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Michail Bulgakovs Roman "Der Meister und Margarita" und die Mediale Transformation

Título: Michail Bulgakovs Roman "Der Meister und Margarita" und die Mediale Transformation

Trabajo Escrito , 2018 , 20 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Natalia Ackermann (Autor)

Ruso / Lenguas eslavas
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In dieser Hausarbeit wird die Theorie der medialen Transformation am Beispiel von Roman von Michail Bulgakov "Der Meister und Margarita" vorgestellt. Das Konzept der medialen Transformation erscheint auf dem ersten Blick als eine moderne Form des Geschichtenvermittelns, welche Ende des 20. Jahrhunderts entstanden ist. Populäre Beispiele für Transmedia Storytelling sind Filmreihen wie "Matrix", "Star Wars" oder "Spiderman", bei denen insbesondere wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielen.

Auf Grund dieses Charakters ist die Anwendbarkeit der Theorie auf Geschichten des 21. Jahrhunderts nahezu offensichtlich. So sind vor Veröffentlichung neuer Kinobestseller, Filmtrailer, Fernsehwerbung, Zeitschriftenartikel und Fanartikel allgegenwärtig, lange bevor der eigentliche Film in die Kinos kommt. Dabei handelt es sich bei der medialen Transformation nicht um eine moderne für den Kommerz ausgerichtete Wirtschaftstheorie, sondern um eine Theorie den Inhalt einer Geschichte möglichst effizient zu verbreiten. So vielfältig wie die Menschen sind, ist auch ihre Wahrnehmung und ihr Bedürfnis bestimmte Medien zu nutzen. Während einige eher lesen, bevorzugen andere die Verfilmung und echte Fans wollen über diese beiden Genre hinaus tiefer in die Geschichte eintauchen.

In dieser Arbeit wird gezeigt, dass auch der Roman "Der Meister und Margarita" aus dem Jahr 1940 als Teil einer transmedialen Geschichtserzählung gesehen werden kann und alle Elemente dieser Theorie erfüllt. Damit wird auch gezeigt, dass der Roman aufgrund seiner vielen Darstellungen und den damit verbundenen Reflexionen an den Gegenwartsthematiken stets seine Aktualität behält und als fundamentales Werk anzusehen ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Mediale Transformation des Romans

2.1. Was ist Mediale Transformation

2.2. Die Grundpfeilern der medialen Transformation

2.2.1. Spreadability vs. Drillability

2.2.2. Continuity vs. Multiplicity

2.2.3. Immersion vs. Extractability

2.2.4. Worldbuilding

2.2.5. Seriality

2.2.6. Subjectivity

2.2.7. Performance

2.3. Roman und die medialen Transformation

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der Theorie der medialen Transformation (Transmedia Storytelling) auf Michail Bulgakovs Roman „Der Meister und Margarita“ und analysiert, wie das Werk über verschiedene Medien hinweg und durch die aktive Beteiligung der Rezipienten lebendig bleibt.

  • Theoretische Grundlagen des Transmedia Storytelling nach Henry Jenkins
  • Analyse der sieben Grundpfeiler medialer Transformation am Beispiel des Romans
  • Untersuchung von Verfilmungen, Theaterinszenierungen und Musicals
  • Die Rolle von Fans, Internetforen und physischen Orten als interaktive Elemente
  • Die zeitlose Aktualität und Rezeption des literarischen Werkes

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Spreadability vs. Drillability

Die Punkte „Breite“ und „Tiefe“ stehen komplementär zu einander. So setzt man bei Spreadability auf eine leicht verständliche Handlungsgrundlage, bei der der Konsument schnell in die Geschichte einsteigt ohne nennenswerte Vorkenntnisse über die handelnden Personen oder möglichen Vorgeschichten aufbauen zu müssen. Dies bedeutet bei Storyreihen, dass jedes Element der Reihe für sich eine geschlossene Handlung bildet und nicht zwingend weitere Elemente der Reihe konsumiert werden müssen, um den Kern der Einzelgeschichte zu erfassen.

Dem steht die Tiefe gegenüber. Bei der Drillability wird ein umfangreiches Vorwissen vorausgesetzt. Um die Geschichte zu verstehen, bedarf es neben des Konsums des Hauptmediums auch der Recherche weiterer Kanäle, um die Geschichte zu verstehen beziehungsweise, um die letzten Details oder Interpretationsmöglichkeiten zu erschließen. Ein Beispiel hierzu sind Storyreihen, die mit offenen Enden aufeinander aufbauen. Da die Vorgeschichte eines Elements der Reihe nicht wiederholt wird, ist es nicht möglich den Inhalt zu erfassen und durch das offene Ende ist der Konsument gezwungen auch das nächste Element der Reihe zu inkorporieren. Jenkins selbst beschreibt es mit „Drillable media typically engage far fewer people, but occupy more of their time and energies in a vertical descent into a text's complexities.“ [11].

Der Roman „Der Meister und Margarita“ bildet für sich einen geschlossenen Roman. An dieser Stelle, sei davon auszugehen, dass der Roman vollständig veröffentlich vorliegt, während im Kapitel 2.2.5 auf die Vorabveröffentlichung einzelner Romaneteile eingegangen wird. Somit könnte sich, je nach Hintergrund und Motivation des Lesers, nach der einmaligen Lektüre die Geschichte zu einem ausreichend abgeschlossenen Bild ergeben. Jedoch enthält der Roman Inhalte, die eine verzweigte Interpretation erlauben. Aus diesem Grund findet sich in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder YouTube Nutzergruppen, in denen die verschiedenen Interpretationen fortgeführt werden. Bekannte Diskussionsforen sind von G. Long mit den Gruppen „Cheese hole“ und „Sandbox“ [4] eröffnet wurden. Mittels der verschiedenen Internetplattformen tauschen Bulkagov-Fans ihre Eindrücke und Gedanken aus und diskutieren mögliche Fortsetzungen der Geschichten. Diese interaktive Möglichkeit die Story fortzuführen ist Inspiration, Motivation und Diskussionsgrundlage in den Gruppen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Vorstellung des theoretischen Konzepts der medialen Transformation und die These, dass Bulgakovs Roman diese Kriterien auf natürliche Weise erfüllt.

2. Mediale Transformation des Romans: Detaillierte Analyse der sieben Grundpfeiler des Transmedia Storytelling im Kontext des Romans, seiner Adaptionen und der Fan-Kultur.

2.1. Was ist Mediale Transformation: Definition des Begriffs Transmedia Storytelling nach Henry Jenkins und Abgrenzung zur traditionellen Medienverbreitung.

2.2. Die Grundpfeilern der medialen Transformation: Einleitung in die zwei Gruppen der sieben Prinzipien, die das Zusammenspiel von Story und Zielgruppe beschreiben.

2.2.1. Spreadability vs. Drillability: Untersuchung der Balance zwischen zugänglichen Inhalten und tiefgreifender, recherchierbarer Komplexität.

2.2.2. Continuity vs. Multiplicity: Analyse der Kontinuität versus der bewussten Abweichung in verschiedenen Medienadaptionen.

2.2.3. Immersion vs. Extractability: Beschreibung, wie Leser in die Welt des Romans eintauchen oder Elemente daraus in ihren Alltag integrieren.

2.2.4. Worldbuilding: Analyse des Weltenbaus durch die Verbindung von historischer Realität und der fiktiven Welt des Romans.

2.2.5. Seriality: Erläuterung der Verbreitung der Geschichte in Auszügen und die Bedeutung der Serialität für die Rezeption.

2.2.6. Subjectivity: Untersuchung der verschiedenen Perspektiven und Multiperspektivität innerhalb des Werkes und seiner Adaptionen.

2.2.7. Performance: Betrachtung der aktiven Rolle der Konsumenten, wie Fan-Aktivitäten, Museumsbesuche und Online-Diskussionen.

2.3. Roman und die medialen Transformation: Synthese der Ergebnisse, die zeigt, wie der Roman als fundamentales Werk zeitlos bleibt.

3. Zusammenfassung: Abschließende Reflexion darüber, wie Bulgakovs Werk ohne gezielte Marketingstrategie transmedialen Erfolg erreicht hat.

Schlüsselwörter

Mediale Transformation, Transmedia Storytelling, Michail Bulgakov, Der Meister und Margarita, Henry Jenkins, Spreadability, Drillability, Immersion, Worldbuilding, Serialität, Subjektivität, Performance, Literaturadaption, Fankultur, Erzähltheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern Michail Bulgakovs Roman „Der Meister und Margarita“ als transmediales Erzählwerk betrachtet werden kann und welche Faktoren seine bis heute anhaltende Popularität fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die sieben Grundpfeiler der medialen Transformation nach Henry Jenkins, angewendet auf den Roman, seine verschiedenen Medienumsetzungen sowie die Fan-Interaktionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass der Roman alle Kriterien einer transmedialen Geschichte erfüllt und durch seine inhaltliche Vielschichtigkeit ein ständiges Interesse sowie neue Interpretationen provoziert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und medienwissenschaftliche Analyse, die den Roman auf Basis der Transmedia-Theorie von Henry Jenkins theoretisch einordnet und praktisch an Fallbeispielen diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung und Anwendung der sieben Säulen (wie Worldbuilding, Immersion oder Serialität) auf Bulgakovs Werk und dessen mediale Ableitungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mediale Transformation, Transmedia Storytelling, Drillability, Extrahierbarkeit und die aktive Performance der Konsumenten.

Wie trägt der Ort Moskau zum Verständnis des Romans bei?

Die physischen Orte, wie die Patriarchen Teiche oder das Bulgakov-Museum, dienen als Orte der "Einbettung" (Immersion) und ermöglichen es Fans, die Geschichte in der Realität nachzuvollziehen.

Warum ist das Werk trotz seiner Entstehung vor 1940 noch heute so relevant für die Medientheorie?

Der Autor zeigt auf, dass Bulgakov unbewusst narrative Strukturen schuf, die heute als moderne transmediale Prinzipien gelten und ein so hohes Maß an inhaltlicher Tiefe besitzen, dass sie verschiedene Generationen zur Auseinandersetzung einladen.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Michail Bulgakovs Roman "Der Meister und Margarita" und die Mediale Transformation
Universidad
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Slavistik)
Curso
Aufbaumodul: Der Meister und Margarita (1928-1940). Michail Bulgakov (1891-1940) genialer Doppelroman und seine gefährlichen Kontexte
Calificación
1,3
Autor
Natalia Ackermann (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
20
No. de catálogo
V509608
ISBN (Ebook)
9783346081070
ISBN (Libro)
9783346081087
Idioma
Alemán
Etiqueta
Der Meister und Margarita Mediale Transformation Transmedia Storytelling Slavistik Bamberg Muchail Bulgakov Doppelroman Henri Jenkins Begemot Voland Spreadability Drillability Continuity Multiplicity Immersion Extractability Worldbuilding Seriality Subjectivity Performance Pontius Pilatus Jeschua
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Natalia Ackermann (Autor), 2018, Michail Bulgakovs Roman "Der Meister und Margarita" und die Mediale Transformation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509608
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