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Das Modell der Salutogenese

Título: Das Modell der Salutogenese

Trabajo Escrito , 2019 , 16 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Haifa Soleiman Ibrahim (Autor)

Trabajo social
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Die gesellschaftliche Vorstellung eines selbstverständlichen Anspruches des Individuums auf Gesundheit, als Anspruch darauf, dass Störungen, Leidzustände und Krankheiten umgehend zu beheben sind, ist längst von der Realität gewichen. In den 70er Jahren wurde der pathogenen Medizin vorgeworfen, entscheidende Handlungspotenziale zu verschenken, da sie lediglich die Lehre der Krankheit betrachtete.

So entwickelte Aaron Antonovsky, ein amerikanischer Medizinsoziologe, als Gegenstück zur Pathogenese des Risikofaktorenmodells und des biomedizinischen Modells, das Modell der Salutogenese, welches zu den biopsychosozialen Modellen gehört. Dementsprechend soll nun das Konzept der Salutogenese in der vorliegenden Arbeit näher erläutert und mit einem Fallbeispiel, sowie der Anwendung des Modells darauf, veranschaulicht werden. Im Anschluss daran, soll aufgegriffen werden, inwieweit die Sicht der Sozialen Arbeit auf den Betroffenen aus dem Fallbeispiel durch die Anwendung des Modells der Salutogenes beeinflusst wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept der Salutogenese

2.1 Die salutogenetische Fragestellung

2.2 Das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum

2.2.1 Stressoren

2.2.2 Generalisierte Widerstandsressourcen

2.3 Das Kohärenzgefühl

2.3.1 Verstehbarkeit

2.3.2 Handhabbarkeit

2.3.3 Sinnhaftigkeit

3. Fallbezug

3.1 Erkrankungsbild Bandscheibenvorfall

3.1.1 Ursachen und Risikofaktoren

3.1.2 Symptome

3.1.3 Therapie

3.2 Fallbeispiel

3.2.1 Anwendung des Modells der Salutogenese auf den Fall

3.2.2 Sicht der Sozialen Arbeit auf den Betroffenen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das medizinsoziologische Modell der Salutogenese von Aaron Antonovsky grundlegend zu erläutern und dessen Anwendbarkeit in der Sozialen Arbeit anhand eines praktischen Fallbeispiels eines Bandscheibenvorfalls aufzuzeigen und zu reflektieren.

  • Entstehung und Grundprinzipien des Salutogenese-Modells
  • Das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum vs. Pathogenese
  • Die Komponenten des Kohärenzgefühls: Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit
  • Anwendung des Modells zur Stressbewältigung in der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

2.1 Die salutogenetische Fragestellung

Die zentralen Fragestellungen Antonovskys, welche zum Ausgangspunkt seiner theoretischen und empirischen Arbeiten wurden, lauten: Warum bleiben Menschen trotz vieler potenziell gesundheitsgefährdender Einflüsse gesund? Wie schaffen sie es, sich von Erkrankungen zu erholen? Was ist das Besondere an den Menschen, die trotz extremster Belastungen nicht krank werden? Um den Gegensatz zur bisher dominierenden „Pathogenese“ des biomedizinischen Ansatzes und des Risikofaktorenmodells hervorzuheben, hat er den Neologismus „Salutogenese“ geprägt (vgl. Bentel, Strittmatter et al. 1999, S. 24). Salus steht für die Unverletzlichkeit, das Heil und das Glück und Genese für die Entstehung, somit meint der Begriff der Salutogenese die „Entstehung von Gesundheit“ (vgl. Lehbrink 2016, S. 57).

Während das pathogenetische Modell von der Homöostase ausgeht, also der Vorstellung, dass der Mensch in einer inneren und äußeren Stabilität lebe, was der Normalzustand des Menschen sei, und die Krankheit lediglich an das unglückliche Zusammentreffen bestimmter Faktoren gebunden sei, ist das salutogenetische Modell dagegen der Idee der Heterostase verpflichtet, der Meinung, dass sich der Mensch wesentlich im Ungleichgewicht, in der fehlenden Stabilität bewegt (vgl. Schneider 2010, S. 22). Antonovsky weist darauf hin, dass die Annahme des biomedizinischen Modells, dass Krankheit eine Abweichung von der Norm Gesundheit sei, nicht als einzige Definition von Krankheit gelten kann, da durch epidemiologische Daten bewiesen wurde, dass die Mehrheit der Bevölkerung einer Industriegesellschaft an irgendeiner Erkrankung leidet (vgl. Antonovsky 1997, S. 15). Demnach ist Gesundheit kein normaler, passiver Gleichgewichtszustand, sondern ein labiles, aktives und sich dynamisch regulierendes Geschehen, denn das Grundprinzip menschlicher Existenz ist nicht Gesundheit und Gleichgewicht, sondern Ungleichgewicht, Krankheit und Leiden. Gesundheit muss immer wieder aufgebaut werden, da der Verlust von Gesundheit ein natürlicher und allgegenwärtiger Prozess ist (vgl. Bentel, Strittmatter et al. 1999, S. 26).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Abkehr von der rein pathogenetischen Medizin hin zum biopsychosozialen Modell der Salutogenese ein und skizziert den Aufbau der Arbeit.

2. Das Konzept der Salutogenese: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des Modells, die salutogenetische Fragestellung sowie das zentrale Gesundheits-Krankheits-Kontinuum und das Kohärenzgefühl.

3. Fallbezug: Hier wird das Krankheitsbild des Bandscheibenvorfalls medizinisch beschrieben und das Salutogenese-Modell auf das Fallbeispiel einer Altenpflegerin angewandt, inklusive der sozialarbeiterischen Perspektive.

4. Fazit: Das Fazit resümiert die anhaltende Gültigkeit des Modells für die Soziale Arbeit und stellt fest, dass es trotz seiner Bedeutung noch nicht ausreichend in der gesellschaftlichen Wahrnehmung verankert ist.

Schlüsselwörter

Salutogenese, Pathogenese, Gesundheits-Krankheits-Kontinuum, Kohärenzgefühl, Stressoren, Widerstandsressourcen, Verstehbarkeit, Handhabbarkeit, Sinnhaftigkeit, Soziale Arbeit, Bandscheibenvorfall, Stressbewältigung, Gesundheitsförderung, Heterostase, Antonovsky.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Modell der Salutogenese nach Aaron Antonovsky und dessen Anwendung als ressourcenorientierter Ansatz in der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Salutogenese, das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum, Stressbewältigung sowie eine praktische Fallanwendung im Kontext einer gesundheitlichen Beeinträchtigung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, durch die Verknüpfung von Theorie und Fallbeispiel zu verdeutlichen, wie salutogenetische Konzepte die Sichtweise von Fachkräften in der Sozialen Arbeit bereichern können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die Anwendung des Modells auf ein konkretes, fallorientiertes Beispiel aus der Lebenswelt der Zielgruppe.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert die Kernkomponenten des Modells (Kohärenzgefühl, Widerstandsressourcen) und veranschaulicht diese an einer Fallstudie über einen Bandscheibenvorfall.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Salutogenese, Kohärenzgefühl, Soziale Arbeit, Stressbewältigung und Ressourcenorientierung charakterisieren.

Warum spielt das Kohärenzgefühl eine so wichtige Rolle im Modell?

Es fungiert als entscheidender Parameter für die Platzierung eines Menschen auf dem Gesundheits-Krankheits-Kontinuum und bestimmt, wie Ressourcen zur Erhaltung der Gesundheit genutzt werden.

Wie verändert die salutogenetische Perspektive die Arbeit eines Sozialarbeiters?

Die Perspektive verschiebt den Blick weg von der reinen Defizitorientierung hin zur gezielten Förderung der Bewältigungskompetenzen und der Nutzung individueller Widerstandsressourcen des Klienten.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Modell der Salutogenese
Universidad
Munich University of Applied Sciences
Curso
Gesundheitswissenschaften
Calificación
1,0
Autor
Haifa Soleiman Ibrahim (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
16
No. de catálogo
V508606
ISBN (Ebook)
9783346070722
ISBN (Libro)
9783346070739
Idioma
Alemán
Etiqueta
Salutogenese Aaron Antonovsky Fallbeispiel Kohärenzgefühl
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Haifa Soleiman Ibrahim (Autor), 2019, Das Modell der Salutogenese, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508606
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