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Bindungsarbeit mit Mutter und Kind

Am Beispiel des Programms SAFE in einer vollstationären Mutter-Kind-Einrichtung

Title: Bindungsarbeit mit Mutter und Kind

Bachelor Thesis , 2018 , 119 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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Wie entsteht eine sichere Bindung? Wie können Maßnahmen und Programme eine sichere Bindung zwischen Mutter und Kind stärken? Wie kann diese Bindungsarbeit in einem Mutter-Kind-Haus am besten umgesetzt werden? Die Verfasserin hat ein sechswöchiges, freiwilliges Praktikum in einem vollstationären Familienhaus in Bayern absolviert, wodurch ihr persönliches Interesse an dem Thema Bindung zwischen Mutter und Kind geweckt wurde. Da dort das Präventionsprogramm SAFE® zur Unterstützung von sicherer Bindung durchgeführt wird, bat sich eine Analyse dieses Themas in der Bachelor-Thesis an.

Diese Bachelor-Thesis geht dabei der Frage "Inwieweit gelingt es mit einem Programm wie SAFE® die Bindung zwischen Mutter und Kind in einer vollstationären Mutter-Kind-Einrichtung zu unterstützen?" nach. Die Forschungsfrage basiert auf einer Forschungslücke, die nach der tatsächlichen Umsetzung des SAFE®-Programms in einer vollstationären Mutter-Kind-Einrichtung und nach dem Erfolg beim Aufbau einer sicheren Bindung zwischen Mutter und Kind fragt. Weitere Überlegungen, die an die Forschungsfrage in der Abschlussarbeit anschließen, sind "Was macht eine sichere Bindung zwischen Mutter und Kind aus?", "Wie kann diese Bindung gestärkt beziehungsweise unterstützt werden?" und "Wie wirken sich Bindungsprogramme auf die Bindung zwischen Mutter und Kind aus?".

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bindung und Beziehung – Bindungspsychologische Theorieansätze

2.1 Bindungstypen

2.2 Wie entsteht eine sichere Bindungsperson-Kind-Bindung?

2.3 Warum ist eine sichere Bindung notwendig?

2.4 Die Rolle von Ersatzbindungspersonen

3. Vollstationäre Mutter-Kind-Einrichtung

3.1 Vorüberlegungen

3.2 Definition des Begriffes ‚Vollstationäre Mutter-Kind-Einrichtung‘

3.3 Rechtliche Grundlagen

3.4 Ansätze und Aufgaben

4. Programme für die ‚Bindungsstärkung‘

4.1 Das Netzwerk ‚Frühe Hilfen‘

4.2 Bindungsorientierte Programme allgemein

4.3 Präventive Hilfsangebote

4.3.1 Inhalte, Methoden und Ziele

4.3.2 Marte Meo

4.3.3 STEEP™

4.3.4 Das Baby verstehen

4.3.5 SAFE®

4.4 Zwischenfazit

5. Die Arbeit im Familienhaus

5.1 Zielgruppe und Bedarfslage

5.2 Art und Ziel der Leistungen

5.3 Methodische Grundlagen

6. Qualitative Analyse

6.1 Forschungsmethode

6.2 Durchführung der Analyse

6.2.1 Fallvergleich und Auswertung

6.2.2 Ergebnisse

7. Schlussbetrachtung

7.1 Bezug auf qualitative Evaluationen

7.2 Fazit

7.3 Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht, inwieweit das Präventionsprogramm SAFE® dazu beitragen kann, die Bindung zwischen Mutter und Kind in einer vollstationären Mutter-Kind-Einrichtung zu stärken. Die Forschungsfrage leitet sich aus der Notwendigkeit ab, die tatsächliche Wirksamkeit und praktische Umsetzbarkeit bindungsorientierter Programme unter den spezifischen Bedingungen stationärer Jugendhilfe zu analysieren.

  • Grundlagen der Bindungstheorie und bindungspsychologischer Theorieansätze
  • Strukturen und Aufgaben vollstationärer Mutter-Kind-Einrichtungen
  • Analyse präventiver Hilfsangebote zur Bindungsstärkung
  • Methodische Aspekte und praktische Umsetzung des SAFE®-Programms
  • Qualitative Evaluation der Anwendbarkeit des Programms im Praxisalltag

Auszug aus dem Buch

Die sichere Bindung

Eine sichere Bindung wird daran deutlich, dass das Kind auf eine Trennung von der Mutter mit Angst reagiert. Wenn ein sicher gebundenes Kind von seiner Mutter getrennt wird, protestiert es laut, weint, ruft, rennt ihr aktiv hinterher oder macht sich auf die Suche nach ihr (vgl. Brisch 2010: 40,41). Beim Wiedereintreffen der Mutter reagiert das Kind mit Freude. Es streckt zum Beispiel die Arme nach der Mutter aus und will getröstet werden. Sicher gebundene Kinder zeigen einen deutlichen Wunsch nach Körperkontakt zur Mutter und können sich nach kurzer Zeit von ihr beruhigen lassen und ihren Aktivitäten weiter nachgehen (vgl. Brisch 2009: 51). Die Ursachen für eine sichere Bindung liegen dabei stets im Verhalten der Bindungsperson. Wenn die Mutter feinfühlig auf die Bedürfnisse des Kindes reagiert, wird dies vom Kind wahrgenommen und es kann eine emotionale Sicherheit und somit die damit verbundene sichere Bindung entstehen. Rund 60 bis 65 Prozent aller Kinder entwickeln im Laufe ihres ersten Lebensjahres eine sichere Bindung zu ihrer Mutter. 55 Prozent aller Kinder sind auch an ihren Vater sicher gebunden. Wenn Elternteile selbst in ihrer Kindheit sicher gebunden waren, wird die sichere Bindung meist an die eigenen Kinder weiter gegeben (vgl. Brisch 2010: 40,41).

Eine sichere Bindung gilt als die zentrale Voraussetzung für eine spätere gesunde, psychische Entwicklung eines Kindes (vgl. Cierpka 2012: 66). Die Entstehung einer sicheren Bindung und die dahinter stehenden Gründe werden in den folgenden Unterkapiteln weiter thematisiert und analysiert (siehe Kapitel 2.2 und 2.3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Bindungsentwicklung ein und begründet die Forschungsfrage nach der Umsetzung des SAFE®-Programms in einem vollstationären Familienhaus.

2. Bindung und Beziehung – Bindungspsychologische Theorieansätze: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Bindungstheorie, einschließlich verschiedener Bindungstypen und der Bedeutung der Feinfühligkeit.

3. Vollstationäre Mutter-Kind-Einrichtung: Hier werden Definition, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Aufgaben und Konzepte von vollstationären Mutter-Kind-Einrichtungen dargestellt.

4. Programme für die ‚Bindungsstärkung‘: Das Kapitel bietet einen Überblick über das Netzwerk der Frühen Hilfen und vergleicht diverse präventive Elternkurse wie Marte Meo, STEEP™ und SAFE®.

5. Die Arbeit im Familienhaus: Dieser Abschnitt beschreibt die pädagogische Konzeption, Zielgruppe und methodische Ausrichtung des untersuchten Familienhauses.

6. Qualitative Analyse: Hier wird der empirische Forschungsprozess erläutert, inklusive der Forschungsmethodik, der Durchführung von Experteninterviews und der Auswertung der Ergebnisse.

7. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel setzt die Ergebnisse in Bezug zu bestehenden Evaluationen, zieht ein Fazit zur Fragestellung und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsfelder.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, SAFE®, Mutter-Kind-Einrichtung, Bindungsstärkung, Feinfühligkeit, Frühe Hilfen, Pädagogische Arbeit, Bindungsentwicklung, Qualitative Analyse, Elternkurs, Stationäre Jugendhilfe, Bindungsqualität, Erziehungskompetenz, Bindungsstörungen, Kindeswohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung der Mutter-Kind-Bindung im Rahmen eines vollstationären Aufenthalts und untersucht die Rolle des Präventionsprogramms SAFE® hierbei.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Bindungspsychologie, die Struktur vollstationärer Einrichtungen sowie Methoden zur Stärkung elterlicher Feinfühligkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Inwieweit gelingt es mit einem Programm wie SAFE® die Bindung zwischen Mutter und Kind in einer vollstationären Mutter-Kind-Einrichtung zu unterstützen?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Forschungsmethode angewandt, konkret die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit pädagogischen Fachkräften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Bindung und institutioneller Rahmenbedingungen sowie eine empirische Analyse der praktischen Anwendung von SAFE® in einem konkreten Familienhaus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Bindungstheorie, SAFE®, vollstationäre Mutter-Kind-Einrichtung, Feinfühligkeit und qualitative Analyse.

Warum ist das Clearing im untersuchten Familienhaus besonders relevant?

Das Clearing stellt eine Besonderheit der Einrichtung dar, da es als zentraler Bestandteil der Arbeit dient, um den individuellen Betreuungsbedarf der Mutter-Kind-Paare zu evaluieren.

Wie flexibel wird das SAFE®-Programm in der untersuchten Einrichtung umgesetzt?

Da die Zielgruppe im Familienhaus mit der im Originalprogramm von Brisch nicht vollständig korrespondiert (z.B. wechselnde Gruppen statt stabiler Elternpaare), passen die Pädagoginnen die Methoden flexibel an, um sie an das kognitive Niveau und die aktuelle Lebenssituation der Mütter anzupassen.

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Details

Title
Bindungsarbeit mit Mutter und Kind
Subtitle
Am Beispiel des Programms SAFE in einer vollstationären Mutter-Kind-Einrichtung
College
University of Hildesheim  (Erziehungswissenschaft)
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
119
Catalog Number
V509381
ISBN (eBook)
9783346126191
ISBN (Book)
9783346126207
Language
German
Tags
Erziehungswissenschaft Erziehungswissenschaften Mutter Kind Bindung Mutter-Kind-Einrichtung SAFE Bindungsarbeit Bindungsprogramm Mutter-Kind-Bindung vollstationär Frühe Hilfen Beziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Bindungsarbeit mit Mutter und Kind, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509381
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