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Der Transformationsprozess in Chile 1989-2005

Titel: Der Transformationsprozess in Chile 1989-2005

Seminararbeit , 2006 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alexander Schulte-Stemmerk (Autor:in)

Politik - Region: Mittel- und Südamerika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

“The strategic problem of transition is to get to democracy without being either killed by those who have arms or starved by those who control productive resources. As this very formulation suggests, the path to democracy is mined. And the final destination depends on the path.”
Als am 5. Oktober 1988 das Plebiszit über den Verbleib General Pinochets im Präsidentenamt mit 43% für und 54,7 % der Stimmen gegen ihn entschieden wurde, wusste noch niemand wohin der Weg für Chile wirklich führen würde. Auf jeden Fall aber war dies der entscheidende Schritt zur Ablösung des seit 1973 herrschenden autoritären Regimes und zu einem Beginn der Wiederherstellung der Demokratie. Der demokratischen Opposition war gelungen, womit zu diesem Zeitpunkt niemand gerechnet hatte: Sie hatte das Regime nach 15 jähriger Amtszeit nach seinen eigenen Spielregeln geschlagen, indem sie das von der Militärjunta in der Verfassung verankerte Plebiszit über eine weitere Amtszeit des Diktators, für sich entscheiden konnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begriffsklärung

1.1. Typologie politischer Systeme

1.2. Demokratie

1.3. Autoritarismus

1.4. Systemwechsel

1.5. Transformationsphasen

2. Der Transformationsprozess in Chile

2.1. Die Ausgangssituation für die neue Regierung nach dem Plebiszit 1989

2.2. Die institutionelle Ebene am Beispiel der Parteien und der Verfassung

2.3. Die Rolle der Parteien

2.4. Die Verfassung

2.5. Das Militär als Akteur im Transformationsprozess

3. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Transformationsprozess in Chile im Zeitraum von 1989 bis 2005 mit dem Ziel zu klären, ob die Demokratisierung des Landes als abgeschlossen betrachtet werden kann.

  • Theoretische Grundlagen der Transformationsforschung
  • Die Rolle politischer Parteien im chilenischen Demokratisierungsprozess
  • Die Bedeutung der Verfassung von 1980 und deren Reformen
  • Der Einfluss des Militärs als Akteur in der Phase des Systemwechsels

Auszug aus dem Buch

1.2 Demokratie

Eine abschließend exakte Definition von Demokratie bzw. was Demokratie darstellen soll, gibt es nicht und kann es wohl auch nicht geben. Zu verschieden sind die Meinungen und zu unterschiedlich die Anforderungen, die an ein demokratisches System gestellt werden. Nichtsdestotrotz gibt es durchaus Forschungsergebnisse, die eine gewisse Allgemeingültigkeit erlangt haben und deren Demokratiemerkmale als wesentlich gelten. Der amerikanische Demokratieforscher Robert Dahl nennt in seinem Werk „Polyarchy“ zwei elementare Definitionsmerkmale für Demokratie:

„Suppose, then, that we think of democratization as made up of at least two dimensions: public contestation and the right to participate” (Dahl 1971: 5). Es muss also das Recht der Bürger auf politische Partizipation, sowie ein offener Wettbewerb um politische Ämter und Macht gewährleistet sein. Weiterhin setzt er als notwendige Bedingungen für alle gleichen Bürger die uneingeschränkten Möglichkeiten voraus:

1. ihre Präferenzen zu formulieren

2. den Mitbürgern und der Regierung diese Präferenzen durch individuelles und kollektives Handeln zu verdeutlichen

3. dass die Präferenzen von der Regierung unabhängig ihres Inhalts und ihrer Herkunft gleichermaßen gewichtet werden.

Diese Bedingungen werden von Dahl als notwendig, aber noch nicht hinreichend bezeichnet. Damit eine Demokratie gegeben ist, müssen noch acht weitere institutionelle Garantien gewährleistet sein. „…the institutions of the society must provide at least eight guarantees.” (Dahl 1971: 5)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung legt den theoretischen Grundstein der Transformationsforschung und führt in die spezifische Problematik des chilenischen Übergangs nach dem Plebiszit von 1988 ein.

1. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert wesentliche Konzepte wie Demokratie, Autoritarismus und Systemwechsel, um die analytischen Kriterien für den weiteren Verlauf der Arbeit festzulegen.

2. Der Transformationsprozess in Chile: Hier wird der chilenische Übergang anhand der Institutionenbildung, der Rolle der Parteien, der Verfassungsentwicklung und der Akteursrolle des Militärs detailliert analysiert.

3. Abschließende Betrachtung: Das letzte Kapitel zieht ein Resümee und bewertet den chilenischen Demokratisierungsprozess unter Berücksichtigung der grundlegenden Verfassungsreform von 2005.

Schlüsselwörter

Chile, Demokratisierung, Transformationsprozess, Pinochet, Verfassung, Militär, Parteiensystem, Systemwechsel, Autoritarismus, Plebiszit, Concertación, Konsolidierung, politische Institutionen, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den politischen Wandel in Chile vom Ende des autoritären Regimes unter Pinochet bis zur Etablierung einer gefestigten Demokratie im Jahr 2005.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören die theoretische Definition von Systemwechseln, die Rolle politischer Parteien, die Auswirkungen der verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie der Einfluss des Militärs auf die Zivilgesellschaft.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Hauptziel besteht darin, die Frage zu beantworten, ob und ab welchem Zeitpunkt der chilenische Transformationsprozess als tatsächlich abgeschlossen betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse unter Anwendung etablierter Transformationstheorien und der Untersuchung institutioneller Veränderungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Ausgangslage nach dem Plebiszit 1989, der institutionellen Ebene am Beispiel der Parteien und der Verfassung sowie der Rolle des Militärs als kritischer Akteur.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind Demokratisierung, autoritäre Enklaven, konstitutionelle Reformen und das Spannungsfeld zwischen militärischer Macht und ziviler Kontrolle.

Warum spielt die Verfassung von 1980 eine so zentrale Rolle in dieser Analyse?

Die Verfassung von 1980 diente als Instrument des Militärs, um auch nach dem Ende der Diktatur Einfluss zu behalten, und stellt damit ein Haupthindernis für den demokratischen Prozess dar.

Welche Bedeutung kommt der Verfassungsreform von 2005 zu?

Die Reform von 2005 wird als der entscheidende Schritt markiert, der das Ende des langen Transformationsprozesses einläutete, da sie viele der autoritären Privilegien („autoritäre Enklaven“) beseitigte.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Militärs?

Das Militär wird als der einflussreichste Akteur identifiziert, der durch gezielte Sonderrechte den Übergang zur Demokratie über Jahre hinweg erschwert hat.

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Details

Titel
Der Transformationsprozess in Chile 1989-2005
Hochschule
Universität Passau
Veranstaltung
Einführung in die politischen Systeme
Note
1,0
Autor
Alexander Schulte-Stemmerk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
25
Katalognummer
V50593
ISBN (eBook)
9783638467872
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Transformationsprozess Chile Einführung Systeme
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Schulte-Stemmerk (Autor:in), 2006, Der Transformationsprozess in Chile 1989-2005, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50593
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Leseprobe aus  25  Seiten
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