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Umwelt- und Klimaflucht. Gesetzgebung und Reformdebatten der EU zur Migrationssteuerung

Titre: Umwelt- und Klimaflucht. Gesetzgebung und Reformdebatten der EU zur Migrationssteuerung

Dossier / Travail de Séminaire , 2019 , 29 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Martin Tobias Schmitt (Auteur)

Politique - Politique climatique et environnementale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Arbeit beschäftigt sich mit "Klimaflüchtlingen" und Umweltmigrant_innen und klärt die Frage, wie sich die Europäische Union (EU), als mögliches Zielgebiet einer umweltbedingten "Süd-Nord-Migration" auf diese neue Herausforderung vorbereitet. Dabei werden relevante Gesetzesgrundlagen der Europäischen Union und aktuelle Reformvorschläge in Bezug auf potentielle Schutzgewährung analysiert.

Spätestens seit dem El-Hinnawi-Report des UN Umweltprogramms von 1985 ist der Term "Environmental Refugee" in den Fokus des öffentlichen und politischen Diskurses gerückt. Seitdem wird er unter diversen Aspekten und aus verschiedenen Perspektiven diskutiert, wobei oftmals Uneinigkeit über Zusammenhänge, Zahlen und Konsequenzen herrscht. Auch auf globaler Ebene hat das Konzept eine beachtliche Resonanz erfahren. So wird im UN Migrationspakt explizit Bezug auf Menschen genommen, die klimabedingt oder aufgrund von Naturkatastrophen ihr Heimatland verlassen oder verlassen müssen. Außerdem ist die Debatte im Hinblick auf die internationalen Klimaproteste, allen voran die Fridays for Future Bewegung, von drängender Aktualität.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. aktueller Forschungsstand zu Umwelt- und Klimaflucht und gesetzlichen Schutzmöglichkeiten

3. Klimawandel-Migrations-Nexus

3.1 Umweltflucht, Umweltmigration, Klimaflucht – Definitionsflut und Konzepte

3.2 Beispiele für kausale Zusammenhänge zwischen Klimaerwärmung und Migration

3.3. Der Migration-Klimawandel-Nexus – ein Zwischenstand

4. Analyse der Instrumente und Strategien der EU zur Migrationssteuerung

4.1 Qualifikationsrichtlinie der EU und deren Reformvorschlag

4.2 Temporary Protection Directive der EU und die diesbezügliche EU-interne Evaluationsstudie

4.3 Resettlement-Entwurf der EU

4.4 Blue Card Directive der EU und deren Reformvorschlag

5. Fazit und Ausblick

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob aktuelle EU-Richtlinien Möglichkeiten zur Schutzgewährung für klima- und umweltbedingte Vertriebene bieten und wie das Thema in den zugehörigen Reformdebatten und Evaluationen innerhalb der Europäischen Union diskutiert wird.

  • Analyse des aktuellen Forschungsstands zu Umwelt- und Klimamigration
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Klimawandel und Migrationsbewegungen
  • Prüfung der Qualifikationsrichtlinie und der Temporary Protection Directive hinsichtlich Schutzmöglichkeiten für Umweltmigranten
  • Evaluierung des EU-Resettlement-Entwurfs und der Blue Card Directive als Instrumente zur Migrationssteuerung

Auszug aus dem Buch

3.1 Umweltflucht, Umweltmigration, Klimaflucht – Definitionsflut und Konzepte

Der Zusammenhang von Klimawandel und Migration wird, über den Zwischenschritt von Umweltveränderung und -zerstörung, seit einigen Jahren unter den Schlagwörtern „Umwelt-“ beziehungsweise „Klimaflüchtling“ diskutiert. Der Begriff „Umweltflüchtling“ geht dabei auf einen Bericht des Wissenschaftlers Essam El-Hinnawi von 1985 zurück, der im Rahmen des UN Environmental Programmes veröffentlicht wurde. El-Hinnawi definiert den Term dabei folgendermaßen:

“those people who have been forced to leave their traditional habitat, temporarily or permanently, because of a marked environmental disruption (natural and/or triggered by people) that jeopardized their existence and/or seriously affected the quality of their life. By ‘environmental disruption’ in this definition is meant any physical, chemical, and/or biological changes in the ecosystem (or resource base) that render it, temporarily or permanently, unsuitable to support human life.” (El-Hinnawi 1985:4).

Dieser Begriff, der ursprünglich in erster Linie auf natürliche oder menschengemachte Umweltzerstörung verwies, wurde von Diane Bates 2002 in ihrem Artikel „Environmental Refugees? Classifying Human Migrations Caused by Environmental Change“ (vgl. Bates 2002) erweitert, indem sie eine Unterscheidung zwischen „environmental emigrants“ und „environmental refugees“ einführte (vgl. Bates 2002: 473). „Environmental refugees“ seien demnach nur diejenigen Menschen, denen aufgrund abrupter Umweltveränderungen keine andere Option zur Verfügung stünde, als ihre Heimat zu verlassen und zu fliehen (vgl. ebd.). „Environmental emigrants“ hingegen stünden vor einer komplexen Entscheidungssituation in der sie die Macht hätten, zu wählen, wie sie auf die Umweltveränderung reagieren. Dabei stellt Migration nur eine der Optionen dar (vgl. ebd.). Insofern unterscheidet Bates die beiden Kategorien hinsichtlich „forced“ und „voluntary migration“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der klimabedingten Migration und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage zur Schutzgewährung innerhalb der EU.

2. aktueller Forschungsstand zu Umwelt- und Klimaflucht und gesetzlichen Schutzmöglichkeiten: Überblick über die wissenschaftliche Literatur zur Verknüpfung von Klimawandel, Migration und internationalen sowie EU-spezifischen Schutzansprüchen.

3. Klimawandel-Migrations-Nexus: Theoretische Auseinandersetzung mit der Begrifflichkeit und den kausalen Zusammenhängen zwischen Klimaveränderungen und Migrationsbewegungen.

4. Analyse der Instrumente und Strategien der EU zur Migrationssteuerung: Analyse der ausgewählten EU-Richtlinien und Entwürfe im Hinblick auf ihre Relevanz für klima- und umweltbedingte Migration.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenführung der Analyseergebnisse zur Beantwortung der Forschungsfrage und Aufzeigen von weiterem Forschungsbedarf.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Dokumente.

Schlüsselwörter

Klimawandel, Migration, Klimaflüchtlinge, Umweltmigranten, Europäische Union, Qualifikationsrichtlinie, Temporary Protection Directive, Resettlement, Blue Card Directive, Schutzgewährung, Umweltzerstörung, Migrationssteuerung, Klimapolitik, Asylsystem, Arbeitsmigration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aktuelle Haltung und gesetzliche Praxis der Europäischen Union gegenüber Menschen, die aufgrund von Klimawandel und Umweltveränderungen migrieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Klimawandel-Migrations-Nexus, die rechtlichen Möglichkeiten zur Schutzgewährung innerhalb der EU und die Analyse aktueller gesetzlicher Instrumente.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob aktuelle EU-Richtlinien Möglichkeiten zur Schutzgewährung für die Gruppe der klima- und umweltbedingten Vertriebenen bieten und wie das Thema in den Reformdebatten diskutiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Analyse legaler Dokumente, Reformvorschläge und diesbezüglicher Evaluationen der EU durchgeführt, ergänzt durch eine Einbettung in den aktuellen Forschungsstand.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Klimamigration, die Analyse spezifischer EU-Instrumente wie der Qualifikationsrichtlinie, der Temporary Protection Directive, des Resettlement-Entwurfs und der Blue Card Directive.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Schlagworten gehören Klimawandel, Migration, EU-Migrationspolitik, Schutzgewährung und Umweltzerstörung.

Warum wird im Resettlement-Entwurf ein indirekter Zusammenhang zum Klimawandel gesehen?

Weil sozioökonomische Benachteiligung als Zugangskriterium definiert ist, was eine Kategorie darstellt, die häufig in Kontexten von klimabedingter Umweltzerstörung anzutreffen ist.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der "Blue Card Directive"?

Sie sieht darin zwar keinen genuinen Schutzmechanismus für Vertriebene, aber ein Instrument, das gut ausgebildeten Personen, die von Umweltveränderungen betroffen sind, indirekt Wege zu Sicherheit und legaler Migration in die EU eröffnen kann.

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Résumé des informations

Titre
Umwelt- und Klimaflucht. Gesetzgebung und Reformdebatten der EU zur Migrationssteuerung
Université
University of Osnabrück  (Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien)
Cours
Globale und europäische Flüchtlingspolitik: Akteure, Konzepte, Herausforderungen
Note
1,0
Auteur
Martin Tobias Schmitt (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
29
N° de catalogue
V504640
ISBN (ebook)
9783346050755
ISBN (Livre)
9783346050762
Langue
allemand
mots-clé
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Citation du texte
Martin Tobias Schmitt (Auteur), 2019, Umwelt- und Klimaflucht. Gesetzgebung und Reformdebatten der EU zur Migrationssteuerung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504640
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Extrait de  29  pages
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