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Die historische Beurteilung der Revolution von 1848/49 unter Berücksichtigung des Prinzips der Kontroversität

Leistungskurs Geschichte, Klassenstufe 12

Titel: Die historische Beurteilung der Revolution von 1848/49 unter Berücksichtigung des Prinzips der Kontroversität

Unterrichtsentwurf , 2019 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Unterrichtsentwurf für den Leistungskurs Geschichte, 12. Klasse, behandelt die historische Beurteilung der Revolution von 1848/49. Hauptlernziel: Die SuS erweitern am Beispiel der Frage nach dem Scheitern der Revolution von 1848/49 ihre Urteilskompetenz, indem sie im Sinne der Kontroversität die beiden Historikermeinungen von Heinrich August Winkler und Walter Grab miteinander vergleichen und zu einem eigenständigen Sachurteil gelangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Bedingungsfelder

2. Sachanalyse

3. Schematischer Überblick über die Unterrichtsreihe

4. Didaktische Überlegungen und Entscheidungen

4.1 Didaktische Überlegungen und Entscheidungen hinsichtlich des Themas

4.2 Didaktische Überlegungen und Entscheidungen hinsichtlich des Materials

5. Kompetenzkatalog

6. Methodische Überlegungen und Entscheidungen

7. Geplanter Unterrichtsverlauf

8. Quellen- und Literaturverzeichnis

9. Anhang

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Unterrichtseinheit ist die Förderung der Urteilskompetenz der Schülerinnen und Schüler im Leistungsfach Geschichte. Anhand der kontroversen historischen Beurteilung der Revolution von 1848/49 sollen die Lernenden befähigt werden, verschiedene fachwissenschaftliche Perspektiven kritisch zu hinterfragen, abzuwägen und ein eigenes, fundiertes Sachurteil über das Scheitern oder die langfristigen Errungenschaften der Revolution zu bilden.

  • Multiperspektivität und das Prinzip der Kontroversität im Geschichtsunterricht
  • Analyse und Vergleich unterschiedlicher historischer Fachpositionen
  • Bedeutung der Revolution von 1848/49 für die deutsche Demokratiegeschichte
  • Methodik der Quellenarbeit und Anwendung der Think-Pair-Share-Methode
  • Entwicklung von Urteilskompetenz im gymnasialen Oberstufenunterricht

Auszug aus dem Buch

A. Der deutsche Historiker Heinrich August Winkler zum Scheitern der Revolution 1848/49:

Die Konstitutionalisierung Preußens ist einer der Gründe, weshalb das gängige Urteil, die Revolution von 1848 sei rundum gescheitert, zu kurz greift. Gescheitert ist die Revolution gemessen an ihrem Doppelziel: der Freiheit und Einheit Deutschlands. Weder wurde Deutschland ein einheitlicher Nationalstaat, noch konnte sich der Liberalismus in den Einzelstaaten behaupten. Doch seit 1848 war sehr viel klarer als zuvor, was Deutschland politisch und geographisch bedeutete. [...]

Seit der gemeinsamen Arbeit an der Reichsverfassung und zumal an ihrem Grundrechtsteil gab es gesamtdeutsche Maßstäbe für das, was es in den Einzelstaaten wie in einem künftigen deutschen Nationalstaat zu erreichen galt. Gescheitert war die Revolution vor allem an einer politischen Überforderung des deutschen Liberalismus: Es erwies sich als unmöglich, Einheit und Freiheit zur gleichen Zeit zu verwirklichen. [...]

Dass die Liberalen und Demokraten Einheit und Freiheit nicht aus eigener Kraft verwirklichen konnten, hatte verhängnisvolle Folgen für das deutsche politische Bewusstsein: Es blieb obrigkeitlich verformt. Doch das ehrgeizige Doppelziel war 1848 objektiv unerreichbar. Und es war nicht nur ein Unglück, dass es nicht erreicht wurde. Denn wenn die konsequenten Revolutionäre Gelegenheit erhalten hätten, ihr Programm [=Abschaffung der Monarchie, zur Not auch durch Krieg] in die Tat umzusetzen, wäre das Ergebnis vermutlich eine europäische Katastrophe gewesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bedingungsfelder: Dieses Kapitel beschreibt die Lernvoraussetzungen, die Klassenzusammensetzung sowie die räumlichen und medialen Gegebenheiten des untersuchten Geschichtsleistungskurses der Jahrgangsstufe 12.

2. Sachanalyse: Hier erfolgt eine fachwissenschaftliche Einordnung der Revolution von 1848/49, wobei insbesondere die Kontroversität der historischen Forschung zum Scheitern und den langfristigen Folgen beleuchtet wird.

3. Schematischer Überblick über die Unterrichtsreihe: Dieses Kapitel liefert eine tabellarische Übersicht über die geplante Unterrichtsreihe, inklusive der Lernziele für jede der elf Einzelstunden.

4. Didaktische Überlegungen und Entscheidungen: Hier werden die didaktischen Entscheidungen zur Stoffauswahl, zum Prinzip der Kontroversität und zur Materialwahl (u.a. Spiegel-Cover und Historikertexte) begründet.

5. Kompetenzkatalog: Dieses Kapitel definiert das Hauptlernziel der Stunde sowie die angestrebten Kompetenzen in den Bereichen Sach-, Deutungs- und Reflexions- sowie Medien- und Methodenkompetenz.

6. Methodische Überlegungen und Entscheidungen: Hier wird die Wahl der methodischen Formate, wie die Think-Pair-Share-Methode, zur Aktivierung der Schülerinnen und Schüler sowie zur Förderung von Diskussionen erläutert.

7. Geplanter Unterrichtsverlauf: Dieses Kapitel stellt den detaillierten Zeitplan der Unterrichtsstunde dar, untergliedert in Phasen, Inhalte, Sozialformen und verwendete Medien.

8. Quellen- und Literaturverzeichnis: Hier werden alle in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Texte, Lehrpläne und Quellen chronologisch oder alphabetisch aufgeführt.

9. Anhang: Dieses Kapitel enthält ergänzendes Material zur Stunde, wie Bilder, Zitate und das Arbeitsblatt zur Arbeit mit den Historikertexten.

Schlüsselwörter

Revolution 1848/49, Scheitern der Revolution, Kontroversität, Multiperspektivität, Heinrich August Winkler, Walter Grab, Urteilskompetenz, Deutscher Nationalstaat, Liberalismus, Politische Bildung, Geschichtsdidaktik, Leistungsfach Geschichte, Demokratiegeschichte, Historikermeinungen, Verfassungsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?

Die Arbeit entwirft eine Unterrichtsstunde für den Geschichtsleistungskurs der Jahrgangsstufe 12, in der die Schülerinnen und Schüler die kontroverse historische Beurteilung der Revolution von 1848/49 kritisch analysieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Frage nach dem Scheitern der Revolution, die Bewertung ihrer langfristigen Folgen für die deutsche Demokratieentwicklung sowie die geschichtsdidaktische Auseinandersetzung mit verschiedenen Historikerpositionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Förderung der Urteilskompetenz der Lernenden, damit diese am Beispiel der 1848er Revolution selbstständig und differenziert beurteilen können, ob ein Scheitern vorliegt oder ob epochale Errungenschaften überwiegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das geschichtsdidaktische Prinzip der Kontroversität angewandt, indem die Lernenden durch den Vergleich widersprüchlicher Historikertexte (bi-perspektivisch) zu einem eigenen Sachurteil angeleitet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in didaktische und methodische Entscheidungen, die auf einer fundierten Sachanalyse der historischen Ereignisse aufbauen und in eine detaillierte Unterrichtsplanung münden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Revolution 1848/49, Kontroversität, Urteilskompetenz, Multiperspektivität, historisches Sachurteil sowie das Prinzip des fachorientierten Geschichtsunterrichts in der Oberstufe.

Warum wurde das Titelbild des Spiegels als Einstieg gewählt?

Das Bild mit dem Titel „Die halbe Revolution“ dient als Impuls, da es bereits ein fertiges Urteil enthält, das die Schülerinnen und Schüler im weiteren Verlauf der Stunde dekonstruieren und kritisch hinterfragen sollen.

Welche Bedeutung hat die Wahl der Historiker Winkler und Grab?

Die Texte wurden aufgrund ihrer sprachlichen Zugänglichkeit und ihrer unterschiedlichen Schwerpunkte – bei Winkler die Betonung der Überforderung des Liberalismus, bei Grab die Sicht auf die 1848er Ereignisse als epochalen Einschnitt – ausgewählt, um eine kontroverse Diskussion zu ermöglichen.

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Details

Titel
Die historische Beurteilung der Revolution von 1848/49 unter Berücksichtigung des Prinzips der Kontroversität
Untertitel
Leistungskurs Geschichte, Klassenstufe 12
Hochschule
Staatliches Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien Bad Kreuznach
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V509814
ISBN (eBook)
9783346075048
ISBN (Buch)
9783346075055
Sprache
Deutsch
Schlagworte
beurteilung revolution berücksichtigung prinzips kontroversität leistungskurs geschichte klasse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Die historische Beurteilung der Revolution von 1848/49 unter Berücksichtigung des Prinzips der Kontroversität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509814
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Leseprobe aus  19  Seiten
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