Das Ziel der Hausarbeit ist eine Betrachtung des Status-Quo und der Chancen für Unternehmen durch Nutzung des EWOM von Meinungsführern innerhalb dieses Erfolgsmodells. Die Nutzung sozialer Medien ermöglicht es den Unternehmen, direkt und effizient mit ihren bestehenden Stakeholdern und potenziellen Neukunden in Kontakt zu treten. Hierbei können sie selbst am Dialog mit diesen teilnehmen und eine zweckgerichtete Beziehung aufbauen, da das Web 2.0 es ihnen heutzutage ohne Weiteres erlaubt, sich ohne große Eintrittsbarrieren mit dem Endkunden schnell und zielorientiert zu vernetzen und somit den Absatz zu fördern. Diese Arbeit behandelt das aus dem Social-Media-Marketing entstehende Geschäftsmodell des Social Commerce. Einleitend wird zuerst die Rolle der sozialen Medien als Marketinginstrument aufgezeigt und auf die Entwicklung der Unternehmenskommunikation im Zeitalter des Web 2.0 eingegangen. Anschließend wird der Focus auf das Social-Media-Marketing und die Evolution des Social Commerce gerichtet.
Während die klassischen Medien wie Fernseher oder Radio - vor allem bei den jüngeren Generationen - fortwährend in den Hintergrund rücken, sind Social-Media-Plattformen aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und haben sich längst zu Leitmedien entwickelt. Sie bieten zahlreiche Möglichkeiten und verschiedenste Technologien zur Erstellung und Verbreitung medialer Inhalte und ermöglichen einen nahezu uneingeschränkten Austausch der Nutzer untereinander. Der kontinuierliche Anstieg der Nutzerzahlen von Social-Media-Angeboten sowie die verstärkte Akzeptanz und Nutzung von Online-Shopping lässt die Relevanz des Social-Media-Marketings für Unternehmen immer größer werden. In Deutschland nutzen aktuell rund zwei Drittel der Bevölkerung Social-Media, wobei diese wiederum - je nach Altersgruppe - meist auf mehreren Plattformen aktiv sind.
Inhaltsverzeichnis
1 Social-Media als Marketinginstrument
2 Unternehmenskommunikation im Zeitalter von Social Media
2.1 Definition und Funktionen von Social-Media
2.2 Social-Media als Resultat des Web 2.0
2.3 Unternehmensbezogene Aspekte der Social-Media-Kommunikation
3 Social Commerce
3.1 Der Nutzen, die Ziele und die Risiken des Social-Media-Marketings
3.2 Die Evolution und Bedeutung von Social Commerce
3.3 Die Rolle des EWOM im Social Commerce
4 Die Rolle der Meinungsführer im Social Commerce
5 Ausblick und offene Fragen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das Geschäftsmodell des Social Commerce, das aus dem Social-Media-Marketing hervorgeht, mit dem Ziel, den Status Quo zu beleuchten und Chancen für Unternehmen durch die Nutzung von Electronic Word-of-Mouth (EWOM) von Meinungsführern aufzuzeigen.
- Rolle sozialer Medien als modernes Marketinginstrument
- Entwicklung der Unternehmenskommunikation durch das Web 2.0
- Evolution und Bedeutung von Social Commerce
- Einfluss von Electronic Word-of-Mouth auf Kaufentscheidungen
- Bedeutung von Influencern und Meinungsführern für den Unternehmenserfolg
Auszug aus dem Buch
3.3 Die Rolle des EWOM im Social Commerce
Das Bedürfnis einen bestehenden – eventuell sogar nur scheinbaren – Mangel zu beseitigen, ist der Ausgangspunkt aller Kaufentscheidungen. Es entsteht nur dann, wenn jemand seinen aktuellen Zustand, sein aktuell genutztes Produkt oder in Anspruch genommene Dienstleistung mit einer Alternative am Markt vergleicht und anschließend feststellt, dass ein neuer Zielzustand erreicht werden möchte. Da kein Mensch grundsätzlich das Bedürfnis verspürt ein bestimmtes Produkt zu kaufen, gilt es ihn mittels gezielter Bedürfnisgenerierung schlussendlich zu einer Kaufhandlung eines bestimmten Produktes oder zur Inanspruchnahme einer bestimmten Dienstleistung zu führen. (Zich, 2019, S. 57 ff.)
Von besonderer Bedeutung ist hierbei die digitale Mundpropaganda, das sogenannte electronic Word-of-Mouth, da die Nachrichten und Bewertungen speicherbar, suchbar und unbegrenzt abrufbar sind. „Die Motive für das Lesen von EWOM-Kommunikation beziehen sich vor allem auf die Orientierung und das Suchen von kaufrelevanten Informationen in möglichst kurzer Zeit.“ (Lis & Korchmar, 2013, S. 14) Die folgenden Abbildungen machen deutlich, dass die Kundenbewertungen sowohl vor dem Kauf eines Produktes als auch bei der Auswahl des Anbieters eine entscheidende Rolle spielen. Demnach führt zahlreiches positives EWOM zum Erfolg beziehungsweise zur Imageverbesserung eines Unternehmens oder zur Absatzsteigerung eines Produktes, während negatives EWOM folgenschwere Auswirkungen auf diese Marketingziele mit sich bringen kann. (Lis & Korchmar, 2013, S. 12)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Social-Media als Marketinginstrument: Dieses Kapitel erläutert den Wandel von klassischen Medien hin zu Social-Media-Plattformen und deren zunehmende Relevanz als Marketinginstrument für Unternehmen.
2 Unternehmenskommunikation im Zeitalter von Social Media: Hier werden Definitionen und Funktionen von Social Media dargelegt sowie deren Rolle als Resultat des Web 2.0 und die daraus resultierenden Anforderungen an die Unternehmenskommunikation analysiert.
3 Social Commerce: Dieses Kapitel behandelt den Nutzen, die Ziele und Risiken des Social-Media-Marketings, die Evolution des Social Commerce sowie die entscheidende Rolle des Electronic Word-of-Mouth.
4 Die Rolle der Meinungsführer im Social Commerce: Hier wird die Bedeutung von Influencern und digitalen Meinungsführern für die Kundenbindung und den Absatz im Kontext des Social Commerce untersucht.
5 Ausblick und offene Fragen: Das abschließende Kapitel reflektiert über zukünftige Trends wie Data-Mining im Marketing und identifiziert ungelöste Fragestellungen bezüglich des Datenschutzes und der Wirkungsweisen von Meinungsführern.
Schlüsselwörter
Social Media, Social Commerce, Marketing, Web 2.0, Unternehmenskommunikation, EWOM, Electronic Word-of-Mouth, Influencer, Meinungsführer, Kaufentscheidung, Kundenbindung, Digitalisierung, Prosument, Online-Vertrieb, Reputation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Geschäftsmodell des Social Commerce, welches durch Social-Media-Marketing ermöglicht wird, und betrachtet dessen Bedeutung für die heutige Unternehmenskommunikation.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Rolle von Social Media als Marketinginstrument, die Einflüsse des Web 2.0 auf die Kommunikation, die Entwicklung des Social Commerce sowie die strategische Bedeutung von Meinungsführern und Influencern.
Welches primäre Ziel verfolgt die Hausarbeit?
Das Ziel ist eine Betrachtung des Status Quo sowie die Analyse der Chancen, die Unternehmen durch die gezielte Nutzung des Electronic Word-of-Mouth (EWOM) von Meinungsführern in diesem Erfolgsmodell wahrnehmen können.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, die den aktuellen Wissensstand zu Social-Media-Marketing und Social Commerce sowie diverse statistische Daten und Studien aufarbeitet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Social-Media-Kommunikation, die Erläuterung von Social Commerce als Form des E-Commerce sowie die Analyse der Einflussfaktoren wie EWOM und die Rolle von Meinungsführern bei Kaufentscheidungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Social Commerce, Web 2.0, Social-Media-Marketing, EWOM, Influencer, Meinungsführer, Unternehmenskommunikation, Kundenbindung und Kaufentscheidung.
Wie unterscheidet sich Social Commerce vom klassischen E-Commerce?
Social Commerce wertet das Einkaufen im Internet durch soziale Interaktion und die Beteiligung von Social-Media-Elementen auf, wobei der Fokus verstärkt auf dem Austausch zwischen Kunden und der aktiven Einbindung in den Verkaufsprozess liegt.
Warum ist das sogenannte „EWOM“ für Unternehmen heute so bedeutsam?
Electronic Word-of-Mouth ist deshalb so bedeutend, da Kundenbewertungen und Empfehlungen online speicherbar, suchbar und unbegrenzt abrufbar sind und einen starken Einfluss auf die Kaufentscheidung potenzieller Neukunden ausüben.
Welchen Einfluss haben Influencer auf das Marketing im Social Commerce?
Influencer fungieren als vertrauenswürdige Meinungsführer, die durch ihre Reputation und Reichweite in der Lage sind, Markenbotschaften authentisch zu verbreiten und somit eine höhere Kaufwahrscheinlichkeit bei ihrer Zielgruppe zu erzielen.
- Arbeit zitieren
- Alexander Schorradt (Autor:in), 2019, Social Commerce. Entscheidende Faktoren für erfolgreiches Social Media-Marketing im Zeitalter des Web 2.0, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511464