PEGIDA. Neue Soziale Bewegung oder eine "andere" Form kollektiver Mobilisierung?

Eine soziologische Einordnung


Hausarbeit, 2019

22 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen: Zentrale Theorien und Begriffe
2.1 Neue Soziale Bewegung
2.1.1 Definition
2.1.2 Entstehung und Entwicklung
2.1.3 Merkmale und ihre wichtigsten theoretischen Vertreter*innen
2.1.3.1 HABERMAS
2.1.3.2 RASCHKE
2.1.3.3 INGLEHART
2.2 Framing- und Collective-Identity-Ansatz

3. PEGIDA
3.1 Entstehung und Entwicklung
3.2 Organisation und Inhalte

4. Einordnung der PEGIDA-Bewegung als NSB

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Ab den 1980er Jahren kam im deutschsprachigen Raum zunehmend der Begriff der Neuen Sozialen Bewegung (NSB) auf. Genutzt wurde er letztlich, um politische Protestgruppen und soziale Bewegungen zu beschreiben, die im Gefolge der außerparlamentarischen Opposition und Student*innenbewegung Ende der 1960er Jahre aufgekommen waren. Als „neu“ wurde sie bezeichnet, um die qualitative Andersartigkeit zur Arbeiter*innenbewegung, die als Prototyp „alter“ sozialer Bewegungen galt, – und auch weiterhin gilt – zu verdeutlichen. Zu den Prototypen der „neuen“ sozialen Bewegung hingegen zählen Bürger*innen- und Menschenrechtsbewegungen, Frauenbewegungen, ökologische Bewegungen und Friedensbewegungen. Auch LSBTTIQ*- Gruppen und Hausbesetzer*innen werden der Neuen Sozialen Bewegung zugerechnet. Wie jedoch verhält es sich, vor diesem Hintergrund, mit in der jüngeren Vergangenheit entstandenen, ideologisch rechtsgerichteten Bewegungen wie z.B. der PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes), die als islam- und fremdenfeindlich, völkisch, rassistisch und rechtspopulistisch gilt? Ist auch sie eine Neue Soziale Bewegung oder „nur“ eine „andere“ Form kollektiver Mobilisierung?

Schließlich steht die PEGIDA-Bewegung zu diesen, in der Regel im linken oder bürgerlichen politischen Spektrum zu verortenden Bewegungen, erstens in einem offensichtlichen thematischen und ideologischen Widerspruch und verfügt zweitens, anders als die vorgenannten Beispiele, über eine vielmehr konservatorische, zum Teil sogar revisionistische und damit keine dezidiert progressive Ausrichtung. Doch ist es genau diese progressive Ausrichtung, die oft als elementares Merkmal der Neuen Sozialen Bewegung genannt wird. Sind die bisher unternommenen Definitions- und Unterscheidungsversuche von Sozialer und Neuer Sozialer Bewegung womöglich zu sehr auf das progressive Element fixiert?

An genau diesem Punkt setzt die vorliegende Arbeit an. Dabei werden zunächst die charakteristischen Merkmale der Neuen Sozialen Bewegung herausgearbeitet. In der Folge wird die PEGIDA-Bewegung als konkretes und aktuelles Beispiel herangezogen und anhand der zuvor herausgearbeiteten Merkmale mit Bezugnahme auf die Neue Soziale Bewegung eingeordnet. Besonders interessant erscheint die Analyse der PEGIDA-Bewegung als Beispiel vor allem wegen ihrer inzwischen erheblichen faktischen Relevanz in aktuellen öffentlichen Debatten, dem aktuellen gesellschaftlichen Diskurs sowie ihrer erheblichen Effekte auf die politische Landschaft der Bundesrepublik.

Der Fragestellung nachgegangen wird unter Hinzuziehung in der Bewegungsforschung prominenter und etablierter Forschungsansätze – genauer: des Framing - und Collective-Identity-Ansatzes sowie Definitionen HABERMAS‘ und RASCHKES und der Wertewandelhypothese INGLEHARTS. Diese werden in der Bewegungsforschung häufig zur Erklärung der Neuen Sozialen Bewegung herangezogen, sollen hier eine differenziertere Analyse der Fragestellung ermöglichen und zuletzt am Phänomen der PEGIDA-Bewegung Anwendung finden.

Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit wird hierfür zunächst auf die begrifflichen Grundlagen der Neuen Sozialen Bewegung eingegangen und deren Entstehung und Entwicklung nachvollzogen. Im Anschluss findet eine Einführung in die genannten theoretischen Ansätze statt. Der zweite Teil der Arbeit beinhaltet die Analyse der ausgehenden Fragstellung, wobei zunächst eine Einordnung in Anlehnung an die vorgenannten theoretischen Ansätze vorgenommen wird und die Ergebnisse der Analyse dann präsentiert werden.

2. Theoretische Grundlagen: Zentrale Theorien und Begriffe

2.1 Neue Soziale Bewegung

2.1.1 Definition

Der Begriff der Neuen Sozialen Bewegung kann nicht losgelöst vom Begriff der Sozialen Bewegung (SB) betrachtet werden. Der Begriff der Sozialen Bewegung ist zu Beginn seines Aufkommens in der Forschungsliteratur aber nicht einheitlich definiert und genutzt worden (SCHADE 2018: 41). In diesem Zusammenhang gilt es auch stets zu berücksichtigten, dass der Begriff vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungsprozesse und somit stets in einem historischen Zusammenhang betrachtet werden muss. Auch aus diesem Grund ist eine konstante Definition des Begriffs grundlegend schwierig. (ebd.: 41). Seit den 1990er Jahren lässt sich aber dennoch eine Vereinheitlichung der begrifflichen Nutzung beobachten (ebd.: 42):

„A social movement is a network of informal interactions between a plurality of individuals, groups and/ or organizations, engaged in a political or cultural conflict, on the basis of shared collective identity (Diani 1992: 13).“

Nach dieser Definition Mario DIANIS sind es Interaktionen mehrerer Individuen in einem politischen oder kulturellen Konflikt auf Basis einer kollektiven Identität, und somit insgesamt drei Elemente, die die Soziale Bewegung konstituieren. Daneben führt er als viertes das Element des Protests auf, dem aber keine konstitutive Bedeutung beigemessen wird (Diani 1992: 12). Dieser ist, etwa nach RUCHT/ NEIDHART (2001: 12) als „öffentliche, kollektive Handlung[…] nicht-staatlicher Träger, die Widerspruch oder Kritik zum Ausdruck bringen und mit der Formulierung eines gesellschaftlichen bzw. politischen Anliegens verbunden sind“, zu verstehen. Andere Forschungsansätze kommen zu übereinstimmenden definitorischen Ergebnissen (Diani 1992: 13). Konkreter ist das kollektive Handeln der Beteiligten auf das Ziel eines sozialen Wandels in zumindest einem Teilbereich der Gesellschaft gerichtet und wird als solches oft als weiteres Merkmal genannt (Snow/ Soule/ Kriesi 2007: 3 ff.). Auch den sozialen Strukturen der jeweiligen Bewegung wird regelmäßig Bedeutung beigemessen (Schade 2018: 46).

Letztendlich fällt das Aufkommen des Begriffs der Neuen Sozialen Bewegung mit dem historischen Übergang von der industriellen zur postindustriellen Gesellschaft zusammen (Schroer 1995. 190). Prototyp sozialer Bewegungen dieser „neuen“ Zeit ist, wie bereits eingangs erwähnt, die Student*innenbewegung. Diese weist keinen Bezug mehr zum Prototyp sozialer Bewegungen der „alten“ Zeit, der Arbeiter*innenbewegung, auf. Das Aufkommen dieses neuen Begriffs markiert somit eine zeitliche und qualitative Veränderung und Andersartigkeit (ebd.: 188). Die Unterscheidung der Neuen Sozialen von der („alten“) Sozialen Bewegung vollzieht sich folglich über die Themen, über die sie sich definieren und formieren: Statt um den oftmals antikapitalistischen und vor allem revolutionären Protest gegen rechtliche, politische und soziale Mängel in der Gesellschaft auf Grundlage der kapitalistischen Wirtschaftsordnung, wie dies bei der Arbeiter*innenbewegung der Fall war, stehen bei der Neuen Sozialen Bewegung Themen wie Abrüstung, Umweltschutz und Gleichberechtigung im Vordergrund, die letztlich einen Protest darstellen, der sich gegen das durch den Fortschritt entstandene Wachstum richtet (ebd.: 191).1

2.1.2 Entstehung und Entwicklung

Erste Bewegungen im Sinne der Neuen Sozialen Bewegung kamen in den 1970er Jahren auf. Dabei handelte es sich um Formationen, die unterschiedlich auftraten und grundsätzlich als loser Verbund von Bewegungen betrachtet werden müssen. Das Gemeinsame dieser Formationen lag zunächst vor allem in ihrer zeitgleichen Entstehung. In ihrem Auftreten erzeugten sie dann einen gegenkulturellen Zusammenhalt, der durch eine spezifische Organisationsstruktur geprägt war (Rucht 1982: 278). Protest-Netzwerke bestehen letztlich aus losen, informellen Gruppen meist auf lokaler Ebene, aber auch national und transnational hierarchisch gegliederte Organisationen von Mitgliedern sind möglich und haben in der Realität Bestand. Gemeinsam ist diesen Organisationen aber, dass sie über keine formellen Repräsentationsorgane verfügen keine formellen Entscheidungsverfahren nutzen. Für eine Mitgliedschaft bestehen zudem keine klaren Kriterien. Die Infrastrukturen sind individuell-bewegungsspezifisch, mache Bewegungen z.B. bringen Zeitschriften heraus oder verfügen über Organisationeinheiten zur Finanzierung (Scott 1990).

Als Ursache der Entstehung der Neuen Sozialen Bewegung werden insbesondere die vermehrte staatlich-administrative Intervention und Bürokratisierung, die seitens einiger sozialer Gruppen vermehrt als Eingriff in ihre Möglichkeiten einer individuellen Lebensführung empfunden wurde (Rucht 1982: 279), womit in der Folge ein vermehrter Rechtfertigungsdruck auf staatlich-administrativer Seite entstand, ausgemacht. Die steigende Rationalisierung, Durchorganisierung und „Vermarktlichung“ sozialer Beziehungen im Öffentlichen traf hier also mit dem Entstehen einer „Neustrukturierung der Intimität“, von den einengenden traditionellen Vorgaben befreit und selbstbestimmt, zusammen (Giddens 1993).

Die Neue Soziale Bewegung ist somit ein aus den Folgen der Modernisierungsprozesse entstandenes soziales Phänomen. Zu diesen Folgen zählen auch neue globale Probleme wie z.B. die zunehmende (globale) Umweltverschmutzung und das Entstehen neuer Lebensstile und Werteorientierungen (Rucht 1982: 282 f.).

2.1.3 Merkmale und ihre wichtigsten theoretischen Vertreter*innen

Die Merkmale der Neuen Sozialen Bewegung wurzeln letztlich in der Kundgabe einer Meinung durch Protest. Dieser Protest wiederum ist ein Phänomen sporadischen Charakters, der zumeist zentralisiert geleitet wird. Die Neue Soziale Bewegung beruht letztlich auf einem informellen Netzwerk, das durch eine gemeinsame Überzeugung und eine Solidarität gekennzeichnet ist und sich über diese auch mobilisiert. Zugleich kommen bei der Neuen Sozialen Bewegung unterschiedliche Formen des Protestes zum Tragen (della Porta/ Diani 2010: 35 ff.).

Im Folgenden werden die zentralen wissenschaftlichen Theorien zur Neuen Sozialen Bewegung erläutert. Dabei ist bereits jetzt feststellen, dass sich in Bezug auf die wissenschaftlichen Diskussion eine Entwicklung feststellen lässt: Im industriellen Zeitalter, der Zeit der „alten“ Sozialen Bewegung, die am Anfang des letzten Jahrhunderts entstanden war, überwogen soziologische Theorien jener Art, die sich mit der Ideologie der betreffenden Bewegungen und in diesem Zusammenhang zudem mit Organisations- und Rationalitätstheorien auseinandersetzten. Auf dieser Auseinandersetzung beruhte letztlich auch die Beschreibung der Merkmale der Neuen Sozialen Bewegung (Larana 1994. 20 ff.). In den späten 1960er sowie frühen 1970er Jahren entwickelten sich dann zwei bewegungsspezifische theoretische Ansätze – das marxistische und strukturfunktionalistische Modell. Beide theoretischen Ansätze nahmen Bezug auf kollektives Verhalten, die Mobilisierung von Ressourcen und politische Prozesse della Porta/ Diani2010: 120 ff.). Nachfolgend sind, in gebotener Kürze, die Ansätze von HABERMAS, RASCHKE und INGLEHART nachzuzeichnen, die den Vertreter*innen der vorgenannten beiden Strömungen zugerechnet werden.

2.1.3.1 HABERMAS

HABERMAS gehört zu den Vertreter*innen einer strukturorientierten Theorie zur Erklärung der Neuen Sozialen Bewegung. Ihm zufolge ist das Aufkommen der Neuen Sozialen Bewegung als eine defensive Reaktion auf einen Prozess der Kolonialisierung der Lebenswelt, die geprägt ist von den ökonomischen, politischen und rechtlichen systemischen Bedingungen, zu verstehen (Habermas 1981: 577). Als konstruktive Merkmale Bewegungen wie dieser sind u.a. Themen der Wachstumskritik zu nennen, die eine heterogene Gruppe dann jeweils miteinander verbinden.2 Das spezifisch Neue an der Neuen Sozialen Bewegung bestehe somit darin, dass es nun um Lebensformen und nicht mehr länger um Verteilungsproblematiken ginge (ebd.):

„In den entwickelten Gesellschaften des Westens haben sich in den letzten ein bis zwei Jahrzehnten Konflikte entwickelt, die in mehreren Hinsichten vom sozialstaatlichen Muster des institutionalisierten Verteilungskonflikts abweichen. Sie entzünden sich nicht mehr in Bereichen der materiellen Reproduktion, sie werden nicht mehr von Parteien und Verbänden kanalisiert und sind auch nicht mehr in Form systemkonformer Entschädigungen zu beschwichtigen. Die neuen Konflikte entstehen vielmehr in Bereichen der kulturellen Reproduktion, der sozialen Integration und der Sozialisation (...) Kurz, die neuen Konflikte entzünden sich nicht an Verteilungsproblemen, sondern an Fragen der Grammatik der Lebensformen.“3

Weiter geht er davon aus, dass die Gesellschaft als eine bürgerliche grundsätzlich die Möglichkeit zur Kritik beinhalte und politischer Konsens durch einen Dialog der Bürger*innen in der Öffentlichkeit erreicht werden kann. Dabei nimmt er eine Einteilung der Öffentlichkeit in eine politisch institutionalisierte und eine politisch nicht institutionalisierte vor. Beide Sphären kollidierten in einem ständigen Diskurs und brächten immer wieder aufs Neue eine Übereinstimmung. Hauptakteur der nicht institutionalisierten Öffentlichkeit ist für ihn die Zivilgesellschaft, deren „institutionaler Kern“ sich aus „jenen nicht-staatlichen und nicht-ökonomischen Zusammenschlüssen und Assoziationen auf freiwilliger Basis, die die Kommunikationsstrukturen der Öffentlichkeit in der Gesellschaftskomponente der Lebenswelt verankern“ und „die Resonanz, die die gesellschaftlichen Problemlagen finden, aufnehmen, kondensieren und lautverstärkend an die politische Öffentlichkeit weiterleiten“(HABERMAS 1997: 443). In einer solchen Zivilgesellschaft hätten soziale Bewegungen eine zentrale Stellung und ihre Rolle bestehe darin, Einfluss auf Politik auszuüben, nicht aber selbst Politik zu machen. HABERMAS nennt dies eine „Selbstbeschränkung der Zivilgesellschaft“. Diese trete aber „nicht an die Stelle eines geschichtsphilosophisch ausgezeichneten Großsubjekts, das die Gesellschaft im Ganzen unter Kontrolle bringen und zugleich legitim für diese handeln sollte.“ (ebd.: 450).

2.1.3.2 RASCHKE

Der theoretische Ansatz der Neuen Sozialen Bewegung nach RASCHKE schließt sich teilweise dem HABERMAS‘ an. Danach ist die Neue Soziale Bewegung als eine „Krise der industriellen Zivilisation“ zu bezeichnen, nach der die Verteilungspolitik nicht mehr den Kern des Protestes darstelle, sondern das Paradigma der „Lebensweise“ (Raschke 1985. 19-29). RASCHKE verfolgt damit eine historische Perspektive, die eine Abgrenzung zwischen der „alten“ und „neuen“ Sozialen Bewegung vornimmt. Es sei zu einem thematischen Wandel der Bewegungen gekommen. Zugleich würden sich soziale Bewegungen in unterschiedlichen Phasen des Protests vollziehen, angefangen von der vorindustriell-modernisierenden Phase bis zum Aufkommen der Neuen Sozialen Bewegung in der Gegenwart (ebd.: 273 ff.). Weiterhin unterscheidet RASCHKE zwischen intermediären, demonstrativen, appellativen und direkten Formen des Protests . Dabei komme ausschließlich für die letztere Form Gewalt als mögliches Mittel zur Durchsetzung von Zielen in Betracht (ebd.: 274 ff.). Intermediäre Aktionen hingegen fänden im Rahmen institutioneller Strukturen statt, demonstrative und appellative Aktionen wiederum wirkten von außen auf Entscheidungs- und Meinungsbildungsstrukturen, während direkte Aktionen sich gegen diese Strukturen richteten (ebd.: 278 ff.). Nach RASCHKE zeichne sich die Neue Soziale Bewegung insgesamt durch eine Abnahme von Gewalt als Mittel zur Durchsetzung von Zielen ab (ebd.: 279). Zur Erklärung der Entstehung der Neuen Sozialen Bewegung zieht er gleich drei Ansätze zu heran: einen strukturanalytischen, sozialpsychologischen und interaktionistischen Ansatz (vgl. RASCHKE, 1985). Mit dem strukturanalytischen Ansatz versucht er Trägergruppen der sozialen Bewegungen zu bestimmen und anschließend zu deuten, welche Problemtypen für diese Gruppen von Relevanz sind. Nachdem man die strukturellen Voraussetzungen potentieller Unzufriedenheit definiert hat, kann im Anschluss untersucht werden was genau diese Unzufriedenheit hervorruft (vgl. ebd.: 146). Mithilfe des interaktionistische Ansatzes können die Handlungen der Beteiligten, die aus einer Unzufriedenheit eine soziale Bewegung machen können (vgl. ebd.: 158), untersucht werden. Raschke unterteilt diese Handlungen in zwei Dimensionen, eine interne und eine externe. Die interne Dimension stellt die Kommunikation der Unzufriedenheit und deren Bekräftigung innerhalb der Gruppe dar (vgl. ebd.: 159f.). Die externe Dimension besteht in den Handlungsmöglichkeiten der Bewegung oder der Gruppe.

[...]


1 Zum kritischen Verhältnis zwischen Inhalt und Definition der NSB siehe Rucht, 1982, S. 278.

2 Vgl. Habermas, 1981, S. 577.

3 Habermas, 1981, S. 576.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
PEGIDA. Neue Soziale Bewegung oder eine "andere" Form kollektiver Mobilisierung?
Untertitel
Eine soziologische Einordnung
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
2,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
22
Katalognummer
V509850
ISBN (eBook)
9783346076687
ISBN (Buch)
9783346076694
Sprache
Deutsch
Schlagworte
pegida, neue, soziale, bewegung, form, mobilisierung, eine, einordnung
Arbeit zitieren
Josefa Aygün (Autor), 2019, PEGIDA. Neue Soziale Bewegung oder eine "andere" Form kollektiver Mobilisierung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509850

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