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Der Deutscherwerb bei russischen Muttersprachlern. Linguistische Analyse und Bewertung des Zweitspracherwerbs

Título: Der Deutscherwerb bei russischen Muttersprachlern. Linguistische Analyse und Bewertung des Zweitspracherwerbs

Trabajo Escrito , 2017 , 31 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Bianca Pri (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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Die Hausarbeit soll sich mit dieser Thematik genauer beschäftigen. Dabei wird ein freigeschriebener Text eines russischsprachigen Deutschlerners genau untersucht, wobei verschiedene Punkte im Grammatikerwerb analysiert werden. Die Frage nach speziellen Äußerungen, die grammatikalisch anders verschriftlicht werden, als es im Deutschen der Fall ist und damit verbunden der Einfluss des Russischen als Erstsprache soll eine Leitfrage darstellen. Im Fokus steht auch die Interpretation des Wissens, welches der Lernende auf das Deutsche überträgt und dadurch beispielsweise bestimmte Sätze falsch bildet.

Zu Beginn der Arbeit werden in den ersten Kapiteln einerseits die Russische Sprache in einem Sprachportrait und ihre Besonderheiten vorgestellt. In den darauf aufbauenden Kapiteln wird explizit auf die strukturellen Eigenarten in der Syntax, aber auch auf die strukturellen Ausdrucksweisen eingegangen. Insofern wird untersucht, wie sich dies beim Erwerbsprozess des Deutschen meist als störend erweisen kann. Abschließend werden die Überlegungen und Erkenntnisse der Analyse des Textes in einem Fazit zusammengefasst, in welchem zudem mögliche sprachförderliche Schlussfolgerungen, auch in Bezug auf den Probanden, aufgeführt werden.

Vor allem für Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer ist es bei der Sprachunterstützung von Schülerinnen und Schülern mit russischsprachigem Hintergrund vorteilhaft und unumgänglich, zu wissen, über welche Sprachressourcen diese Lernenden im Russischen bereits verfügen und wie sich diese gegebenenfalls auf den Erwerb des Deutschen auswirken können. Dies setzt in erster Linie voraus, dass sich die Lehrenden grundlegende Informationen über den Aufbau und die Regeln des Russischen aneignen, welche ihnen dabei helfen sollen die in der Erstsprache vorkommenden Übergangsformen beim Grammatikerwerb besser zu verstehen. Die Integrationsproblematik von Zuwanderern in unsere Gesellschaft ist derzeit aktueller denn je und eine grundsätzliche Bildungsproblematik.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Spracherwerb

2.1. Erstsprache und Erstspracherwerb

2.2. Zweitsprache und Zweitspracherwerb

3. Sprachliche Erziehung im Kontext der Mehrsprachigkeit

4. Die Russische Sprache – Verbreitung und Sprachbeschreibung

5. Methode der Datengewinnung

5.1. Angaben zu Kind und Familienverhältnisse

6. Analyse der empirischen Daten

6.1. Groß- und Kleinschreibung

6.2. Artikel

6.3. Pluralbildung

6.4. Adjektive

6.5. Verben

6.6. Syntax des Russischen

6.7. Zusammenfassung der Ergebnisse

7. Fazit

8. Quellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zweitspracherwerb des Deutschen am Beispiel eines russischsprachigen Probanden. Das Ziel der linguistischen Untersuchung ist die Identifikation und Analyse grammatikalischer Fehler im schriftsprachlichen Ausdruck, um den Einfluss der Erstsprache Russisch auf den Erwerb des Deutschen zu verdeutlichen.

  • Grundlagen des Erst- und Zweitspracherwerbs
  • Sprachliche Erziehung in mehrsprachigen Kontexten
  • Strukturelle Merkmale und Besonderheiten der russischen Sprache
  • Kontrastive Fehleranalyse basierend auf einem Tagebucheintrag
  • Syntaktische und morphologische Analyse (Kasus, Genus, Artikel, Wortstellung)

Auszug aus dem Buch

6.1. Groß- und Kleinschreibung

Innerhalb des Textes ist es sehr auffällig, dass N. an vielen Stellen Substantive, hauptsächlich Wochentage, klein schreibt. Insgesamt betrifft das zehn Substantive2. Dass dies nicht untypisch ist für russischsprachige Deutschlerner, zeigt ein Vergleich mit der Groß- und Kleinschreibung im Russischen.

„Die Großschreibung, also die Schreibung eines Wortes mit einem Initialbuchstaben, dient dazu den Anfang bestimmter Texteinheiten sowie eine Reihe von Wörtern in Bezug auf Zugehörigkeit zu bestimmten lexikalischen und grammatischen Gruppen zu kennzeichnen“ (siehe: Böttger 2008, S.60).

Im Gegensatz zum Deutschen werden im Russischen weniger Wörter großgeschrieben. Dazu zählen Namen und Satzanfänge, sowie geographische Bezeichnungen, beziehungsweise Namen oder auch Namen von Staaten (vgl. Mulisch 1993, S.77f). Das Deutsche wiederrum unterscheidet sich von der russischen Sprache insofern, dass die Groß- und Kleinschreibung durch eine Reihe von Regeln bestimmt wird. So ist die Großschreibung im Deutschen nicht Namen und Satzanfängen vorbehalten, sondern dient, durch Regeln festgelegt, auch der Hervorhebung der Substantive und Anredepronomina. Zudem hat die Großschreibung eine wichtige grammatikalische Bedeutung, denn durch sie wird im Deutschen zwischen Substantiven und Substantivierung klar unterschieden.

N. hat die Groß- und Kleinschreibung des Deutschen zwar verstanden, was daran zu erkennen ist, dass er einige Substantive wie „Mama“, „Saft“ oder „Flasche“ großschreibt. Dennoch bedarf es einer intensivierten Sensibilisierung für die richtige Anwendung der Groß- und Kleinschreibung, damit die oben genannten Fehler so nicht mehr entstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den historischen und soziologischen Kontext der Zuwanderung russischsprachiger Personen nach Deutschland und begründet die Relevanz der linguistischen Unterstützung für Lehrende.

2. Spracherwerb: Definiert die theoretischen Grundlagen von Erst- und Zweitspracherwerb und erläutert die Sensibilität dieser Prozesse im Kindesalter.

3. Sprachliche Erziehung im Kontext der Mehrsprachigkeit: Diskutiert die Notwendigkeit und Methoden der Sprachförderung im Kindergarten- und Schulalter sowie die Bedeutung der familiären Einbindung.

4. Die Russische Sprache – Verbreitung und Sprachbeschreibung: Bietet ein Sprachportrait des Russischen unter besonderer Berücksichtigung seiner lautlichen und strukturellen Unterschiede zum Deutschen.

5. Methode der Datengewinnung: Erläutert das methodische Vorgehen bei der Analyse eines Tagebucheintrags eines russischsprachigen Deutschlerners und liefert biographische Eckdaten zum Probanden.

6. Analyse der empirischen Daten: Führt eine detaillierte kontrastive Analyse spezifischer Fehlerquellen wie Großschreibung, Artikelgebrauch, Pluralbildung und Syntax durch.

7. Fazit: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Bedeutung einer frühzeitigen, kontinuierlichen Sprachförderung sowie die Rolle des familiären Umfelds für den Integrationserfolg.

8. Quellen: Auflistung der im Text zitierten wissenschaftlichen Literatur und Quellen.

Schlüsselwörter

Zweitspracherwerb, Russische Sprache, Kontrastive Linguistik, Sprachförderung, Mehrsprachigkeit, Fehleranalyse, Grammatikerwerb, Integrationsklasse, Syntax, Morphologie, Deutsch als Zweitsprache, Sprachkontakt, Russlanddeutsche, Sprachbiographie, Erstsprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kontrastiven linguistischen Analyse des Zweitspracherwerbs des Deutschen bei einem russischsprachigen Kind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Spracherwerbsprozess, die Herausforderungen der Mehrsprachigkeit, die linguistischen Besonderheiten der russischen Sprache im Vergleich zum Deutschen sowie die Identifikation typischer Fehlerquellen bei Deutschlernenden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Einfluss der Erstsprache Russisch auf den Erwerb grammatikalischer Strukturen des Deutschen durch eine systematische Analyse von Schreibfehlern in einem Tagebuchtext aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kontrastive Fehleranalyse angewandt, bei der die identifizierten Fehler im Text des Probanden den grammatikalischen Regeln der russischen und deutschen Sprache gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Spracherwerb, ein Sprachportrait des Russischen und eine detaillierte Analyse empirischer Daten, insbesondere zu Rechtschreibung, Artikeln, Pluralbildung, Adjektiven, Verben und Syntax.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Zweitspracherwerb, kontrastive Linguistik, Sprachförderung, Fehleranalyse, Mehrsprachigkeit und Grammatikerwerb.

Warum spielt die Groß- und Kleinschreibung bei russischen Lernern oft eine Rolle?

Im Russischen gelten andere Regeln für die Großschreibung, die sich primär auf Eigennamen und Satzanfänge beschränken, weshalb die im Deutschen geforderte Nominalisierung durch Großschreibung für diese Lerner eine besondere Hürde darstellt.

Wie wirkt sich die artikellose Natur des Russischen auf den Deutschlernprozess aus?

Da das Russische keine Artikel verwendet, fällt es russischsprachigen Lernern schwer, die korrekte Verwendung von bestimmten und unbestimmten Artikeln im Deutschen zu erlernen und die grammatikalische Geschlechtszuordnung (Genus) sicher anzuwenden.

Welchen Einfluss hat die Wortstellung des Russischen auf das Schreiben auf Deutsch?

Die im Vergleich zum Deutschen deutlich freiere Wortstellung im Russischen führt dazu, dass Lernende häufig Probleme mit der korrekten syntaktischen Anordnung, insbesondere der Verbzweitstellung im Deutschen, haben.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Deutscherwerb bei russischen Muttersprachlern. Linguistische Analyse und Bewertung des Zweitspracherwerbs
Universidad
University of Koblenz-Landau  (Germanistik)
Curso
Kontrastive Linguistik
Calificación
2,0
Autor
Bianca Pri (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
31
No. de catálogo
V509356
ISBN (Ebook)
9783346072283
ISBN (Libro)
9783346072290
Idioma
Alemán
Etiqueta
Linguistik Germanistik Zweitspracherwerb Grammatik Muttersprache Russisch DAZ DAF
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bianca Pri (Autor), 2017, Der Deutscherwerb bei russischen Muttersprachlern. Linguistische Analyse und Bewertung des Zweitspracherwerbs, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509356
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