Neben den klassischen Produktionsfaktoren wie Boden, Arbeit und Kapital gewann Information im Laufe der letzten Jahre einen mindestens ebenso hohen Stellenwert und nimmt heute als strategischer Produktionsfaktor eine immer größere Bedeutung an. In einer Informationsgesellschaft ist „Informiertsein“ eine grundlegende Voraussetzung für den betrieblichen Erfolg.
Schätzungsweise 80 Prozent der im Unternehmen vorhandenen Informationen sind nicht strukturiert. Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur auf die strukturierten Informationen zuzugreifen, die beispielsweise in ERP-Systemen gespeichert wurden, sondern auch auf weniger strukturierte Informationen,2wie z.B. Dokumente, Web-Inhalte, E-mails, Präsentationsfolien oder Audio- und Videoclips, die oft Erfolg entscheidendes Wissen für das Unternehmen enthalten.3Die Verteilung dieser Informationen an die Mitarbeiter erfolgt meist über ein unternehmenseigenes Netz - das Intranet.4Intranet wird zu einem Informationspool, das jedem Mitarbeiter die Informationen zur Verfügung stellt, die er benötigt. Gleichzeitig kann jeder Mitarbeiter diese Struktur nutzen, um sein (Fach-) Wissen dem Unternehmen in digitaler Form zur Verfügung zu stellen. Es entsteht eine hervorragende Möglichkeit, Informationen innerhalb eines Unternehmens zu generieren, zu kumulieren und Ziel gerichtet zu verteilen5Doch obwohl diese Informationen im Unternehmen in hoher Quantität vorliegen, ist es oft problematisch, das Informationspotenzial optimal zu nutzen.6Wegen des komplexen Informationsangebotes ist es oft schwierig, die gewünschten Informationen schnell und in richtiger Qualität zu finden. Das bedeutet, dass die Inhalte so strukturiert und klassifiziert werden müssen, dass alle Mitarbeiter bei ihrer täglichen
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Einleitung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlegende Themenbereiche
2.1 Content
2.2 Intranets
2.3 Content Management
3 Content Management Systeme
3.1 Bausteine eines Content Management Systems
3.2 Funktionalität eines Content Management Systems am Beispiel des Produktes der Pironet NDH AG – „Pirobase CMS®“
3.2.1 Content Nutzung
3.2.2 Strukturierung und Speicherung
3.2.3 Editierung und Versionierung
3.2.4 Benutzer- und Zugriffsverwaltung
3.2.5 Workflow
4 Content Management im Rahmen des SAP NetWeaver
4.1 SAP NetWeaver – Integrations- und Applikationsplattform für die R/3-Nachfolgelösung mySAP.com
4.2 Content Management mit SAP Enterprise Portal und SAP Knowledge Management
4.3 Content Nutzung
4.3.1 Suche
4.3.2 Darstellung und Navigation
4.3.3 Personalisierung
4.4 Strukturierung und Speicherung
4.5 Editierung und Versionierung
4.6 Benutzer- und Zugriffsverwaltung
4.7 Workflow
5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, ob das Produktpaket SAP NetWeaver der SAP AG die notwendigen Funktionalitäten für ein professionelles Content Management in ausreichendem Umfang bietet. Hierzu wird ein Vergleich mit dem spezialisierten System "pirobase CMS®" durchgeführt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der praktischen Anwendung aufzuzeigen.
- Grundlagen des Content Managements und des Intranets
- Wesentliche Funktionalitäten von Content Management Systemen
- Detaillierte Analyse der Content-Management-Funktionen im SAP NetWeaver
- Vergleichende Darstellung der Leistungen von Pirobase CMS und SAP NetWeaver
- Praktische Umsetzung von Content-Management-Prozessen
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Strukturierung und Speicherung
Strukturierung ist „automatische Klassifikation und Verlinkung von Content-Objekten durch standardisierte, inhaltsbezogene Metadaten.“ Durch die Strukturierung des Contents ist dieses teilweise oder mehrfach auf der Seite verwendbar. Bei der ersten Möglichkeit zur Content-Strukturierung, der Indexierung, werden Teile eines Content-Objektes extrahiert, die als Deskriptoren für das Objekt verwendet werden können. Sie werden dann in einer Indextabelle gesondert gespeichert. Die Indexierung von Content-Objekten dient als Basis für die Volltextsuche. Im Falle einer Abfrage werden nur die Indextabellen und nicht die vollständigen Dokumente durchsucht. Die meisten CMS bieten Mechanismen zur automatischen Indexierung für Dokumente an. Dies kann jedoch nur bei Texten angewendet werden. Bei z.B. Bildern oder Videos ist eine manuelle Verschlagwortung oder Indexierung nötig. Andere Möglichkeit ist die Einordnung von Dokumenten durch ihre Klassifikation. Während die Indexierung die Grundlage für eine effiziente Volltextsuche bietet, wird durch Klassifikation der Dokumente die Navigation im Dokumentenbestand möglich. Bei der Klassifikation werden Dokumente mittels Metadaten einer oder mehreren Klassen zugeordnet. Das Auffinden von Dokumenten geschieht über die Navigation entlang der Hierarchie des Klassifikationssystems.
Pirobase CMS®: Alle Daten und Dokumente innerhalb des pirobase CMS werden in einer Datenbank gespeichert und verwaltet. Die Übertragung der Objekte in das System erfolgt durch die Autoren oder die Redakteure, wenn diese neue Inhalte eingeben. Mittels WebDAV können die Autoren beliebige Objekte (Word-, PDF-Dateien, etc.) aus dem Windows Explorer in das pirobase CMS hochladen. Alle Objekte innerhalb des Systems können automatisch klassifiziert werden, d.h., anhand von Metadaten erfolgt deren Zuordnung zu den bestimmten Kategorien aus einem frei definierbaren Katalog. In einem ersten Schritt werden bei der Implementierung des Systems diese Kategorien in eine hierarchische Baumstruktur angelegt (selbst entwickeltes Ordnungsprinzip), deren nachträgliche Änderung oder Anpassung jederzeit möglich ist. Autoren haben dann die Möglichkeit, beim Anlegen neuer Inhalte diese direkt aus der Editor-Umgebung einer oder mehreren Kategorien zuzuordnen. Die Kategorien werden für alle erforderlichen Sprachversionen parallel definiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Hinführung zum Thema des strategischen Produktionsfaktors Information und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2 Grundlegende Themenbereiche: Erläuterung der Begriffe Content, Intranet und Content Management als theoretische Basis.
3 Content Management Systeme: Beschreibung der Funktionsweise von CMS anhand des Beispiels Pirobase CMS mit Fokus auf die Kernmodule wie Suche, Strukturierung und Workflow.
4 Content Management im Rahmen des SAP NetWeaver: Detaillierte Untersuchung der SAP-Integrationsplattform hinsichtlich ihrer Fähigkeiten zur Verwaltung und zum Management von Inhalten.
5 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Gegenüberstellung der Funktionalitäten beider untersuchter Produkte in tabellarischer Form.
Schlüsselwörter
Content Management, SAP NetWeaver, Pirobase CMS, Intranet, Wissensmanagement, Information Retrieval, Klassifikation, Workflow, Portaltechnologie, Metadaten, XML, Dokumentenmanagement, Personalisierung, Enterprise Portal, Strukturierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit behandelt die Funktionalitäten des Content Managements innerhalb des SAP NetWeaver-Frameworks im Vergleich zu einem spezialisierten System, dem Pirobase CMS.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Bereiche Suche, Navigation, Personalisierung, Strukturierung, Editierung, Benutzerverwaltung und Workflow-Steuerung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, zu untersuchen, inwieweit SAP NetWeaver die für ein professionelles Content Management notwendigen Funktionalitäten bietet, die üblicherweise von spezialisierten CMS erwartet werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Einführung in Content-Management-Systeme und einen anschließenden funktionalen Vergleich (Benchmarking) zweier Software-Produkte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert zunächst die Komponenten eines Standard-CMS anhand von Pirobase CMS und vergleicht diese anschließend mit der SAP NetWeaver-Plattform und deren Knowledge-Management-Komponente.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Content Management, SAP NetWeaver, Pirobase CMS, Knowledge Management, Workflow und Portaltechnologie.
Welche Rolle spielt XML in SAP NetWeaver?
XML dient als Standard zur semantischen Aufbereitung von Inhalten, was die medienneutrale Bereitstellung und dynamische Nutzung der Informationen innerhalb der Plattform ermöglicht.
Wie unterscheidet sich die Suche in SAP NetWeaver von Pirobase CMS?
SAP NetWeaver bietet mit der TREX-Suchmaschine einen etwas umfangreicheren Funktionsumfang, beispielsweise durch Federated-Search-Optionen, linguistische Suchen und erweiterte Attributabfragen.
Wie wird die Personalisierung innerhalb von SAP Enterprise Portal umgesetzt?
Sie erfolgt auf drei Ebenen: durch den Administrator, durch den Benutzer selbst sowie automatisch durch den Einsatz von Predictive-Technology.
- Citar trabajo
- Lyubov Browne (Autor), 2005, Content Management im Rahmen des SAP NetWeaver, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51025