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Informationsstruktur und Bildung von Kohärenz im Türkischen sowie die Besetzung der Vorfeldposition

Título: Informationsstruktur und Bildung von Kohärenz im Türkischen sowie die Besetzung der Vorfeldposition

Trabajo , 2019 , 17 Páginas , Calificación: 1.3

Autor:in: Johanna Schmitt (Autor)

Ciencia del lenguaje / Lingüística
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Basierend auf der Annahme, dass die Perspektivierung und Nutzung des sprachlichen Inventars interlingual variieren, soll in dieser Arbeit herausgearbeitet werden, wie grammatische Prinzipien den Aufbau eines Textes steuern. Von Stutterheim stellt ausführlich die Einflussfaktoren dar, die auf den Aufbau eines Textes wirken können. Vor allem der Quaestio-Ansatz und die empirischen Arbeiten dazu, liefern ein umfassendes Wissen in Bezug auf Vorgaben, die auf eine Textproduktion wirken und sie dementsprechend steuern.

Ausgehend von diesem theoretischen Ansatz soll sich diese Arbeit auf die Informationsstruktur in narrativen Texten beschränken. Der Blick wird dabei insbesondere auf die informationsstrukturelle Gliederung und auf kohärenzstiftende Mittel gerichtet. So soll gezeigt werden, wie unter anderem Prinzipien, beispielsweise syntaktische Regeln, der einzelnen Sprache eine Rolle spielen, indem sie Wichtigkeiten und Betonung perspektivisch regeln und beeinflussen. Aber nicht nur grammatische Prinzipien sondern auch die unterschiedliche Konzeptualisierungen wirken auf die sprachliche Äußerung ein.

In Anlehnung der Untersuchungen von Caroll und von Stutterheim sowie von Lindner/Heilig/Weidinger zu Nacherzählungen des Films Quest von englischen und deutschen Muttersprachlern, soll erarbeitete werden, wie im Türkischen Kohärenz hergestellt wird. Dies erscheint vor allem interessant, da das Türkische auf einem anderen Sprachsystem basiert und daher Konzeptualisierungsvorgänge sowie Struktur und Perspektive divergieren könnten. Vor diesem Hintergrund hat beispielsweise von Stutterheim die Herstellung von Temporalität in der Zweitsprache Deutsch von türkischen Gastarbeitern untersucht. Sie geht dabei von grammatischen Prinzipien in der Muttersprache aus, die auf den Textaufbau wirken und wie diese in die Zielsprache übertragen werden.

Im Folgenden soll vorerst erläutert werden, wie grammatische Regeln die Textproduktion steuern. Primär soll auf die Informationsstruktur und die dafür nötige Bildung von Kohärenz eingegangen werden. Im zweiten Kapitel wird der Quaestio-Ansatz als ein Modell der Textproduktion dargestellt. Mit diesem theoretischen Rahmen soll anhand einer Filmnacherzählung gezeigt werden, welche kohärenzstiftenden Mittel im Türkischen eingesetzt werden. Der Fokus wird dabei auf die Besetzung der Vorfeldposition gelegt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grammatische Prinzipien als Steuerung des Textaufbaus

3. Der Quaestio-Ansatz als Textproduktionsmodell

4. Kohärenzbildung im Türkischen: unter besonderer Berücksichtigung der Vorfeldbesetzung

4.1. Grammatische Prinzipien des Türkischen

4.2. Beschreibung der Stichprobe

4.3. Durchführung: Nacherzählung des Films Quest (Stellmach 1996)

4.4. Auswertung

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht, wie grammatische Prinzipien den Aufbau von Texten steuern und welche spezifischen Mittel im Türkischen zur Herstellung von Kohärenz eingesetzt werden, wobei ein besonderer Fokus auf der Besetzung der Vorfeldposition in narrativen Nacherzählungen liegt.

  • Analyse der Steuerung des Textaufbaus durch grammatische Prinzipien.
  • Anwendung des Quaestio-Ansatzes als Modell der Textproduktion.
  • Untersuchung der Informationsstruktur und Kohärenzbildung im Türkischen.
  • Vergleichende Betrachtung der Vorfeldbesetzung in narrativen Texten.
  • Empirische Untersuchung anhand einer Filmnacherzählung (Quest).

Auszug aus dem Buch

4.1. Grammatische Prinzipien des Türkischen

Mit dem Wissen, dass die pragmatischen Zwecken dienende Informationsgliederung bestimmten grammatischen Prinzipien unterliegt, soll im Folgenden ein kurzer Überblick über die Besonderheiten im Türkischen gegeben werden (Klein/von Stutterheim 1992:68).

Im vorhergegangen Kapitel wurde gezeigt, wie organisationsstrukturelle und grammatische Prinzipien auf den Textaufbau einwirken. Diese unterscheiden sich je nach Sprachsystem. So sind im Deutschen die global kohärenzstiftenden Topikelemente in der Vorfeldposition meist mit dem Subjekt kodiert. Vor diesem Hintergrund soll im folgenden Kapitel auf die wesentlichen und für diese Arbeit relevanten grammatischen Prinzipien eingegangen werden, die im Türkischen wirken. Es ist dabei jedoch anzumerken, dass neuere linguistische Forschungen zu sprachspezifischen Konzepten und Strukturen sowie zu kohärenzstiftenden Mitteln innerhalb eines Textes bisher nicht vorliegen, wie auch von Stutterheim (1986:120) anmerkt.

Das Türkische gehört genau wie das Deutsche zu den Akkusativsprachen, ist jedoch vom Sprachsystem in vielen Aspekten her grundlegend unterschiedlich (z.B. vgl. von Stutterheim 1986). Türkisch gehört den agglutinierenden Sprachen an und ist außerdem eine postpositionale Verbend-Sprache, was bedeutet dass Attribute, Objekte sowie Adverbien ihren referentiellen Entitäten vorausgehen (vgl. von Stutterheim 1986:121). Die Bezugsgrößen werden demnach durch vorangestellte Attribute, Adverbien oder Objekte genauer spezifizieren, woraus sich ein hypotaktischer Satzbau ergibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Ziel fest, den Einfluss grammatischer Prinzipien auf den Textaufbau zu analysieren und insbesondere im Türkischen die Mittel der Kohärenzbildung und Vorfeldbesetzung zu untersuchen.

2. Grammatische Prinzipien als Steuerung des Textaufbaus: Dieses Kapitel erläutert, wie ein wohlgeformter Text durch Planungsprozesse entsteht, bei denen Informationen selektiert und linearisiert werden, um Kohärenz zu gewährleisten.

3. Der Quaestio-Ansatz als Textproduktionsmodell: Der Quaestio-Ansatz wird als Modell dargestellt, bei dem eine implizite oder explizite Ausgangsfrage den strukturellen und inhaltlichen Aufbau einer Erzählung maßgeblich steuert.

4. Kohärenzbildung im Türkischen: unter besonderer Berücksichtigung der Vorfeldbesetzung: Hier werden die grammatischen Besonderheiten des Türkischen analysiert, die Stichprobe der Filmnacherzählung erläutert, die Durchführung dokumentiert und die Ergebnisse hinsichtlich der Informationsstruktur ausgewertet.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass auch im Türkischen das Subjekt als globales Topikelement fungiert, aufgrund des agglutinierenden Sprachbaus jedoch fast durchgehend im Verb kodiert bleibt, was zu einer anderen Vorfeldnutzung führt als im Deutschen.

Schlüsselwörter

Kohärenzbildung, Türkisch, Textproduktion, Vorfeldbesetzung, Quaestio-Ansatz, Informationsstruktur, Linearisierung, Narrative Texte, Filmnacherzählung, Grammatische Prinzipien, Agglutinierende Sprachen, Kohäsionsmittel, Topik, Fokus, Temporalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sprachspezifische grammatische Prinzipien den Prozess der Textproduktion beeinflussen und wie in einer Sprache wie dem Türkischen Kohärenz in narrativen Texten hergestellt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die linguistische Textanalyse, der Vergleich von Informationsstrukturen zwischen verschiedenen Sprachsystemen sowie die Anwendung theoretischer Modelle wie des Quaestio-Ansatzes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie türkische Muttersprachler durch grammatische Vorgaben Kohärenz in ihren Nacherzählungen erzeugen, wobei ein besonderer Fokus auf der Belegung der Vorfeldposition liegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch den Quaestio-Ansatz und führt eine empirische Analyse einer mündlichen Nacherzählung des Films „Quest“ durch, um die theoretischen Annahmen zu überprüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der Informationsstruktur und Textproduktion sowie die konkrete Untersuchung der türkischen Sprache, inklusive der Analyse einer transkribierten Stichprobe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kohärenzbildung, Textstruktur, Vorfeldbesetzung, Quaestio-Ansatz und Informationsstrukturierung im Türkischen charakterisieren.

Warum wird gerade der Film „Quest“ als Untersuchungsobjekt gewählt?

Der Film wird verwendet, da er bereits in verschiedenen linguistischen Studien (u.a. Stellmach, Carroll/von Stutterheim) als standardisiertes Instrument zur Untersuchung narrativer Kompetenzen und Kohärenzbildung bei Muttersprachlern verschiedener Sprachen eingesetzt wurde.

Welche Rolle spielt die Vorfeldposition im Türkischen laut der Arbeit?

Im Türkischen bleibt das Vorfeld häufig frei oder wird durch Objekte belegt, da das Subjekt aufgrund des agglutinierenden Sprachbaus meist direkt im Verb affigiert und damit kodiert ist.

Wie unterscheidet sich die Kohärenzstiftung im Türkischen vom Deutschen?

Während im Deutschen das Subjekt meist prominent im Vorfeld steht, wird im Türkischen Kohärenz stärker durch das Verb sowie die Positionierung neuer Information vor dem Verb gesteuert.

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Detalles

Título
Informationsstruktur und Bildung von Kohärenz im Türkischen sowie die Besetzung der Vorfeldposition
Universidad
LMU Munich  (Deutsch als Fremdsprache)
Curso
Pragmatik und Textlinguistik
Calificación
1.3
Autor
Johanna Schmitt (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
17
No. de catálogo
V509953
ISBN (Ebook)
9783346077639
ISBN (Libro)
9783346077646
Idioma
Alemán
Etiqueta
Quaestio Ansatz Türkisch Kohärenzbildung Erzählstruktur narrative Texte Textlinguistik Pragmatik Filmnacherzählung Vorfeldbesetzung Vergleich deutsch türkisch
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johanna Schmitt (Autor), 2019, Informationsstruktur und Bildung von Kohärenz im Türkischen sowie die Besetzung der Vorfeldposition, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509953
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Extracto de  17  Páginas
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