Henrik Ibsens "Rosmersholm" und seine psychoanalytische Interpretation nach Sigmund Freud


Seminararbeit, 2004
11 Seiten, Note: 2

Leseprobe

1. Einleitung

Für meinen Seminar-Vortrag vom 29. November 2004 habe ich mich mit dem Drama Rosmersholm von Henrik Ibsen beschäftigt. Der Schwerpunkt ist hierbei eine psychoanalytische Interpretation dieses Stückes gewesen, darüber hinaus unternahm ich den Versuch Rosmersholm, entsprechend dem Seminarthema, in die Epoche des Naturalismus einzuordnen.

In dieser Seminar-Arbeit möchte ich nun die wesentlichen Punkte des Vortrages ausführlicher darstellen und die Interpretation von Siegmund Freud auch zur Diskussion stellen, wofür im Vortrag nicht hinreichend Zeit gewesen ist.

2. Zusammenfassung des Dramas Rosmersholm von Henrik Ibsen

Schauspiel in vier Akten[1]

Rosmersholm (norw.; Rosmersholm) entstand im Jahre 1886 während eines Aufenthalts des Dichters in München.

Im Januar 1887 wurde es im Det norske Theater in Bergen (Norwegen) uraufgeführt; die deutsche Erstaufführung fand im April 1887 im Augsburger Stadttheater statt.

Rosmersholm spielt auf einem gleichnamigen alten Herrensitz im Westen Norwegens. Hier leben sowohl Johannes Rosmer, ehemaliger Pfarrer, Eigentümer von Rosmersholm und Nachfahre des alten Geschlechts Rosmer, sowie Rebekka West, die ca. ein Jahr vor Beginn des Dramas als Gesellschafterin nach Rosmersholm kam.

Johannes Rosmers Ehefrau Beate Rosmer beging wenige Monate vor dem Einsetzen der Handlung Selbstmord, wobei der Grund hierfür erst im Laufe des Stückes ganz geklärt wird. Beate Rosmer galt zumindest als schwermütig und unzurechnungsfähig.

Im ersten Akt taucht Rektor Kroll auf, der Bruder der verstorbenen Beate. Er ist neben seiner Tätigkeit an der örtlichen Schule noch Lokalpolitiker einer konservativen Partei.

Kroll bittet Rosmer, für seine konservative „Amtszeitung“ als Redakteur zu arbeiten. Rosmer lehnt jedoch ab, da er zwischenzeitlich einen Gesinnungswandel durchgemacht habe und nun nicht mehr konservative Ideen vertrete, sondern fortan die Menschen zu „Freidenkern“ erziehen wolle. Daraufhin kommt es zum Bruch zwischen Rosmer und Kroll.

Im zweiten Akt tritt Peder Mortensgård auf, der Rosmer ebenfalls für seine Bewegung gewinnen will (Mortensgård besitzt eine liberale Zeitung). Rosmer lehnt auch dies ab, da er unabhängig von jeglicher politischen Gruppierung sein möchte.

Der dritte Akt beinhaltet nun die Analyse der Personen, besonders der Rebekka Wests durch Rektor Kroll. Dieser beginnt aus Groll ob der Ablehnung durch Rosmer, die uneheliche Beziehung zwischen Rosmer und Rebekka West auf ihre gesellschaftliche Legitimität zu hinterfragen; des Weiteren untersucht er die Vergangenheit Rebekkas und behauptet, dass diese nach dem Tod ihrer Mutter von Dr. West nicht nur adoptiert wurde, wie bisher angenommen, sondern seine leibliche Tochter sein muss. Rebekka reagiert hierauf äußerst heftig und ablehnend; anschließend gesteht sie, Beate Rosmer in den Selbstmord getrieben zu haben, angeblich, um Johannes Rosmer von der schwierigen Ehe mit Beate zu befreien.

Rosmer verzeiht Rebekka im vierten Akt und bittet sie, ihn zu heiraten, was diese jedoch ablehnt.

Am Schluss betreten sowohl Rosmer als auch Rebekka einen Steg in der Nähe des Hauses, der über einen reißenden Fluss führt und auf dem sich Beate Rosmer das Leben genommen hatte. Sie stürzen in den Fluss, wobei Henrik Ibsen diesen Vorgang nicht eindeutig darstellt. Es kann sich hierbei ebenso um einen Unfall wie auch um einen Doppelselbstmord handeln.

[...]


[1] Henrik Ibsens Meisterdramen. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 1961, S. 147 ff.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Henrik Ibsens "Rosmersholm" und seine psychoanalytische Interpretation nach Sigmund Freud
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Seminar für Deutsche Literatur und Sprache)
Veranstaltung
Seminar "Das Drama des Naturalismus"
Note
2
Autor
Jahr
2004
Seiten
11
Katalognummer
V50667
ISBN (eBook)
9783638468480
ISBN (Buch)
9783638843621
Dateigröße
462 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
In dieser Hausarbeit stelle ich das Drama "Rosmersholm" von Henrik Ibsen dar und diskutiere die psychoanalytische Interpretation, die Sigmund Freud zu diesem Theaterstück aus dem Jahr 1886 verfasst hat.
Schlagworte
Henrik, Ibsens, Rosmersholm, Interpretation, Sigmund, Freud, Seminar, Drama, Naturalismus
Arbeit zitieren
Christoph Eyring (Autor), 2004, Henrik Ibsens "Rosmersholm" und seine psychoanalytische Interpretation nach Sigmund Freud, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50667

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