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Disclosure Compliance am Beispiel des Goodwills

Ein Einblick in die internationale Forschungsliteratur

Title: Disclosure Compliance am Beispiel des Goodwills

Research Paper (undergraduate) , 2017 , 23 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Jens Zink (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Der Goodwill stellt als immateriellen Vermögenswert einen künftigen wirtschaftlichen, aber nicht eigenständig identifizierbaren Nutzen dar. Generiert werden kann ein Goodwill entweder intern oder innerhalb eines Unternehmenszusammenschlusses. Ein solch derivativer Goodwill stellt einen bedeutsamen Bilanzposten dar, der in vielen Fällen auch gleichzeitig den größten Posten innerhalb einer Bilanz einnimmt. Demzufolge können Änderungen der Bilanzierungsregelungen in Bezug auf den Goodwill umfangreiche Auswirkungen auf Jahresabschlüsse wie auch Finanzkennzahlen haben.

Auch mit Abschaffung der planmäßigen Abschreibung im Jahr 2004 und der damit einhergehenden Überarbeitung des Internationale Accounting Standard (IAS) 36, sind seither durch die Werthaltigkeitstests Spielräume bei der Folgebewertung des Goodwills entstanden. Diesen soll mit einer verstärkten Offenlegung entgegengewirkt werden. Zudem wurde mit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 der Blick verstärkt auf die Behandlung des bilanzierten Goodwills gerichtet. Viele Unternehmen mussten aufgrund der Krise Goodwillabschreibungen vornehmen, weshalb auch die Bedeutung der dazu veröffentlichten Angaben bei Investoren zugenommen hat.

Ebenfalls wurden von den Marktteilnehmern vermehrt Bedenken in Bezug auf die Zuverlässigkeit der Werthaltigkeitstest ausgesprochen, da aufgrund der schlechteren Zukunftsaussichten auch niedrigere Zahlungsströme, als beim Kauf angenommen, erwartet werden. Daraus sollten sich zwangsläufig Wertminderungsaufwendungen, auch in Bezug auf den Goodwill, niederschlagen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Analyse der Forschungsliteratur zu Disclosure Compliance am Beispiel des Goodwills

2.1 Disclosure Level

2.1.1 Parameter und Studien

2.1.2 Analyse und Indexbildung

2.1.3 Limitationen

2.2 Determinanten der Disclosure Compliance

2.2.1 Determinante Größe

2.2.2 Determinante Verschuldung

2.2.3 Sonstige Determinanten

3 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert den Stand der internationalen Forschungsliteratur zur Disclosure Compliance bei Goodwill-Wertminderungstests gemäß IFRS. Ziel ist es, die Qualität und Transparenz der in den Jahresabschlüssen bereitgestellten Informationen zu untersuchen, die Determinanten für ein hohes oder niedriges Offenlegungsniveau zu identifizieren und kritisch zu hinterfragen, inwiefern die Praxis der Goodwill-Berichterstattung den Anforderungen an nützliche Investoreninformationen gerecht wird.

  • Analyse der Parameter und Methoden zur Messung des Disclosure Levels.
  • Untersuchung des Einflusses von Unternehmensgröße auf die Berichterstattungsqualität.
  • Evaluation der Auswirkungen von Verschuldungsgraden auf die Compliance.
  • Kritische Würdigung der "Boilerplate"-Problematik in Goodwill-Angaben.
  • Vergleich der Offenlegungspraxis in verschiedenen europäischen Ländern.

Auszug aus dem Buch

2.1.3 Limitationen

In diesem Abschnitt erfolgt eine kritische Betrachtung der in den zwei vorangegangenen Kapitelabschnitten dargestellten Ergebnissen. Beim Vergleich der sechs aufgeführten empirischen Untersuchungen fällt vor allem die Gewichtung der Kriterien ins Auge. Auch wenn alle Autoren die Qualität des Disclosure Levels erwähnten, haben lediglich Gros und Koch (2015) die Aussagen zu den Kriterien in deren Nützlichkeit untergliedert. So konnte neben dem Disclosure Level auch die Qualität der Angaben gemessen werden. Des Weiteren führt das zumeist zu geringe Sample an Unternehmen zu keiner objektiven Aussage für alle Unternehmen, weshalb die Ergebnisse mit Bedacht interpretiert werden sollten. Kritisch zu betrachten ist zudem, dass in allen Untersuchungen, im Vergleich zu weiteren empirischen Analysen, relativ wenig Kriterien herangezogen wurden.

Auch sollte bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt werden, dass oft einfache Methoden zur Meinungsbildung benutzt wurden und keine weiteren Untersuchungen wie bspw. die Ursache oder Zusammenhänge zwischen Determinanten für die Ergebnisse erforscht wurden. Dies wird auch eingangs des nächsten Kapitelabschnitts bestätigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Goodwills als immaterieller Vermögenswert und problematisiert die Qualität der Offenlegung in Jahresabschlüssen, insbesondere im Hinblick auf Boilerplate-Angaben.

2 Analyse der Forschungsliteratur zu Disclosure Compliance am Beispiel des Goodwills: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene empirische Studien zur Messung des Disclosure Levels und untersucht statistische Zusammenhänge zwischen Disclosure Compliance und diversen Unternehmensdeterminanten.

2.1 Disclosure Level: Hier werden die methodischen Ansätze, die Parameter zur Indexbildung sowie die Limitationen der untersuchten empirischen Arbeiten detailliert dargelegt.

2.1.1 Parameter und Studien: Der Abschnitt gibt einen Überblick über die verwendeten Kriterien und stellt die wesentlichen Studien zur Offenlegungspraxis bei Goodwill-Wertminderungstests gegenüber.

2.1.2 Analyse und Indexbildung: Es wird analysiert, wie die verschiedenen Autoren die Qualität der Angaben gewichtet und zu einem Disclosure-Index aggregiert haben.

2.1.3 Limitationen: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Methodik der betrachteten Studien, insbesondere hinsichtlich der Stichprobengröße und der Auswahl der Kriterien.

2.2 Determinanten der Disclosure Compliance: Dieser Teil untersucht, welche Faktoren einen signifikanten Einfluss auf die Offenlegungsbereitschaft von Unternehmen haben, basierend auf regressionsanalytischen Ansätzen.

2.2.1 Determinante Größe: Es wird überprüft, ob ein Zusammenhang zwischen der Unternehmensgröße (Gesamtvermögen) und der Qualität der Goodwill-Berichterstattung besteht.

2.2.2 Determinante Verschuldung: Dieser Abschnitt analysiert den Einfluss der Verschuldungssituation eines Unternehmens auf dessen Disclosure-Compliance.

2.2.3 Sonstige Determinanten: Zusammenfassung weiterer Einflussfaktoren, wie beispielsweise die Rolle der Prüfungsgesellschaften oder regulatorischer Rahmenbedingungen.

3 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, konstatiert ein insgesamt unzureichendes Niveau der Berichterstattung und fordert weiterführende, methodisch präzisere Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Goodwill, IAS 36, Disclosure Compliance, IFRS, Jahresabschluss, Werthaltigkeitstest, Bilanzierung, Disclosure Level, Empirische Literaturanalyse, Unternehmensgröße, Verschuldung, Transparenz, Boilerplate, Kapitalmarkt, Rechnungslegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Einhaltung von Offenlegungspflichten (Disclosure Compliance) bei Goodwill-Wertminderungstests nach IFRS-Standards in der internationalen Forschungsliteratur.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Qualität der Angaben zu Goodwill-Wertminderungstests, die Messung des Disclosure Levels durch Indizes sowie der Einfluss von Determinanten wie Unternehmensgröße und Verschuldung auf die Transparenz.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Stand der Forschung zur Goodwill-Berichterstattung aufzuarbeiten, die Defizite in der Offenlegungspraxis (z.B. Boilerplate-Angaben) zu identifizieren und die Validität bestehender empirischer Studien kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zur Anwendung?

Es handelt sich um eine systematische Analyse und einen Vergleich internationaler empirischer Studien, wobei methodische Ansätze wie die Indexbildung und Regressionsanalysen im Vordergrund stehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Disclosure-Level-Studien (inklusive methodischer Limitationen) und eine Untersuchung der Einflussfaktoren (Determinanten) auf das Offenlegungsverhalten von Unternehmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Goodwill, IAS 36, Disclosure Compliance, IFRS und empirische Rechnungslegungsforschung geprägt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Boilerplate-Angaben und unternehmensspezifischen Informationen wichtig?

Boilerplate-Angaben bieten Investoren keinen Mehrwert für die Beurteilung der Zukunftsaussichten eines Unternehmens, während spezifische Angaben für die Einschätzung von Wertminderungsrisiken essenziell sind.

Welche Bedeutung kommt der Determinante "Größe" bei der Offenlegung zu?

Die Studien bestätigen überwiegend eine positive Korrelation: Größere Unternehmen neigen dazu, umfangreichere und qualitativ hochwertigere Informationen offenzulegen als kleinere Unternehmen.

Wie bewerten die untersuchten Studien die Entwicklung der Offenlegungsqualität über die Zeit?

Die Ergebnisse sind heterogen; einige Länder zeigen moderate Verbesserungen über die Zeit, insgesamt bleibt das Niveau jedoch oftmals unbefriedigend und lässt Spielräume bei der Cashflow-Prognostizierung zu.

Was ist das zentrale Fazit hinsichtlich der zukünftigen Forschung?

Das Fazit betont, dass trotz positiver Tendenzen weiterhin ein Mangel an substanziellen Offenlegungen besteht und zukünftige Forschung präzisere Methoden und umfassendere Datensätze nutzen sollte.

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Details

Title
Disclosure Compliance am Beispiel des Goodwills
Subtitle
Ein Einblick in die internationale Forschungsliteratur
College
University of Bamberg
Grade
1.7
Author
Jens Zink (Author)
Publication Year
2017
Pages
23
Catalog Number
V508593
ISBN (eBook)
9783346082428
ISBN (Book)
9783346082435
Language
German
Tags
disclosure compliance beispiel goodwills einblick forschungsliteratur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Zink (Author), 2017, Disclosure Compliance am Beispiel des Goodwills, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508593
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