Die dargestellte Stunde ist die Einführungsstunde in die Unterrichtseinheit "Terme". Im Hinblick auf die Unterrichtsstunde sind den Schülern einfache Terme hauptsächlich aus der Flächen- und Umfangsberechnung von Figuren bekannt. Für die Einführungsstunde hat sich die Autorin für das Gedankenlesen entschieden. Das Ziel der Stunde liegt darin, einen Überblick über das Vorwissen der Schüler zum Thema "Terme" zu bekommen. Es wird eine Standortbestimmung durchgeführt. Das Problem der Stunde ist eine sogenannte "Überforderungsaufgabe". Das heißt, den Schülern steht zum Lösen des Problems die eigentlich notwendige Kompetenz, einen Term aufstellen zu können, noch nicht zur Verfügung. Sie sollen jedoch durch Problemlösen, Knobeln und den Austausch untereinander Lösungswege aufstellen und diskutieren. Es wird sich hierbei zeigen, was die Schüler bisher für Wissen mitbringen. Daher liegt der Schwerpunkt der Zielsetzung der Stunde auf den prozessbezogenen Kompetenzen. Für die Kompetenzen, die im Bildungsplan zu Termen genannt werden, wird durch Begriffsklärungen in der Sicherungsphase ein Fundament gelegt.
Terme dienen dazu, eine allgemeingültige Beschreibung von inner- und außermathematischen Prozessen abzugeben. Sie bieten außerdem die Möglichkeit, eine Situation zu explorieren und allgemeine Einsichten zu bekommen. Die abstrakte Problemlösung ist hierdurch planbar und Probleme können allgemein gelöst werden. Es wird außerdem möglich, allgemeingültige Argumentationen wie Beweise durchzuführen. Das Wissen kann auf abstrakter Ebene kommuniziert werden. Es zeigt sich: Terme sind ein wichtiges Instrument der Mathematik. Dies gilt es den Schüler in der Unterrichtseinheit zu vermitteln und ihnen so den Umgang mit Termen und deren Nützlichkeit näher zu bringen. Des Weiteren sind die Terme als eine wichtige Vorstufe für das Arbeiten mit Gleichungen anzusehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Reflexionen zur Lerngruppe
1.1. Allgemeines
1.2. Zusammensetzung der Klasse
1.3. Der Leistungsstand der Klasse im Hinblick auf den Inhalt
2. Nennung der zu fördernden und zu erreichenden Kompetenzen
2.1. Einordnung des Themas im Bildungsplan
2.2. Ziele, die zur Erreichung dieser Kompetenzen dienen
3. Überlegungen zum Inhalt und zur Sache
4. Didaktische Analyse
4.1. Didaktische Begründung der Themenauswahl
4.2. Einbettung der Stunde in den übergeordneten unterrichtlichen Kontext
4.3. Didaktische Hinweise und Prinzipien
5. Methodische Überlegungen
5.1. Begrüßung
5.2. Einstieg
5.3. Hinführung
5.4. Erarbeitungsphase
5.5. Sicherungsphase
5.6. Erweiterung
6. Unterrichtsverlauf
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, durch eine "Überforderungsaufgabe" zum Thema "Gedankenlesen" das Vorwissen einer siebten Klasse zu explorieren und eine erste Einführung in die mathematische Terminologie von Termen und Variablen zu schaffen, wobei der Schwerpunkt primär auf der Förderung prozessbezogener Kompetenzen liegt.
- Standortbestimmung durch problemorientiertes Lernen
- Einführung in die Fachbegriffe "Term" und "Variable"
- Förderung der Problemlöse- und Kommunikationskompetenz
- Einsatz von kooperativen Lernphasen (Ich- und Du-Phase)
- Reflexion über mathematische Ausdrucksformen
Auszug aus dem Buch
1.2. Zusammensetzung der Klasse
Die Klasse 7 ist eine sehr lebendige Klasse mit unterschiedlichen Charakteren und setzt sich aus 13 Schülern zusammen: 7 Jungen und 6 Mädchen (12-15 Jahre). Die Klasse beschreibt sich selbst als eine gut funktionierende Gruppe. Meiner Beobachtung nach, ist es jedoch so, dass es sowohl Jungen als auch Mädchen gibt, die ab und an in eine Außenseiterposition gedrängt werden. Außerdem beschimpfen und ärgern sie sich. Manche Kinder haben große Probleme in der Familie. Dies spiegelt sich, wie auch die Pubertät, im Verhalten wieder.
Das Arbeits- und Sozialverhalten der Klasse ist zurzeit eher als schlecht zu beschreiben. Die Schüler sind unmotiviert und verhalten sich sowohl untereinander als auch der Lehrperson gegenüber teilweise respektlos. Es zeigt sich beispielsweise darin, dass die Schüler im Unterricht nicht mitarbeiten, sich hinter ihren Tischen verstecken oder massiv stören. Dieses Verhalten der Klasse muss bei der Unterrichtsplanung berücksichtigt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Reflexionen zur Lerngruppe: Analyse der Klassenzusammensetzung, des Sozialverhaltens sowie des aktuellen Leistungsstandes im Fach Mathematik.
2. Nennung der zu fördernden und zu erreichenden Kompetenzen: Darstellung der fachlichen und prozessbezogenen Lernziele gemäß Bildungsplan.
3. Überlegungen zum Inhalt und zur Sache: Mathematische Definitionen und Erläuterungen zu Termen und Variablen als Grundlage für den Unterricht.
4. Didaktische Analyse: Begründung der Themenwahl und Einordnung der Unterrichtsstunde in den Kontext der gesamten Unterrichtseinheit.
5. Methodische Überlegungen: Erläuterung des methodischen Vorgehens in den verschiedenen Phasen der Unterrichtsstunde, von der Begrüßung bis zur Erweiterung.
6. Unterrichtsverlauf: Tabellarische Übersicht der Unterrichtsplanung inklusive Zeitmanagement, Sozialformen und Medieneinsatz.
Schlüsselwörter
Terme, Variable, Mathematikunterricht, Problemlösen, Fachdidaktik, Überforderungsaufgabe, Gedankenlesen, Standortbestimmung, Prozessbezogene Kompetenzen, Unterrichtsplanung, Binnendifferenzierung, Sozialverhalten, Mathematische Kommunikation, Lernlandschaft, Siebte Klasse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen Unterrichtsentwurf für eine Einführungsstunde in das Thema "Terme" in einer siebten Klasse dar.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Einführung in mathematische Terme und Variablen, sowie die Förderung von Problemlöse- und Kommunikationskompetenzen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist eine Standortbestimmung des Schülervorwissens mittels einer Überforderungsaufgabe und die Vermittlung der Bedeutung mathematischer Fachbegriffe.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen praxisorientierten Unterrichtsentwurf, der auf didaktischen Analysen, methodischen Reflexionen und aktuellen Bildungsplänen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Lerngruppe, die Kompetenzziele, die fachlichen Hintergründe sowie die detaillierte methodische Planung der Unterrichtsphasen analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Terme, Problemlösen, Unterrichtsplanung, mathematische Kommunikation und Standortbestimmung charakterisiert.
Warum wurde die Methode des "Gedankenlesens" gewählt?
Der Autor wählte das Gedankenlesen als sogenannte "Überforderungsaufgabe", um durch Knobeln und Austausch das Vorwissen der Schüler zu aktivieren und ein Bedürfnis für effizientere Ausdrucksweisen (Terme) zu schaffen.
Wie geht die Planung mit dem schwierigen Sozialverhalten der Klasse um?
Die Planung nutzt den Stuhlkreis, um eine bessere Kontrolle zu behalten, und setzt auf strukturierte Arbeitsphasen (Ich- und Du-Phase), um durch Beratung und Betreuung das disziplinarische Risiko zu minimieren.
- Quote paper
- Dorothee Köber (Author), 2015, Gedankenlesen als Methode zur Einführung in die Unterrichtseinheit "Terme". Unterrichtssequenz für die 7. Klasse, Mathematik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508604