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Hunger in der Welt. Physische Rahmenbedingungen, Verteilungsprobleme und Lösungskonzepte am Beispiel der Sahelzone

Título: Hunger in der Welt. Physische Rahmenbedingungen, Verteilungsprobleme und Lösungskonzepte am Beispiel der Sahelzone

Trabajo de Seminario , 2004 , 19 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Johannes Ohnmacht (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Otros
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In vorliegender Arbeit soll untersucht werden, ob die Hungernden der Dritten Welt tatsächlich nur durch „Fensterscheiben“ (Bertold Brecht) vom „guten Brote“ der Ersten Welt getrennt sind, oder ob hierbei weitreichendere Probleme zu überwinden sind.
Hierzu wird zuerst eine Übersicht über die verschiedenen Definitionen des Hungers und die prinzipiellen Sichtweisen auf den Hunger gegeben (Kapitel II). Diese sollen den theoretischen Rahmen der Arbeit bilden und die folgenden Kapitel gedanklich vorstrukturieren. Am Beispiel der Sahelzone werden dann die schlechten physischen Rahmenbedingungen der Nahrungsmittelversorgung dargestellt, welche dafür verantwortlich sind, dass sich die Problematik nicht entspannt, sondern im Gegenteil immer weiter verschärft (Kapitel III). Anschließend wird die zweite Ebene des Problems beleuchtet, die Verteilungsproblematik. Es soll aufgezeigt werden, ob und wie die Industrieländer auf der Makroebene auf Kosten der Entwicklungsländer den Agrarmarkt dirigieren. Zum anderen wird die Situation auf die national- regionale Mesoebene bezogen, um deutlich zu machen, dass die vorhandenen Nahrungsmittel auch im jeweiligen Entwicklungsland nicht gleichmäßig und gerecht verteilt werden wodurch manche Bevölkerungsteile mehr zu leiden haben als andere (Kapitel IV). Im fünften Kapitel werden dann die drei gängigsten Strategien zur Überwindung des Hungers in der „Dritten Welt“ vorgestellt und in ihrer Vereinbarkeit diskutiert (Ernährungssicherheit, Liberalisierung der Agrarmärkte und Dauerhafte Agrarentwicklung). Zuletzt werden die Kernaussagen der Arbeit nochmals gebündelt dargestellt und versucht einen kurzen Blick in die Zukunft zu werfen.
Untersuchungsgegenstand der gesamten Arbeit ist das Afrika südlich der Sahara, insbesondere die Sahelzone und die angrenzenden Regionen, denn hier sind die Zukunftsaussichten am schlechtesten. Afrika ist mit dem asiatischen Wirtschaftsaufschwung und den politischen Problemen zwischen dem Westen und dem Nahen beziehungsweise Mittleren Osten aus dem Fokus des Interesses gefallen und droht marginalisiert und mit seinen Nöten allein gelassen zu werden . Die Arbeit versucht nun Afrikas Hungerproblematik wieder etwas in das Bewusstsein zu rücken; zur Illustration werden deshalb einige Beispiele aus der Sahelzone an geeigneter Stelle genannt werden. Vorab findet ein Problemaufriss statt, in welchem geklärt wird was "Hunger" überhaupt ist und welche Unterschiede zwischen Unter- und Fehlernährung bestehen.


Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Problemaufriss

III. Negative physische Rahmenbedingungen in der Sahelzone

1. Erosion durch Brennholzabbau und Ausweitung von Agrarflächen

2. Versalzung durch Bewässerung

3. Überweidung

4. Zusammenfassung und Vernetzung

IV. Die Verteilungsproblematik

1. Makroperspektivisch

2. Mesoperspektivisch

V. Lösungsansätze

1. Ernährungssicherheit

2. Liberalisierung der Agrarmärkte

3. Dauerhafte Agrarentwicklung

4. Zusammenfassung und Vernetzung

VI. Résumée

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Ursachen und komplexen Hintergründe der Hungerproblematik in Afrika südlich der Sahara, insbesondere in der Sahelzone, und bewertet unterschiedliche Lösungsansätze vor dem Hintergrund physischer Rahmenbedingungen und globaler sowie lokaler Verteilungsungerechtigkeiten.

  • Physische Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf die Desertifikation
  • Die globale Dimension der Agrarmarkt-Verteilungsproblematik
  • Die national-regionale Ebene der Nahrungsmittelverteilung
  • Strategien zur Hungerbekämpfung: Ernährungssicherheit, Agrarentwicklung und Marktsliberalisierung

Auszug aus dem Buch

3. Überweidung

Nach Mensching stellt die Überweidung die Hauptursache für die Desertifikation dar. Sie hat ihren Grund unter anderem in der, im Vergleich zu anderen Agrarprodukten, guten Entwicklung der terms of trade des Viehhandels. Über die stetige Vergrößerung der Herden wird aber die beweidete Vegetationsdecke stark ausgedünnt und schließlich gänzlich vernichtet. Dies betrifft nicht nur die klassischen Futterpflanzen wie Gräser und ähnliches, sondern besonders in Dürrejahren auch Sträucher und Bäume.

Regional lassen sich in der Sahelzone unterschiedliche aber im Endeffekt doch gleiche Entwicklungen nachzeichnen.

Einerseits halten die traditionellen Ackerbauern im Süden vermehrt höhere Zahlen an Vieh, was dazu führt, dass die Gebiete rund um die Siedlungen nicht nur völlig abgeholzt (s.o.), sondern auch völlig abgegrast sind.

Andererseits treten an den Konkurrenzplätzen rund um die Brunnen an denen die Nomaden ihre Tiere tränken, in erhöhtem Maße Desertifikationsprozesse auf, wodurch sie gezwungen sind auf südlichere Weideflächen auszuweichen, wo sie aber in Konkurrenz zu den Ackerbauern und deren Viehhaltung treten. Diese versuchen aber aufgrund der nachlassenden Produktivität, der Bevölkerungszunahme oder der Dürre ihrerseits die Anbauflächen nach Norden auszuweiten, weshalb die Nutzung im gesamten Sahelgebiet extensiver wird.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung stellt den theoretischen Rahmen dar, definiert die Forschungsgegenstände und erläutert die geografische Fokussierung auf die Sahelzone zur Untersuchung der Hungerproblematik.

II. Problemaufriss: Dieses Kapitel klärt grundlegende Definitionen von Hunger und Ernährungssicherheit und distanziert sich von rein malthusianischen Erklärungsansätzen.

III. Negative physische Rahmenbedingungen in der Sahelzone: Hier werden ökologische Ursachen wie Bodenerosion, Versalzung und Überweidung untersucht, die die Nahrungsmittelproduktion massiv einschränken.

IV. Die Verteilungsproblematik: Das Kapitel analysiert, wie globale Handelsstrukturen und nationale Verteilungsmechanismen die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln ungleich gestalten.

V. Lösungsansätze: Verschiedene Strategien zur Überwindung des Hungers, von der Ernährungssicherheit bis hin zur Marktliberalisierung, werden vorgestellt und kritisch auf ihre Praxistauglichkeit geprüft.

VI. Résumée: Die Zusammenfassung betont, dass eine Lösung des Problems in Afrika nur durch eine Kombination aus ökologischer Nachhaltigkeit, Hilfe zur Selbsthilfe und angepassten ökonomischen Strategien möglich ist.

Schlüsselwörter

Hunger in der Welt, Sahelzone, Desertifikation, Ernährungssicherheit, Überweidung, Agrarmärkte, Dependenztheorie, Verteilungsproblematik, Entwicklungshilfe, Landwirtschaft, Ökologische Nachhaltigkeit, Afrika südlich der Sahara, Subsistenzwirtschaft, Fairen Wettbewerb, Armutsbekämpfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Ursachen des Hungers in Afrika südlich der Sahara, wobei der Fokus auf den Zusammenhängen zwischen physischen Umweltfaktoren, sozioökonomischen Verteilungsproblemen und politischen Lösungsansätzen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind Desertifikation, die Rolle der Industrieländer bei der Agrarmarktgestaltung, interne regionale Verteilungskonflikte sowie die Wirksamkeit unterschiedlicher entwicklungspolitischer Strategien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Komplexität der Hungerproblematik jenseits von rein technischen oder malthusianischen Erklärungen aufzuzeigen und Strategien zu bewerten, die eine nachhaltige Verbesserung der Ernährungslage ermöglichen könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geographische Entwicklungsforschung, die auf einer theoretischen Analyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen aus der Sahelzone basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst physische Ursachen (Erosion, Versalzung, Überweidung) dargelegt, gefolgt von einer Analyse der globalen und nationalen Verteilungsstrukturen und einer kritischen Diskussion von Lösungsansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Desertifikation, Ernährungssicherheit, Dependenztheorie, ökologische Nachhaltigkeit und der Afrika-Fokus auf die Sahelregion.

Warum wird die malthusianische Theorie in der Arbeit abgelehnt?

Die Arbeit lehnt diese Position ab, da sie als historisch widerlegt gilt und das Problem des Hungers nicht primär auf mangelnde Kapazitäten der Erde, sondern auf Verteilungs- und Produktionsstrukturen zurückführt.

Welche Rolle spielen Hilfslieferungen laut dem Fazit?

Hilfslieferungen werden kritisch gesehen, da sie zwar bei akuten Krisen helfen, aber langfristig die Eigenmotivation untergraben und zu politischer Korruption führen können, weshalb eine drastische Reduktion zugunsten von Hilfe zur Selbsthilfe gefordert wird.

Was ist das „Paradoxon der Hilfe“?

Das Paradoxon bezeichnet den Effekt, dass gut gemeinte Hilfsleistungen in Form von Nahrungsmittelspenden die Motivation der lokalen Landwirte senken und die Abhängigkeit von externen Lieferungen anstatt lokaler Produktion fördern.

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Detalles

Título
Hunger in der Welt. Physische Rahmenbedingungen, Verteilungsprobleme und Lösungskonzepte am Beispiel der Sahelzone
Universidad
University of Freiburg  (Institut für Kulturgeographie)
Curso
Geographische Entwicklungsforschung
Calificación
1,3
Autor
Johannes Ohnmacht (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
19
No. de catálogo
V51095
ISBN (Ebook)
9783638471527
ISBN (Libro)
9783638853989
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hunger Welt Physische Rahmenbedingungen Verteilungsprobleme Lösungskonzepte Beispiel Sahelzone Geographische Entwicklungsforschung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johannes Ohnmacht (Autor), 2004, Hunger in der Welt. Physische Rahmenbedingungen, Verteilungsprobleme und Lösungskonzepte am Beispiel der Sahelzone, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51095
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