Diese Arbeit beleuchtet das Thema BYOD in Hinblick auf die Entstehung, Entwicklung, Technik, Sicherheit, Rechtlichkeit, sozialer Aspekte und Wirtschaftlichkeit aus Unternehmenssicht. Dieses Geschäftsmodell wirft eine Menge von Fragen auf, die es bei der Betrachtung einer Unternehmensimplementierung kritisch zu analysieren gilt.
Das Thema Mobile Computing gewinnt in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Mitarbeiter müssen flexibler sein und brauchen bei dieser Flexibilität die entsprechende technische Unterstützung um ihre Arbeit in der gewohnten Qualität zu erbringen. Bei den für die mobile Arbeit verwendeten Geräten handelt es sich in der Regel um Laptops, Tablets und Smartphones. Ziel ist es also, eine mobile Informationsverarbeitung mit moderner Informationstechnologie bereitzustellen. Bei der Beschaffung der Geräte muss also auch die rasante Weiterentwicklung der Informationstechnologie beachtet werden. Dabei geht es nicht nur um eine betriebswirtschaftliche Betrachtung, sondern auch um Benutzerfreundlichkeit.
Die Consumerization hat in den vergangenen Jahren durch mobile Endgeräte so deutlich und schnell zugenommen, dass auch Unternehmen nicht mehr die Augen davor verschließen können. Resultierend aus der technischen Ausstattung im privaten Umfeld steigen die Anforderungen der Mitarbeiter auch im Unternehmensumfeld. Dies sorgt bei Unternehmen für eine notwendige und zunehmende Ausrichtung an Mitarbeiterbedürfnisse. In Hinblick auf diese Entwicklung ist Bring Your Own Device (BYOD) als ein mögliches Geschäftsmodell für die Nutzung von privaten mobilen Endgeräten im Unternehmensumfeld entstanden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Ziel dieser Arbeit
2 Theorie- und Praxisbetrachtung
2.1 Entwicklung
2.2 Technischer Überblick
2.3 Sicherheit
2.4 Rechtliche und soziale Aspekte
2.5 Wirtschaftliche Betrachtung
2.6 Chancen und Risiken
3 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept "Bring Your Own Device" (BYOD) aus Unternehmensperspektive, um zu analysieren, ob eine Implementierung im geschäftlichen Umfeld sinnvoll ist. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie ein Gleichgewicht zwischen der geforderten Flexibilität der Mitarbeiter, technischer Sicherheit und ökonomischer Wirtschaftlichkeit erreicht werden kann.
- Grundlagen und historische Entwicklung von BYOD
- Technische Anforderungen und Herausforderungen an mobile Endgeräte
- Sicherheitsaspekte und Datenschutz bei der Nutzung privater Geräte
- Rechtliche Rahmenbedingungen und soziale Auswirkungen
- Wirtschaftliche Bewertung sowie Chancen-Risiken-Abwägung
Auszug aus dem Buch
2.1 Entwicklung
„Mit einem offensichtlich nicht zu vermeidenden englischen Begriff des ‚Bring your own Device‘ wird die Nutzung von privaten ‚Vorrichtungen‘ wie z.B. Notebook, Tablet-PC oder Smartphone zu dienstlichen Zwecken bezeichnet, wobei diese Geräte Zugriff auf die IT-Ressourcen des Unternehmens erhalten.“ Der Ursprung von BYOD liegt in den hochtechnisierten asiatischen Ländern wie Südkorea, Singapur oder Taiwan und gehört hier schon seit Jahren zum Alltag. 2012 zeigte eine Studie der Firma Cisco auf, dass 95% aller Unternehmen in den USA ihren Mitarbeitern, in der ein oder anderen Art und Weise, die Nutzung von privaten Endgeräten im beruflichen Umfeld erlauben. Weiterhin ergab die Studie, dass pro US-Mitarbeiter, die sich in dem Fall mit der Verarbeitung von Wissen auseinandersetzen, im Jahre 2014 im Durchschnitt ca. 3,3 mobile Endgeräte genutzt werden.
Mitunter könnte der Start des Apple iPhones im Jahre 2007 auch ausschlaggebend für BYOD gewesen sein. Durch das iPhone haben nicht mehr die IT-Abteilungen zuerst das Mobilgerät für die Produktivumgebung der Firma konfiguriert und dann an den Mitarbeiter übergeben, sondern die Anwender selbst, die das iPhone von zuhause mitnahmen und für dienstliche Zwecke nutzten. Fast parallel entstand in den USA der Gedanke den Wunsch oder das Verlangen zur Kostenreduzierung von Equipment auf den Mitarbeiter zu übertragen. Es gab einen starken Anstieg an Mitarbeitern, die sich dafür begeisterten diese Entscheidungsmöglichkeit für sich zu nutzen. Zusätzlich entstand die Überlegung, dass die Produktivität der Mitarbeiter steigen würde, wenn sie die Möglichkeiten hätten an jedem beliebigen Standort zur arbeiten. Diese beiden Ursprungsursachen ergaben sich aus einer Studie aus den Jahren 2011 und 2012 auf einem internationalen Gremium von 2000 Mitarbeitern und Managern aus 11 Ländern. Der Gedanke zur mobilen Arbeit resultiert daraus, dass die Geräte komfortabel zu transportieren und bedienen sind, sowie einen Zugriff auf Telefonie und Datendienste ermöglichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die zunehmende Bedeutung von Mobile Computing und die Entstehung von BYOD aus der Notwendigkeit heraus, sich an veränderte Mitarbeiterbedürfnisse anzupassen.
2 Theorie- und Praxisbetrachtung: Bietet eine umfassende Analyse von BYOD, unterteilt in historische Entwicklung, technische Voraussetzungen, sicherheitsrelevante Aspekte, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die ökonomischen Vor- und Nachteile.
3 Fazit: Bewertet die Ergebnisse und stellt fest, dass BYOD zwar Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit steigern kann, jedoch hohe Anforderungen an das Management stellt, weshalb Alternativen wie „Leave Your Own Device“ an Bedeutung gewinnen.
Schlüsselwörter
BYOD, Mobile Computing, Unternehmen, Datensicherheit, IT-Strategie, Mitarbeiterzufriedenheit, Wirtschaftlichkeit, Mobile Device Management, Consumerization, Rechtliche Rahmenbedingungen, Arbeitnehmerdatenschutz, Produktivität, Hardwareentwicklung, Flexibilität, IT-Infrastruktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Geschäftsmodell "Bring Your Own Device" (BYOD), bei dem Mitarbeiter ihre eigenen privaten mobilen Endgeräte für dienstliche Zwecke nutzen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Entwicklung, technische Aspekte, Sicherheitsrisiken, rechtliche sowie soziale Implikationen und die wirtschaftliche Rentabilität des BYOD-Modells.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, BYOD kritisch zu analysieren, um zu bewerten, ob eine Implementierung in einem Unternehmensumfeld tatsächlich sinnvoll ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische und praktische Auseinandersetzung mit dem Thema, unter Einbeziehung aktueller Studien und Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte technische Betrachtung (Miniaturisierung, Usability), eine Analyse der Sicherheitsrisiken und rechtlichen Herausforderungen sowie eine Abwägung der Chancen und Risiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören BYOD, Mobile Computing, IT-Sicherheit, Datenschutz, Mitarbeiterzufriedenheit, Mobile Device Management und Work-Life-Balance.
Warum wird im Fazit das Konzept „Leave Your Own Device“ erwähnt?
Als Alternative zu BYOD wird „Leave Your Own Device“ genannt, um das Bedürfnis der Mitarbeiter nach moderner Hardware mit den hohen Sicherheits- und Verwaltungsanforderungen der Unternehmen zu vereinen.
Welche Rolle spielt die „Generation Y“ in dieser Thematik?
Die Arbeit beschreibt, dass die Generation Y aufgrund ihrer Gewöhnung an ständige Erreichbarkeit weniger belastet durch BYOD ist und dies stärker als Ausdruck von Freiheit und Komfort wahrnimmt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2016, Bring Your Own Device. Chancen und Risiken für Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509765