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Subjektwissenschaftliche Lerntheorie. Eine Einführung

Título: Subjektwissenschaftliche Lerntheorie. Eine Einführung

Trabajo , 2005 , 28 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: S. Fleißer, M./ Biber, S./ Strzelczyk (Autor)

Pedagogía - Psicología pedagógica
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In seiner Monographie ‚Lernen – Subjektwissenschaftliche Grundlegung’ erarbeitet Klaus Holzkamp die „allgemeine Grundbegrifflichkeit einer Lerntheorie vom Standpunkt des Lernsubjekts und seiner genuinen Lebensinteressen“. Er schlüsselt das Lernen aus dem „Zusammenhang menschlichen Handelns im Kontext gesellschaftlicher Handlungsmöglichkeiten“ auf. (Vgl. Holzkamp 1995, S. 15) Ausgangspunkt der Theorieentwicklung ist die Kritik an traditionellen Lerntheorien, die nach Klaus Holzkamp Lernen als ein Lernen unter fremder Kontrolle verstünden und es mit einem reglementierten Lernen gleichsetzten. Zudem würden solche Ansätze ihre Theorien nur vom Standpunkt dritter Person her entwickeln, das Lernsubjekt bliebe dabei unberücksichtigt. (Vgl. ebd., S. 13) Des Weiteren werde der Zusammenhang zwischen individueller und gesellschaftlicher Reproduktion vernachlässigt und das Verhalten von Individuen wird als unmittelbar abhängig von den Bedingungen der sachlich-sozialen Umwelt betrachtet. (Vgl. Bannach, S. 11)


Aus Sicht der Subjektwissenschaft lebt der Mensch allerdings nicht nur unter Bedingungen, sondern ist „aktiver Produzent seiner Lebensbedingungen“. Menschliches Handeln ist nach der Kritischen Psychologie „durch das Bedürfnis nach erweiterter Realitätskontrolle motiviert“ und stets intentional geplant. (Vgl. ebd., S. 13) Lernen gilt als intentionales, subjektives Handeln und dient der Realisierung der eigenen Selbständigkeit. Im Gegensatz zu den traditionellen Lerntheorien wird also nicht versucht, eine Theorie zu entwickeln, die das Verhalten des Lernenden vom Außenstandpunkt betrachtet, sondern es soll eine Theorie vom Standpunkt des Subjekts entwickelt werden. Wie dies im Detail aussehen kann, wird in der folgenden Ausarbeitung näher beleuchtet. Ziel dieser Arbeit ist es, eine Einführung in die subjektwissenschaftliche Lerntheorie herauszuarbeiten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der subjektwissenschaftlichen Lerntheorie

2.1 Subjektstandpunkt

2.2 Sachlich-soziale Gegenstandsbedeutungen

2.3 Subjektive Handlungsbegründungen

3. Lernen

3.1 Der Lernbegriff

3.2 Von der Handlungsproblematik zur Lernproblematik

3.3 Lernprinzip

3.4 Lernmotivation

4. Lerngegenstand

4.1 `Potentieller Lerngegenstand´ und `Stand des Vorgelernten´

4.2 Verlaufsformen des Lernens

4.2.1 Problemlose Lernprozesse

4.2.2 Schwierigkeiten beim Lernprozess

4.2.3 `Qualitative Lernsprünge´

4.3 Zusammenfassung

5. Das Lernsubjekt

5.1 Körperliche Situiertheit

5.2 a) Mental b)sprachliche Situiertheit

5.3 Personale Situiertheit (wo ich jetzt stehe)

5.4 Fazit

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, eine fundierte Einführung in die subjektwissenschaftliche Lerntheorie nach Klaus Holzkamp zu geben und deren Relevanz für pädagogisches Handeln aufzuzeigen. Dabei wird der Fokus auf das lernende Subjekt gelegt, um zu verstehen, wie Lernprozesse aus der intentionalen Perspektive des Einzelnen entstehen und bewältigt werden.

  • Grundlagen der subjektwissenschaftlichen Lerntheorie und der Subjektstandpunkt
  • Differenzierung von Handlungsproblematik, Lernproblematik und Lernmotivation
  • Analyse der Lernprozesse anhand von Lerngegenständen und Lernprinzipien
  • Bedeutung der Situiertheit (körperlich, mental-sprachlich, personal) für das Lernsubjekt
  • Kritik an traditionellen Lerntheorien zugunsten einer Perspektive aus erster Person

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Problemlose Lernprozesse

Das Lernsubjekt legt eine Lernschleife ein und verschafft sich abhängig vom jeweiligen Lerngegenstand einen angemessenen Raum, die notwendige Zeit sowie die nötigen Utensilien, um die Lernproblematik möglichst effektiv angehen zu können. Dabei realisiert er diesen Vorgang mit Hilfe von Lernprinzipien, welche er für die Erschließung des Lerngegenstands bzw. der im Lerngegenstand zu erlernenden Bedeutungszusammenhänge als am Geeignetsten befindet. Dabei wird das realisierte Lernprinzip - so lange der Lernvorgang wie geplant abläuft - angewendet. Falls Schwierigkeiten oder Lernwiderstände auftreten, werden die operativen Aspekte des Lernprozesses, so z.B. eventuelle Mängel bei der Planung bzw. bei der Organisation des Lernprozesses, untersucht und gegebenenfalls behoben. Auf diese Weise erreicht das Lernsubjekt bei der Anwendung eines angemessenen Lernprinzips für gewöhnlich das gewünschte Lernziel.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein für das Verständnis der Kritik an traditionellen Lerntheorien und definiert den Anspruch, Lernen vom Standpunkt des Subjekts aus zu betrachten.

2. Grundlagen der subjektwissenschaftlichen Lerntheorie: Dieses Kapitel erläutert den zentralen Subjektstandpunkt und das Konzept der sachlich-sozialen Gegenstandsbedeutungen als Grundlage intentionalen Handelns.

3. Lernen: Es wird definiert, wie aus einer Handlungsproblematik eine bewusste Lernhandlung wird, wobei zwischen expansivem und defensivem Lernen unterschieden wird.

4. Lerngegenstand: Die Analyse konzentriert sich auf die Passung zwischen dem Lerngegenstand und dem Stand des Vorwissens, unter Einbeziehung von Lernprozessen und qualitativen Lernsprüngen.

5. Das Lernsubjekt: Das Kapitel beleuchtet die körperliche, mental-sprachliche und personale Situiertheit des Individuums als essenzielle Voraussetzungen für jegliches Lernhandeln.

6. Schluss: Der Schluss fasst die Bedeutung der Subjektorientierung für die pädagogische Theoriebildung und das praktische Handeln zusammen.

Schlüsselwörter

Subjektwissenschaft, Klaus Holzkamp, Lerntheorie, Lernsubjekt, Handlungsproblematik, Lernproblematik, Lernmotivation, expansives Lernen, defensives Lernen, Lerngegenstand, Lernprinzip, Situiertheit, Kritische Psychologie, Intentionalität, pädagogisches Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die subjektwissenschaftliche Lerntheorie nach Klaus Holzkamp, welche das Lernen konsequent aus der Perspektive des handelnden Subjekts betrachtet und traditionelle, fremdbestimmte Lerntheorien kritisiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der Subjektstandpunkt, die Genese von Lernproblematiken aus Handlungsproblemen, die verschiedenen Verlaufsformen des Lernens (expansiv/defensiv) sowie die Situiertheit des Lernsubjekts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist die Erarbeitung einer verständlichen Einführung in die komplexe subjektwissenschaftliche Lerntheorie, um deren Bedeutung für das eigene pädagogische Handeln und Denken herauszustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine subjektwissenschaftliche-analytische Methode verwendet, die das Handeln von der Perspektive des Subjekts ("Erste Person") her betrachtet und die gesellschaftliche Vermitteltheit von Handlungsbedingungen berücksichtigt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Subjektstandpunkts, die Analyse des Lernbegriffs, die Auseinandersetzung mit Lerngegenständen und Lernprozessen sowie die detaillierte Untersuchung der Situiertheit des Lernsubjekts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe umfassen Subjektwissenschaft, Intentionalität, expansive/defensive Lernformen, Handlungsproblematik, Lerngegenstand und die verschiedenen Dimensionen der Situiertheit.

Wie definiert Holzkamp den Unterschied zwischen expansivem und defensivem Lernen?

Expansives Lernen ist motiviert durch das Interesse an der Erweiterung der eigenen Lebensqualität und Weltverfügung. Defensives Lernen hingegen ist eine Anpassung unter äußeren Zwängen, etwa aus Angst vor Sanktionen in Prüfungssituationen.

Was ist mit dem Begriff der "Situiertheit" des Lernsubjekts gemeint?

Situiertheit beschreibt die körperliche, mental-sprachliche und personale Gebundenheit des Subjekts an seine spezifischen Lebensbedingungen, die den Zugang zum Lerngegenstand jeweils individuell begrenzen oder ermöglichen.

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Detalles

Título
Subjektwissenschaftliche Lerntheorie. Eine Einführung
Universidad
University of Tubingen
Calificación
1,0
Autor
S. Fleißer, M./ Biber, S./ Strzelczyk (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
28
No. de catálogo
V51096
ISBN (Ebook)
9783638471534
ISBN (Libro)
9783638661430
Idioma
Alemán
Etiqueta
Subjektwissenschaftliche Lerntheorie Eine Einführung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
S. Fleißer, M./ Biber, S./ Strzelczyk (Autor), 2005, Subjektwissenschaftliche Lerntheorie. Eine Einführung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51096
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