?
Der Hauptteil widmet sich der deskriptiven Statistik, einer detaillierten Itemanalyse sowie der Prüfung von Reliabilität und Validität der erhobenen Daten.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Mediennutzung, Fragebogenkonstruktion, Reliabilität, Validität und die psychologische Untersuchung von Medieneinflüssen.
Warum wurde die Zielgruppe auf 16- bis 25-Jährige begrenzt?
Diese Altersgruppe wurde gewählt, da sie laut Studien von 2014 zu den Hauptnutzern digitaler Medien gehört und besonders anfällig für deren Einfluss auf Körper und Psyche ist.
Wie lautet das Fazit zur Qualität des entwickelten Fragebogens?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Fragebogen aktuell keine zufriedenstellende Reliabilität aufweist und dringend überarbeitet werden muss, um als valides Forschungsinstrument zu dienen.
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- Josefine Rother (Autor), 2016, Der Einfluss von Medien auf das menschliche Gesundheitsverhalten. Stress als Risikofaktor, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503735